Vorbemerkung der Fragesteller
Vorbemerkung der Fragesteller
Die von den Fragestellenden regelmäßig erfragten ergänzenden Informationen zur Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beleuchten ausgewählte Aspekte, die sonst wenig Beachtung finden, etwa dass die Anerkennungsquote bei inhaltlichen Asylentscheidungen weitaus höher liegt als die offiziellen Zahlen vermuten lassen. Die sogenannte bereinigte Schutzquote, bei der formelle Entscheidungen des BAMF, die keine inhaltliche Bewertung des Schutzgesuchs enthalten, unberücksichtigt bleiben, lag im Jahr 2022 auf einem Rekord-Hoch bei 72,3 Prozent – gegenüber der vom BAMF und der Bundesregierung verwandten (unbereinigten) Schutzquote in Höhe von 56,2 Prozent. Im Jahr 2023 lag die bereinigte Schutzquote bei 68,6 Prozent (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/12228), im Jahr 2024 waren es 59,3 Prozent (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/14923), im Jahr 2025 betrug der Wert nur noch 37,5 Prozent (vgl. hierzu und zum Folgenden, soweit nicht anders angegeben, die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/4448). Die sinkende Schutzquote des BAMF hängt vor allem mit dem Entscheidungsstopp vom Dezember 2024 zu syrischen Asylsuchenden zusammen, die bis dahin zu nahezu 100 Prozent als schutzbedürftig anerkannt wurden. Aber auch die Schutzquoten zu anderen wichtigen Herkunftsländern, etwa Afghanistan, Türkei, Russland und Iran, gingen im Jahr 2025 zum Teil deutlich zurück, obwohl in Bezug auf diese Länder nach Auffassung der Fragestellenden eher eine Verschlechterung der Menschenrechtslage festzustellen ist.
Zu den Anerkennungen durch das BAMF kommen Schutzstatus durch die Gerichte nach einer zunächst negativen Entscheidung im Asylverfahren hinzu. Mehr als die Hälfte der Klagen gegen das BAMF enden mit einer „sonstigen Verfahrenserledigung“, z. B., wenn Verfahren von mehreren Familienangehörigen zusammengelegt werden, wenn eine Klage nicht weiterverfolgt oder wenn ein Schutzstatus im Einvernehmen mit dem BAMF erteilt wird. Auch wenn ein Gericht in Dublin-Fällen entscheidet, dass das Asylverfahren in Deutschland durchgeführt werden muss, gilt dies als „sonstige Erledigung“ (vgl. Antwort zu Frage 26 auf Bundestagsdrucksache 19/4961). Die Bundesregierung erklärte auf Nachfrage, dass „sonstige Verfahrenserledigungen“ der Gerichte keine Aussage zur Schutzbedürftigkeit der Betroffenen beinhalten und nicht als Bestätigung der Entscheidungen des BAMF gewertet werden können (vgl. Antwort zu Frage 18 auf Bundestagsdrucksache 19/22023).
Werden deshalb nur inhaltliche und keine formellen Entscheidungen der Gerichte betrachtet, ergibt sich nach Berechnung der Fragestellenden eine bereinigte Erfolgsquote von Asylsuchenden im Klageverfahren im Jahr 2025 in Höhe von 14,8 Prozent (2024: 18 Prozent, 2023: 24,4 Prozent, 2022: 36,5 Prozent). Die vom BAMF angegebenen Aufhebungsquoten sind nur etwa halb so hoch, weil dabei sonstige Erledigungen wie eine Bestätigung der Bescheide gewertet werden. Bei iranischen Geflüchteten waren die bereinigten Erfolgsquoten im Klageverfahren im Jahr 2025 überdurchschnittlich hoch (40,3 Prozent). Hinzu kommen Korrekturen durch das BAMF, die oft auf Anregung der Gerichte erfolgen oder auf geänderten Lageeinschätzungen beruhen. In absoluten Zahlen: 35 479 vom BAMF zunächst abgelehnte Asylsuchende erhielten im Jahr 2025 (bis Ende November) doch noch einen Schutzstatus (2024: 15 424, 2023: 20 838), 5 135 durch Entscheidungen der Gerichte, 2 261 durch Abhilfeentscheidungen des BAMF, 27 912 im Rahmen von Folgeanträgen (dies betrifft vor allem afghanische Frauen) und 171 aus „sonstigen Gründen“. All das zeigt nach Auffassung der Fragestellenden, dass die Mehrheit der nach Deutschland kommenden Geflüchteten nach den geltenden rechtlichen Kriterien als schutzbedürftig angesehen werden muss.
Mitunter wird schutzbedürftigen Geflüchteten der notwendige Schutz versagt: Nicht gegen alle fehlerhaften Ablehnungen des BAMF werden (rechtzeitig) Rechtsmittel erhoben, auch wegen sehr kurzer Fristen. Insgesamt ist der Rechtsschutz in Asylverfahren erheblich eingeschränkt; so gibt es keine Berufungsmöglichkeit gegen erstinstanzliche Urteile bei ernstlichen Zweifeln an deren Richtigkeit (vgl. § 78 des Asylgesetzes (AsylG)). Umso schwerer wogen Vorwürfe gegen Richter am Verwaltungsgericht (VG) Gera, wonach sie Asylklagen aufgrund ihrer persönlichen (rechten) Einstellung abgelehnt haben könnten (vgl. z. B.: https://ezra.de/forderungspapier-zur-justiz-in-thu%CC%8 8ringen/; www.sueddeutsche.de/politik/justiz-asyl-afd-richter-1.5926901? s=09). Dieser Verdacht wurde gestützt durch Zahlen zur Entscheidungsstatistik des VG Gera infolge von Kleinen Anfragen der Fraktion DIE LINKE. (vgl. z. B. Antworten der Bundesregierung auf die Kleinen Anfragen auf den Bundestagsdrucksachen 20/4019 und 20/8222), denn die Erfolgsquoten bei Asylklagen zu bestimmten Herkunftsländern waren am VG Gera auffallend niedriger als im bundesweiten Vergleich. Gegen einen der betroffenen Richter wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet (www.lto.de/recht/hintergruende/h/ben gt-fuchs-disziplinarverfahren-verwaltungsgericht-gera), als Asylrichter wurde er abberufen, ein Verfahren wegen Volksverhetzung wurde eingestellt (www.lt o.de/recht/nachrichten/n/olg-jena-3ws30825-kein-strafverfahren-bengt-fuchsbeschwerde-staatsanwaltschaft).
Zweifel an der politischen Unvoreingenommenheit einzelner Richter ergeben sich nach Auffassung der Fragestellenden auch aus einer Pressemitteilung des VG Düsseldorf („Jahresbericht 2025“, 25_04_29_VGD_Vfg_Jahrespressemitteilung-2025.pdf). Darin wird beklagt, dass gerichtliche „Entscheidungen nicht umgesetzt“ würden, Abschiebungen nach Georgien würden „nur selten durchgeführt“, „vergleichbare Erkenntnisse“ gebe es zu „türkischen Klägern, die nach erfolglosen Eilverfahren nicht in ihre Heimat zurückgeführt“ würden; „in den Iran erfolgen seit Jahrzehnten keine Abschiebungen“; von einem „flächendeckend unzureichenden Vollzug asylgerichtlicher […] Entscheidungen“ ist die Rede. Abgesehen davon, dass freiwillige Ausreisen nach einer negativen gerichtlichen Entscheidung in der Pressemitteilung keine Berücksichtigung finden (obwohl es regelmäßig mehr freiwillige Ausreisen als Abschiebungen gibt, vgl. z. B. die Tabelle zu der Antwort zu Frage 34 auf Bundestagsdrucksache 20/11101), sind die zitierten Behauptungen nach Auffassung der Fragestellenden schlicht falsch: Seit Jahren steigt die Zahl der Abschiebungen, im Jahr 2025 lagen die Länder Türkei und Georgien, in die angeblich nur selten abgeschoben werde, mit 2 297 bzw. 1 690 sogar an erster Stelle (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/4103). Auch in den Iran wird – trotz der sich verschlechternden Menschenrechtslage und der systematischen Diskriminierung von Frauen und anders als in der Pressemitteilung behauptet – seit Jahrzehnten abgeschoben: Im Jahr 2025 gab es 18 Abschiebungen in den Iran, im Jahr 2024 waren es 14 (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/14946), im Jahr 2021 waren es 28 (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/890) und im Jahr 2018 gab es 22 Abschiebungen in den Iran (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 19/8021).
Bei vielen Asylsuchenden handelt es sich um Kinder und Jugendliche: Im Jahr 2025 lag ihr Anteil bei 44,9 Prozent; 4,4 Prozent aller Asylsuchenden waren unbegleitete minderjährige Geflüchtete. 17 707 Asylanträge (15,6 Prozent aller Anträge) wurden für in Deutschland geborene Kinder von Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen oder Personen mit einer humanitären Aufenthaltserlaubnis gestellt. Insgesamt betrafen 85,5 Prozent aller Asylanträge des Jahres 2025 erwachsene Frauen (40,6 Prozent) oder Kinder unter 18 Jahren (44,9 Prozent) – in öffentlichen Debatten geht es hingegen oft um die Gruppe junger männlicher Asylsuchender.
65,4 Prozent der Asylsuchenden des Jahres 2025 verfügen über keine (anerkannten) Identitätsnachweise (2024: 49,9 Prozent). Das sagt jedoch nichts über ihre Schutzbedürftigkeit aus, im Gegenteil war die bereinigte Schutzquote bei Asylsuchenden ohne Papiere mit 44,3 Prozent sogar höher als im allgemeinen Durchschnitt (37,5 Prozent).
Rund 40 Prozent der Asylsuchenden des Jahres 2025 sind nicht unerlaubt eingereist, was in politischen Debatten und Medienberichten zum Teil übersehen wird, sondern in Deutschland geboren (15,6 Prozent), mit einem Visum eingereist (ebenfalls 15,6 Prozent) oder sie kamen aus einem visumfreien Land (8,4 Prozent).
Die ressourcenintensive Auswertung von Handys Asylsuchender spielt in der Praxis des BAMF nur noch eine geringe Rolle: Im Jahr 2025 wurden die Datenträger von 576 Asylsuchenden ausgelesen, in nur 324 Fällen wurden die entsprechenden Berichte ausgewertet. Eine genauere statistische Erhebung findet nicht mehr statt, für das Jahr 2023 konnte die Bundesregierung zu 12 556 Handyauslesungen noch differenziertere Auskünfte geben, aus denen sich ergab, dass diese aufwändige und datenschutzrechtlich umstrittene Maßnahme in nur sehr wenigen Fällen (28) einen Verdacht auf fehlerhafte Angaben zur Herkunft bzw. Identität stützte (vgl. Antwort zu Frage 15 auf Bundestagsdrucksache 21/1710).
Eine weitere Gesetzesverschärfung ist für die aktuelle Asylpraxis des BAMF kaum von Bedeutung: Seit dem 27. Februar 2024 sind unrichtige oder unvollständige Angaben im Asylverfahren unter Strafe gestellt (§ 85 Absatz 2 AsylG). Bis zum März 2026 stellte das BAMF nur drei entsprechende Strafanzeigen, eines der Verfahren wurde wegen Geringfügigkeit bzw. mangelnden öffentlichen Interesses eingestellt (vgl. Antwort zu Frage 20 auf Bundestagsdrucksache 21/4448).
Die Fragestellenden beziehen sich in ihren Fragen zum ersten Halbjahr 2026 grundsätzlich auf die Rechtslage bis zum Inkrafttreten der GEAS-(Gemeinsames Europäisches Asylsystem)-Reform zum 12. Juni 2026; soweit für die Zeit vom 12. bis zum 30. Juni 2026 neue europäische Rechtsnormen (direkt) gelten, wird gebeten, entsprechende Angaben zu den inhaltlich zumeist vergleichbaren Rechtsgrundlagen zu machen.
1aWie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach Artikel 16a des Grundgesetzes [GG], nach § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes [AufenthG] in Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention [GFK], subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernisse) in der Entscheidungspraxis des BAMF im ersten Halbjahr 2026 (bitte jeweils in absoluten und relativen Zahlen angeben und für die 15 wichtigsten Herkunftsländer gesondert darstellen, bitte für jedes dieser Länder in relativen Zahlen angeben, wie viele Asylsuchende Schutz nach Artikel 16a GG, nach § 60 Absatz 1 AufenthG in Anwendung der GFK, einen subsidiären Schutzstatus bzw. nationalen Abschiebungsschutz zugesprochen bekommen haben, bitte in einer weiteren Tabelle nach Art der Anerkennung: Asylberechtigung (darunter Familienasyl), internationaler Flüchtlingsschutz (darunter Familienschutz), subsidiärer Schutz (darunter Familienschutz), nationale Abschiebungsverbote differenzieren – bitte jeweils so differenziert wie möglich darstellen und in jedem Fall Angaben zu den Herkunftsländern Algerien, Bangladesch, Kolumbien, Marokko, Tunesien, Indien, Ukraine, Belarus, Russische Föderation sowie zu allen sicheren Herkunftsstaaten machen)?
1bWie hoch war im genannten Zeitraum die so genannte bereinigte Gesamtschutzquote, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen auf tatsächlich inhaltliche und nicht formelle Entscheidungen (bitte wie in der Antwort zu Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen sich machen zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen im ersten Halbjahr 2026?
Die Fragen 1a und die Quote zu 1b werden wegen ihres Sachzusammenhangs zusammen beantwortet. Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass durch Heranziehen der erfragten sog. bereinigten Gesamtschutzquote (Quote zu Frage 1b) etwaige Bleibeperspektiven von Staatsangehörigen der unten genannten Staaten nicht hergeleitet oder begründet werden können, da die formellen Ablehnungen von Asylanträgen bei einer derartigen Quotenberechnung nicht berücksichtigt werden. Formelle Ablehnungen führen ebenso wie materiell entschiedene Asylablehnungen im Regelfall zu einer Ausreisepflicht. Maßgeblich für die Feststellung einer etwaigen Bleibeperspektive ist daher die umfassende Gesamtschutzquote, die alle ablehnenden Asylentscheidungen berücksichtigt.
| 1. Halbjahr 2026 | Asylberechtigung Artikel 16a GG | Flüchtlingsschutz | Subsidiärer Schutz | Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) | Gesamtschutz | Quote zu Frage 1b | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | Anteil | |
| Herkunftsländer gesamt | 3.039 | 2,5 % | 32.750 | 27,2 % | 3.199 | 2,7 % | 7.511 | 6,2 % | 46.499 | 38,7 % | 47,4 % |
| darunter: | |||||||||||
| Afghanistan | 2.233 | 6,1 % | 25.923 | 71,1 % | 62 | 0,2 % | 712 | 2,0 % | 28.930 | 79,3 % | 89,3 % |
| Syrien | 12 | 0,0 % | 698 | 2,3 % | 1.299 | 4,3 % | 4.382 | 14,3 % | 6.391 | 20,9 % | 23,4 % |
| Türkei | 55 | 0,5 % | 1.099 | 10,9 % | 49 | 0,5 % | 28 | 0,3 % | 1.231 | 12,2 % | 15,5 % |
| Irak | 6 | 0,1 % | 622 | 14,5 % | 123 | 2,9 % | 372 | 8,7 % | 1.123 | 26,1 % | 34,7 % |
| Somalia | 243 | 6,0 % | 1.020 | 25,1 % | 209 | 5,1 % | 1.070 | 26,4 % | 2.542 | 62,6 % | 82,0 % |
| Russische Föderation | 16 | 0,6 % | 71 | 2,5 % | 47 | 1,7 % | 9 | 0,3 % | 143 | 5,1 % | 8,9 % |
| Ungeklärt | 19 | 0,9 % | 686 | 33,7 % | 170 | 8,4 % | 109 | 5,4 % | 984 | 48,4 % | 62,0 % |
| Eritrea | 40 | 2,3 % | 930 | 54,3 % | 395 | 23,1 % | 50 | 2,9 % | 1.415 | 82,6 % | 90,6 % |
| Guinea | 117 | 7,7 % | 189 | 12,4 % | 53 | 3,5 % | 81 | 5,3 % | 440 | 28,9 % | 37,5 % |
| Iran | 21 | 1,5 % | 351 | 24,8 % | 34 | 2,4 % | 27 | 1,9 % | 433 | 30,6 % | 42,2 % |
| Nigeria | 11 | 0,8 % | 53 | 3,8 % | 6 | 0,4 % | 89 | 6,4 % | 159 | 11,4 % | 16,9 % |
| Georgien | – | – | 9 | 0,9 % | 2 | 0,2 % | 3 | 0,3 % | 14 | 1,4 % | 2,1 % |
| China | 15 | 1,6 % | 108 | 11,3 % | 6 | 0,6 % | 3 | 0,3 % | 132 | 13,8 % | 19,1 % |
| Algerien | 1 | 0,1 % | 3 | 0,3 % | 1 | 0,1 % | 2 | 0,2 % | 7 | 0,7 % | 1,8 % |
| Vietnam | – | – | – | – | – | – | 3 | 0,3 % | 3 | 0,3 % | 0,6 % |
| Bangladesch | 3 | 4,1 % | 1 | 1,4 % | 0 | 0,0 % | 1 | 1,4 % | 5 | 6,8 % | 10,6 % |
| Kolumbien | 0 | 0,0 % | 2 | 0,6 % | 1 | 0,3 % | 0 | 0,0 % | 3 | 0,8 % | 1,0 % |
| Marokko | 3 | 0,6 % | 8 | 1,6 % | 4 | 0,8 % | 0 | 0,0 % | 15 | 3,0 % | 6,5 % |
| Tunesien | 0 | 0,0 % | 10 | 2,2 % | 6 | 1,3 % | 0 | 0,0 % | 16 | 3,5 % | 6,6 % |
| Indien | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 1 | 0,2 % | 1 | 0,2 % | 0,3 % |
| Ukraine | 0 | 0,0 % | 3 | 0,4 % | 6 | 0,9 % | 10 | 1,5 % | 19 | 2,8 % | 3,9 % |
| Belarus | 4 | 8,9 % | 9 | 20,0 % | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 13 | 28,9 % | 40,6 % |
| Nordmazedonien | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 4 | 0,9 % | 4 | 0,9 % | 2,0 % |
| Kosovo | 0 | 0,0 % | 1 | 0,4 % | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 1 | 0,4 % | 0,6 % |
| Serbien | 0 | 0,0 % | 1 | 0,3 % | 0 | 0,0 % | 2 | 0,5 % | 3 | 0,8 % | 1,4 % |
| Moldau, Republik | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 0,0 % |
| Albanien | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 1 | 0,5 % | 1 | 0,5 % | 2 | 1,1 % | 2,0 % |
| Ghana | 0 | 0,0 % | 5 | 1,8 % | 1 | 0,4 % | 4 | 1,5 % | 10 | 3,6 % | 4,9 % |
| Bosnien und Herzeg. | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 0,0 % |
| Senegal | 0 | 0,0 % | 5 | 6,3 % | 2 | 2,5 % | 2 | 2,5 % | 9 | 11,3 % | 18,0 % |
| Montenegro | 0 | 0,0 % | 1 | 1,9 % | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 1 | 1,9 % | 3,3 % |
| 1. Halbjahr 2026 | Quote zu Frage 1b | ||
|---|---|---|---|
| absolut | Anteil | Anteil | |
| Asylberechtigung | 3.039 | 2,5 % | 3,1 % |
| darunter Familienschutz | 794 | 0,7 % | 0,8 % |
| Flüchtlingsschutz | 32.750 | 27,2 % | 33,4 % |
| darunter Familienschutz | 18.720 | 15,6 % | 19,1 % |
| Subsidiärer Schutz | |||
| § 4 I Nr. 1 Asylgesetz (AsylG) | 1 | 0,0 % | 0,0 % |
| § 4 I Nr. 2 AsylG | 888 | 0,7 % | 0,9 % |
| § 4 I Nr. 3 AsylG | 629 | 0,5 % | 0,6 % |
| § 4 I AsylG Familienschutz | 1.681 | 1,4 % | 1,7 % |
| Summe subsidiärer Schutz | 3.199 | 2,7 % | 3,3 % |
| Abschiebungsverbot | |||
| § 60 V AufenthG | 7.309 | 6,1 % | 7,4 % |
| § 60 VII AufenthG | 202 | 0,2 % | 0,2 % |
| Summe Abschiebungsverbot | 7.511 | 6,2 % | 7,7 % |
| Gesamtschutz | 46.499 | 38,7 % | 47,4 % |
Nähere Angaben zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen für den genannten Zeitraum können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| 1. Halbjahr 2026 Entscheidungskategorie | |
|---|---|
| Antrag nicht weiter bearbeitet | 51 |
| Einstellung wg. § 33 IuII, § 32a II AsylG | 2.579 |
| nicht erforderlich, Dublin | 76 |
| sonstige Einstellung | 2.289 |
| Unzulässig (§ 29 I Nr. 1 AsylG) | 6.220 |
| Unzulässig (§ 29 I Nr. 2 AsylG) | 2.253 |
| Unzulässig (§ 29 I Nr. 3 AsylG) | 8 |
| Unzulässig (§ 29 I Nr. 4 AsylG) | 13 |
| Unzulässig (kein Zweitverfahren § 29 I Nr. 5 AsylG) | 1.247 |
| Unzulässig (kein Folgeverfahren § 29 I Nr. 5 AsylG) | 7.292 |
| GEAS-ausdrückliche Rücknahme | 3 |
| GEAS-keine Bearbeitung | 1 |
| GEAS-stillschweigende Rücknahme | 2 |
Wie waren die im Jahr 2024 bzw. die im Jahr 2025 bestandskräftig oder rechtskräftig gewordenen Entscheidungen des BAMF (bitte nach unterschiedlichen Status und Formen der Ablehnung bzw. Erledigung differenzieren und in absoluten und relativen Zahlen und Gesamtsummen angeben, bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
Bezogen auf die Daten zum Jahr 2024 wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 1c der Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke auf Bundestagsdrucksache 21/1710 verwiesen.
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
| Jahr 2025 | Asylberechtigung Artikel 16a GG | Flüchtlingsschutz § 3 Absatz 1 AsylG | Subsidiärer Schutz § 4 Absatz 1 AsylG | Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5 und 7 AufenthG | Ablehnungen | Kein weiteres Verfahren durchzuführen | Formelle Verfahrenserledigungen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | |
| Herkunftsstaaten gesamt | 4.283 | 1,9 % | 69.002 | 30,0 % | 11.355 | 4,9 % | 15.802 | 6,9 % | 69.878 | 30,4 % | 15.360 | 6,7 % | 44.209 | 19,2 % |
| darunter: | ||||||||||||||
| Afghanistan | 2.222 | 3,2 % | 48.907 | 70,6 % | 369 | 0,5 % | 7.470 | 10,8 % | 2.383 | 3,4 % | 2.461 | 3,6 % | 5.420 | 7,8 % |
| Türkei | 305 | 0,9 % | 5.399 | 15,2 % | 329 | 0,9 % | 184 | 0,5 % | 20.722 | 58,5 % | 1.346 | 3,8 % | 7.143 | 20,2 % |
| Syrien | 3 | 0,0 % | 212 | 1,3 % | 5.523 | 33,8 % | 210 | 1,3 % | 778 | 4,8 % | 949 | 5,8 % | 8.659 | 53,0 % |
| Irak | 28 | 0,2 % | 1.896 | 14,7 % | 426 | 3,3 % | 1.282 | 10,0 % | 6.094 | 47,4 % | 1.169 | 9,1 % | 1.962 | 15,3 % |
| Somalia | 417 | 4,9 % | 2.509 | 29,2 % | 461 | 5,4 % | 2.790 | 32,5 % | 489 | 5,7 % | 275 | 3,2 % | 1.645 | 19,2 % |
| Iran | 207 | 2,8 % | 3.291 | 45,1 % | 227 | 3,1 % | 127 | 1,7 % | 2.172 | 29,8 % | 322 | 4,4 % | 953 | 13,1 % |
| Russische Föd. | 76 | 1,2 % | 373 | 6,0 % | 212 | 3,4 % | 87 | 1,4 % | 2.803 | 44,8 % | 648 | 10,3 % | 2.063 | 32,9 % |
| Eritrea | 62 | 1,5 % | 2.008 | 49,5 % | 1.038 | 25,6 % | 152 | 3,7 % | 342 | 8,4 % | 62 | 1,5 % | 394 | 9,7 % |
| Georgien | 7 | 0,2 % | 22 | 0,5 % | 13 | 0,3 % | 27 | 0,7 % | 2.983 | 73,8 % | 761 | 18,8 % | 229 | 5,7 % |
| Nigeria | 34 | 1,0 % | 146 | 4,1 % | 31 | 0,9 % | 444 | 12,6 % | 1.498 | 42,6 % | 517 | 14,7 % | 849 | 24,1 % |
Davon bestandskräftig abgeschlossen:
| Jahr 2025 | Asylberechtigung Artikel 16a GG | Flüchtlingsschutz § 3 Absatz 1 AsylG | Subsidiärer Schutz § 4 Absatz 1 AsylG | Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5 und 7 AufenthG | Ablehnungen | Kein weiteres Verfahren durchzuführen | Formelle Verfahrenserledigungen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | |
| Herkunftsstaaten gesamt | 4.123 | 2,3 % | 65.743 | 36,2 % | 10.484 | 5,8 % | 13.302 | 7,3 % | 40.766 | 22,4 % | 11.704 | 6,4 % | 35.633 | 19,6 % |
| darunter: | ||||||||||||||
| Afghanistan | 2.218 | 3,4 % | 48.658 | 73,5 % | 339 | 0,5 % | 7.157 | 10,8 % | 1.476 | 2,2 % | 2.354 | 3,6 % | 3.956 | 6,0 % |
| Türkei | 247 | 1,1 % | 4.602 | 19,9 % | 258 | 1,1 % | 57 | 0,2 % | 10.656 | 46,1 % | 944 | 4,1 % | 6.344 | 27,5 % |
| Syrien | 3 | 0,0 % | 167 | 1,2 % | 5.519 | 41,2 % | 158 | 1,2 % | 727 | 5,4 % | 617 | 4,6 % | 6.198 | 46,3 % |
| Somalia | 417 | 5,4 % | 2.485 | 31,9 % | 450 | 5,8 % | 2.699 | 34,6 % | 259 | 3,3 % | 225 | 2,9 % | 1.258 | 16,1 % |
| Irak | 25 | 0,3 % | 1.647 | 22,7 % | 329 | 4,5 % | 653 | 9,0 % | 2.593 | 35,8 % | 728 | 10,0 % | 1.276 | 17,6 % |
| Iran | 174 | 3,5 % | 2.512 | 50,4 % | 199 | 4,0 % | 85 | 1,7 % | 1.035 | 20,8 % | 209 | 4,2 % | 770 | 15,4 % |
| Russische Föd. | 71 | 1,5 % | 318 | 6,6 % | 139 | 2,9 % | 40 | 0,8 % | 1.884 | 39,2 % | 454 | 9,5 % | 1.896 | 39,5 % |
| Eritrea | 60 | 1,7 % | 1.981 | 55,5 % | 794 | 22,2 % | 118 | 3,3 % | 232 | 6,5 % | 51 | 1,4 % | 333 | 9,3 % |
| Guinea | 258 | 9,4 % | 599 | 21,8 % | 154 | 5,6 % | 278 | 10,1 % | 770 | 28,0 % | 128 | 4,7 % | 560 | 20,4 % |
| Georgien | 1 | 0,0 % | 10 | 0,4 % | 4 | 0,1 % | 11 | 0,4 % | 2.017 | 74,5 % | 484 | 17,9 % | 181 | 6,7 % |
Davon rechtskräftig abgeschlossen:
| Jahr 2025 | Asylberechtigung Artikel 16a GG | Flüchtlingsschutz § 3 Absatz 1 AsylG | Subsidiärer Schutz § 4 Absatz 1 AsylG | Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5 und 7 AufenthG | Ablehnungen | Kein weiteres Verfahren durchzuführen | Formelle Verfahrenserledigungen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | |
| Herkunftsstaaten gesamt | 160 | 0,3 % | 3.259 | 6,8 % | 871 | 1,8 % | 2.500 | 5,2 % | 29.112 | 60,5 % | 3.656 | 7,6 % | 8.576 | 17,8 % |
| darunter: | ||||||||||||||
| Türkei | 58 | 0,5 % | 797 | 6,5 % | 71 | 0,6 % | 127 | 1,0 % | 10.066 | 81,7 % | 402 | 3,3 % | 799 | 6,5 % |
| Irak | 3 | 0,1 % | 249 | 4,4 % | 97 | 1,7 % | 629 | 11,2 % | 3.501 | 62,5 % | 441 | 7,9 % | 686 | 12,2 % |
| Afghanistan | 4 | 0,1 % | 249 | 8,1 % | 30 | 1,0 % | 313 | 10,2 % | 907 | 29,5 % | 107 | 3,5 % | 1.464 | 47,6 % |
| Syrien | – | 0,0 % | 45 | 1,5 % | 4 | 0,1 % | 52 | 1,8 % | 51 | 1,7 % | 332 | 11,3 % | 2.461 | 83,6 % |
| Iran | 33 | 1,4 % | 779 | 33,7 % | 28 | 1,2 % | 42 | 1,8 % | 1.137 | 49,1 % | 113 | 4,9 % | 183 | 7,9 % |
| Russische Föd, | 5 | 0,3 % | 55 | 3,8 % | 73 | 5,0 % | 47 | 3,2 % | 919 | 62,9 % | 194 | 13,3 % | 167 | 11,4 % |
| Georgien | 6 | 0,4 % | 12 | 0,9 % | 9 | 0,7 % | 16 | 1,2 % | 966 | 72,4 % | 277 | 20,8 % | 48 | 3,6 % |
| Nigeria | 4 | 0,3 % | 21 | 1,7 % | 6 | 0,5 % | 159 | 12,7 % | 724 | 57,7 % | 189 | 15,1 % | 152 | 12,1 % |
| Kolumbien | – | 0,0 % | 7 | 0,6 % | 7 | 0,6 % | 8 | 0,7 % | 1.100 | 90,3 % | 13 | 1,1 % | 83 | 6,8 % |
| Pakistan | 1 | 0,1 % | 187 | 20,3 % | – | 0,0 % | 36 | 3,9 % | 548 | 59,6 % | 89 | 9,7 % | 59 | 6,4 % |
Wie viele Asylgesuche wurden im ersten Halbjahr 2026 nach einer unerlaubten Einreise gestellt (bitte Gesamtzahl nennen und zudem nach Landesgrenzen und den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), wie viele Asylgesuche wurden in diesem Zeitraum insgesamt gestellt (bitte ebenfalls nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), wie viele Asylsuchende in diesem Zeitraum kamen aus visumfreien Herkunftsländern (bitte in relativen und absoluten Zahlen angeben und zudem auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländer differenzieren), wie viele Asylantragstellende waren mit einem Visum eingereist (bitte in relativen und absoluten Zahlen angeben und zudem auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländer differenzieren) und wie viele nachgeborene Kinder im Alter bis unter einem Jahr befanden sich unter den Asylantragstellenden (bitte in relativen und absoluten Zahlen angeben und zudem auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländer differenzieren), zu welchen dieser Teilfragen liegen nur Angaben zu Asylsuchenden bzw. nur zu Asylanträgen bzw. zu beiden Gruppen vor (bitte darlegen)?
Die Feststellungen der Bundespolizei zu Asylgesuchen nach einer unerlaubten Einreise, die den Verdacht einer Straftat nach § 95 des Aufenthaltsgesetztes (AufenthG) begründet, sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen und beruhen auf Daten der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei:
| Asylgesuche im ersten Halbjahr 2026 im Rahmen der unerlaubten Einreise (zehn häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Grenze/Staatsangehörigkeiten | afghanisch | russisch | algerisch | türkisch | iranisch | chinesisch | syrisch | marokkanisch | somalisch | ukrainisch | Gesamt |
| Österreich | 18 | 18 | 5 | 40 | 1 | 18 | 4 | 3 | 9 | 13 | 197 |
| Schweiz | 43 | 0 | 10 | 31 | 6 | 6 | 1 | 9 | 16 | 0 | 172 |
| Tschechien | 9 | 104 | 0 | 3 | 14 | 0 | 12 | 0 | 0 | 9 | 160 |
| Frankreich | 17 | 6 | 31 | 4 | 4 | 10 | 2 | 10 | 5 | 1 | 151 |
| Belgien | 11 | 0 | 51 | 5 | 0 | 1 | 9 | 17 | 3 | 0 | 141 |
| Polen | 27 | 0 | 3 | 4 | 0 | 1 | 1 | 2 | 0 | 21 | 93 |
| Niederlande | 2 | 1 | 11 | 2 | 0 | 0 | 2 | 3 | 2 | 1 | 40 |
| Luxemburg | 0 | 0 | 4 | 1 | 4 | 0 | 0 | 3 | 0 | 0 | 17 |
| Dänemark | 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 8 |
| Keiner Grenze zuzuordnen | 7 | 0 | 6 | 4 | 0 | 0 | 1 | 0 | 6 | 0 | 45 |
| Luftgrenze | 209 | 10 | 6 | 16 | 47 | 25 | 24 | 6 | 11 | 6 | 544 |
| Seegrenze | 1 | 0 | 0 | 0 | 4 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 8 |
Entsprechende Daten liegen nur für Asylgesuche, nicht aber für formelle Asylanträge vor.
Die Zahl der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) insgesamt registrierten Asylgesuche nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten für das erste Halbjahr 2026 kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| 1. Halbjahr 2026 | |
|---|---|
| Staatsangehörigkeit | Asylgesuche |
| Afghanistan | 10.599 |
| Syrien | 4.810 |
| Türkei | 3.373 |
| Somalia | 2.251 |
| Irak | 1.531 |
| Vietnam | 1.001 |
| Eritrea | 930 |
| Russische Föderation | 886 |
| Iran | 883 |
| China | 844 |
| Gesamt | 40.271 |
Es liegen sowohl Daten zu allen Asylgesuchen als auch zu allen formellen Asylanträgen vor.
Die Zahl der vom BAMF registrierten Asylgesuche nach den 15 wichtigsten visumfreien Herkunftsstaaten für das erste Halbjahr 2026 kann der folgenden Tabelle entnommen werden:
| 1. Halbjahr 2026 | ||
|---|---|---|
| Staatsangehörigkeit | Asylgesuche | |
| absolut | Anteil in % | |
| Georgien | 714 | 21,7 % |
| Venezuela | 605 | 18,4 % |
| Ukraine | 406 | 12,3 % |
| Kolumbien | 298 | 9,1 % |
| Serbien | 241 | 7,3 % |
| Moldau, Republik | 208 | 6,3 % |
| Nordmazedonien | 183 | 5,6 % |
| Kosovo | 164 | 5,0 % |
| Bosnien und Herzegowina | 152 | 4,6 % |
| Albanien | 118 | 3,6 % |
| Nicaragua | 31 | 0,9 % |
| Peru | 30 | 0,9 % |
| Montenegro | 23 | 0,7 % |
| Brasilien | 22 | 0,7 % |
| Vereinigte Staaten | 19 | 0,6 % |
| Gesamt | 3.290 |
Es liegen sowohl entsprechende Daten zu allen Asylgesuchen als auch zu allen formellen Asylanträgen vor.
Daten zu Asylerstantragstellenden, die mit einem Visum eingereist sind, können der folgenden Tabellen entnommen werden, wobei belastbare Angaben zum Jahr 2026 nur bis zum April 2026 vorliegen:
| 01.01–30.04.2026 | ||
|---|---|---|
| Staatsangehörigkeit | Erstantragstellende mit Visum | |
| absolut | Anteil in % | |
| Afghanistan | 1.225 | 22,0 % |
| Syrien | 391 | 7,0 % |
| Türkei | 272 | 4,9 % |
| Iran | 259 | 4,6 % |
| Aserbaidschan | 188 | 3,4 % |
| Libyen | 184 | 3,3 % |
| Armenien | 173 | 3,1 % |
| Irak | 166 | 3,0 % |
| Ägypten | 164 | 2,9 % |
| China | 143 | 2,6 % |
| Somalia | 139 | 2,5 % |
| Ruanda | 132 | 2,4 % |
| Nigeria | 130 | 2,3 % |
| Eritrea | 126 | 2,3 % |
| Pakistan | 108 | 1,9 % |
| Gesamt | 5.573 |
Es liegen entsprechende Daten nur für formelle Asylanträge vor.
Daten zu in Deutschland nachgeborenen Kindern im Alter von null bis unter einem Jahr unter den Asylerstantragstellenden können der folgenden Tabelle entnommen werden:
| 1. Halbjahr 2026 | ||
|---|---|---|
| Staatsangehörigkeit | Nachgeborene Kinder | |
| absolut | Anteil | |
| Syrien | 1.765 | 25,4 % |
| Afghanistan | 1.305 | 18,7 % |
| Türkei | 611 | 8,8 % |
| Irak | 560 | 8,0 % |
| Eritrea | 444 | 6,4 % |
| Somalia | 304 | 4,4 % |
| Guinea | 194 | 2,8 % |
| Russische Föderation | 152 | 2,2 % |
| Ungeklärt | 146 | 2,1 % |
| Nigeria | 117 | 1,7 % |
| Iran | 82 | 1,2 % |
| Ghana | 73 | 1,0 % |
| Äthiopien | 68 | 1,0 % |
| Kamerun | 61 | 0,9 % |
| Venezuela | 57 | 0,8 % |
| Gesamt | 6.962 |
Es liegen entsprechende Daten für Asylgesuche und für formelle Asylanträge vor.
Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 AsylG in Anwendung der GFK im ersten Halbjahr 2026 beruhten auf staatlicher, nichtstaatlicher bzw. geschlechtsspezifischer Verfolgung bzw. waren Familienflüchtlingsschutzstatus (bitte in absoluten und relativen Zahlen und noch einmal gesondert nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern angeben)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| 1. Halbjahr 2026 | Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 Absatz 1 AsylG | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Familienflüchtlingsschutz nach § 26 Absatz 5 AsylG | staatliche Verfolgung | nichtstaatliche Verfolgung | ||||
| davon geschlechtsspez. Verfolgung | davon geschlechtsspez. Verfolgung | |||||
| Herkunftsstaaten gesamt | 32.750 | 18.720 | 10.903 | 8.214 | 2.284 | 1.807 |
| darunter: | ||||||
| Afghanistan | 25.923 | 14.974 | 9.160 | 7.592 | 1.354 | 1.105 |
| Syrien | 698 | 559 | 80 | 61 | 43 | 31 |
| Türkei | 1.099 | 479 | 577 | 87 | 18 | 16 |
| Somalia | 1.020 | 487 | 114 | 105 | 390 | 369 |
| Irak | 622 | 511 | 27 | 23 | 70 | 59 |
| Russische Föd. | 71 | 20 | 35 | 16 | 10 | 8 |
| Vietnam | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eritrea | 930 | 923 | 6 | 2 | 0 | 0 |
| Iran | 351 | 136 | 203 | 65 | 6 | 4 |
| China | 108 | 21 | 83 | 19 | 0 | 0 |
Wie viele der Anerkennungen im genannten Zeitraum waren Schutzstatus nach § 26 AsylG für Familienangehörige bereits Anerkannter (bitte jeweils nach den Bezugsstatus Asylberechtigung, Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw. subsidiärem Schutz differenzieren), und wie viele dieser erteilten Status betrafen in Deutschland geborene Kinder (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| 1. Halbjahr 2026 | § 26 AsylG Anerkennung | § 3 I AsylG Familienschutz | § 4 I AsylG Familienschutz | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| davon in DE geborene Kinder | davon in DE geborene Kinder | davon in DE geborene Kinder | ||||
| Herkunftsstaaten gesamt | 794 | 99 | 18.720 | 2.929 | 1.681 | 506 |
| darunter: | ||||||
| Afghanistan | 602 | 48 | 14.974 | 1.350 | 19 | 13 |
| Syrien | 2 | 1 | 559 | 203 | 1.066 | 207 |
| Türkei | 25 | 5 | 479 | 114 | 27 | 8 |
| Irak | 4 | 1 | 511 | 335 | 93 | 55 |
| Somalia | 48 | 4 | 487 | 164 | 72 | 21 |
| Russische Föd. | 4 | 4 | 20 | 8 | 18 | 7 |
| Ungeklärt | 3 | 2 | 100 | 49 | 49 | 24 |
| Eritrea | 37 | 16 | 923 | 437 | 184 | 94 |
| Guinea | 6 | 1 | 107 | 59 | 18 | 13 |
| Iran | 2 | 2 | 136 | 30 | 11 | 5 |
Wie viele der Asylsuchenden im genannten Zeitraum verfügten zum Zeitpunkt der Asylantragstellung über einen rechtmäßigen Aufenthaltstitel (bitte jeweils angeben über welchen) oder eine Duldung (bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren), wie viele von ihnen hatten einen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten, und in wie vielen Fällen ging es um Asylfolge- oder Zweitanträge?
Im ersten Halbjahr 2026 waren ausweislich des Ausländerzentralregisters (AZR) 14.199 Personen erfasst, die einen Asylantrag gestellt haben, während sie einen gültigen Aufenthaltstitel oder eine gültige Duldung besaßen. 424 Personen verfügten zum Zeitpunkt ihrer Asylantragstellung über einen gültigen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten. Bei 9.932 Fällen waren es Asylfolge- oder Zweitanträge. Die weiteren Angaben können den nachstehenden Tabellen entnommen werden:
| Asylantragstellung, während ein gültiger Titel oder eine Duldung vorlagen | 1. Halbjahr 2026 |
|---|---|
| Gesamt | 14.199 |
| darunter | |
| Afghanistan | 10.247 |
| Türkei | 513 |
| Syrien | 493 |
| Somalia | 450 |
| Irak | 330 |
| Iran | 251 |
| Russische Föderation | 160 |
| Ungeklärt | 160 |
| Eritrea | 158 |
| Guinea | 152 |
| Asylantragstellung, während ein gültiger Titel oder eine Duldung vorlagen | 1. Halbjahr 2026 |
|---|---|
| Gesamt | 14.199 |
| davon | |
| Aufenthaltserlaubnis (AE) – völkerrechtliche, humanitäre, politische Gründe | 8.912 |
| Aufenthaltserlaubnis – familiären Gründen | 1.727 |
| Aufenthaltserlaubnis – Ausbildung | 58 |
| Aufenthaltserlaubnis – Besondere Aufenthaltsrechte | 50 |
| Aufenthaltserlaubnis – Erwerbstätigkeit | 18 |
| Duldungen | 3.434 |
Wie viele der im genannten Zeitraum vom BAMF zugesprochen Schutzstatus basierten auf Anerkennungen im Rahmen des Familienschutzes (bitte in relativen und absoluten Zahlen angeben und nach Schutzstatus sowie den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Angaben zu Entscheidungen mit bzw. ohne Einbeziehung von Entscheidungen zum Familienschutz nach Herkunftsstaaten (HKS) können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden (Hinweis: die Berechnung der relativen Zahlen erfolgt hier in Bezug auf positive Entscheidungen, einschließlich Abschiebungsverboten gemäß § 60 V/VII AufenthG):
| 1. Halbjahr | Asylberechtigung | Flüchtlingsschutz | Subsidiärer Schutz | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2026 | Artikel 16a GG | § 3 I AsylG | § 4 I AsylG | |||||||||
| ohne Familienschutz | mit Familienschutz | ohne Familienschutz | Familienschutz | ohne Familienschutz | Familienschutz | |||||||
| absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | |
| Herkunftsstaaten gesamt | 2.245 | 4,8 % | 3.039 | 6,5 % | 14.030 | 30,2 % | 32.750 | 70,4 % | 1.518 | 3,3 % | 3.199 | 6,9 % |
| Afghanistan | 1.631 | 5,6 % | 2.233 | 7,7 % | 10.949 | 37,8 % | 25.923 | 89,6 % | 43 | 0,1 % | 62 | 0,2 % |
| Syrien | 10 | 0,2 % | 12 | 0,2 % | 139 | 2,2 % | 698 | 10,9 % | 233 | 3,6 % | 1.299 | 20,3 % |
| Türkei | 30 | 2,4 % | 55 | 4,5 % | 620 | 50,4 % | 1.099 | 89,3 % | 22 | 1,8 % | 49 | 4,0 % |
| Irak | 2 | 0,2 % | 6 | 0,5 % | 111 | 9,9 % | 622 | 55,4 % | 30 | 2,7 % | 123 | 11,0 % |
| Somalia | 195 | 7,7 % | 243 | 9,6 % | 533 | 21,0 % | 1.020 | 40,1 % | 137 | 5,4 % | 209 | 8,2 % |
| Russ. Föd. | 12 | 8,4 % | 16 | 11,2 % | 51 | 35,7 % | 71 | 49,7 % | 29 | 20,3 % | 47 | 32,9 % |
| Ungeklärt | 16 | 1,6 % | 19 | 1,9 % | 586 | 59,6 % | 686 | 69,7 % | 121 | 12,3 % | 170 | 17,3 % |
| Eritrea | 3 | 0,2 % | 40 | 2,8 % | 7 | 0,5 % | 930 | 65,7 % | 211 | 14,9 % | 395 | 27,9 % |
| Guinea | 111 | 25,2 % | 117 | 26,6 % | 82 | 18,6 % | 189 | 43,0 % | 35 | 8,0 % | 53 | 12,0 % |
| Iran | 19 | 4,4 % | 21 | 4,8 % | 215 | 49,7 % | 351 | 81,1 % | 23 | 5,3 % | 34 | 7,9 % |
Wie viele der im genannten Zeitraum gestellten Asylanträge betrafen Frauen bzw. Kinder unter 18 Jahren (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben; bitte diese Angaben zu erwachsenen Frauen bzw. zu Minderjährigen gesondert auch in Bezug auf Asylerstanträge machen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| Asylanträge im 1. Halbjahr.2026 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anträge Gesamt | davon Asylerstanträge | davon Frauen (ab 18 Jahre) | Kinder (unter 18 Jahre) | |||
| absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | |
| 56.547 | 39.646 | 70,1 % | 8.628 | 21,8 % | 18.513 | 46,7 % |
Wie viele der Schutzzuerkennungen (in Bezug auf alle vier Status) durch das BAMF im ersten Halbjahr 2026 bzw. in den Jahren 2015 bis 2025 erfolgten im Rahmen des Familienschutzes (bitte nach Jahren auflisten), welchen Anteil an allen Schutzzuerkennungen machten diese im Rahmen des Familienschutzes gewährten Schutzstatus jeweils aus (bitte entsprechend der genannten Zeiträume auflisten), wie hoch waren die bereinigten Schutzquoten in den genannten Zeiträumen ohne Berücksichtigung von im Rahmen des Familienschutzes gewährten Schutzstatus, und wie schätzt das BAMF die Auswirkungen des Wegfalls des Instituts des Familienschutzes auf die künftige Entwicklung der Schutzquoten des BAMF ein (bitte ausführen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| Zeitraum | Familienschutz Gesamt | Anteil Familienschutz am Gesamtschutz* | Anteil ohne Familienschutz und ohne sonst. Verfahrenserledigungen |
|---|---|---|---|
| 2015 | 3.345 | 2,4 % | 60,1 % |
| 2016 | 13.148 | 3,0 % | 70,8 % |
| 2017 | 36.297 | 13,9 % | 49,2 % |
| 2018 | 29.844 | 39,3 % | 38,0 % |
| 2019 | 40.404 | 57,4 % | 35,6 % |
| 2020 | 35.512 | 56,8 % | 36,7 % |
| 2021 | 31.776 | 53,1 % | 44,5 % |
| 2022 | 34.167 | 26,6 % | 65,7 % |
| 2023 | 31.699 | 23,4 % | 62,6 % |
| 2024 | 27.796 | 20,8 % | 53,5 % |
| 2025 | 32.661 | 37,4 % | 27,3 % |
| 1. Halbjahr .2026 | 21.195 | 45,6 % | 32,9 % |
* Anteil: in Bezug auf die positiven Entscheidungen (inkl. Abschiebungsverbot gem. § 60 V/VII AufenthG)
* Anteil: in Bezug auf die positiven Entscheidungen (inkl. Abschiebungsverbot gem. § 60 V/VII AufenthG)
Zur letzten Teilfrage kann keine Prognose zur zukünftigen Entwicklung der Schutzquoten getroffen werden, da diese von der Entwicklung der Verhältnisse in den Herkunftsländern abhängen, wovon wiederum die Entscheidungspraxis des BAMF abhängt. Darüber hinaus nimmt das BAMF gemäß § 26 Absatz 2 Asylgesetz (AsylG) i. V. m. Artikel 23 der Verordnung (EU) 2024/1347 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Mai 2024 (StatusVO) auch eine Prüfung zur Erteilung eines Aufenthaltstitels bei Familienangehörigen vor, die hinsichtlich der Frage einer Schutzgewährung hier zu berücksichtigen wäre. Aber auch bei dieser Bewertung ist die Entwicklung der Verhältnisse in den Herkunftsländern zu beachten.
Welche genaueren Angaben kann die Bundesregierung machen zu den Rechtsgrundlagen der im ersten Halbjahr 2026 durch das BAMF bzw. durch die Gerichte (soweit vorliegend) gewährten subsidiären Schutzstatus (nach § 4 Absatz 1 Nummer 1, Nummer 2 bzw. Nummer 3 AsylG bzw. Familienschutz, bitte in absoluten und relativen Zahlen darstellen und nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Asylentscheidungen des BAMF:
| 1. Halbjahr 2026 | Subsidiärer Schutz | subsidiärer Schutz gem. § 4 I Nr. 1 AsylG | subsidiärer Schutz gem. § 4 I Nr. 2 AsylG | subsidiärer Schutz gem. § 4 I Nr. 3 AsylG | Subsidiärer Familienschutz § 4 I | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | |
| Staatsangehörigkeiten gesamt | 3.199 | 1 | 0,0 % | 888 | 27,8 % | 629 | 19,7 % | 1.681 | 52,5 % |
| darunter: | |||||||||
| Syrien | 1.299 | – | 0,0 % | 230 | 17,7 % | 3 | 0,2 % | 1.066 | 82,1 % |
| Eritrea | 395 | – | 0,0 % | 211 | 53,4 % | – | 0,0 % | 184 | 46,6 % |
| Sudan | 212 | – | 0,0 % | 1 | 0,5 % | 198 | 93,4 % | 13 | 6,1 % |
| Somalia | 209 | – | 0,0 % | 134 | 64,1 % | 3 | 1,4 % | 72 | 34,4 % |
| Ungeklärt | 170 | – | 0,0 % | 9 | 5,3 % | 112 | 65,9 % | 49 | 28,8 % |
| Pers. aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt) | 166 | – | 0,0 % | 4 | 2,4 % | 139 | 83,7 % | 23 | 13,9 % |
| Irak | 123 | – | 0,0 % | 29 | 23,6 % | 1 | 0,8 % | 93 | 75,6 % |
| Jemen | 98 | – | 0,0 % | 21 | 21,4 % | 68 | 69,4 % | 9 | 9,2 % |
| Myanmar | 93 | – | 0,0 % | 7 | 7,5 % | 83 | 89,2 % | 3 | 3,2 % |
| Afghanistan | 62 | – | 0,0 % | 43 | 69,4 % | – | 0,0 % | 19 | 30,6 % |
| Guinea | 53 | – | 0,0 % | 35 | 66,0 % | – | 0,0 % | 18 | 34,0 % |
| Türkei | 49 | – | 0,0 % | 22 | 44,9 % | – | 0,0 % | 27 | 55,1 % |
| Russ. Föd. | 47 | – | 0,0 % | 29 | 61,7 % | – | 0,0 % | 18 | 38,3 % |
| Iran | 34 | 1 | 2,9 % | 22 | 64,7 % | – | 0,0 % | 11 | 32,4 % |
| Äthiopien | 29 | – | 0,0 % | 9 | 31,0 % | 2 | 6,9 % | 18 | 62,1 % |
Asylentscheidungen infolge gerichtlicher Überprüfung:
| 01.01– 30.06.2026 | subsidiärer Schutz | subsidiärer Schutz gem. § 4 I Nr. 1 AsylG | subsidiärer Schutz gem. § 4 I Nr. 2 AsylG | subsidiärer Schutz gem. § 4 I Nr. 3 AsylG | Subsidiärer Familienschutz § 4 I | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | |
| Staatsangehörigkeiten gesamt | 427 | 14 | 3,3 % | 376 | 88,1 % | 27 | 6,3 % | 10 | 2,3 % |
| darunter: | |||||||||
| Russische Föd. | 153 | 7 | 4,6 % | 141 | 92,2 % | 2 | 1,3 % | 3 | 2,0 % |
| Eritrea | 78 | 2 | 2,6 % | 71 | 91,0 % | 3 | 3,8 % | 2 | 2,6 % |
| Irak | 44 | – | 0,0 % | 40 | 90,9 % | 2 | 4,5 % | 2 | 4,5 % |
| Türkei | 38 | – | 0,0 % | 36 | 94,7 % | 1 | 2,6 % | 1 | 2,6 % |
| Afghanistan | 17 | 1 | 5,9 % | 15 | 88,2 % | 1 | 5,9 % | – | 0,0 % |
| Libanon | 10 | – | 0,0 % | 2 | 20,0 % | 7 | 70,0 % | 1 | 10,0 % |
| Jemen | 9 | – | 0,0 % | 9 | 100,0 % | – | 0,0 % | – | 0,0 % |
| Libyen | 8 | – | 0,0 % | 8 | 100,0 % | – | 0,0 % | – | 0,0 % |
| Armenien | 7 | – | 0,0 % | 7 | 100,0 % | – | 0,0 % | – | 0,0 % |
| Somalia | 7 | – | 0,0 % | 3 | 42,9 % | 4 | 57,1 % | – | 0,0 % |
| Venezuela | 6 | – | 0,0 % | 6 | 100,0 % | – | 0,0 % | – | 0,0 % |
| Georgien | 6 | – | 0,0 % | 6 | 100,0 % | – | 0,0 % | – | 0,0 % |
| Ungeklärt | 6 | – | 0,0 % | 5 | 83,3 % | 1 | 16,7 % | – | 0,0 % |
| Iran | 5 | – | 0,0 % | 5 | 100,0 % | – | 0,0 % | – | 0,0 % |
| Äthiopien | 4 | – | 0,0 % | 4 | 100,0 % | – | 0,0 % | – | 0,0 % |
Welche Organisationseinheiten des BAMF wurden im Jahr 2025 (soweit noch nicht vorliegend bitte Angaben für das erste Halbjahr 2025 machen) wegen signifikant negativer oder signifikant positiver (bitte getrennt darstellen) Abweichungen bei den (bereinigten) Schutzquoten um Stellungnahme gebeten (bitte genau bezeichnen), und welche Abweichungen in Bezug auf welche Herkunftsländer waren dies (bitte genauer bezeichnen und in Tabellenform darstellen wie in der Antwort zu Frage 4 auf Bundestagsdrucksache 20/5709), welche Erklärungen wurden von den jeweiligen Organisationseinheiten für die signifikanten Abweichungen gegeben (bitte ausführen), und inwieweit wurden diese Erklärungen vom BAMF als nachvollziehbar bewertet, bzw. welche Schlussfolgerungen wurden hieraus gegebenenfalls gezogen (bitte ausführen), wie wurde die Plausibilität der von den Organisationseinheiten für signifikante Abweichungen im zweiten Halbjahr 2024 gemachten Erklärungen bewertet (Wiederholung der in der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/4448 unbeantwortet gebliebenen Erinnerung, dass entsprechende Angaben in der Antwort zu Frage 4 auf Bundestagsdrucksache 21/1710 fehlten)?
Im Rahmen der Betrachtung des ersten Halbjahres 2025 wurden innerhalb der bereinigten Gesamtschutzquote (bGSQ), d. h. ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen, die Organisationseinheiten (OrgE) berücksichtigt, in denen mindestens 50 materiell-rechtliche Entscheidungen zu den jeweiligen zehn Hauptherkunftsländern (TOP‑10‑HKL) in dem genannten Zeitraum getroffen wurden. Da der Verteilung von Verfahren, in denen Schutzableitungen (Familienasyl, Familienflüchtlingsschutz und subsidiärer Familienschutz) in Betracht kommen, bisher eine maßgebliche Rolle bei Abweichungen der lokalen Schutzquote von der entsprechenden bundesweiten Schutzquote zugesprochen wurde, erfolgte mit der Schutzquotenanalyse zum ersten Halbjahr 2025 eine Anpassung der Auswertungssystematik. Entscheidungen zu Schutzableitungen wurden aus der Betrachtung herausgenommen, um eine gezielte Betrachtung originärer Entscheidungen vorzunehmen.
Für das erste Halbjahr 2025 wurden unter Außerachtlassung der Schutzableitungen sowie formeller Entscheidungen insgesamt 50 Abweichungen der lokalen bereinigten Schutzquote von der entsprechenden bundesweiten Schutzquote hinsichtlich der Staatsangehörigkeitsbezeichnungen Afghanistan, Türkei, Irak, Somalia, Eritrea, Iran und Guinea betrachtet. Es handelt sich um 22 Abweichungen unterhalb sowie 28 Abweichungen oberhalb der bundesweiten Schutzquote. Hinsichtlich der übrigen Top‑10‑HKL Syrien, Russische Föderation und Kolumbien wurden keine relevanten Abweichungen festgestellt.
Die OrgE, bei denen die größten Abweichungen von der bGSQ (d. h. die größte Überschreitung sowie die größte Unterschreitung zum jeweiligen Herkunftsland) festgestellt worden sind, wurden um Plausibilisierung der Abweichungen gebeten. Nähere Einzelheiten können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Auswertung der Entscheidungsstatistik im ersten Halbjahr 2025 (ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen) anhand überschreitender Abweichungen von 10 Prozentpunkten oder mehr und Aufforderung zur Stellungnahme (Stand: Juli 2025):
| TOP-10-HKL/ OrgE | Afghanistan (19.226 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 53,3 %) | Türkei (28.355 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 6,5 %) | Irak (4.078 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 11,%) |
|---|---|---|---|
| Dienstleistungszentrum Abt. 5 | 311 (83,0 %) | ||
| AS Heidelberg im AZ | 687 (28,7 %) | ||
| AS Gießen in AZ, LAS | 129 (23,3 %) |
| TOP-10-HKL/ OrgE | Somalia (3.055 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 81,3 %) | Eritrea (637 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 29 %) | Iran (6.075 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 21,4 %) | Guinea (2.400 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 24,8 %) |
|---|---|---|---|---|
| AS Bramsche im AZ | 63 (96,8 %) | |||
| AS Deggendorf in AnkER | 51 (52,9 %) | |||
| AS Speyer | 71 (53,5 %) | |||
| AS Hamburg im AZ, LAS | 54 (44,4 %) |
Auswertung der Entscheidungsstatistik im ersten Halbjahr 2025 (ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen) anhand unterschreitender Abweichungen von 10 Prozentpunkten oder mehr und Aufforderung zur Stellungnahme (Stand: Juli 2025):
| TOP-10-HKL/OrgE | Afghanistan (19.226 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 53,3 %) | Somalia (3.055 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 81,3 %) | Eritrea (637 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 29,5 %) |
|---|---|---|---|
| AS Lebach in AnkER | 406 (18,5 %) | ||
| AS Leipzig im AZ | 93 (38,7 %) | ||
| Dienstleistungszentrum Abt. 5 | 57 (17,5 %) |
| TOP-10-HKL/OrgE | Iran (6.075 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 21,4 %) | Guinea (2.400 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 24,8 %) |
|---|---|---|
| AS Essen | 281 (7,5 %) | |
| Dienstleistungszentrum Abt. 4 | 87 (9,2 %) |
Seitens der OrgE wurde als Hauptursache für eine Abweichung der lokalen Schutzquote im ersten Halbjahr 2025 als auch im zweiten Halbjahr 2024 von der entsprechenden bundesweiten Schutzquote nach wie vor die Verteilung der Verfahren benannt. Unter Außerachtlassung der Verfahren, in denen eine Schutzableitung in Betracht kommt, manifestiert sich bspw. der Anteil von vulnerablen Personengruppen je OrgE in der lokalen Schutzquote. Auch weitere persönliche Merkmale der Antragstellenden sowie der Anteil der betreffenden Personen je OrgE wirken sich je nach Herkunftsland auf die lokale Schutzquote aus (z. B. Ethnie, Volkszugehörigkeit, Familienstand, Geschlecht, Alter, Religionszugehörigkeit sowie Herkunftsregion je nach Herkunftsland).
Als weiterer verteilungsrelevanter Aspekt ist auch ein im Vergleich zu den Bundeswerten erhöhter Anteil von Mehrpersonenakten je OrgE ein relevanter Einflussfaktor für die lokale Schutzquote. Der potenzierende Effekt von Entscheidungen zu Mehrpersonenakten ist sowohl im Bereich der Unterschreitungen als auch im Bereich der Überschreitungen signifikant.
Ebenfalls relevant für die Beeinflussung der lokalen Schutzquote ist die Anzahl der materiell-rechtlichen Entscheidungen je OrgE im halbjährlichen Betrachtungszeitraum. Soweit diese lediglich geringfügig oberhalb der Relevanzschwelle von 50 materiell-rechtlichen Entscheidungen je OrgE und Top‑10‑HKL im Halbjahr liegt, führt diese reduzierte Gesamtbezugsgröße zu einer statistisch überproportionalen Auswirkung jeder einzelnen getroffenen materiell-rechtlichen Entscheidung.
Die im Rahmen der Plausibilisierungsanfragen ergangenen Stellungnahmen der OrgE wichen in keinem Fall von den Sichtungserkenntnissen des BAMF ab. Die Ergebnisse der Plausibilisierungsanfragen werden als nachvollziehbar bewertet.
Für den Betrachtungszeitraum des zweiten Halbjahres 2024 wurden im Rahmen der Analyse insbesondere verteilungsbedingte Aspekte, wie bspw. der Anteil vulnerabler Personengruppen je OrgE, der Anteil von Mehrpersonenakten je OrgE, die Anzahl der getroffenen materiell-rechtlichen Entscheidungen je OrgE, aber auch weitere persönliche Merkmale der Antragstellenden (z. B. Ethnie, Volkszugehörigkeit, Familienstand, Geschlecht, Alter, Religionszugehörigkeit sowie Herkunftsregion je nach Herkunftsland) als statistische Gründe für die Abweichungen festgestellt. Die Rückmeldungen der Außenstellen hierzu deckten sich in jedem Fall mit den Sichtungserkenntnissen aus der Schutzquotenanalyse.
Die Analyse zum zweiten Halbjahr 2025 ist noch nicht abgeschlossen. Demzufolge liegen diesbezügliche aktuelle Angaben im Sinne der Fragestellung nicht vor.
Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die bereinigten Schutzquoten und absoluten Entscheidungszahlen für die Herkunftsländer Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Eritrea, Somalia, Nigeria, Pakistan, Russische Föderation und die Türkei (hier bitte noch einmal gesondert nach kurdischer bzw. türkischer Volkszugehörigkeit getrennt auflisten) im ersten Halbjahr 2026, differenziert nach BAMF-Organisationseinheiten (bitte jeweils nur diejenigen zehn Organisationseinheiten auflisten, die im Vergleich zur bundesweiten bereinigten Schutzquote die höchsten bzw. niedrigsten Schutzquoten aufwiesen, bei mindestens 50 Entscheidungen)?
Die Aussagekraft von Schutzquotenabweichungen (Vergleich der lokalen Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen einzelner Organisationseinheiten mit der entsprechenden Gesamtschutzquote) kann nur unter der Prämisse angenommen werden, dass der Beurteilung repräsentative Daten zu Grunde liegen (statistische Evidenz).
Im Rahmen der halbjährlichen Schutzquotenanalyse des BAMF wird eine Repräsentativität erst bei einer halbjährlichen Entscheidungsmenge i. H. v. mindestens 50 materiell-rechtlichen Entscheidungen je Herkunftsland und Organisationseinheit angenommen. Zudem muss die identifizierte Abweichung der o. g. lokalen Schutzquote von der entsprechenden bereinigten Gesamtschutzquote mindestens zehn Prozentpunkte betragen. Sind diese Parameter nicht erfüllt, ist in Ermangelung der entsprechenden Aussagekraft eine Ableitung valider Erkenntnisse nicht möglich. Die diesbezüglichen Schutzquotenabweichungen sind als statistischer Effekt zu betrachten und daher als Beurteilungsgrundlage nicht geeignet.
Unter Beachtung der vorgenannten Relevanzschwelle ergibt sich bei einer Vielzahl der nachfolgend aufgeführten OrgE keine statistische Evidenz:
Hinsichtlich des HKL Syrien befinden sich acht der 20 dargestellten OrgE unterhalb der Relevanzschwelle, hinsichtlich des HKL Afghanistan sind es 13 der 20 dargestellten OrgE. Mit Blick auf das HKL Irak liegen acht der 20 dargestellten OrgE unterhalb der Relevanzschwelle. Beim HKL Iran befinden sich fünf der abgebildeten sechs OrgE nicht innerhalb der Relevanzschwelle, während dies hinsichtlich des HKL Eritrea auf zehn der zehn dargestellten OrgE zutrifft. Bezüglich des HKL Somalia sind 12 der 20 dargestellten OrgE statistisch nicht relevant, während hinsichtlich des HKL Nigeria jede der vier abgebildeten OrgE unterhalb der Relevanzschwelle befindet. Zum HKL Pakistan liegen zwei der vier dargestellten OrgE außerhalb der Relevanzschwelle. Mit Blick auf das HKL Russische Föderation befindet sich keine der 14 dargestellten OrgE innerhalb der Relevanzschwelle. Zudem liegen hinsichtlich des HKL Türkei acht von 20 OrgE unterhalb der Relevanzschwelle.
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
| 1. Halbjahr 2026 | Syrien | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Materiellrechtliche Entscheidungen | Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlas- sung formeller Entscheidun- gen des BAMF | Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinhei- ten | |
| Organisationseinheiten | ||||
| darunter: | ||||
| AS Schweinfurt in AnkER | 91 | 83 | 67,5 % | 44,1 % |
| AS Unna im AZ | 763 | 682 | 38,7 % | 15,3 % |
| AS Braunschweig | 486 | 426 | 36,4 % | 13,0 % |
| AS Schwerin im AZ, LAS | 152 | 130 | 35,4 % | 12,0 % |
| AS Oldenburg | 457 | 425 | 34,8 % | 11,5 % |
| AS Düsseldorf | 1.247 | 1.167 | 34,3 % | 10,9 % |
| AS Braunschweig2 im AZ | 495 | 451 | 33,3 % | 9,9 % |
| AS Augsburg in AnkER | 156 | 142 | 33,1 % | 9,7 % |
| AS Manching in AnkER | 914 | 894 | 33,0 % | 9,6 % |
| AS Speyer | 434 | 410 | 32,0 % | 8,6 % |
| AS Dresden in AnkER | 546 | 500 | 15,8 % | -7,6 % |
| AS Friedland, LAS | 389 | 371 | 15,6 % | -7,7 % |
| Dienstleistungszentrum Abteilung 4 | 430 | 415 | 14,7 % | -8,7 % |
| AS Bamberg in AnkER | 370 | 307 | 14,7 % | -8,7 % |
| AS Trier, LAS | 1.057 | 983 | 13,2 % | -10,1 % |
| AS Berlin im AZ | 264 | 252 | 12,7 % | -10,7 % |
| AS Eisenhüttenstadt, LAS | 217 | 189 | 8,5 % | -14,9 % |
| AS Zirndorf in AnkER | 1.368 | 1.309 | 4,9 % | -18,5 % |
| AS Sigmaringen | 481 | 440 | 4,1 % | -19,3 % |
| AS Bielefeld im AZ | 861 | 788 | 2,4 % | -21,0 % |
| 1. Halbjahr 2026 | Afghanistan | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Materiellrechtliche Entscheidungen | Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlas- sung formeller Entscheidun- gen des BAMF | Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinhei- ten | |
| Organisationseinheiten | 36.459 | 32.391 | 89,3 % | |
| darunter: | ||||
| AS Bramsche im AZ | 1.714 | 1.591 | 97,0 % | 7,7 % |
| AS Neumünster, LAS | 2.220 | 2.026 | 95,6 % | 6,3 % |
| AS Ellwangen | 330 | 311 | 95,2 % | 5,9 % |
| AS Büdingen | 1.364 | 1.284 | 94,9 % | 5,6 % |
| AS Eisenhüttenstadt, LAS | 820 | 770 | 94,5 % | 5,2 % |
| AS Berlin, LAS | 1.429 | 1.304 | 94,2 % | 4,9 % |
| AS Braunschweig | 245 | 241 | 94,2 % | 4,9 % |
| AS Schwerin im AZ, LAS | 387 | 361 | 94,2 % | 4,9 % |
| AS Bremen im AZ, LAS | 435 | 424 | 94,1 % | 4,8 % |
| AS Freiburg | 312 | 301 | 93,0 % | 3,7 % |
| AS Manching in AnkER | 476 | 458 | 83,6 % | -5,7 % |
| AS Neustadt | 855 | 823 | 81,8 % | -7,5 % |
| AS Friedland, LAS | 302 | 285 | 80,4 % | -9,0 % |
| Dienstleistungszentrum Abteilung 4 | 360 | 343 | 79,0 % | -10,3 % |
| AS Sigmaringen | 323 | 294 | 78,6 % | -10,7 % |
| AS Lebach in AnkER, LAS | 96 | 92 | 76,1 % | -13,2 % |
| Dienstleistungszentrum Abteilung 5 | 1.032 | 969 | 75,1 % | -14,2 % |
| AS Deggendorf in AnkER | 167 | 147 | 72,8 % | -16,5 % |
| AS Augsburg in AnkER | 1.114 | 1.034 | 72,7 % | -16,6 % |
| AS Zirndorf in AnkER | 296 | 281 | 71,9 % | -17,4 % |
| 1. Halbjahr 2026 | Irak | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Materiellrechtliche Entscheidungen | Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlas- sung formeller Entscheidun- gen des BAMF | Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinhei- ten | |
| Organisationseinheiten | 4.298 | 3.238 | 34,7 % | |
| darunter: | ||||
| AS Braunschweig | 92 | 80 | 63,8 % | 29,1 % |
| AS Oldenburg | 121 | 98 | 58,2 % | 23,5 % |
| AS Zirndorf in AnkER | 76 | 41 | 53,7 % | 19,0 % |
| AS Berlin, LAS | 79 | 64 | 51,6 % | 16,9 % |
| AS Karlsruhe, LAS | 155 | 135 | 48,1 % | 13,5 % |
| AS Bochum, LAS | 116 | 106 | 48,1 % | 13,4 % |
| AS Bramsche im AZ | 204 | 173 | 43,4 % | 8,7 % |
| AS Suhl im AZ | 69 | 48 | 41,7 % | 7,0 % |
| AS Bielefeld im AZ | 177 | 149 | 41,6 % | 6,9 % |
| AS Halberstadt im AZ, LAS | 53 | 49 | 40,8 % | 6,1 % |
| AS Düsseldorf | 254 | 224 | 27,7 % | -7,0 % |
| Dienstleistungszentrum Abteilung 4 | 303 | 278 | 27,0 % | -7,7 % |
| Dienstleistungszentrum Abteilung 5 | 54 | 33 | 24,2 % | -10,4 % |
| AS Mönchengladbach im AZ | 94 | 83 | 20,5 % | -14,2 % |
| AS Hamburg im AZ, LAS | 106 | 78 | 19,2 % | -15,5 % |
| AS Regensburg in AnkER | 84 | 61 | 18,0 % | -16,6 % |
| AS Augsburg in AnkER | 330 | 261 | 18,0 % | -16,7 % |
| AS Dresden in AnkER | 87 | 67 | 17,9 % | -16,8 % |
| AS Heidelberg im AZ | 140 | 111 | 14,4 % | -20,3 % |
| AS Friedland, LAS | 115 | 75 | 12,0 % | -22,7 % |
| 1. Halbjahr 2026 | Iran | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Materiellrechtliche Entscheidungen | Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlas- sung formeller Entscheidun- gen des BAMF | Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinhei- ten | |
| Organisationseinheiten | 1.415 | 1.026 | 42,2 % | |
| darunter: | ||||
| AS Gießen im AZ, LAS | 84 | 76 | 59,2 % | 17,0 % |
| AS Heidelberg im AZ | 92 | 79 | 49,4 % | 7,2 % |
| AS Hamburg im AZ, LAS | 93 | 78 | 38,5 % | -3,7 % |
| AS Düsseldorf | 51 | 50 | 38,0 % | -4,2 % |
| AS Bramsche im AZ | 75 | 67 | 34,3 % | -7,9 % |
| AS Bonn im AZ | 61 | 54 | 33,3 % | -8,9 % |
| 1. Halbjahr 2026 | Eritrea | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Materiellrechtliche Entscheidungen | Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlas- sung formeller Entscheidun- gen des BAMF | Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinhei- ten | |
| Organisationseinheiten | 1.713 | 1.561 | 90,6 % | |
| darunter: | ||||
| AS Deggendorf in AnkER | 91 | 87 | 100,0 % | 9,4 % |
| AS Karlsruhe, LAS | 83 | 78 | 98,7 % | 8,1 % |
| AS Büdingen | 87 | 85 | 95,3 % | 4,6 % |
| AS Speyer | 60 | 59 | 93,2 % | 2,6 % |
| AS Bochum, LAS | 55 | 55 | 92,7 % | 2,1 % |
| AS Unna im AZ | 56 | 55 | 90,9 % | 0,3 % |
| AS Neumünster, LAS | 69 | 67 | 88,1 % | -2,6 % |
| AS Hamburg im AZ, LAS | 71 | 66 | 86,4 % | -4,3 % |
| AS Gießen im AZ, LAS | 144 | 134 | 83,6 % | -7,1 % |
| AS Bamberg in AnkER | 74 | 74 | 82,4 % | -8,2 % |
| 1. Halbjahr 2026 | Somalia | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Materiellrechtliche Entscheidungen | Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlas- sung formeller Entscheidun- gen des BAMF | Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinhei- ten | |
| Organisationseinheiten | 4.060 | 3.100 | 82,0 % | |
| darunter: | ||||
| AS Braunschweig2 im AZ | 53 | 51 | 98,0 % | 16,0 % |
| AS Neustadt | 96 | 93 | 97,8 % | 15,8 % |
| AS Neumünster, LAS | 68 | 64 | 96,9 % | 14,9 % |
| AS Hamburg im AZ, LAS | 117 | 113 | 95,6 % | 13,6 % |
| Dienstleistungszentrum Abteilung 4 | 53 | 47 | 93,6 % | 11,6 % |
| AS Bochum, LAS | 70 | 62 | 91,9 % | 9,9 % |
| AS Bremen im AZ, LAS | 58 | 56 | 91,1 % | 9,1 % |
| AS Büdingen | 108 | 105 | 90,5 % | 8,5 % |
| AS Bramsche im AZ | 74 | 72 | 88,9 % | 6,9 % |
| AS Bonn im AZ | 122 | 121 | 88,4 % | 6,4 % |
| AS Friedland, LAS | 72 | 64 | 81,3 % | -0,7 % |
| AS München | 53 | 44 | 79,5 % | -2,5 % |
| Dienstleistungszentrum Abteilung 5 | 71 | 68 | 79,4 % | -2,6 % |
| AS Heidelberg im AZ | 68 | 60 | 76,7 % | -5,3 % |
| AS Mönchengladbach im AZ | 72 | 68 | 75,0 % | -7,0 % |
| AS Schweinfurt in AnkER | 380 | 349 | 74,8 % | -7,2 % |
| AS Bielefeld im AZ | 107 | 92 | 70,7 % | -11,3 % |
| AS Essen | 126 | 115 | 66,1 % | -15,9 % |
| AS Trier, LAS | 178 | 163 | 63,8 % | -18,2 % |
| AS Dresden in AnkER | 52 | 50 | 60,0 % | -22,0 % |
| 1. Halbjahr 2026 | Nigeria | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Materiellrechtliche Entscheidungen | Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlas- sung formeller Entscheidun- gen des BAMF | Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinhei- ten | |
| Organisationseinheiten | 1.389 | 943 | 16,9 % | |
| darunter: | ||||
| AS Karlsruhe, LAS | 52 | 41 | 14,6 % | -2,2 % |
| AS München | 198 | 141 | 11,3 % | -5,5 % |
| AS Düsseldorf | 60 | 49 | 8,2 % | -8,7 % |
| AS Heidelberg im AZ | 142 | 100 | 7,0 % | -9,9 % |
| 1. Halbjahr 2026 | Pakistan | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Materiellrechtliche Entscheidungen | Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlas- sung formeller Entscheidun- gen des BAMF | Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinhei- ten | |
| Organisationseinheiten | 876 | 598 | 17,1 % | |
| darunter: | ||||
| AS Trier, LAS | 114 | 65 | 27,7 % | 10,6 % |
| AS Bramsche im AZ | 78 | 72 | 16,7 % | -0,4 % |
| AS Chemnitz im AZ, LAS | 126 | 99 | 9,1 % | -8,0 % |
| AS Eisenhüttenstadt, LAS | 78 | 68 | 2,9 % | -14,1 % |
| 1. Halbjahr 2026 | Russische Föderation | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Materiellrechtliche Entscheidungen | Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlas- sung formeller Entscheidun- gen des BAMF | Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinhei- ten | |
| Organisationseinheiten | 2.796 | 1.606 | 8,9 % | |
| darunter: | ||||
| AS Dresden in AnkER | 135 | 118 | 16,9 % | 8,0 % |
| AS Berlin, LAS | 176 | 145 | 15,2 % | 6,3 % |
| AS Gießen im AZ, LAS | 58 | 43 | 11,6 % | 2,7 % |
| AS Bamberg in AnkER | 211 | 158 | 11,4 % | 2,5 % |
| AS Eisenhüttenstadt, LAS | 136 | 106 | 10,4 % | 1,5 % |
| AS Heidelberg im AZ | 121 | 94 | 9,6 % | 0,7 % |
| AS Hamburg im AZ, LAS | 125 | 96 | 9,4 % | 0,5 % |
| AS Bremen im AZ, LAS | 65 | 55 | 7,3 % | -1,6 % |
| AS Friedland, LAS | 85 | 69 | 5,8 % | -3,1 % |
| AS Bonn im AZ | 51 | 45 | 4,4 % | -4,5 % |
| AS Halberstadt im AZ, LAS | 72 | 59 | 3,4 % | -5,5 % |
| AS Chemnitz im AZ, LAS | 75 | 64 | 1,6 % | -7,3 % |
| AS Neumünster, LAS | 109 | 71 | – | -8,9 % |
| AS Schwerin im AZ, LAS | 62 | 43 | - | -8,9 % |
| 1. Halbjahr 2026 | Türkei | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Materiellrechtliche Entscheidungen | Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlas- sung formeller Entscheidun- gen des BAMF | Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinhei- ten | |
| Organisationseinheiten | 10.070 | 7.947 | 15,5 % | |
| darunter: | ||||
| AS Trier, LAS | 311 | 262 | 37,4 % | 21,9 % |
| AS Neumünster, LAS | 212 | 147 | 36,1 % | 20,6 % |
| AS Essen | 263 | 227 | 27,8 % | 12,3 % |
| AS Bochum, LAS | 198 | 160 | 26,3 % | 10,8 % |
| AS Manching in AnkER | 99 | 84 | 25,0 % | 9,5 % |
| AS Bonn im AZ | 167 | 133 | 24,1 % | 8,6 % |
| AS Düsseldorf | 276 | 230 | 23,9 % | 8,4 % |
| AS Augsburg in AnkER | 332 | 249 | 23,3 % | 7,8 % |
| AS Karlsruhe, LAS | 685 | 625 | 22,7 % | 7,2 % |
| AS Bielefeld im AZ | 174 | 146 | 22,6 % | 7,1 % |
| AS Schwerin im AZ, LAS | 80 | 63 | 6,3 % | -9,1 % |
| AS Ellwangen | 91 | 77 | 5,2 % | -10,3 % |
| AS Halberstadt im AZ, LAS | 133 | 109 | 3,7 % | -11,8 % |
| AS Hamburg im AZ, LAS | 143 | 110 | 3,6 % | -11,9 % |
| AS Oldenburg | 59 | 57 | 3,5 % | -12,0 % |
| AS Braunschweig2 im AZ | 99 | 86 | 3,5 % | -12,0 % |
| Dienstleistungszentrum Abteilung 5 | 548 | 511 | 2,9 % | -12,6 % |
| AS Freiburg | 134 | 107 | 2,8 % | -12,7 % |
| AS Bremen im AZ, LAS | 68 | 49 | 2,0 % | -13,4 % |
| AS Berlin im AZ | 54 | 51 | – | -15,5 % |
| 1. Halbjahr 2026 | Türkei Volkszugehörigkeit Kurden | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Materiellrechtliche Entscheidungen | Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlas- sung formeller Entscheidun- gen des BAMF | Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinhei- ten | |
| Organisationseinheiten | 7.569 | 5.772 | 5,6 % | |
| darunter: | ||||
| AS Neumünster, LAS | 174 | 115 | 32,2 % | 26,6 % |
| AS Bochum, LAS | 130 | 97 | 13,4 % | 7,8 % |
| AS Chemnitz im AZ, LAS | 82 | 61 | 11,5 % | 5,9 % |
| AS Manching in AnkER | 76 | 63 | 11,1 % | 5,5 % |
| AS Lebach in AnkER, LAS | 84 | 76 | 10,5 % | 4,9 % |
| AS Braunschweig | 94 | 70 | 10,0 % | 4,4 % |
| AS Suhl im AZ | 115 | 96 | 9,4 % | 3,8 % |
| AS Düsseldorf | 184 | 145 | 9,0 % | 3,4 % |
| AS Eisenhüttenstadt, LAS | 83 | 67 | 9,0 % | 3,3 % |
| AS Jena/Hermsdorf, LAS | 54 | 46 | 8,7 % | 3,1 % |
| AS Ellwangen | 74 | 60 | 3,3 % | -2,3 % |
| Dienstleistungszentrum Abteilung 4 | 70 | 62 | 3,2 % | -2,4 % |
| AS Mönchengladbach im AZ | 83 | 67 | 3,0 % | -2,6 % |
| AS Bielefeld im AZ | 102 | 79 | 2,5 % | -3,1 % |
| AS Bremen im AZ, LAS | 58 | 43 | 2,3 % | -3,3 % |
| AS Hamburg im AZ, LAS | 119 | 93 | 2,2 % | -3,5 % |
| AS Bramsche im AZ | 143 | 132 | 1,5 % | -4,1 % |
| AS Freiburg | 108 | 86 | 1,2 % | -4,5 % |
| Dienstleistungszentrum Abteilung 5 | 481 | 446 | 1,1 % | -4,5 % |
| AS Schwerin im AZ, LAS | 54 | 40 | – | -5,6 % |
| 1. Halbjahr 2026 | Türkei Volkszugehörigkeit Türken | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Materiellrechtliche Entscheidungen | Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlas- sung formeller Entscheidun- gen des BAMF | Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinhei- ten | |
| Organisationseinheiten | 2.100 | 1.828 | 47,5 % | |
| darunter: | ||||
| AS Trier, LAS | 130 | 125 | 70,4 % | 22,9 % |
| AS Karlsruhe, LAS | 183 | 174 | 67,8 % | 20,3 % |
| AS Bonn im AZ | 51 | 43 | 65,1 % | 17,6 % |
| AS Essen | 90 | 83 | 62,7 % | 15,1 % |
| AS Augsburg in AnkER | 95 | 80 | 61,3 % | 13,7 % |
| AS Unna im AZ | 68 | 66 | 59,1 % | 11,6 % |
| AS Heidelberg im AZ | 207 | 196 | 55,1 % | 7,6 % |
| AS Bochum, LAS | 57 | 52 | 53,8 % | 6,3 % |
| AS Bielefeld im AZ | 59 | 59 | 52,5 % | 5,0 % |
| AS Düsseldorf | 81 | 75 | 52,0 % | 4,5 % |
| AS Mönchengladbach im AZ | 52 | 52 | 42,3 % | -5,2 % |
| AS Gießen im AZ, LAS | 183 | 171 | 39,8 % | -7,8 % |
| AS Speyer | 54 | 50 | 36,0 % | -11,5 % |
| AS Zirndorf in AnkER | 65 | 51 | 23,5 % | -24,0 % |
| Dienstleistungszentrum Abteilung 5 | 50 | 48 | 18,8 % | -28,8 % |
Wie lauten die geschlechtsspezifisch differenzierten Entscheidungszahlen zu Asylsuchenden aus Afghanistan bzw. aus dem Iran für das erste Halbjahr 2026 in absoluten und relativen Zahlen (bitte jeweils auch nach den Formen der Anerkennung bzw. Ablehnung bzw. sonstigen Erledigungen differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
| Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen und männlichen Antragstellenden aus Afghanistan | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zeitraum & Geschlecht | Asylberechtigung Art 16a GG | Flüchtlingsschutz § 3 Absatz 1 AsylG | Subsidiärer Schutz § 4 Absatz 1 AsylG | Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5 und 7 AufenthG | Ablehnungen (unbegr./offens. unbegr.) | Sonstige Verfahrenserledigungen | |||||||
| 1.HJ 2026 | Gesamt | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil |
| Männlich | 20.143 | 525 | 2,6 % | 12.172 | 60,4 % | 59 | 0,3 % | 702 | 3,5 % | 3.451 | 17,1 % | 3.234 | 16,1 % |
| Weiblich | 16.316 | 1.708 | 10,5 % | 13.751 | 84,3 % | 3 | 0,0 % | 10 | 0,1 % | 10 | 0,1 % | 834 | 5,1 % |
| Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen und männlichen Antragstellenden aus dem Iran | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zeitraum & Geschlecht | Asylberechtigung Art 16a GG | Flüchtlingsschutz § 3 Absatz 1 AsylG | Subsidiärer Schutz § 4 Absatz 1 AsylG | Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5 und 7 AufenthG | Ablehnungen (unbegr./offens. unbegr.) | Sonstige Verfahrenserledigungen | |||||||
| 1. HJ 2026 | Gesamt | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil |
| Männlich | 851 | 9 | 1,1 % | 199 | 23,4 % | 12 | 1,4 % | 12 | 1,4 % | 360 | 42,3 % | 259 | 30,4 % |
| Weiblich | 564 | 12 | 2,1 % | 152 | 27,0 % | 22 | 3,9 % | 15 | 2,7 % | 233 | 41,3 % | 130 | 23,0 % |
Wie stichhaltig ist die Antwort zu Frage 7b auf Bundestagsdrucksache 21/4448, die überdurchschnittlich hohe Aufhebungsquote der Gerichte bei iranischen Asylsuchenden im ersten Halbjahr 2025 (42,1 Prozent) lasse sich insbesondere mit entscheidungserheblichen Sachverhaltsänderungen im Zeitraum zwischen der Entscheidung des BAMF und der Verhandlung im Gerichtsverfahren erklären, angesichts des Umstands, dass das BAMF bei solchen Sachverhaltsänderungen im laufenden Gerichtsverfahren den mit der Klage angestrebten Schutzstatus von sich aus erteilen und das Verfahren für erledigt erklären könnte, auch um die Verfahren zu beschleunigen und die Verwaltungsjustiz zu entlasten (was auch geschieht, aber offenbar bei weitem nicht in allen entsprechenden Fällen, wie die hohe gerichtliche Aufhebungsquote nach Auffassung der Fragestellenden zeigt; bitte nachvollziehbar begründen)?
Das BAMF prüft, auch vor dem Hintergrund des Beschleunigungsgedankens im Asylverfahren, in jedem Verfahrensstadium eines anhängigen asylgerichtlichen Verfahrens anhand aktualisierter Erkenntnisse und der individuellen Fallgestaltung, ob eine Schutzzuerkennung nach zunächst erfolgter Ablehnung erfolgen kann und hilft bei Vorliegen der Voraussetzungen in dem konkreten Fall ab. Eine andere Bewertung von Sachverhalten und Sachverhaltsveränderungen durch die Verwaltungsgerichte ist trotz umfassender Berücksichtigung von Abhilfepotentialen durch das BAMF, insbesondere bei einer individuellen Glaubhaftigkeitsbeurteilung (z. B. Vortrag zu Konversion, sexueller Orientierung, „Verwestlichung“), nicht auszuschließen. Insgesamt sind die absoluten Zahlen der Verpflichtungsentscheidungen zur Schutzzuerkennung iranischer Antragsteller in den vergangenen zwei Jahren, bei gleichzeitig erheblich gestiegener Anzahl der anhängigen Gerichtsverfahren, rückläufig. Im Jahr 2024 sind bei 7.422 Gerichtsverfahren 994 und im Jahr 2025 bei 11.240 Gerichtsverfahren 870 solcher Verpflichtungsentscheidungen ergangen. Verwaltungsgerichte bestätigten demgegenüber häufiger die Bescheide des BAMF betreffend das Herkunftsland Iran.
Inwiefern hat das BAMF das Policy Paper von Pro Asyl zur Menschenrechtslage im Iran und zur Asylpraxis in Deutschland, wonach angesichts der zurückgehenden Schutzquoten trotz verschärfter Menschenrechtslage und angesichts problematischer Ablehnungsmuster die Vermutung naheliege, dass „die Schutzquote aus innenpolitischen Gründen bewusst niedrig gehalten wird“ (www.proasyl.de/news/iraner innen-brauchen-mehr-schutz-im-asylverfahren-und-humanitaere-aufna hme/; www.proasyl.de/wp-content/uploads/Iran-PRO-ASYL-Policy-P aper-02_2026-2.pdf), zur Kenntnis genommen und in Bezug auf einen möglichen Korrekturbedarf für die Prüf- und Entscheidungspraxis des BAMF ausgewertet (bitte ausführen und gegebenenfalls begründen, falls diese Studie nicht auf die Stichhaltigkeit der Vorwürfe ausgewertet wurde)?
Das genannte Policy Paper von PRO ASYL wurde zur Kenntnis genommen und ausgewertet. Das BAMF berücksichtigt im Rahmen der Herkunftsländeranalyse und der Fortentwicklung seiner internen Entscheidungsinstrumente neben Veröffentlichungen von Nichtregierungsorganisationen eine Vielzahl weiterer Erkenntnisquellen, insbesondere Lageberichte des Auswärtigen Amtes, Berichte internationaler Organisationen sowie die nationale und internationale Rechtsprechung.
Die Verhältnisse in den Herkunftsstaaten werden fortlaufend beobachtet und bewertet. Ergibt sich aus einer veränderten Erkenntnislage oder aus der Rechtsprechung Anpassungsbedarf, werden die internen Entscheidungsinstrumente entsprechend fortgeschrieben. Die asylrechtliche Prüfung erfolgt stets auf Grundlage der im Entscheidungszeitpunkt aktuellen Erkenntnislage sowie der individuellen Umstände des jeweiligen Einzelfalls.
Die im Policy Paper enthaltenen Bewertungen wurden geprüft. Soweit darin aus Schutzquoten oder gerichtlichen Aufhebungsquoten allgemeine Rückschlüsse auf die Entscheidungspraxis des BAMF gezogen werden, lassen diese für sich genommen keine belastbaren Aussagen über die Rechtmäßigkeit oder Qualität der Entscheidungen zu. Schutzquoten und gerichtliche Entscheidungen beruhen auf individuellen Einzelfallentscheidungen und werden insbesondere durch unterschiedliche Fallkonstellationen, individuelles Vorbringen sowie gegebenenfalls entscheidungserhebliche Änderungen der Sach- und Erkenntnislage beeinflusst.
Teilt die Bundesregierung das laut dem in Frage 6b genannten Policy Paper in einem BAMF-Bescheid verwandte Argument (wobei es laut Pro Asyl um ein mehrfach verwandtes Argumentationsmuster des BAMF geht), dass die Teilnahme einer Iranerin an Demonstrationen und die Verbreitung von Bildern bzw. Videos hierzu in sozialen Medien keinen Schutzbedarf auslöse, weil damit keine besondere politische oder organisatorische Funktion bei den Protestaktionen ausgeübt wurde und sie auch sonst nicht Mitglied einer Oppositionspartei oder eine bekannte Persönlichkeit sei (bitte begründen), ist die Bundesregierung der Auffassung, dass das iranische Regime öffentlich auftretende und protestierende Regierungsgegnerinnen nicht verfolgt, soweit diese keine besondere Funktion oder Bekanntheit haben, wenn ja, welche Belege kann sie hierfür nach der mutmaßlichen Ermordung von zehntausenden Protestierenden im Iran Anfang 2026 aufführen, und wenn nein, was unternimmt sie, damit das BAMF Regimegegnerinnen und Regimegegner nicht mit einer solchen Argumentation ablehnt (bitte ausführen)?
Es wird zunächst auf die Antwort zu Frage 6 Buchstabe b verwiesen. Zu Einzelfällen wird zudem keine Stellung genommen, dies umfasst auch den im Policy Paper genannten Bescheid.
Nach den internen Entscheidungsinstrumenten des BAMF zum Herkunftsstaat können bereits friedliche Kritik an der Regierung sowie Teilnahme an nicht genehmigten regierungskritischen Demonstrationen staatliche Repressionsmaßnahmen nach sich ziehen. Besonders gefährdet sind exponiert agierende Demonstrierende. Ob die Voraussetzungen für die Zuerkennung internationalen Schutzes vorliegen, ist anhand sämtlicher entscheidungserheblicher Umstände des Einzelfalles zu beurteilen.
Teilt die Bundesregierung das laut dem in Frage 6b genannten Policy Paper in einem BAMF-Bescheid verwandte Argument (wobei es laut Pro Asyl um ein mehrfach verwandtes Argumentationsmuster des BAMF geht), dass die brutale Vergewaltigung einer Iranerin durch iranische Sicherheitskräfte asylrechtlich irrelevant sei, soweit diese „auf die kriminellen Machenschaften einzelner gewaltbereiter Personen innerhalb der Geheimdienst- oder Polizeiabteilung zurückzuführen“ sei, was nach Auffassung der Fragestellenden verkennt, dass solche schweren Menschenrechtsverletzungen vom iranischen Regime nicht geahndet werden und sie vielmehr Teil der willkürlichen Verfolgungs- und Einschüchterungspolitik des iranischen Regimes sind, wenn ja, bitte begründen, und wenn nein, was unternimmt die Bundesregierung, damit das BAMF Regimegegnerinnen nicht mit einer solchen Argumentation ablehnt (bitte ausführen)?
Geschlechtsspezifische Verfolgung und sexualisierte Gewalt werden im Rahmen der BAMF-Entscheidungspraxis berücksichtigt. Ob die Voraussetzungen für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft oder des Status subsidiären Schutzes vorliegen, ist anhand der Umstände des jeweiligen Einzelfalles sowie der gesetzlichen Voraussetzungen, insbesondere der Verknüpfung mit einem Verfolgungsgrund nach Art. 10 Verordnung (EU) 2024/1347 zu prüfen. Die internen Entscheidungsinstrumente des BAMF enthalten hierzu differenzierte Vorgaben für verschiedene Fallkonstellationen und berücksichtigen sowohl die Voraussetzungen der Flüchtlingseigenschaft als auch des Status subsidiären Schutzes.
Im Übrigen wird auf die Antworten zu den Fragen 6 Buchtstaben b und c verwiesen.
Teilt die Bundesregierung das laut dem in Frage 6b genannten Policy Paper in einem BAMF-Bescheid verwandte Argument (wobei es laut Pro Asyl um ein mehrfach verwandtes Argumentationsmuster des BAMF geht), dass bereits die legale Ausreise über den Flughafen gegen die Annahme einer politischen Verfolgung spreche, weil ansonsten spätestens bei der Passkontrolle eine Festnahme hätte erfolgen müssen, obwohl politische Aktivitäten vom iranischen Regime zum Beispiel auch erst zeitversetzt erfasst werden können und/oder eine Ausschreibung zur Festnahme nicht in allen Fällen (sofort) erfolgen muss, wenn ja, bitte begründen, und wenn nein, was unternimmt die Bundesregierung, damit das BAMF Regimegegnerinnen und Regimegegner nicht mit einer solchen Argumentation ablehnt (bitte ausführen)?
Eine legale Ausreise steht der Zuerkennung internationalen Schutzes nicht grundsätzlich entgegen, ist jedoch im Rahmen einer individuellen Gesamtschau zu betrachten. Die Gefährdungsprognose erfolgt anhand der Umstände des jeweiligen Einzelfalls unter Berücksichtigung sämtlicher entscheidungserheblicher Umstände.
Im Übrigen wird auf die Antworten zu den Fragen 6 Buchstaben b und c verwiesen.
Wie viele weibliche afghanische Staatsangehörige lebten zuletzt mit welchem aufenthaltsrechtlichen bzw. flüchtlingsrechtlichen Status (bitte so genau wie möglich differenzieren) in Deutschland (bitte zudem nach Bundesländern und Voll- bzw. Minderjährigen differenzieren)?
Die Angaben ausweislich des AZR zum Stichtag 30. Juni 2026 können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
| Aufhältige weibliche afghanische Staatsangehörige nach aufenthaltsrechtlichem Status | |
|---|---|
| Gesamt | 168.118 |
| davon | |
| Niederlassungserlaubnis | 11.426 |
| Aufenthaltserlaubnis | 119.678 |
| EU-Aufenthaltsrechte | 185 |
| Aufenthaltsgestattung | 4.104 |
| Fiktionsbescheinigung/ Ankunftsnachweis | 27.347 |
| sonstiges (z. B. Duldung, kein Aufenthaltsrecht) | 5.378 |
| Aufhältige weibliche afghanische Staatsangehörige mit einem flüchtlingsrechtlichen Status | Summe |
|---|---|
| Gesamt | 86.059 |
| davon | |
| asylberechtigt | 2.389 |
| Flüchtlingseigenschaft | 54.946 |
| subsidiärer Schutz | 5.336 |
| Abschiebungsverbot | 23.388 |
| Aufhältige weibliche afghanische Staatsangehörige, volljährig/ minderjährig | |
|---|---|
| Gesamt | 168.118 |
| davon | |
| 18 Jahre und älter | 105.853 |
| unter 18 Jahre | 62.263 |
| unbekannt | 2 |
| Aufhältige weibliche afghanische Staatsangehörige nach Ländern | Summe |
|---|---|
| Gesamt | 168.118 |
| Länder | |
| Baden-Württemberg | 15.475 |
| Bayern | 20.808 |
| Berlin | 9.243 |
| Brandenburg | 4.961 |
| Bremen | 2.215 |
| Hamburg | 13.772 |
| Hessen | 26.721 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 2.337 |
| Niedersachsen | 12.478 |
| Nordrhein-Westfalen | 29.809 |
| Rheinland-Pfalz | 7.942 |
| Saarland | 793 |
| Sachsen | 5.376 |
| Sachsen-Anhalt | 3.251 |
| Schleswig-Holstein | 9.066 |
| Thüringen | 3.871 |
Wie viele Asylverfahren von Asylsuchenden aus palästinensischen Gebieten (z. B. Gaza) sind derzeit anhängig, und wie waren die Asylentscheidungen des BAMF und der Gerichte zu diesen Geflüchteten im ersten Halbjahr 2026 (bitte differenzieren und in absoluten und relativen Zahlen angeben)?
Zum Stichtag 31. Juli 2026 waren 208 Asylverfahren mit der Staatsangehörigkeitsbezeichnung „Personen aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt)“ beim BAMF anhängig. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
| Entscheidungen (BAMF) zu „Personen aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt)“ | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Halbjahr 2026 Gesamt | Anerkennung Asylberechtigte (Art. 16a GG) | Flüchtlingsschutz | Subsidiärer Schutz | Abschiebungsverbot § 60 V/VII AufenthG | Ablehnungen (unbegr./ offens. unbegr.) | Sonstige Verfahrenserledigun- gen | ||||||
| absolut | % | absolut | % | absolut | % | absolut | % | absolut | % | absolut | % | |
| 597 | 4 | 0,7 % | 220 | 36,9 % | 166 | 27,8 % | 33 | 5,5 % | 108 | 18,1 % | 66 | 11,1 % |
| Klagen/Berufungen/Revisionen 1. Halbjahr 2026 | Gerichtsentscheidungen von Asylsuchenden auspalästinensischen Gebieten (Stand: 15. 08. 2026) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Asyl Art. 16a GG u. Fam. Asyl | (GFK) Flüchtlings- schutz | subsidiärer Schutz | Abschiebungs- verbot | Ablehnungen | sonst. Verfahrenserle- digungen (z. B. Rücknahmen) | Entscheidungen über Abschiebung- sandrohung | |
| Absolut | 324 | – | 21 | 4 | 6 | 6 | 287 | – |
| %-Anteil | 0,0 % | 6,5 % | 1,2 % | 1,9 % | 1,9 % | 88,6 % | 0,0 % |
Wie viele Ablehnungen und wie viele Abschiebungsandrohungen bzw. Abschiebungsanordnungen des BAMF gab es im ersten Halbjahr 2026 gegenüber unbegleiteten Minderjährigen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde in diesem Zeitraum gegenüber unbegleiteten Minderjährigen keine Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Asylantrags erlassen, z. B. weil im Herkunftsland keine geeigneten Aufnahmemöglichkeiten zur Verfügung standen (bitte ebenfalls nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
Im genannten Zeitraum erfolgte keine Abschiebungsanordnung gegenüber unbegleiteten Minderjährigen. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
| 1. HJ 2026 | Ablehnungen |
|---|---|
| Gesamt | 1.242 |
| davon | |
| Syrien | 683 |
| Afghanistan | 156 |
| Türkei | 93 |
| Guinea | 69 |
| Somalia | 60 |
| Irak | 17 |
| Äthiopien | 16 |
| Benin | 14 |
| Gambia | 13 |
| Angola | 12 |
| 1. HJ 2026 | Abschiebungsandrohung |
|---|---|
| Gesamt | 201 |
| darunter: | |
| Syrien | 88 |
| Afghanistan | 33 |
| Türkei | 27 |
| Guinea | 12 |
| Somalia | 9 |
| Irak | 4 |
| Äthiopien | 2 |
| Benin | 1 |
| Gambia | 3 |
| Angola | 2 |
| 1. HJ 2026 | Keine Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Antrags * |
|---|---|
| Gesamtergebnis | 1.041 |
| davon | |
| Syrien | 595 |
| Afghanistan | 123 |
| Türkei | 66 |
| Guinea | 57 |
| Somalia | 51 |
| Irak | 13 |
| Äthiopien | 14 |
| Benin | 13 |
| Gambia | 10 |
| Angola | 10 |
* Hinweis: Es liegen keine Daten darüber vor, aus welchen Gründen die Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Asylantrags entfällt.
* Hinweis: Es liegen keine Daten darüber vor, aus welchen Gründen die Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Asylantrags entfällt.
Wie viele Asylsuchende wurden im ersten Halbjahr 2026 registriert (bitte nach Monaten auflisten und der Zahl der gestellten Asylerstanträge in den jeweiligen Monaten gegenüberstellen), wie ist die Zahl der Asylsuchenden, die noch keinen Asylantrag stellen konnten, zum letzten Stand (bitte auch nach Bundesländern auflisten), und gibt es derzeit relevante Zeitverzögerungen bei der Asylantragstellung (bitte ausführen)?
Zur ersten und zweiten Teilfrage: Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
| Asylgesuche* | Asylerstanträge* | |
|---|---|---|
| Januar 2026 | 7.296 | 7.649 |
| Februar 2026 | 6.667 | 6.987 |
| März 2026 | 6.913 | 6.981 |
| April 2026 | 6.452 | 6.144 |
| Mai 2026 | 5.903 | 5.556 |
| Juni 2026 | 5.461 | 4.267 |
*Hinweis: Aufgrund nachträglicher Änderungen können die Monatswerte nicht zu einem Gesamtwert addiert werden.
*Hinweis: Aufgrund nachträglicher Änderungen können die Monatswerte nicht zu einem Gesamtwert addiert werden.
| Land | Asylgesuche ohne Antragstellung (Stand 31. 07. 2026) |
|---|---|
| Gesamt | 6.147 |
| Baden-Württemberg | 624 |
| Bayern | 714 |
| Berlin | 67 |
| Brandenburg | 89 |
| Bremen | 32 |
| Hamburg | 39 |
| Hessen | 158 |
| Mecklenburg- Vorpommern | 57 |
| Niedersachsen | 336 |
| Nordrhein- Westfalen | 693 |
| Rheinland- Pfalz | 255 |
| Saarland | 39 |
| Sachsen | 233 |
| Sachsen-Anhalt | 148 |
| Schleswig- Holstein | 86 |
| Thüringen | 108 |
| Unbekannt* | 2.469 |
*Registrierungen mit Land „unbekannt“ sind solche, die hauptsächlich von polizeilichen Stellen vorgenommen wurden. Bei dieser Registrierung kann oftmals noch kein Land zugeordnet werden. Dieses wird dann nachträglich bei der Asylantragstellung bestimmt.
*Registrierungen mit Land „unbekannt“ sind solche, die hauptsächlich von polizeilichen Stellen vorgenommen wurden. Bei dieser Registrierung kann oftmals noch kein Land zugeordnet werden. Dieses wird dann nachträglich bei der Asylantragstellung bestimmt.
Zur letzten Teilfrage: Es bestehen derzeit keine relevanten Zeitverzögerungen bei der Asylantragstellung.
Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im ersten Halbjahr 2026 über keine Identitätspapiere (Reisepässe, Ausweise, Sonstiges), mit denen ihre Herkunft bzw. Identität nach Auffassung des BAMF hinreichend sicher zu klären war (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie hoch war die bereinigte Schutzquote im ersten Halbjahr 2026 bei Asylsuchenden ohne Identitätspapiere?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| Vorlage von Identitätspapieren durch Erstantragsteller im Alter ab 18 Jahren 1. Halbjahr 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Staatsangehörigkeiten | Anzahl der Erstantragssteller | Anzahl der Antragssteller mit Identitätspapieren* | Anzahl der Antragssteller ohne Identitätspapiere* | Anteil der Antragssteller ohne Identitätspapiere* |
| Gesamt | 39.646 | 15.338 | 24.308 | 61,3 % |
| darunter: | ||||
| Afghanistan | 10.458 | 5.640 | 4.818 | 46,1 % |
| Syrien | 4.997 | 1.379 | 3.618 | 72,4 % |
| Türkei | 3.454 | 1.448 | 2.006 | 58,1 % |
| Somalia | 2.282 | 204 | 2.078 | 91,1 % |
| Irak | 1.505 | 425 | 1.080 | 71,8 % |
| Russische Föd. | 918 | 322 | 596 | 64,9 % |
| Iran | 867 | 324 | 543 | 62,6 % |
| Vietnam | 917 | 797 | 120 | 13,1 % |
| Eritrea | 889 | 114 | 775 | 87,2 % |
| Georgien | 630 | 381 | 249 | 39,5 % |
| Algerien | 584 | 28 | 556 | 95,2 % |
| China | 759 | 231 | 528 | 69,6 % |
| Moldau, Republik | 207 | 62 | 145 | 70,0 % |
| Ungeklärt | 571 | 122 | 449 | 78,6 % |
| Guinea | 559 | 14 | 545 | 97,5 % |
* Pass, Passersatz, Personalausweis
* Pass, Passersatz, Personalausweis
Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des BAMF lag im ersten Halbjahr 2026 bei Asylsuchenden ohne Identitätspapiere bei 54,8 Prozent.
In wie vielen Fällen wurden im ersten Halbjahr 2026 mobile Datenträger von Asylsuchenden ausgelesen (bitte auch angeben, wie viel Prozent der ohne Identitätsnachweise Asylerstantragstellenden dies betraf; diese Angabe fehlte in der Antwort zu Frage 12 auf Bundestagsdrucksache 21/4448), und in wie vielen Fällen wurden diese Daten mit welchem Ergebnis ausgewertet (bitte so genau wie möglich ausführen und angeben, aus welchen Gründen hierzu keine genauere Statistik mehr geführt wird – anders als noch in der Vergangenheit, vgl. z. B. Antwort zu Frage 15 auf Bundestagsdrucksache 21/1710)?
Das Auslesen mobiler Datenträger ist ein Assistenzsystem, um die Aussagen von Antragstellenden ohne Identitätsdokumente zu ihrer Herkunft und Identität zu plausibilisieren. Grundsätzlich gilt dabei, dass eine Verifikation der Identität und Staatsangehörigkeit ein für das Asylverfahren ebenso relevantes Ergebnis darstellt, wie das Widerlegen bzw. Bestätigen von Aussagen zur Identität und Staatsangehörigkeit.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden 853 Datenträger ausgelesen. In 284 Fällen wurde die Freigabe der Berichte intern beantragt. Davon wurden 263 Berichte freigegeben und ausgewertet. Statistiken zu Ergebnissen der Auswertungen werden aus arbeitsökonomischen Gründen nicht mehr erhoben. Im ersten Halbjahr 2026 wurden von 3,5 Prozent der Erstantragstellenden ohne Pass oder Passersatz mobile Datenträger ausgelesen.
Die Klärung und Feststellung von Identität und Staatsangehörigkeit ist für das Asylverfahren von erheblicher Bedeutung und setzt immer die Durchführung einer persönlichen Anhörung voraus. Die Entscheidung, ob das ressourcenintensive Auslesen und Auswerten von mobilen Datenträgern erfolgt, wird einzelfallbezogen durch die Entscheiderin oder den Entscheider getroffen. Weitere Erkenntnisse liegen nicht vor.
Die Erkenntnisse aus dem Auslesen mobiler Datenträger sind unterstützende Hinweise, welche aber in den Einzelfällen notwendig und daher für die Klärung der Identität und Staatsangehörigkeit für die Durchführung und Entscheidung des Asylverfahrens von besonders erheblicher Bedeutung sind.
Welche Kosten sind infolge der rechtlichen Vorschriften zur Auslesung bzw. Auswertung mobiler Datenträger von Asylsuchenden bislang entstanden (bitte nach Jahren und so differenziert wie möglich auflisten), wie viel Personal war bzw. ist im BAMF mit dieser Aufgabe gebunden, und wie bewertet die Bundesregierung vor diesem Hintergrund das Kosten-Nutzen-Verhältnis dieser datenschutzrechtlich umstrittenen Maßnahme, auch vor dem Hintergrund der hierdurch erzielten Ergebnisse (bitte begründen; Hinweis: in der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/4448 wurde die entsprechende Frage 12 von der Bundesregierung so verstanden, als ob Kosten infolge einer Bundesverwaltungsgerichtsentscheidung, von der in der Frage jedoch keine Rede war, gemeint seien; gemeint sind jedoch alle Kosten infolge der gesetzlichen Neuregelung zur Auslesung und Auswertung von Datenträgern von Asylsuchenden, d. h. die Kosten für die Beschaffung der entsprechenden Technik und Software, die Kosten für das mit dieser Aufgabe befasste Personal usw.)?
Die im Sinne der Fragestellung bezifferbaren Kosten des BAMF können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| Jahr | Titel 51101 | Titel 53201 | Titel 81202 | Ausgabe gesamt Brutto |
|---|---|---|---|---|
| 2017 | 4169887,33 | 2.801.736,00 | 6.971.623,33 | |
| 2018 | 654.500,00 | 1.899.441,35 | 2.553.941,35 | |
| 2019 | 2.116.021,35 | 2.116.021,35 | ||
| 2020 | 558.720,96 | 1.061.400,00 | 591.836,64 | 2.211.957,60 |
| 2021 | 238.000,00 | 1.762.341,89 | 2.000.341,90 | |
| 2022 | 2.266.401,48 | 2.266.401,48 | ||
| 2023 | 892.857,00 | 2.388.495,41 | 3.281.352,41 | |
| 2024 | 181.475,00 | 732.491,41 | 913.966,41 | |
| 2025 | 301.784,00 | 2.582.164,32 | 2.883.948,20 | |
| 2026 | 395.427,20 | 527.417,00 | 922.844,20 | |
| Gesamt | 4.834.665,64 | 5.885.787,33 | 15.401.945,39 | 26.122.398,36 |
Im Rahmen einer Organisationsuntersuchung (Datenbasis Jahr 2022) wurden zudem die Personalbedarfe für das „Auslesen mobiler Datenträger" ermittelt. Die Bedarfe belaufen sich dabei auf 11,2 Vollzeitäquivalente (alle mD) für das Asylverfahren. Neuere Daten liegen der Bundesregierung nicht vor. Im Übrigen wird auf die o. g. Änderung, dass aktuell nur noch einzelfallbezogene Auslesungen stattfinden, verwiesen.
Die Feststellung der Identität und Staatsangehörigkeit der antragstellenden Person ist eine wesentliche Voraussetzung für die ordnungsgemäße Durchführung des Asylverfahrens. Dem BAMF obliegt insoweit der gesetzliche Auftrag, die Identität und Staatsangehörigkeit der antragstellenden Person zu ermitteln und festzustellen.
Das Auslesen und Auswerten mobiler Datenträger dient der Erfüllung dieses gesetzlichen Auftrags und kann einen wesentlichen Beitrag zur Identitäts- und Staatsangehörigkeitsklärung leisten. Der Gesetzgeber hat hierfür in § 15a AsylG ein an enge tatbestandliche Voraussetzungen gebundenes Ermittlungsinstrument geschaffen. Der Nutzen der Maßnahme bemisst sich daher nicht ausschließlich nach der Anzahl erfolgreicher Identitätsfeststellungen, sondern auch danach, dass dem BAMF ein gesetzlich vorgesehenes und im Einzelfall erforderliches Erkenntnismittel zur Erfüllung seines gesetzlichen Auftrags zur Verfügung steht.
Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2026 nach § 14a Absatz 2 AsylG von Amts wegen für hier geborene (oder eingereiste) Kinder gestellt, wie viele Asylanträge wurden im genannten Zeitraum von Kindern bzw. für Kinder unter 16 Jahren bzw. von Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren bzw. von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in absoluten Zahlen und in Prozentzahlen in Relation zur Gesamtzahl der Asylanträge sowie die Gesamtzahl der Anträge unter 18‑Jähriger und sich überschneidende Teilmengen angeben), und wie hoch waren die jeweiligen (auch bereinigten) Gesamtschutzquoten für die genannten Gruppen?
Die Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im ersten Halbjahr 2026 bei 49,4 Prozent, bei unbegleiteten Minderjährigen im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 44,4 Prozent und bei allen Personen unter 18 Jahren bei 60,8 Prozent.
Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des BAMF bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im genannten Zeitraum bei 52,5 Prozent, bei unbegleiteten Minderjährigen im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 47,1 Prozent, und bei allen Personen unter 18 Jahren bei 68,5 Prozent. Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Teilmengen sind eingerückt zur beinhaltenden Menge angegeben:
| 1. Halbjahr 2026 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| absolut | Verhältnis zu Asylerstanträ- gen gesamt | ||||
| Asylerstanträge gesamt | 39.646 | ||||
| Asylerstanträge von Minderjährigen unter 18 Jahre insgesamt | 18.513 | 46,7 % | |||
| Asylerstanträge von Minderjährigen unter 16 Jahre | 16.329 | 41,2 % | |||
| unbegleitete Minderjährige unter 16 Jahre | 215 | 0,5 % | |||
| Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG | 2.248 | 5,7 % | |||
| Asylerstanträge von Minderjährigen von 16 bis unter 18 Jahre | 2.184 | 5,5 % | |||
| unbegleitete Minderjährige (16 bis unter 18 Jahre) | 1.323 | 3,3 % | |||
| Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG | 10 | 0,0 % |
Wie viele der Asylantragstellenden im ersten Halbjahr 2026 waren sogenannte Nachgeborene, d. h. hier geborene Kinder von Asylsuchenden oder Geflüchteten (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung liegen nur zu Asylantragstellenden vor. 6.962 Asylerstantragstellende im ersten Halbjahr 2026 waren so genannte „Nachgeborene“, d. h. in Deutschland geborene Kinder (und zum Zeitpunkt der Asylantragstellung unter einem Jahr alt), davon 1.436 Kinder von anerkannten Asylberechtigten und 1.954 von anerkannten Flüchtlingen (Artikel 16a Grundgesetz und § 3 Absatz 1AsylG). Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| 01.01.–30.06.2026 | Absolut | Verhältnis zu Asylerstanträgen gesamt |
|---|---|---|
| Gesamt | 6.962 | 17,6 % |
| darunter: | ||
| Afghanistan | 1.305 | 12,5 % |
| Syrien | 1.765 | 35,3 % |
| Türkei | 611 | 17,7 % |
| Somalia | 304 | 13,3 % |
| Irak | 560 | 37,2 % |
| Russische Föderation | 152 | 16,6 % |
| Vietnam | 21 | 2,3 % |
| Eritrea | 444 | 49,9 % |
| Iran | 82 | 9,5 % |
| China | 9 | 1,2 % |
Welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten Minderjährigen im ersten Halbjahr 2026 (bitte nach den verschiedenen Schutzstatus Ablehnung, Ablehnung als offensichtlich unbegründet, Dublin-Entscheidung, sonstige Verfahrenserledigung und den wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), inwieweit verlieren unbegleitete Minderjährige, etwa aus Afghanistan und Somalia, ihren (nationalen) Abschiebungsschutz mit Erreichen der Volljährigkeit, welche Regelungen sind hierzu vorgesehen, außer der Selbstverständlichkeit, dass die Entscheidungen im jeweiligen Einzelfall unter Berücksichtigung aller Umstände getroffen werden müssen, und welche Zahlen liegen dazu vor oder können zumindest annäherungsweise ermittelt werden, in welchem Umfang (nationale Abschiebungs-)Schutzstatus, die an unbegleitete Minderjährige erteilt wurden, nach Erreichen der Volljährigkeit zurückgenommen werden bzw. wurden (bitte ausführen und gegebenenfalls auch nach den wichtigsten Staatsangehörigkeiten differenzieren)?
Daten im Sinne der zweiten Teilfrage werden statistisch nicht erfasst. Grundsätzlich ist die Feststellung eines Abschiebungsverbots nach § 60 Abs. 5 oder 7 AufenthG gem. § 73b Abs. 1 Satz 3 AsylG zu widerrufen, wenn die Voraussetzungen nicht mehr vorliegen. Hierbei ist zu prüfen, ob im Hinblick auf die aktuelle Situation im Herkunftsland, etwa in Afghanistan oder Somalia, die Voraussetzungen der Schutzerteilung noch vorliegen. Hierbei können beispielsweise das Alter, die erworbenen Sprachkenntnisse, die beruflichen Kenntnisse, der Familienstand, der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Ausländers von Bedeutung sein. Bei Ausländern, die als unbegleitete Minderjährige nach Deutschland kamen und für welche im Asylerst- bzw. -folgeverfahren ein Abschiebungsverbot festgestellt wurde, ist es möglich, dass das festgestellte Abschiebungsverbot maßgeblich auf der Minderjährigkeit beruht; beim BAMF werden jedoch individuelle Schutzgründe statistisch nicht erfasst.
Die Angaben zum ersten Teil der Frage können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| 1. Halbjahr 2026 | Entscheidungen über Erstanträge | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Anerkennung als Asylberechtigt (Art. 16a GG u. Fam. Asyl) | Anerkennung als Flüchtling | Susidiärer Schutz | Abschiebungs- verbot gem. § 60 V/VII Aufenth G | Ablehnungen (unbegr. abgelehnt) | Ablehnungen (offens. unbegr. abgelehnt) | Entscheidungen im Dublin-Verfahren (z. B. § 29 INr. 1 AsylG) | sonstige Verfahrenserle- digungen (ohne Dublin- Entscheidungen) | |
| Herkunftsstaaten gesamt | 2.524 | 4 | 173 | 127 | 841 | 1.222 | 20 | 0 | 137 |
| darunter | |||||||||
| Syrien | 1.154 | 0 | 6 | 15 | 384 | 681 | 2 | 0 | 66 |
| Somalia | 442 | 0 | 84 | 55 | 216 | 60 | 0 | 0 | 27 |
| Afghanistan | 359 | 3 | 44 | 9 | 141 | 155 | 1 | 0 | 6 |
| Guinea | 122 | 1 | 10 | 9 | 29 | 69 | 0 | 0 | 4 |
| Türkei | 99 | 0 | 0 | 1 | 3 | 92 | 1 | 0 | 2 |
| Äthiopien | 29 | 0 | 2 | 3 | 7 | 16 | 0 | 0 | 1 |
| Irak | 24 | 0 | 1 | 0 | 5 | 17 | 0 | 0 | 1 |
| Gambia | 21 | 0 | 3 | 2 | 2 | 13 | 0 | 0 | 1 |
| Benin | 18 | 0 | 0 | 0 | 4 | 14 | 0 | 0 | 0 |
Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im ersten Halbjahr 2026 an welchen Grenzen durch die Bundespolizei aufgegriffen, wie viele von ihnen wurden an die Jugendämter übergeben, wie viele von ihnen wurden zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte auch die Summen für alle Landgrenzen nennen und nach den fünf wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), ist die Antwort der Bundesregierung auf die Mündliche Frage 45 der Abgeordneten Clara Bünger (Plenarprotokoll 21/67, S. 8116 (C)) so zu verstehen, dass die Bundesregierung der Auffassung ist, dass bei einer beabsichtigten Zurückweisung bzw. Zurückschiebung von unbegleiteten Minderjährigen an der Grenze die nach § 42a des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII) verpflichtende Inobhutnahme durch die Jugendämter bei unbegleiteter Einreise nicht gilt, etwa weil sie der Auffassung ist, dass die Einreise verhindert werden soll (bitte ausführen), und wenn ja, was entgegnet sie dem Argument, dass damit das in § 42a SGB VIII geregelte Primat der Kinder- und Jugendhilfe bei tatsächlichem Aufenthalt im Inland ausgehebelt würde (vgl. z. B. https://ver fassungsblog.de/kinderrechte-und-die-geas-reform/), zumal das SGB VIII keine „Fiktion der Nichteinreise“ (vergleichbar dem § 13 Absatz 2 AufenthG) kennt (bitte begründen)?
Die Grenzbehörde informiert das Jugendamt unverzüglich bei Feststellung eines unbegleiteten Minderjährigen an der Grenze, also bereits vor der Entscheidung über die Gestattung der Einreise, damit das Jugendamt seiner Verpflichtung zur vorläufigen Inobhutnahme nach § 42a ff. Achtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII) nachkommen kann. Davon unberührt bleibt die Entscheidung der Grenzbehörde über die Gestattung der Einreise. Wird der Minderjährige von der Grenzbehörde zurückgewiesen oder zurückgeschoben, so endet auch die vorläufige Inobhutnahme durch das Jugendamt. Gestattet die Grenzbehörde die Einreise, wird der Minderjährige an das Jugendamt übergeben.
Die statistischen Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden, die auf Daten der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei beruhen:
| Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr 2026 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grenze/Staatsangehörigkeiten | somalisch | algerisch | afghanisch | marokkanisch | syrisch | Gesamt |
| Belgien | 5 | 6 | 1 | 11 | 6 | 41 |
| Dänemark | 5 | 0 | 2 | 1 | 0 | 10 |
| Frankreich | 25 | 23 | 12 | 12 | 7 | 153 |
| Luxemburg | 2 | 0 | 0 | 2 | 2 | 10 |
| Niederlande | 0 | 9 | 0 | 2 | 11 | 39 |
| Polen | 19 | 0 | 2 | 0 | 2 | 41 |
| Schweiz | 116 | 31 | 41 | 26 | 9 | 290 |
| Tschechien | 0 | 0 | 3 | 1 | 5 | 17 |
| Keiner Grenze zuzuordnen | 41 | 0 | 1 | 0 | 0 | 47 |
| Österreich | 26 | 1 | 4 | 4 | 13 | 70 |
| Luftgrenze | 4 | 0 | 1 | 1 | 0 | 22 |
| Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr 2026 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit „Verbleib Übergabe Jugendamt“ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grenze/Staatsangehörigkeiten | somalisch | afghanisch | marokkanisch | algerisch | syrisch | Gesamt |
| Schweiz | 54 | 18 | 11 | 13 | 2 | 135 |
| Frankreich | 12 | 6 | 6 | 11 | 1 | 54 |
| Österreich | 26 | 3 | 3 | 1 | 6 | 47 |
| Belgien | 1 | 1 | 8 | 1 | 0 | 17 |
| Polen | 8 | 2 | 0 | 0 | 0 | 14 |
| Tschechien | 0 | 2 | 0 | 0 | 3 | 8 |
| Niederlande | 0 | 0 | 1 | 4 | 1 | 8 |
| Luxemburg | 0 | 0 | 2 | 0 | 0 | 3 |
| Dänemark | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Keiner Grenze zuzuordnen | 21 | 1 | 0 | 0 | 0 | 26 |
| Luftgrenze | 4 | 1 | 0 | 0 | 0 | 11 |
| Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr 2026 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit „Verbleib Zurückweisung“ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grenze/ Staatsangehörigkeiten | somalisch | syrisch | algerisch | afghanisch | marokkanisch | Gesamt |
| Schweiz | 50 | 6 | 15 | 18 | 12 | 125 |
| Frankreich | 3 | 4 | 4 | 2 | 0 | 34 |
| Niederlande | 0 | 7 | 3 | 0 | 1 | 21 |
| Belgien | 1 | 4 | 1 | 0 | 3 | 13 |
| Polen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 13 |
| Österreich | 0 | 4 | 0 | 0 | 0 | 9 |
| Dänemark | 4 | 0 | 0 | 2 | 1 | 9 |
| Luxemburg | 2 | 1 | 0 | 0 | 0 | 6 |
| Tschechien | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 3 |
| Luftgrenze | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 |
| Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr 2026 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit Verbleib Zurückschiebung | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Grenze/Staatsangehörigkeiten | algerisch | sudanesisch | marokkanisch | afghanisch | guineisch | ivorisch | somalisch | Gesamt |
| Frankreich | 8 | 8 | 5 | 3 | 5 | 5 | 5 | 46 |
| Niederlande | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 |
| Schweiz | 0 | 0 | 0 | 2 | 0 | 0 | 0 | 2 |
| Österreich | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 |
Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2026 als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt (bitte auch differenziert nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern angeben und zudem jeweils in Relation zur Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| 1. Halbjahr 2026 | Ablehnung insgesamt | darunter: als offensichtlich unbegründet abgelehnt | Anteil an Ablehnungen gesamt |
|---|---|---|---|
| insgesamt | 51.656 | 9.960 | 19,3 % |
| darunter: | |||
| Afghanistan | 3.461 | 345 | 10,0 % |
| Syrien | 20.952 | 427 | 2,0 % |
| Türkei | 6.716 | 1.922 | 28,6 % |
| Irak | 2.115 | 483 | 22,8 % |
| Somalia | 558 | 44 | 7,9 % |
| Russische Föderation | 1.463 | 346 | 23,7 % |
| Ungeklärt | 602 | 140 | 23,3 % |
| Eritrea | 146 | 6 | 4,1 % |
| Guinea | 734 | 170 | 23,2 % |
| Iran | 593 | 83 | 14,0 % |
| Nigeria | 784 | 186 | 23,7 % |
| Georgien | 661 | 656 | 99,2 % |
| China | 558 | 289 | 51,8 % |
| Algerien | 388 | 277 | 71,4 % |
| Vietnam | 460 | 449 | 97,6 % |
Wie viele so genannte Flughafenverfahren wurden im ersten Halbjahr 2026 an welchen Flughafenstandorten mit welchem Ergebnis durchgeführt (bitte auch den Anteil der Minderjährigen, der unbegleiteten Minderjährigen und die zehn wichtigsten Herkunftsländern angeben), in wie vielen Fällen wurden Rechtsmittel gegen eine Ablehnung als offensichtlich unbegründet eingelegt, und was waren die Ergebnisse der gerichtlichen Überprüfung (bitte nach den wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)?
Im Berichtszeitraum gab es keine Flughafenverfahren nach § 18a AsylG für unbegleitete Minderjährige. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
| 1.Halbjahr 2026 | Flughafenverfahren | Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen nach Antragstellung | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Flughafen | Aktenanlage | darunter: Personen unter 18 Jahren | Mitteilung § 18a Absatz 6 | offens. unbegründet | eingestellt |
| Insgesamt | 84 | 7 | 45 | 27 | 0 |
| Flughafen Berlin | 17 | 3 | 9 | 8 | 0 |
| Flughafen Frankfurt | 59 | 4 | 32 | 15 | 0 |
| Flughafen München | 8 | 0 | 4 | 4 | 0 |
| 1.Halbjahr 2026 | Flughafenverfahren | Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen nach Antragstellung | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Herkunftsland | Aktenanlage | darunter: Personen unter 18 Jahren | Mitteilung § 18a Absatz 6 | offens. unbegründet | eingestellt |
| Insgesamt | 84 | 7 | 45 | 27 | 0 |
| darunter: | |||||
| Iran | 32 | 0 | 23 | 3 | 0 |
| Somalia | 6 | 0 | 4 | 2 | 0 |
| Syrien | 6 | 0 | 6 | 0 | 0 |
| Afghanistan | 5 | 0 | 4 | 1 | 0 |
| Kongo, Demokratische Republik | 5 | 2 | 2 | 3 | 0 |
| Türkei | 5 | 3 | 0 | 4 | 0 |
| Georgien | 4 | 0 | 1 | 3 | 0 |
| Pakistan | 4 | 0 | 0 | 4 | 0 |
| Algerien | 2 | 0 | 0 | 1 | 0 |
| Simbabwe | 2 | 2 | 0 | 0 | 0 |
| 1.Halbjahr 2026 | Rechtsmittel Verwaltungsgericht | ||
|---|---|---|---|
| Herkunftsland | eingelegt | stattgegeben | abgelehnt |
| Insgesamt | 27 | 8 | 22 |
| Iran | 6 | 4 | 3 |
| Somalia | 1 | 0 | 1 |
| Syrien | 0 | 0 | 0 |
| Afghanistan | 2 | 0 | 2 |
| Kongo, Demokratische Republik | 3 | 0 | 3 |
| Türkei | 0 | 0 | 0 |
| Georgien | 1 | 1 | 1 |
| Pakistan | 3 | 0 | 3 |
| Algerien | 2 | 1 | 1 |
| Simbabwe | 2 | 0 | 2 |
Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das Jahr 2025 bzw. für das erste Halbjahr 2026 (Letzteres soweit vorliegend; bitte jeweils in der Differenzierung wie in der Antwort zu Frage 22 auf Bundestagsdrucksache 21/1710 darstellen: Asylverfahren, Widerrufsverfahren, Eilanträge in Dublin-Verfahren, Verfahrensdauern, auch zu Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes bzw. nach § 80 Absatz 5 der Verwaltungsgerichtsordnung; neben der Differenzierung nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern bitte in jedem Fall auch Angaben zu den sicheren Herkunftsstaaten sowie zu Bangladesch, Kolumbien, Marokko, Tunesien, Algerien, Belarus, Ukraine, Russische Föderation, Pakistan, Indien und zur Türkei machen – aus Gründen der Übersichtlichkeit und wegen geringer Fallzahlen in den weiteren Instanzen sind Angaben zur ersten Instanz ausreichend)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
| Erst- und Folgeanträge | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) | Eingelegte Klagen | Gerichtsentscheidungen | anhängige Rechtsmittel | ||||||||
| Gesamt | Asyl Art. 16a GG u. Fam. Asyl | (GFK) Flüchtlings- schutz | subsidiärer Schutz | Abschie bungsverbot | Ablehnungen | sonst. Verfahrenserledigungen (z. B. Rücknahmen) | |||||
| absolut | Anteil | absolut | Anteil | ||||||||
| Staatsangehörigkeiten gesamt | 169.415 | 107.433 | 177 | 3.112 | 873 | 2.657 | 39.433 | 36,7 % | 61.181 | 56,9 % | 195.282 |
| darunter: | |||||||||||
| Türkei | 44.731 | 25.978 | 71 | 776 | 79 | 155 | 13.499 | 52,0 % | 11.398 | 43,9 % | 54.617 |
| Afghanistan | 23.584 | 8.162 | 4 | 248 | 21 | 359 | 1.541 | 18,9 % | 5.989 | 73,4 % | 21.939 |
| Syrien | 16.928 | 13.488 | – | 19 | 1 | 60 | 2.163 | 16,0 % | 11.245 | 83,4 % | 16.994 |
| Irak | 9.683 | 9.718 | 2 | 267 | 86 | 666 | 4.369 | 45,0 % | 4.328 | 44,5 % | 16.347 |
| Iran | 8.088 | 4.169 | 30 | 772 | 26 | 42 | 1.320 | 31,7 % | 1.979 | 47,5 % | 11.198 |
| Russische Föderation | 7.609 | 3.866 | 7 | 44 | 126 | 39 | 1.282 | 33,2 % | 2.368 | 61,3 % | 9.619 |
| Kolumbien | 3.348 | 2.875 | – | 9 | 7 | 12 | 1.681 | 58,5 % | 1.166 | 40,6 % | 4.826 |
| Venezuela | 3.236 | 1.716 | 4 | 16 | 11 | 273 | 639 | 37,2 % | 773 | 45,0 % | 5.016 |
| Guinea | 3.194 | 1.561 | – | 26 | 4 | 27 | 603 | 38,6 % | 901 | 57,7 % | 3.329 |
| Somalia | 3.061 | 1.978 | – | 34 | 9 | 83 | 296 | 15,0 % | 1.556 | 78,7 % | 2.688 |
| Nigeria | 2.996 | 2.241 | 3 | 23 | 5 | 152 | 767 | 34,2 % | 1.291 | 57,6 % | 3.407 |
| Pakistan | 2.349 | 1.653 | 1 | 185 | 4 | 42 | 587 | 35,5 % | 834 | 50,5 % | 2.801 |
| Ungeklärt | 2.316 | 1.490 | – | 122 | 26 | 36 | 145 | 9,7 % | 1.161 | 77,9 % | 2.620 |
| Armenien | 1.978 | 1.639 | – | 2 | 2 | 60 | 658 | 40,1 % | 917 | 55,9 % | 2.023 |
| Georgien | 1.946 | 2.871 | 12 | 15 | 10 | 17 | 1.030 | 35,9 % | 1.787 | 62,2 % | 2.478 |
| Albanien | 308 | 489 | 0 | 1 | 1 | 25 | 137 | 28,0 % | 325 | 66,5 % | 317 |
| Bosnien und Herzegowina | 198 | 301 | 0 | 0 | 0 | 8 | 82 | 27,2 % | 211 | 70,1 % | 203 |
| Ghana | 245 | 177 | 0 | 1 | 0 | 1 | 43 | 24,3 % | 132 | 74,6 % | 337 |
| Kosovo | 486 | 598 | 0 | 1 | 0 | 11 | 232 | 38,8 % | 354 | 59,2 % | 413 |
| Moldau, Republik | 433 | 480 | 0 | 0 | 0 | 2 | 126 | 26,3 % | 352 | 73,3 % | 386 |
| Montenegro | 73 | 125 | 0 | 0 | 0 | 0 | 17 | 13,6 % | 108 | 86,4 % | 60 |
| Nordmazedonien | 674 | 1.165 | 0 | 0 | 0 | 20 | 278 | 23,9 % | 867 | 74,4 % | 593 |
| Senegal | 137 | 81 | 1 | 3 | 0 | 0 | 22 | 27,2 % | 55 | 67,9 % | 162 |
| Serbien | 470 | 787 | 0 | 0 | 0 | 11 | 225 | 28,6 % | 551 | 70,0 % | 376 |
| Bangladesch | 169 | 108 | 0 | 0 | 0 | 2 | 49 | 45,4 % | 57 | 52,8 % | 205 |
| Marokko | 497 | 759 | 1 | 8 | 1 | 9 | 317 | 41,8 % | 423 | 55,7 % | 401 |
| Tunesien | 785 | 1.059 | 1 | 6 | 4 | 6 | 451 | 42,6 % | 591 | 55,8 % | 884 |
| Algerien | 797 | 890 | 0 | 6 | 5 | 19 | 324 | 36,4 % | 536 | 60,2 % | 518 |
| Belarus | 241 | 211 | 1 | 5 | 1 | 0 | 93 | 44,1 % | 111 | 52,6 % | 225 |
| Ukraine | 823 | 347 | 0 | 0 | 3 | 7 | 68 | 19,6 % | 269 | 77,5 % | 1.178 |
| Indien | 807 | 898 | 1 | 0 | 0 | 5 | 521 | 58,0 % | 371 | 41,3 % | 529 |
| Erst- und Folgeanträge | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) | Eingelegte Klagen | Gerichtsentscheidungen | anhängige Rechtsmittel | ||||||||
| Gesamt | Asyl Art. 16a GG u. Fam. Asyl | (GFK) Flüchtlings- schutz | subsidiärer Schutz | Abschieb- ungsverbot | Ablehnungen | sonst. Verfahrenserledigungen (z. B. Rücknahmen) | |||||
| absolut | Anteil | absolut | Anteil | ||||||||
| Staatsangehörigkeiten gesamt | 57.981 | 55.897 | 103 | 1.693 | 427 | 1.614 | 22.044 | 39,4 % | 30.016 | 53,7 % | 196.315 |
| darunter: | |||||||||||
| Syrien | 21.514 | 5.510 | – | 20 | 2 | 37 | 1.131 | 20,5 % | 4.320 | 78,4 % | 32.898 |
| Türkei | 7.611 | 13.869 | 17 | 442 | 38 | 86 | 7.680 | 55,4 % | 5.606 | 40,4 % | 48.161 |
| Afghanistan | 5.568 | 6.207 | 6 | 182 | 17 | 353 | 1.672 | 26,9 % | 3.977 | 64,1 % | 21.209 |
| Irak | 2.723 | 5.106 | – | 161 | 44 | 344 | 2.167 | 42,4 % | 2.390 | 46,8 % | 13.858 |
| Russische Föderation | 1.767 | 2.041 | 8 | 17 | 153 | 17 | 706 | 34,6 % | 1.140 | 55,9 % | 9.264 |
| Somalia | 1.068 | 1.239 | – | 24 | 7 | 37 | 262 | 21,1 % | 909 | 73,4 % | 2.501 |
| Nigeria | 924 | 1.124 | – | 20 | 3 | 36 | 457 | 40,7 % | 608 | 54,1 % | 3.163 |
| Iran | 871 | 1.720 | 10 | 454 | 5 | 13 | 440 | 25,6 % | 798 | 46,4 % | 10.296 |
| Guinea | 818 | 962 | – | 17 | 1 | 27 | 425 | 44,2 % | 492 | 51,1 % | 3.175 |
| Ungeklärt | 800 | 1.014 | – | 23 | 6 | 14 | 92 | 9,1 % | 879 | 86,7 % | 2.371 |
| Venezuela | 664 | 1.023 | 1 | 8 | 6 | 88 | 462 | 45,2 % | 458 | 44,8 % | 4.582 |
| Georgien | 658 | 1.134 | 36 | 44 | 6 | 8 | 348 | 30,7 % | 692 | 61,0 % | 1.952 |
| Kamerun | 636 | 370 | – | 7 | – | 11 | 134 | 36,2 % | 218 | 58,9 % | 2.274 |
| Pakistan | 603 | 920 | 1 | 71 | 1 | 18 | 435 | 47,3 % | 394 | 42,8 % | 2.455 |
| China | 561 | 399 | 1 | 2 | – | – | 157 | 39,3 % | 239 | 59,9 % | 1.110 |
| Albanien | 83 | 134 | 0 | 0 | 0 | 11 | 32 | 23,9 % | 91 | 67,9 % | 262 |
| Ghana | 145 | 115 | 0 | 1 | 0 | 8 | 31 | 27,0 % | 75 | 65,2 % | 368 |
| Kosovo | 164 | 217 | 0 | 0 | 0 | 4 | 70 | 32,3 % | 143 | 65,9 % | 352 |
| Moldau, Republik | 175 | 227 | 0 | 0 | 0 | 1 | 82 | 36,1 % | 144 | 63,4 % | 330 |
| Montenegro | 17 | 41 | 0 | 0 | 0 | 1 | 6 | 14,6 % | 34 | 82,9 % | 35 |
| Senegal | 38 | 58 | 0 | 1 | 0 | 5 | 26 | 44,8 % | 26 | 44,8 % | 142 |
| Serbien | 179 | 195 | 0 | 0 | 0 | 2 | 64 | 32,8 % | 129 | 66,2 % | 349 |
| Kolumbien | 325 | 1.322 | 0 | 3 | 0 | 7 | 797 | 60,3 % | 515 | 39,0 % | 3.811 |
| Marokko | 162 | 255 | 0 | 3 | 0 | 8 | 97 | 38,0 % | 147 | 57,6 % | 308 |
| Tunesien | 193 | 456 | 1 | 4 | 0 | 15 | 169 | 37,1 % | 267 | 58,6 % | 610 |
| Algerien | 301 | 372 | 0 | 0 | 0 | 5 | 113 | 30,4 % | 254 | 68,3 % | 443 |
| Belarus | 25 | 100 | 1 | 2 | 0 | 2 | 47 | 47,0 % | 48 | 48,0 % | 148 |
| Ukraine | 418 | 409 | 0 | 4 | 1 | 24 | 154 | 37,7 % | 226 | 55,3 % | 1.191 |
| Indien | 239 | 304 | 0 | 3 | 0 | 2 | 157 | 51,6 % | 142 | 46,7 % | 464 |
| Widerrufsverfahren | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) | Eingelegte Klagen | Gerichtsentscheidungen | anhängige Rechtsmittel | ||||||
| Gesamt | Widerruf Art. 16a GG/ Flüchtlingseigenschaft/ subs. Schutz | kein Widerruf | sonst. Verfahrenserledigungen (z. B. Rücknahmen) | ||||||
| absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | ||||
| Staatsangehörigkeiten gesamt | 1.521 | 1.146 | 586 | 51,1 % | 77 | 6,7 % | 483 | 42,1 % | 2.363 |
| darunter: | |||||||||
| Irak | 496 | 355 | 221 | 62,3 % | 11 | 3,1 % | 123 | 34,6 % | 675 |
| Syrien | 273 | 188 | 88 | 46,8 % | 11 | 5,9 % | 89 | 47,3 % | 462 |
| Afghanistan | 189 | 102 | 32 | 31,4 % | 13 | 12,7 % | 57 | 55,9 % | 240 |
| Russische Föderation | 67 | 47 | 29 | 61,7 % | 5 | 10,6 % | 13 | 27,7 % | 126 |
| Iran | 60 | 38 | 16 | 42,1 % | 4 | 10,5 % | 18 | 47,4 % | 94 |
| Türkei | 56 | 51 | 29 | 56,9 % | 3 | 5,9 % | 19 | 37,3 % | 104 |
| Armenien | 54 | 35 | 17 | 48,6 % | 2 | 5,7 % | 16 | 45,7 % | 60 |
| Ungeklärt | 33 | 39 | 16 | 41,0 % | 2 | 5,1 % | 21 | 53,8 % | 106 |
| Eritrea | 27 | 27 | 13 | 48,1 % | 3 | 11,1 % | 11 | 40,7 % | 43 |
| Äthiopien | 26 | 28 | 14 | 50,0 % | 3 | 10,7 % | 11 | 39,3 % | 35 |
| Nigeria | 26 | 23 | 15 | 65,2 % | 2 | 8,7 % | 6 | 26,1 % | 42 |
| Aserbaidschan | 19 | 11 | 9 | 81,8 % | 1 | 9,1 % | 1 | 9,1 % | 25 |
| Somalia | 17 | 26 | 9 | 34,6 % | 3 | 11,5 % | 14 | 53,8 % | 30 |
| Pakistan | 17 | 15 | 9 | 60,0 % | 0 | 0,0 % | 6 | 40,0 % | 19 |
| Libyen | 13 | 0 | 0 | – | 0 | – | 0 | – | 15 |
| Albanien | 7 | 2 | 1 | 50,0 % | 0 | 0,0 % | 1 | 50,0 % | 8 |
| Bosnien und Herzegowina | 0 | 2 | 1 | 50,0 % | 0 | 0,0 % | 1 | 50,0 % | 2 |
| Ghana | 3 | 3 | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 3 | 100,0 % | 9 |
| Kosovo | 11 | 9 | 5 | 55,6 % | 1 | 11,1 % | 3 | 33,3 % | 24 |
| Nordmazedonien | 3 | 0 | 0 | – | 0 | – | 0 | – | 3 |
| Montenegro | 0 | 2 | 1 | 50,0 % | 0 | 0,0 % | 1 | 50,0 % | 0 |
| Senegal | 1 | 0 | 0 | – | 0 | – | 0 | – | 2 |
| Serbien | 8 | 4 | 1 | 25,0 % | 0 | 0,0 % | 3 | 75,0 % | 11 |
| Georgien | 8 | 6 | 2 | 33,3 % | 0 | 0,0 % | 4 | 66,7 % | 5 |
| Moldau, Republik | 1 | 0 | 0 | – | 0 | – | 0 | – | 2 |
| Bangladesch | 2 | 10 | 3 | 30,0 % | 0 | 0,0 % | 7 | 70,0 % | 4 |
| Marokko | 1 | 4 | 3 | 75,0 % | 1 | 25,0 % | 0 | 0,0 % | 2 |
| Tunesien | 2 | 2 | 1 | 50,0 % | 0 | 0,0 % | 1 | 50,0 % | 5 |
| Algerien | 4 | 1 | 1 | 100,0 % | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 6 |
| Belarus | 2 | 0 | 0 | – | 0 | – | 0 | – | 3 |
| Ukraine | 9 | 4 | 1 | 25,0 % | 2 | 50,0 % | 1 | 25,0 % | 15 |
| Indien | 3 | 17 | 12 | 70,6 % | 0 | 0,0 % | 5 | 29,4 % | 4 |
| Widerrufsverfahren | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) | Eingelegte Klagen | Gerichtsentscheidungen | anhängige Rechtsmittel | ||||||
| Gesamt | Widerruf Art. 16a GG/ Flüchtlingseigenschaft/ subs. Schutz | kein Widerruf | sonst. Verfahrenserledigungen (z. B. Rücknahmen) | ||||||
| absolut | Anteil | absolut | Anteil | absolut | Anteil | ||||
| Staatsangehörigkeiten gesamt | 2.511 | 737 | 371 | 50,3 % | 62 | 8,4 % | 304 | 41,2 % | 4.117 |
| darunter: | |||||||||
| Irak | 807 | 197 | 112 | 56,9 % | 18 | 9,1 % | 67 | 34,0 % | 1.280 |
| Syrien | 465 | 147 | 80 | 54,4 % | 3 | 2,0 % | 64 | 43,5 % | 774 |
| Afghanistan | 302 | 80 | 41 | 51,3 % | 8 | 10,0 % | 31 | 38,8 % | 457 |
| Russische Föderation | 112 | 38 | 21 | 55,3 % | 5 | 13,2 % | 12 | 31,6 % | 200 |
| Türkei | 111 | 36 | 16 | 44,4 % | 1 | 2,8 % | 19 | 52,8 % | 180 |
| Äthiopien | 92 | 15 | 2 | 13,3 % | 5 | 33,3 % | 8 | 53,3 % | 113 |
| Armenien | 79 | 16 | 7 | 43,8 % | – | 0,0 % | 9 | 56,3 % | 124 |
| Ungeklärt | 59 | 32 | 17 | 53,1 % | 4 | 12,5 % | 11 | 34,4 % | 130 |
| Libanon | 46 | 16 | 4 | 25,0 % | – | 0,0 % | 12 | 75,0 % | 77 |
| Iran | 36 | 23 | 6 | 26,1 % | 4 | 17,4 % | 13 | 56,5 % | 106 |
| Nigeria | 34 | 18 | 11 | 61,1 % | 2 | 11,1 % | 5 | 27,8 % | 58 |
| Kosovo | 32 | 6 | 3 | 50,0 % | – | 0,0 % | 3 | 50,0 % | 50 |
| Eritrea | 32 | 12 | 6 | 50,0 % | 1 | 8,3 % | 5 | 41,7 % | 62 |
| Pakistan | 30 | 4 | 2 | 50,0 % | – | 0,0 % | 2 | 50,0 % | 45 |
| Ägypten | 25 | 1 | – | 0,0 % | – | 0,0 % | 1 | 100,0 % | 25 |
| Tunesien | 3 | 2 | 1 | 50,0 % | 0 | 0,0 % | 1 | 50,0 % | 6 |
| Algerien | 2 | 0 | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 8 |
| Belarus | 1 | 2 | 1 | 50,0 % | 0 | 0,0 % | 1 | 50,0 % | 2 |
| Ukraine | 6 | 5 | 3 | 60,0 % | 0 | 0,0 % | 2 | 40,0 % | 15 |
| Indien | 3 | 3 | 0 | 0,0 % | 3 | 100,0 % | 0 | 0,0 % | 4 |
| Bangladesch | 7 | 1 | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 1 | 100,0 % | 10 |
| Kolumbien | 2 | 0 | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 2 |
| Marokko | 1 | 2 | 1 | 50,0 % | 0 | 0,0 % | 1 | 50,0 % | 1 |
| Albanien | 8 | 4 | 1 | 25,0 % | 2 | 50,0 % | 1 | 25,0 % | 12 |
| Ghana | 5 | 1 | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 1 | 100,0 % | 12 |
| Montenegro | 1 | 0 | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 1 |
| Serbien | 7 | 10 | 6 | 60,0 % | 0 | 0,0 % | 4 | 40,0 % | 8 |
| Georgien | 11 | 3 | 2 | 66,7 % | 0 | 0,0 % | 1 | 33,3 % | 14 |
| Moldau, Republik | 3 | 1 | 1 | 100,0 % | 0 | 0,0 % | 0 | 0,0 % | 4 |
| Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten | ||
|---|---|---|
| Verfahrensdauer Erst– und Folgeanträge: | Verfahrensdauer Widerrufe: | |
| 01.01–31.12.2025 | 14,3 | 28,0 |
| Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten | ||
|---|---|---|
| Verfahrensdauer Erst- und Folgeanträge: | Verfahrensdauer Widerrufe: | |
| 01.01.–30.06.2026 | 15,3 | 20,6 |
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen im Dublin-Verfahren
| Zeitraum: 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) | abgelehnt | stattgegeben | Gesamtentscheidungen |
|---|---|---|---|
| Staatsangehörigkeiten gesamt | 3.531 | 1.129 | 4.660 |
| darunter: | |||
| Türkei | 683 | 132 | 815 |
| Syrien | 343 | 291 | 634 |
| Afghanistan | 341 | 131 | 472 |
| Russische Föderation | 204 | 32 | 236 |
| Nigeria | 155 | 61 | 216 |
| Irak | 123 | 85 | 208 |
| Guinea | 142 | 32 | 174 |
| China | 143 | 11 | 154 |
| Iran | 88 | 56 | 144 |
| Somalia | 109 | 21 | 130 |
| Tadschikistan | 98 | 15 | 113 |
| Armenien | 99 | 11 | 110 |
| Algerien | 87 | 11 | 98 |
| Aserbaidschan | 89 | 5 | 94 |
| Pakistan | 61 | 17 | 78 |
| Albanien | – | – | – |
| Bosnien und Herzegowina | – | – | – |
| Georgien | 4 | – | 4 |
| Ghana | 6 | 3 | 9 |
| Kosovo | – | – | – |
| Moldau, Republik | – | – | – |
| Montenegro | – | – | – |
| Nordmazedonien | – | – | – |
| Senegal | 12 | 5 | 17 |
| Serbien | – | – | – |
| Bangladesch | 5 | 5 | 10 |
| Kolumbien | 1 | 1 | 2 |
| Marokko | 40 | 8 | 48 |
| Tunesien | 29 | 12 | 41 |
| Belarus | 14 | 6 | 20 |
| Ukraine | 10 | 0 | 10 |
| Indien | 53 | 5 | 58 |
| Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) | abgelehnt | stattgegeben | Gesamtentscheidungen |
|---|---|---|---|
| Staatsangehörigkeiten gesamt | 1.790 | 435 | 2.225 |
| darunter: | |||
| Türkei | 242 | 57 | 299 |
| Afghanistan | 201 | 44 | 245 |
| Russische Föderation | 188 | 28 | 216 |
| Syrien | 100 | 28 | 128 |
| Somalia | 85 | 31 | 116 |
| Irak | 64 | 43 | 107 |
| Armenien | 34 | 43 | 77 |
| Guinea | 63 | 9 | 72 |
| China | 60 | 3 | 63 |
| Algerien | 60 | 3 | 63 |
| Iran | 46 | 10 | 56 |
| Nigeria | 47 | 8 | 55 |
| Aserbaidschan | 39 | 9 | 48 |
| Libyen | 38 | 8 | 46 |
| Äthiopien | 23 | 19 | 42 |
| Albanien | – | – | – |
| Bosnien und Herzegowina | – | – | – |
| Ghana | 9 | 1 | 10 |
| Kosovo | – | – | – |
| Nordmazedonien | – | – | – |
| Montenegro | – | – | – |
| Senegal | 3 | 1 | 4 |
| Serbien | – | – | – |
| Georgien | – | – | – |
| Moldau, Republik | 1 | 0 | 1 |
| Bangladesch | 5 | 0 | 5 |
| Kolumbien | 1 | 0 | 1 |
| Marokko | 21 | 2 | 23 |
| Tunesien | 13 | 2 | 15 |
| Belarus | 6 | 0 | 6 |
| Ukraine | 16 | 1 | 17 |
| Pakistan | 24 | 2 | 26 |
| Indien | 18 | 0 | 18 |
Verfahrensdauer Eilanträge im Dublin-Verfahren (in Tagen):
| Zeitraum: 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) | Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO | Antrag nach § 80 Abs. 7 VwGO | Antrag nach § 123 VwGO |
|---|---|---|---|
| Staatsangehörigkeiten gesamt | 45,6 | 22,9 | 22,9 |
| darunter: | |||
| Türkei | 54,0 | 25,2 | 24,2 |
| Syrien | 46,0 | 26,3 | 23,1 |
| Afghanistan | 58,4 | 17,1 | 31,1 |
| Russische Föderation | 49,3 | 17,6 | 16,6 |
| Nigeria | 37,0 | 19,8 | 21,0 |
| Irak | 65,1 | 18,6 | 27,5 |
| Guinea | 36,7 | 19,2 | 32,5 |
| China | 26,4 | 35,0 | 35,0 |
| Iran | 46,1 | 20,6 | 41,9 |
| Somalia | 34,0 | 19,0 | 43,2 |
| Tadschikistan | 41,1 | 12,4 | 0,0 |
| Armenien | 31,5 | 12,2 | 7,4 |
| Algerien | 23,9 | 70,0 | 5,3 |
| Aserbaidschan | 20,7 | 13,6 | 1,5 |
| Pakistan | 31,5 | 0,0 | 1,0 |
| Albanien | – | – | – |
| Bosnien und Herzegowina | – | – | – |
| Georgien | 23,3 | 0,0 | 0,0 |
| Ghana | 51,3 | 0,0 | 57,0 |
| Kosovo | – | – | – |
| Moldau, Republik | – | – | – |
| Montenegro | 53,5 | 2,0 | 4,0 |
| Nordmazedonien | – | – | – |
| Senegal | 23,3 | 0,0 | 0,0 |
| Serbien | – | – | – |
| Bangladesch | 17,6 | 0,0 | 0,0 |
| Kolumbien | 69,0 | 0,0 | 0,0 |
| Marokko | 27,1 | 0,0 | 0,0 |
| Tunesien | 29,1 | 19,3 | 12,0 |
| Belarus | 248,7 | 10,0 | 0,0 |
| Ukraine | 26,7 | 2,0 | 14,5 |
| Indien | 34,2 | 2,0 | 15,6 |
| Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) | Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO | Antrag nach § 80 Abs. 7 VwGO | Antrag nach § 123 VwGO |
|---|---|---|---|
| Staatsangehörigkeiten gesamt | 53,3 | 24,2 | 43,6 |
| darunter: | |||
| Türkei | 83,3 | 38,3 | 48,6 |
| Afghanistan | 65,2 | 32,0 | 30,7 |
| Russische Föderation | 57,2 | 25,3 | 46,0 |
| Syrien | 62,5 | 39,4 | 85,1 |
| Somalia | 36,1 | 16,0 | 69,0 |
| Irak | 43,9 | 13,4 | 54,0 |
| Armenien | 34,1 | 45,0 | 24,0 |
| Guinea | 52,6 | 10,3 | 59,0 |
| China | 38,1 | 17,3 | 118,0 |
| Algerien | 33,3 | 32,5 | 16,0 |
| Iran | 39,3 | 8,5 | 9,0 |
| Nigeria | 44,0 | 15,8 | 0,0 |
| Aserbaidschan | 23,3 | 25,0 | 1,0 |
| Libyen | 44,5 | 0,0 | 25,7 |
| Äthiopien | 19,7 | 0,0 | 0,0 |
| Albanien | – | – | – |
| Bosnien und Herzegowina | – | – | – |
| Ghana | 27,0 | 43,0 | 0,0 |
| Kosovo | – | – | – |
| Nordmazedonien | – | – | – |
| Montenegro | – | – | – |
| Senegal | 29,3 | 0,0 | 0,0 |
| Serbien | – | – | – |
| Georgien | – | – | – |
| Moldau, Republik | 34,0 | 0,0 | 0,0 |
| Bangladesch | 26,2 | 0,0 | 0,0 |
| Kolumbien | 7,0 | 0,0 | 0,0 |
| Marokko | 44,1 | 0,0 | 0,0 |
| Tunesien | 60,5 | 0,0 | 0,0 |
| Belarus | 46,0 | 46,0 | 0,0 |
| Ukraine | 36,8 | 0,0 | 0,0 |
| Pakistan | 47,8 | 7,0 | 0,0 |
| Indien | 42,6 | 39,5 | 0,0 |
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt:
| Zeitraum: 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) | abgelehnt | stattgegeben | Gesamtentscheidungen |
|---|---|---|---|
| Staatsangehörigkeiten gesamt | 44.320 | 17.234 | 61.554 |
| darunter: | |||
| Türkei | 10.359 | 3.079 | 13.438 |
| Syrien | 5.029 | 3.465 | 8.494 |
| Afghanistan | 4.917 | 2.444 | 7.361 |
| Irak | 2.416 | 1.500 | 3.916 |
| Russische Föderation | 1.585 | 695 | 2.280 |
| Georgien | 1.653 | 346 | 1.999 |
| Ungeklärt | 1.163 | 504 | 1.667 |
| Iran | 881 | 673 | 1.554 |
| Somalia | 1.016 | 526 | 1.542 |
| Armenien | 1.185 | 324 | 1.509 |
| Venezuela | 688 | 356 | 1.044 |
| Nigeria | 753 | 280 | 1.033 |
| Guinea | 719 | 164 | 883 |
| Aserbaidschan | 733 | 135 | 868 |
| Kolumbien | 681 | 138 | 819 |
| Albanien | 252 | 30 | 282 |
| Bosnien und Herzegowina | 167 | 9 | 176 |
| Ghana | 151 | 58 | 209 |
| Kosovo | 439 | 49 | 488 |
| Nordmazedonien | 542 | 47 | 589 |
| Montenegro | 85 | 0 | 85 |
| Senegal | 73 | 51 | 124 |
| Serbien | 415 | 37 | 452 |
| Moldau, Republik | 401 | 26 | 427 |
| Bangladesch | 37 | 12 | 49 |
| Marokko | 283 | 50 | 333 |
| Tunesien | 406 | 84 | 490 |
| Algerien | 453 | 56 | 509 |
| Belarus | 88 | 16 | 104 |
| Ukraine | 223 | 58 | 281 |
| Pakistan | 511 | 167 | 678 |
| Indien | 264 | 71 | 335 |
| Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) | abgelehnt | stattgegeben | Gesamtentscheidungen |
|---|---|---|---|
| Staatsangehörigkeiten gesamt | 14.625 | 5.234 | 19.859 |
| darunter: | |||
| Türkei | 2.802 | 882 | 3.684 |
| Afghanistan | 1.816 | 919 | 2.735 |
| Syrien | 1.766 | 693 | 2.459 |
| Irak | 858 | 487 | 1.345 |
| Russische Föderation | 637 | 274 | 911 |
| Georgien | 527 | 157 | 684 |
| Armenien | 376 | 154 | 530 |
| Somalia | 326 | 159 | 485 |
| Ungeklärt | 287 | 139 | 426 |
| Nigeria | 319 | 104 | 423 |
| Guinea | 264 | 88 | 352 |
| Iran | 197 | 152 | 349 |
| Nordmazedonien | 235 | 20 | 255 |
| Aserbaidschan | 182 | 56 | 238 |
| Pakistan | 194 | 37 | 231 |
| Serbien | 163 | 5 | 168 |
| Kosovo | 136 | 18 | 154 |
| Moldau, Republik | 139 | 12 | 151 |
| Ghana | 85 | 29 | 114 |
| Albanien | 81 | 6 | 87 |
| Bosnien & Herzegowina | 55 | 7 | 62 |
| Senegal | 33 | 10 | 43 |
| Montenegro | 9 | 0 | 9 |
| Algerien | 202 | 18 | 220 |
| Indien | 120 | 20 | 140 |
| Ukraine | 119 | 14 | 133 |
| Tunesien | 115 | 13 | 128 |
| Kolumbien | 112 | 10 | 122 |
| Marokko | 98 | 11 | 109 |
| Belarus | 20 | 10 | 30 |
| Bangladesch | 13 | 2 | 15 |
Verfahrensdauer Eilanträge (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt (in Tagen):
| Zeitraum: 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) | Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO | Antrag nach § 80 Abs. 7 VwGO | Antrag nach § 123 VwGO |
|---|---|---|---|
| Staatsangehörigkeiten gesamt | 37,9 | 26,9 | 35,9 |
| darunter: | |||
| Türkei | 38,6 | 23,6 | 38,2 |
| Syrien | 30,6 | 25,4 | 41,5 |
| Afghanistan | 42,3 | 27,6 | 35,5 |
| Irak | 37,3 | 26,1 | 36,9 |
| Russische Föderation | 43,9 | 24,5 | 32,3 |
| Georgien | 55,0 | 28,0 | 38,3 |
| Ungeklärt | 47,2 | 31,9 | 36,0 |
| Iran | 38,0 | 32,1 | 24,8 |
| Somalia | 28,5 | 18,7 | 42,1 |
| Armenien | 28,4 | 15,0 | 27,3 |
| Venezuela | 59,2 | 70,9 | 86,0 |
| Nigeria | 40,0 | 33,9 | 37,3 |
| Guinea | 32,1 | 24,8 | 28,1 |
| Aserbaidschan | 23,4 | 14,9 | 12,4 |
| Kolumbien | 39,5 | 18,5 | 18,7 |
| Albanien | 28,0 | 273,7 | 38,0 |
| Bosnien und Herzegowina | 32,7 | 16,5 | 47,4 |
| Ghana | 46,4 | 67,3 | 17,5 |
| Kosovo | 33,0 | 11,6 | 15,6 |
| Moldau, Republik | 29,2 | 22,6 | 68,0 |
| Montenegro | 38,6 | 30,0 | 30,9 |
| Nordmazedonien | 30,9 | 39,1 | 30,0 |
| Senegal | 35,8 | 43,6 | 9,0 |
| Serbien | 31,2 | 12,3 | 23,7 |
| Bangladesch | 17,3 | 30,8 | 0,0 |
| Marokko | 26,5 | 19,0 | 14,3 |
| Tunesien | 34,5 | 62,5 | 24,6 |
| Algerien | 24,8 | 55,6 | 14,2 |
| Belarus | 76,8 | 15,2 | 11,9 |
| Ukraine | 145,7 | 12,3 | 187,5 |
| Pakistan | 35,5 | 21,2 | 48,9 |
| Indien | 31,2 | 21,3 | 14,3 |
| Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) | Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO | Antrag nach § 80 Abs. 7 VwGO | Antrag nach § 123 VwGO |
|---|---|---|---|
| Staatsangehörigkeiten gesamt | 58,3 | 32,7 | 41,7 |
| darunter: | |||
| Türkei | 69,8 | 27,8 | 33,6 |
| Afghanistan | 70,8 | 35,1 | 39,5 |
| Syrien | 49,6 | 37,1 | 44,2 |
| Irak | 66,6 | 31,4 | 43,3 |
| Russische Föderation | 56,1 | 37,3 | 46,2 |
| Georgien | 83,8 | 19,1 | 85,7 |
| Armenien | 28,7 | 21,3 | 13,1 |
| Somalia | 50,4 | 31,1 | 45,2 |
| Ungeklärt | 70,7 | 30,4 | 48,6 |
| Nigeria | 71,8 | 12,8 | 46,3 |
| Guinea | 43,0 | 19,0 | 31,3 |
| Iran | 62,1 | 30,3 | 27,2 |
| Nordmazedonien | 59,2 | 18,7 | 91,2 |
| Aserbaidschan | 24,1 | 18,0 | 16,2 |
| Pakistan | 57,9 | 50,5 | 43,0 |
| Serbien | 40,5 | 0,0 | 94,3 |
| Kosovo | 42,3 | 59,3 | 22,8 |
| Moldau, Republik | 19,0 | 26,0 | 18,4 |
| Ghana | 44,4 | 49,9 | 15,0 |
| Albanien | 60,8 | 20,6 | 37,3 |
| Bosnien und Herzegowina | 28,7 | 1,0 | 46,3 |
| Senegal | 51,7 | 10,0 | 0,0 |
| Montenegro | 18,6 | 0,0 | 16,5 |
| Algerien | 35,8 | 22,8 | 43,8 |
| Indien | 61,9 | 39,5 | 0,0 |
| Ukraine | 106,6 | 53,0 | 25,0 |
| Tunesien | 48,0 | 12,5 | 30,1 |
| Kolumbien | 14,9 | 13,2 | 30,6 |
| Marokko | 25,2 | 28,5 | 43,5 |
| Belarus | 56,8 | 46,0 | 0,0 |
| Bangladesch | 36,2 | 0,0 | 0,0 |
Wie viele Rechtsmittel sind derzeit nach Kenntnis der Bundesregierung anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren) auf einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach den fünf wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele dieser Verfahren wurden im Jahr 2025 mit welchem Ergebnis entschieden (bitte nach den fünf wichtigsten Herkunftsländern differenzieren; Angaben zur ersten Instanz sind ausreichend)?
Die folgenden Klagen auf Verpflichtung zur Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft bzw. auf Anerkennung der Asylberechtigung durch Antragstellende, denen durch das BAMF bereits subsidiärer Schutz zuerkannt wurde bzw. bzgl. derer das Bestehen von Abschiebungsverboten durch das BAMF festgestellt wurde (sog. „Aufstocker“), waren zum Stichtag 30. Juni 2026 anhängig:
| anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 30. Juni 2026 | |
|---|---|
| nach Staatsangehörigkeit | Klagen |
| Gesamt | 1.921 |
| darunter: | |
| Syrien | 1.380 |
| Ungeklärt | 114 |
| Myanmar | 72 |
| Pers. aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt) | 69 |
| Eritrea | 45 |
Die folgenden Klagen gegen die Feststellung eines Abschiebungsverbots nach § 60 Absatz 5 oder 7 AufenthG durch das BAMF waren zum Stichtag 30. Juni 2026 anhängig:
| anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes zum 30. Juni 2026 | |
|---|---|
| nach Staatsangehörigkeit | Klagen |
| Gesamt | 1.359 |
| darunter: | |
| Syrien | 476 |
| Afghanistan | 394 |
| Somalia | 150 |
| Irak | 86 |
| Eritrea | 27 |
Die folgenden Klagen gegen den vom BAMF gewährten subsidiären Schutz wurden wie folgt gerichtlich entschieden:
| nach Staatsangehörigkeit | Summe Entscheidungen | Anerkennungen gem. Art. 16a GG | Flüchtlingsschutz gem. § 3 Abs. 1 AsylG | Keine Verbesserung |
|---|---|---|---|---|
| 01.01.–30.06.2026 | 1.122 | 2 | 54 | 1.066 |
| darunter | ||||
| Syrien | 945 | 0 | 19 | 926 |
| Pers. aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt) | 30 | 0 | 6 | 24 |
| Ungeklärt | 27 | 0 | 4 | 23 |
| Eritrea | 25 | 0 | 0 | 25 |
| Afghanistan | 21 | 0 | 11 | 10 |
Die folgenden Klagen gegen die durch das BAMF vorgenommene Feststellung eines Abschiebungsverbotes wurden wie folgt gerichtlich entschieden:
| nach Staatsangehörigkeit | Summe Entschei- dungen | Anerkennungen gem. Art. 16a GG | Flüchtlings- schutz gem. § 3 Abs. 1 AsylG | subsidiärer Schutz gem. § 4 Abs. 1 AsylG | Keine Verbesserung |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01–30.06.2026 | 528 | 3 | 55 | 10 | 460 |
| Afghanistan | 206 | 1 | 37 | 0 | 168 |
| Syrien | 120 | 0 | 0 | 0 | 120 |
| Somalia | 66 | 0 | 9 | 1 | 56 |
| Irak | 23 | 0 | 0 | 0 | 23 |
| Türkei | 15 | 2 | 0 | 1 | 12 |
Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im ersten Halbjahr 2026 Rechtsmittel eingelegt (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und Klagequoten in Bezug auf die Gesamtzahl der Bescheide und in Bezug auf ablehnende Bescheide gesondert ausweisen; bitte jeweils nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern und zusätzlich nach den zu sicher erklärten Herkunftsländern differenzieren, bitte zusätzlich nach der Art der Ablehnung unbegründet, offensichtlich unbegründet, unzulässig differenzieren) und wie lautete die Klagequote in Bezug auf alle ablehnenden Bescheide des BAMF für das Gesamtjahr 2025 bzw. für das erste Halbjahr 2026?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
| Staatsangehörigkeit | Entscheidungen insgesamt | davon Entscheidung „abgelehnt“ | davon Entscheidung „o.u. abgelehnt“ | davon Entscheidung „Unzulässig“ | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.–30.06.2026 Stand 15.08.2026 | davon beklagt | Anteil | davon beklagt | Anteil | davon beklagt | Anteil | davon beklagt | Anteil | ||||
| Gesamt | 120.189 | 54.551 | 45,4 % | 41.696 | 37.377 | 89,6 % | 9.960 | 6.665 | 66,9 % | 17.109 | 8.977 | 52,5 % |
| Afghanistan | 36.459 | 5.122 | 14,0 % | 3.116 | 2.879 | 92,4 % | 345 | 257 | 74,5 % | 3.703 | 1.857 | 50,1 % |
| Syrien | 30.538 | 20.447 | 67,0 % | 20.525 | 18.544 | 90,3 % | 427 | 323 | 75,6 % | 1.453 | 923 | 63,5 % |
| Türkei | 10.070 | 7.147 | 71,0 % | 4.794 | 4.356 | 90,9 % | 1.922 | 1.522 | 79,2 % | 1.697 | 1.179 | 69,5 % |
| Irak | 4.298 | 2.535 | 59,0 % | 1.632 | 1.436 | 88,0 % | 483 | 369 | 76,4 % | 923 | 691 | 74,9 % |
| Somalia | 4.060 | 1.021 | 25,1 % | 514 | 466 | 90,7 % | 44 | 29 | 65,9 % | 843 | 450 | 53,4 % |
| Russische Föd. | 2.796 | 1.658 | 59,3 % | 1.117 | 939 | 84,1 % | 346 | 255 | 73,7 % | 1.040 | 438 | 42,1 % |
| Ungeklärt | 2.034 | 752 | 37,0 % | 462 | 413 | 89,4 % | 140 | 96 | 68,6 % | 296 | 178 | 60,1 % |
| Eritrea | 1.713 | 180 | 10,5 % | 140 | 103 | 73,6 % | 6 | 3 | 50,0 % | 120 | 45 | 37,5 % |
| Guinea | 1.520 | 766 | 50,4 % | 564 | 473 | 83,9 % | 170 | 128 | 75,3 % | 298 | 143 | 48,0 % |
| Iran | 1.415 | 759 | 53,6 % | 510 | 482 | 94,5 % | 83 | 74 | 89,2 % | 321 | 181 | 56,4 % |
| Nigeria | 1.389 | 870 | 62,6 % | 598 | 508 | 84,9 % | 186 | 147 | 79,0 % | 329 | 190 | 57,8 % |
| Georgien | 966 | 628 | 65,0 % | 5 | 2 | 40,0 % | 656 | 452 | 68,9 % | 272 | 168 | 61,8 % |
| China | 955 | 529 | 55,4 % | 269 | 242 | 90,0 % | 289 | 193 | 66,8 % | 164 | 82 | 50,0 % |
| Algerien | 952 | 287 | 30,1 % | 111 | 61 | 55,0 % | 277 | 108 | 39,0 % | 484 | 115 | 23,8 % |
| Vietnam | 947 | 75 | 7,9 % | 11 | 6 | 54,5 % | 449 | 48 | 10,7 % | 26 | 5 | 19,2 % |
| Moldau, Republik | 784 | 161 | 20,5 % | 0 | 0 | 0,0 % | 208 | 46 | 22,1 % | 557 | 109 | 19,6 % |
| Nordmazedonien | 440 | 218 | 49,5 % | 1 | 0 | 0,0 % | 196 | 107 | 54,6 % | 229 | 111 | 48,5 % |
| Serbien | 394 | 167 | 42,4 % | 0 | 0 | 0,0 % | 217 | 105 | 48,4 % | 164 | 61 | 37,2 % |
| Ghana | 274 | 138 | 50,4 % | 6 | 4 | 66,7 % | 189 | 110 | 58,2 % | 51 | 23 | 45,1 % |
| Kosovo | 257 | 145 | 56,4 % | 0 | 0 | 0,0 % | 172 | 104 | 60,5 % | 82 | 40 | 48,8 % |
| Bosnien und Herzegowina | 193 | 79 | 40,9 % | 0 | 0 | 0,0 % | 86 | 37 | 43,0 % | 103 | 39 | 37,9 % |
| Albanien | 185 | 77 | 41,6 % | 0 | 0 | 0,0 % | 96 | 45 | 46,9 % | 67 | 31 | 46,3 % |
| Senegal | 80 | 36 | 45,0 % | 0 | 0 | 0,0 % | 41 | 24 | 58,5 % | 27 | 11 | 40,7 % |
| Montenegro | 52 | 17 | 32,7 % | 2 | 0 | 0,0 % | 27 | 14 | 51,9 % | 22 | 3 | 13,6 % |
| Staatsangehörigkeit | ablehnende Entscheidungen | ||
|---|---|---|---|
| 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) | davon beklagt | Anteil | |
| Gesamt | 73.690 | 53.623 | 72,8 % |
| Afghanistan | 7.529 | 5.043 | 67,0 % |
| Syrien | 24.147 | 19.946 | 82,6 % |
| Türkei | 8.839 | 7.142 | 80,8 % |
| Irak | 3.175 | 2.508 | 79,0 % |
| Somalia | 1.518 | 952 | 62,7 % |
| Russische Föd. | 2.653 | 1.653 | 62,3 % |
| Ungeklärt | 1.050 | 713 | 67,9 % |
| Eritrea | 298 | 159 | 53,4 % |
| Guinea | 1.080 | 751 | 69,5 % |
| Iran | 982 | 746 | 76,0 % |
| Nigeria | 1.230 | 867 | 70,5 % |
| Georgien | 952 | 627 | 65,9 % |
| China | 823 | 527 | 64,0 % |
| Algerien | 945 | 287 | 30,4 % |
| Vietnam | 944 | 75 | 7,9 % |
| Moldau, Republik | 784 | 161 | 20,5 % |
| Nordmazedonien | 436 | 218 | 50,0 % |
| Serbien | 391 | 167 | 42,7 % |
| Ghana | 264 | 137 | 51,9 % |
| Kosovo | 256 | 145 | 56,6 % |
| Bosnien und Herzegowina | 193 | 79 | 40,9 % |
| Albanien | 183 | 77 | 42,1 % |
| Senegal | 71 | 35 | 49,3 % |
| Montenegro | 51 | 17 | 33,3 % |
| Staatsangehörigkeit | ablehnende Entscheidungen | ||
|---|---|---|---|
| 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) | davon beklagt | Anteil | |
| Gesamt | 223.536 | 159.037 | 71,1 % |
| darunter: | |||
| Afghanistan | 28.800 | 22.049 | 76,6 % |
| Türkei | 53.095 | 42.665 | 80,4 % |
| Syrien | 24.761 | 16.088 | 65,0 % |
| Irak | 11.545 | 8.923 | 77,3 % |
| Iran | 8.976 | 7.614 | 84,8 % |
| Russische Föd. | 10.578 | 7.128 | 67,4 % |
| Somalia | 4.082 | 2.670 | 65,4 % |
| Guinea | 4.127 | 2.967 | 71,9 % |
| Nigeria | 4.029 | 2.757 | 68,4 % |
| Ungeklärt | 3.642 | 2.097 | 57,6 % |
| Eritrea | 1.160 | 703 | 60,6 % |
| Venezuela | 3.348 | 3.165 | 94,5 % |
| Kolumbien | 3.429 | 2.978 | 86,8 % |
| Pakistan | 2.855 | 2.155 | 75,5 % |
| Georgien | 2.908 | 1.812 | 62,3 % |
| Albanien | 729 | 295 | 40,5 % |
| Bosnien und Herzegowina | 528 | 192 | 36,4 % |
| Ghana | 554 | 238 | 43,0 % |
| Kosovo | 1.018 | 465 | 45,7 % |
| Moldau, Republik | 1.626 | 420 | 25,8 % |
| Montenegro | 183 | 68 | 37,2 % |
| Nordmazedonien | 1.573 | 627 | 39,9 % |
| Senegal | 257 | 130 | 50,6 % |
| Serbien | 1.242 | 452 | 36,4 % |
Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-)Verwaltungsgerichten?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| Gericht (Stand: 15.08.2026) | Anzahl anhängiger |
|---|---|
| Gerichtsverfahren | |
| Bei Gericht anhängige Verfahren | 196.870 |
| Bundesverwaltungsgericht | 25 |
| VGH Baden-Württemberg | 39 |
| VG Freiburg | 6.209 |
| VG Karlsruhe | 6.535 |
| VG Sigmaringen | 4.262 |
| VG Stuttgart | 13.202 |
| Bayerischer Verwaltungsgerichtshof | 17 |
| VG Ansbach | 3.324 |
| VG Augsburg | 4.577 |
| VG Bayreuth | 3.664 |
| VG München | 6.271 |
| VG Regensburg | 6.016 |
| VG Würzburg | 2.680 |
| Bayerischer VGH – Außenstelle Ansbach | 5 |
| OVG Berlin-Brandenburg | 48 |
| VG Berlin | 11.285 |
| VG Cottbus | 1.197 |
| VG Frankfurt / Oder | 2.095 |
| VG Potsdam | 3.295 |
| OVG der Freien Hansestadt Bremen | 1 |
| VG Bremen | 1.227 |
| Hamburgisches Oberverwaltungsgericht | 2 |
| VG Hamburg | 4.266 |
| Hessischer Verwaltungsgerichtshof | 43 |
| VG Darmstadt | 3.430 |
| VG Frankfurt/Main | 2.108 |
| VG Kassel | 1.260 |
| VG Wiesbaden | 2.688 |
| VG Gießen | 4.246 |
| Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht | 59 |
| VG Braunschweig | 4.745 |
| VG Hannover | 7.846 |
| VG Oldenburg | 7.413 |
| VG Osnabrück | 2.003 |
| VG Stade | 2.494 |
| VG Lüneburg | 2.919 |
| VG Göttingen | 2.144 |
| OVG für das Land Nordrhein-Westfalen | 205 |
| VG Aachen | 2.681 |
| VG Arnsberg | 5.905 |
| VG Düsseldorf | 6.906 |
| VG Gelsenkirchen | 3.719 |
| VG Köln | 5.391 |
| VG Minden | 5.008 |
| VG Münster | 3.991 |
| OVG Rheinland-Pfalz | 37 |
| VG Neustadt/Weinstraße | 1 |
| VG Trier | 5.120 |
| VG des Saarlandes | 1.885 |
| Schleswig-Holsteinisches OVG | 15 |
| VG Schleswig-Holstein | 5.548 |
| OVG Sachsen-Anhalt | 4 |
| VG Magdeburg | 3.083 |
| VG Halle | 2.943 |
| Thüringer Oberverwaltungsgericht | 8 |
| VG Gera | 218 |
| VG Meiningen | 2.052 |
| VG Weimar | 2.612 |
| Sächsisches Oberverwaltungsgericht | 25 |
| VG Chemnitz | 3.673 |
| VG Dresden | 4.512 |
| VG Leipzig | 3.425 |
| OVG Mecklenburg-Vorpommern | 31 |
| VG Greifswald | 1.339 |
| VG Schwerin | 2.893 |
In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im ersten Halbjahr 2026 doch noch einen Schutzstatus, und in wie vielen Fällen basierte dies auf einer Gerichtsentscheidung, auf einer Abhilfeentscheidung, bzw. geschah dies infolge eines Folgeantrags bzw. Wiederaufgreifensantrags oder aus sonstigem Grund (bitte differenzieren und zudem nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Positive Entscheidungen aufgrund einer Gerichts- und Abhilfeentscheidung:
| Zeitraum: 01.01–30.06.2026 | |||
|---|---|---|---|
| Staatsangehörigkeit | Gesamt | davon aufgrund einer Gerichtsentscheidung | Abhilfeentscheidungen |
| Gesamt | 5.338 | 3.529 | 1.809 |
| davon | |||
| Türkei | 911 | 520 | 391 |
| Afghanistan | 660 | 457 | 203 |
| Syrien | 163 | 38 | 125 |
| Irak | 746 | 549 | 197 |
| Russische Föderation | 168 | 111 | 57 |
| Iran | 600 | 464 | 136 |
| Kolumbien | 42 | 25 | 17 |
| Somalia | 104 | 70 | 34 |
| Nigeria | 116 | 67 | 49 |
| Georgien | 82 | 72 | 10 |
| Venezuela | 186 | 132 | 54 |
| Ungeklärt | 115 | 65 | 50 |
| Guinea | 78 | 35 | 43 |
| Pakistan | 130 | 87 | 43 |
| Armenien | 84 | 60 | 24 |
Positive Entscheidungen infolge von Folgeanträgen:
| Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 | |
|---|---|
| Staatsangehörigkeit | Summe |
| Gesamt | 14.539 |
| davon | |
| Türkei | 99 |
| Afghanistan | 13.539 |
| Syrien | 149 |
| Irak | 128 |
| Russische Föderation | 41 |
| Iran | 101 |
| Kolumbien | 2 |
| Somalia | 154 |
| Nigeria | 23 |
| Georgien | 8 |
| Venezuela | 2 |
| Ungeklärt | 41 |
| Guinea | 14 |
| Pakistan | 16 |
| Armenien | 1 |
Positive Entscheidungen infolge von sonstigen Gründen:
| Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 | |
|---|---|
| Staatsangehörigkeit | Summe |
| Gesamt | 80 |
| davon | |
| Türkei | 1 |
| Afghanistan | 5 |
| Syrien | 5 |
| Irak | 9 |
| Russische Föderation | 5 |
| Iran | 0 |
| Kolumbien | 0 |
| Somalia | 10 |
| Nigeria | 7 |
| Georgien | 0 |
| Venezuela | 1 |
| Ungeklärt | 4 |
| Guinea | 1 |
| Pakistan | 1 |
| Armenien | 1 |
Wie viele gerichtliche Entscheidungen im Eilverfahren gab es im ersten Halbjahr 2026 zu Asylsuchenden, denen bereits in einem anderen Mitgliedstaat Schutz gewährt worden war, und mit welchem Ergebnis (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten auflisten)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Entscheidungen in Eilverfahren – Schutzgewährung in einem anderen Mitgliedstaat nach § 29 Absatz 1 Nummer 2 AsylG
| Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) | abgelehnt | stattgegeben | Gesamtentscheidungen |
|---|---|---|---|
| Staatsangehörigkeiten gesamt | 2.087 | 1.002 | 3.089 |
| Afghanistan | 909 | 462 | 1.371 |
| Syrien | 532 | 223 | 755 |
| Irak | 145 | 99 | 244 |
| Somalia | 123 | 86 | 209 |
| Ungeklärt | 132 | 50 | 182 |
| Pers. aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt) | 61 | 15 | 76 |
| Iran | 32 | 17 | 49 |
| Nigeria | 27 | 9 | 36 |
| Eritrea | 12 | 11 | 23 |
| Sudan | 14 | 5 | 19 |
Wie lauten die differenzierten Angaben des BAMF zu der Kategorie der „sonstigen Erledigungen“ bei Gerichtsentscheidungen für das erste Halbjahr 2026?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| Sonstige Verfahrenserledigungen | 01.01.–30.06.2026 |
|---|---|
| Keine Schutzgewährung festgestellt | 26.283 |
| Schutzgewährung offen | 2.360 |
| Schutzgewährung | 1.526 |
| Summe | 30.169 |
Wie hoch war die gerichtliche Aufhebungsquote im ersten Halbjahr 2026, wenn auch sonstige Erledigungen den Kategorien „Schutzgewährung“ und „Schutzgewährung offen“ hinzugezählt werden?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| Zeitraum | Gerichtsentscheidungen (Klagen, Berufungen, Revisionen) | Positive Entscheidungen (inkl. „Schutzgew. offen“) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Asyl Art. 16a GG u. Fam.Asyl | (GFK) Flüchtlings- schutz | subsidiärer Schutz | Abschiebungs- verbot | Sonstige Verfahrenserledigungen | absolut | Anteil | ||
| Schutzgewährung | Schutzgewährung offen | ||||||||
| 01.01.– 30.06.2026 | 56.080 | 103 | 1.694 | 427 | 1.615 | 1.207 | 2.360 | 7.406 | 13,2 % |
Wie hoch waren die Kosten, die dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im ersten Halbjahr 2026 aufgrund verlorener Asyl-Gerichtsverfahren entstanden sind (bitte Gesamtkosten nennen und zudem nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)?
In diesem Zusammenhang ist zunächst auf die Gerichtskostenfreiheit nach § 83b AsylG hinzuweisen. Die Gesamtkosten aller Asylgerichtsverfahren, in denen das BAMF unterlegen ist, belaufen sich im ersten Halbjahr 2026 auf 6.678.414,35 Euro. Die Bundesregierung weist darauf hin, dass die angegebenen Kosten sich auf den Zeitpunkt der Auszahlung beziehen. Für die konkrete Bemessung der Gerichtskosten kommt es zum einen auf den Zeitpunkt des Kostenfestsetzungsantrags, den die/der Bevollmächtigte stellt, und zum anderen auf die Bearbeitungsdauer bis zum Kostenfestsetzungsbeschluss durch das jeweils zuständige Gericht an. Die Kosten, die dem BAMF bezüglich der zehn wichtigsten Herkunftsstaaten im ersten Halbjahr 2026 entstanden sind, können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden, die angegebenen Zahlen beziehen sich immer auf die jeweiligen Gesamtkosten, d. h. alle Instanzen.:
| Herkunftsland | Ausgaben |
|---|---|
| Afghanistan | 1.249.788,90 € |
| Syrien | 1.006.638,16 € |
| Türkei | 809.312,33 € |
| Somalia | 258.732,33 € |
| Irak | 685.142,42 € |
| Russische Föderation | 200.973,55 € |
| Vietnam | 6.732,84 € |
| Eritrea | 107.921,20 € |
| Iran | 560.505,68 € |
| China | 23.553,97 € |
Welche Angaben kann das BAMF machen zur Anwendung der neuen Strafvorschrift in Bezug auf unrichtige oder unvollständige Angaben im Asylverfahren nach § 85 Absatz 2 AsylG, insbesondere wie viele diesbezügliche Strafanzeigen hat das BAMF seit Inkrafttreten der Neuregelung gestellt, wie viele entsprechende Strafverfahren wurden seitdem eingeleitet bzw. wieder eingestellt, und zu wie vielen und welchen gerichtlichen Verurteilungen ist es seitdem gekommen (bitte so genau wie möglich ausführen)?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 23d der Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke auf Bundestagsdrucksache 21/1710 verwiesen. Seitdem gab es keine Veränderungen.
Wie bewertet es die Bundesregierung, dass zum Stand der Beantwortung der Frage 20d auf Bundestagsdrucksache 21/4448 vom 2. März 2026) gerade einmal drei entsprechende Strafanzeigen vom BAMF gestellt worden waren, die letzte am 10. April 2025, und entspricht dies ihren Erwartungen an die gesetzliche Neuregelung (bitte ausführen), deren Sinnhaftigkeit die Fragestellenden bereits zuvor infrage gestellt haben (vgl. Frage 20c auf Bundestagsdrucksache 21/4448)?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 20c der Kleinen Anfrage der Fraktion die Linke auf Bundestagsdrucksache 21/4448 sowie auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 23c der Kleinen Anfrage der Fraktion die Linke auf Bundestagsdrucksache 21/1710 verweisen.
Wie viele Asylanhörungen gab es im ersten Halbjahr 2026 (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| Anhörungen im 1. Halbjahr 2026 | Anzahl |
|---|---|
| Gesamt | 34.852 |
| darunter: | |
| Syrien | 7.304 |
| Afghanistan | 7.254 |
| Türkei | 3.019 |
| Somalia | 2.171 |
| Irak | 935 |
| Iran | 852 |
| Russische Föderation | 744 |
| China | 672 |
| Ungeklärt | 661 |
| Guinea | 612 |
| Eritrea | 594 |
| Algerien | 503 |
| Nigeria | 490 |
| Georgien | 477 |
| Venezuela | 459 |
Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien und Bosnien-Herzegowina im ersten Halbjahr 2026 gestellt (bitte jeweils auch den prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen nennen), und wie wurden diese Asylanträge jeweils mit welchem Ergebnis beschieden?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| 1. Halbjahr 2026 | Asylanträge | Entscheidungen über Asylanträge | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Staatsangehörigkeit | Asylanträge gesamt | davon Erstanträge | davon Folgeanträge | insgesamt | Anerkennungen als Asylberech- tigte (Art. 16a GG und Famil. asyl) | Gewährung von Flüchtl.- schutz | Gewährung von subsidiärem Schutz | Feststellung eines Abschieb- ungsverbotes gem. § 60 V/VII Aufenth G | Ablehnungen (unbegr. abgel./ offens. unbegr. abgel.) | sonstige Verfah- renserledi- gungen |
| Serbien | 388 | 204 | 184 | 394 | – | 1 | – | 2 | 217 | 174 |
| davon Roma | 307 | 140 | 167 | 310 | – | – | – | 1 | 157 | 152 |
| Kosovo | 228 | 134 | 94 | 257 | – | 1 | – | – | 172 | 84 |
| davon Roma | 88 | 49 | 39 | 98 | – | – | – | – | 61 | 37 |
| Nordmazedonien | 414 | 169 | 245 | 440 | – | – | – | 4 | 197 | 239 |
| davon Roma | 306 | 113 | 193 | 318 | – | – | – | – | 134 | 184 |
| Montenegro | 42 | 17 | 25 | 52 | – | 1 | – | – | 29 | 22 |
| davon Roma | 37 | 14 | 23 | 39 | – | – | – | – | 18 | 21 |
| Albanien | 170 | 100 | 70 | 185 | – | – | 1 | 1 | 96 | 87 |
| davon Roma | 50 | 20 | 30 | 57 | – | – | – | – | 22 | 35 |
| Bosnien und Herzegowina | 198 | 92 | 106 | 193 | – | – | – | – | 86 | 107 |
| davon Roma | 153 | 58 | 95 | 156 | – | – | – | – | 54 | 102 |
Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im ersten Halbjahr 2026 gegenüber abgelehnten Asylsuchenden mit welcher Begründung erlassen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| 01.01.–30.06.2026 | Entscheidungen zu § 11Abs. 1 AufenthG | Entscheidungen zu § 11 Abs. 7 AufenthG | Entscheidungen mit Aufenthalts- und Wiedereinreiseverboten (§ 11 Abs. 1 und/oder § 11 Abs. 7 AufenthG) |
|---|---|---|---|
| Gesamt | 57.832 | 2.556 | 58.649 |
| darunter | |||
| Syrien | 20.573 | 7 | 20.580 |
| Türkei | 6.857 | 79 | 6.926 |
| Afghanistan | 4.635 | 38 | 4.669 |
| Irak | 2.310 | 31 | 2.338 |
| Russische Föderation | 2.164 | 22 | 2.184 |
| Somalia | 1.122 | 9 | 1.130 |
| Nigeria | 896 | 20 | 916 |
| Vietnam | 840 | 2 | 842 |
| Ungeklärt | 815 | 8 | 821 |
| Guinea | 810 | 7 | 817 |
In wie vielen Fällen wurde das BAMF im ersten Halbjahr 2026 bei der Prüfung zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG im Auftrag der Ausländerbehörden welcher Bundesländer mit welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Angaben zur Beteiligung des BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
| 1. Halbjahr 2026 | Stellungnahmen gem. § 72 Abs. 2 AufenthG | davon positiv | davon negativ | davon sonstige (Abbruch u. a.) |
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 821 | 105 | 352 | 364 |
| darunter: | ||||
| Baden-Württemberg | 98 | 14 | 57 | 27 |
| Bayern | 103 | 12 | 31 | 60 |
| Berlin | 70 | 6 | 29 | 35 |
| Brandenburg | 8 | 0 | 1 | 7 |
| Bremen | 12 | 0 | 9 | 3 |
| Hamburg | 41 | 9 | 17 | 15 |
| Hessen | 64 | 6 | 20 | 38 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 3 | 0 | 0 | 3 |
| Niedersachsen | 56 | 4 | 37 | 15 |
| Nordrhein-Westfalen | 249 | 34 | 119 | 96 |
| Rheinland-Pfalz | 33 | 2 | 7 | 24 |
| Saarland | 20 | 0 | 8 | 12 |
| Sachsen | 36 | 16 | 11 | 9 |
| Sachsen-Anhalt | 11 | 0 | 4 | 7 |
| Schleswig-Holstein | 6 | 0 | 0 | 6 |
| Thüringen | 10 | 2 | 2 | 6 |
| unbekannt | 1 | 0 | 0 | 1 |
| 1. Halbjahr 2026 | Stellungnahmen gem. § 72 Abs. 2 AufenthG | davon positiv | davon negativ | davon sonstige (Abbruch u. a.) |
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 821 | 105 | 352 | 364 |
| darunter: | ||||
| Ukraine | 89 | 2 | 46 | 41 |
| Afghanistan | 81 | 17 | 13 | 51 |
| Syrien | 78 | 17 | 13 | 48 |
| Kosovo | 48 | 6 | 24 | 18 |
| Türkei | 34 | 0 | 27 | 7 |
| Albanien | 23 | 4 | 16 | 3 |
| Russische Föderation | 23 | 3 | 8 | 12 |
| Nigeria | 21 | 2 | 11 | 8 |
| Serbien | 21 | 2 | 12 | 7 |
| Irak | 20 | 1 | 7 | 12 |
Welche Angaben für das erste Halbjahr 2026 lassen sich zu überprüften (vor allem Ausweis-)Dokumenten und zum Anteil ge- oder verfälschter Dokumente Asylsuchender machen (bitte zum Vergleich auch die Anzahl der „beanstandeten“ Dokumente angeben und nach den zehn wichtigsten Hauptherkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| Top 10 der Herkunftsländer | geprüfte Dokumente | Dokumente ohne Beanstandung | beanstandete Dokumente | Anteil der beanstandeten Dokumente in Prozent |
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 64.787 | 61.871 | 2.916 | 4,5 |
| davon: | ||||
| Afghanistan | 19.667 | 18.381 | 1.286 | 6,5 |
| Syrien | 15.164 | 14.192 | 972 | 6,4 |
| Türkei | 3.539 | 3.387 | 152 | 4,3 |
| Somalia | 892 | 870 | 22 | 2,5 |
| Irak | 1.854 | 1.799 | 55 | 3,0 |
| Russische Föderation | 1.217 | 1.185 | 32 | 2,6 |
| Vietnam | 1.011 | 1.011 | 0 | 0,0 |
| Eritrea | 443 | 420 | 23 | 5,2 |
| Iran | 1.383 | 1.350 | 33 | 2,4 |
| China | 451 | 450 | 1 | 0,2 |