Die mieten- und wohnungspolitische Entwicklung in Niedersachsen

Vorbemerkung der Fragesteller

Vorbemerkung der Fragesteller

Die Bundesregierung möchte laut Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD „Wohnen für alle Menschen bezahlbar, verfügbar und umweltverträglich gestalten“ (vgl. Koalitionsvertrag „Verantwortung für Deutschland“, S. 22). Doch die Realität sieht – nicht nur in Niedersachsen – anders aus: Die Mieten sind flächendeckend teurer geworden: Von 2021 bis 2024 ist der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter in Niedersachsen um 16 Prozent gestiegen. Dabei wird in ländlichen Regionen ein besonders starker Anstieg der Mieten verzeichnet: Der Preisanstieg von 2021 bis 2024 liegt im Landkreis Nienburg (Weser) bei 30,7 Prozent, im Landkreis Lüchow-Dannenberg bei 26,6 Prozent und in den Landkreisen Northeim und Heidekreis bei 24,4 Prozent (siehe Antworten der Bundesregierung zu den Schriftlichen Fragen 78 und 79 des Abgeordneten Jorrit Bosch auf Bundestagsdrucksache 21/297). Im Zeitraum von 2015 bis 2025 sind die Mieten basierend auf VALUE-Marktdaten in einzelnen Städten und Gemeinden sogar um bis zu drei Viertel gestiegen: in Elsfleth (Stadt) um 78 Prozent, in Ovelgönne um 77 Prozent und in Zetel um 76 Prozent (www.ndr.de/nachrichten/info/mieten-in-norddeutschland-wer-kann-sichnoch-leisten,mietpreise-102.html). Im Jahr 2022 mussten Haushalte in Niedersachsen durchschnittlich 28 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens für die Miete aufwenden – das war etwas mehr als der bundesweite Durchschnitt (www.statistik.niedersachsen.de/presse/in-niedersachsen-lag-die-durchschnittl iche-mietbelastungsquote-2022-mit-28-0-prozent-knapp-ueber-dem-bundesdu rchscnitt-224762.html). Die Mietbelastung dürfte sich angesichts steigender Mieten seither noch weiter erhöht haben. Gleichzeitig ist der Bestand an Sozialwohnungen von 90 000 im Jahr 2015 auf rund 50 000 im Jahr 2024 gesunken (www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/niedersachsen-droht-starkes-ungl eichgewicht-auf-dem-wohnungsmarkt,wohnungsmarkt-118.html), während Baulandpreise und energetische Sanierungskosten weiter steigen. Damit droht Wohnraum für viele Menschen in Niedersachsen zum Luxus zu werden.

Text vor der ersten Frage

Vorbemerkung der Bundesregierung

Die Bundesregierung setzt auf eine Vielzahl von Maßnahmen, um Wohnen bezahlbar, verfügbar und umweltverträglich zu gestalten. Hierbei berücksichtigt die Bundesregierung die Wohnung als Sozialgut und als Investitionsgut. Dieser Rahmen ermöglicht einen fairen Interessenausgleich zur Schaffung eines ausreichenden Wohnungsangebotes zu bezahlbaren Preisen.

So hat der Bund mit dem Bau-Turbo kommunale Verfahren bereits spürbar entlastet und massiv beschleunigt, um schneller Wohnraum zu schaffen. Mit dem Baugesetzbuch-Upgrade soll die Handlungsfähigkeit der Kommunen beim dringend benötigten Wohnungsbau weiter gestärkt werden.

Auch aufgrund der massiven finanziellen Unterstützung des Bundes sind die Förderzahlen im Sozialen Wohnungsbau in den letzten Jahren deutlich gestiegen, trotz gestiegener Bau- und Finanzierungskosten und sinkender Baugenehmigungen. In Niedersachsen ist die Anzahl geförderter Wohneinheiten im Sozialen Wohnungsbau allein im Jahr 2025 um rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Hinzu kommen die Neubauförderprogramme für den klimafreundlichen Neubau und zum Abbau des Bauüberhangs sowie die Programme Wohneigentum für Familien, Jung kauft Alt, Gewerbe zu Wohnen und die Förderung des Erwerbs von Genossenschaftsanteilen.

Allgemeine Hinweise zu den Antworten der Fragen 1 bis 4 und 11.

Der Bundesregierung liegen Angebotsmieten nur in Form von im Internet inserierten Wohnungsangeboten für den Zeitraum 2010 bis 2025 vor. Diese werden zur Beantwortung der Fragen herangezogen. Die Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen sind nicht repräsentativ für das gesamte Wohnungsangebot von Neuvermietungen (vergleiche untenstehende Hinweise zu den Erst- und Wiedervermietungsmieten).

Sie spiegeln das Angebot wider, auf das Wohnungssuchende treffen, wenn sie im Internet nach einer Mietwohnung suchen. Inserate aus lokalen Zeitungen, Mieter- oder Unternehmenspublikationen oder von Aushängen fließen nicht mit ein. Wohnungsvermittlungen über Kunden- und Wartelisten von Wohnungsunternehmen oder Maklern gehen in diese Quelle ebenfalls nicht ein.

Daher sind insbesondere Wohnungen im günstigen Mietsegment in dieser Datenquelle unterrepräsentiert. Sonderauswertungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zufolge lagen beispielsweise die Wiedervermietungsmieten des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. (GdW), dessen Unternehmen Wohnungen häufig über Wartelisten oder direkte Ansprache von Kundinnen und Kunden vermieten, im 2. Halbjahr 2024 im Aggregat der 300 Kreise, für die Daten einbezogen werden konnten, um knapp ein Viertel unterhalb den Internet-Wiedervermietungsmieten.

Auch die deutlich moderatere Entwicklung der Bestandsmieten in Niedersachsen (vergleiche Antwort zu Frage 5), in die auch die Erst- und Wiedervermietungsmieten der vergangenen Jahre anteilig einfließen, bestätigt diese These.

Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse der Angebotsmieten zum Berichtsjahr 2025 hat das BBSR eine Revision der Datenselektion vorgenommen und die Zeitreihe rückwirkend ab dem Berichtsjahr 2010 neu berechnet. Zur Verbesserung der Repräsentativität der Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen hat das BBSR die Filterung erweitert, so dass eine deutlich größere Anzahl an Wohnungsinseraten in die Berechnungen einfließt. Damit ändern sich die Durchschnittswerte der berechneten Angebotsmieten und die enthaltenen Wohnungstypen. Die neu berechneten Angebotsmieten sind nicht mehr vergleichbar mit Ergebnissen aus früheren Veröffentlichungen. Zeitreihenvergleiche sollten ausschließlich mit den revidierten Daten der Angebotsmieten erfolgen.

Die ausgewerteten Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen basieren auf Inseraten aus Immobilienplattformen und von Zeitungen für Angebote von Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau. Zur Standardaufbereitung bis auf die Ebene der Kreise erfolgte eine Eingrenzung der betrachteten Wohnungen unmöblierter Angebote mit Wohnflächen von 30 bis 130 Quadratmetern mit mittlerer Wohnungsausstattung. Die verwendeten Daten umfassen nettokalte Angebotsmieten, also ohne kalte und warme Nebenkosten. Als Quelle werden die Datenbanken der IDN ImmoDaten GmbH mit Inseraten aus über 120 Immobilienportalen und Zeitungen verwendet, die das BBSR aufbereitet und daraus durchschnittliche Angebotsmieten berechnet.

Frage 1 Seite 3

Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Angebotsmieten in den kreisfreien Städten in Niedersachsen (Braunschweig, Delmenhorst, Emden, Oldenburg, Osnabrück, Salzgitter, Wilhelmshaven, Wolfsburg) und den Landkreisen Ammerland, Aurich, Celle, Cloppenburg, Cuxhaven, Diepholz, Emsland, Friesland, Gifhorn, Göttingen, Goslar, Grafschaft Bentheim, Hameln-Pyrmont, Harburg, Heidekreis, Helmstedt, Hildesheim, Holzminden, Leer, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Nienburg (Weser), Northeim, Oldenburg, Osnabrück, Osterholz, Peine, Region Hannover, Rotenburg (Wümme), Schaumburg, Stade, Uelzen, Vechta, Verden, Wesermarsch, Wittmund und Wolfenbüttel in den letzten 20 Jahren entwickelt (bitte in Zehn-Jahresschritten für 2005, 2015 und 2025 angeben)?

Antwort

Die folgende Tabelle enthält die durchschnittlichen Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen bei Erst- und Wiedervermietungen der Jahre 2010, 2015, 2020 und 2025 der kreisfreien Städte und Landkreise in Niedersachsen sowie die jährlichen Entwicklungen der Zeiträume 2010 bis 2020 und 2015 bis 2025.

Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in den kreisfreien Städten und Landkreisen in Niedersachsen 2010, 2015, 2020, 2025.

Tabelle auf Seite 3, 4 · 49 Zeilen × 8 Spalten
KreisnameKreisfreie Stadt/ LandkreisErst- und Wiedervermietungsmieten in Euro je m2Jährliche Entwicklung in %
20102015202020252010 bis 20202015 bis 2025
Braunschweig, StadtKreisfreie Stadt5,497,198,7610,224,83,6
Delmenhorst, StadtKreisfreie Stadt5,035,567,289,123,85,1
Emden, StadtKreisfreie Stadt5,275,826,368,031,93,3
Oldenburg (Oldenburg), StadtKreisfreie Stadt6,297,328,8611,683,54,8
Osnabrück, StadtKreisfreie Stadt5,566,728,5010,674,34,7
Salzgitter, StadtKreisfreie Stadt4,845,075,556,491,42,5
Wolfsburg, StadtKreisfreie Stadt5,619,169,369,115,3–0,1
Wilhelmshaven, StadtKreisfreie Stadt4,614,825,886,942,53,7
AmmerlandLandkreis5,276,318,0610,724,35,5
AurichLandkreis5,005,927,079,083,54,4
CelleLandkreis5,095,926,778,882,94,1
CloppenburgLandkreis4,835,736,808,963,54,6
CuxhavenLandkreis5,065,376,729,752,96,1
DiepholzLandkreis5,456,107,269,372,94,4
EmslandLandkreis4,835,676,829,793,55,6
FrieslandLandkreis4,785,296,788,953,65,4
GifhornLandkreis5,116,417,799,024,33,5
GoslarLandkreis4,575,005,847,172,53,7
GöttingenLandkreis5,205,917,9910,074,45,5
Grafschaft BentheimLandkreis5,055,937,4110,513,95,9
Hameln-PyrmontLandkreis4,655,005,877,712,44,4
HarburgLandkreis7,007,949,6112,313,24,5
HeidekreisLandkreis4,985,516,748,503,14,4
HelmstedtLandkreis4,865,135,927,332,03,6
HildesheimLandkreis5,005,376,818,743,15,0
HolzmindenLandkreis4,444,385,116,791,44,5
LeerLandkreis4,915,607,089,263,75,2
Lüchow-DannenbergLandkreis4,084,504,916,771,94,2
LüneburgLandkreis6,367,608,9711,533,54,3
Nienburg (Weser)Landkreis4,645,116,498,303,45,0
NortheimLandkreis4,534,835,607,032,13,8
OldenburgLandkreis5,225,897,519,783,75,2
OsnabrückLandkreis4,805,496,968,913,85,0
OsterholzLandkreis5,406,007,619,683,54,9
PeineLandkreis5,005,657,229,143,74,9
Region HannoverLandkreis5,837,048,9010,784,34,4
Rotenburg (Wümme)Landkreis5,115,567,309,363,65,3
SchaumburgLandkreis4,725,006,338,433,05,4
StadeLandkreis5,976,938,6510,963,84,7
UelzenLandkreis4,715,176,478,833,25,5
VechtaLandkreis4,936,187,299,124,04,0
VerdenLandkreis5,576,398,0610,173,84,8
WesermarschLandkreis4,494,865,827,862,64,9
WittmundLandkreis4,755,166,699,183,55,9
WolfenbüttelLandkreis5,015,856,888,353,23,6
Anmerkungen: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 30 bis 130 m2 Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.
Im Zuge einer Revision hat das BBSR zum Berichtsjahr 2025 die Filterung der in die Auswertungen eingehenden Wohnungsinserate angepasst und die dem BBSR vorliegende Zeitreihe rückwirkend neu berechnet. Angaben der Angebotsmieten aus früheren Veröffentlichungen sind mit den neuen Ergebnissen daher nicht vergleichbar.
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH
Frage 2 Seite 4

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die landesweite Angebotsmiete in Niedersachsen in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?

Antwort

Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen bei Erst- und Wiedervermietungen der Jahre 2015 bis 2025 des Landes Niedersachsen und die jährliche Entwicklung dieses Zeitraums.

Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen im Land Niedersachsen 2015 bis 2025.

Tabelle auf Seite 5 · 5 Zeilen × 13 Spalten
LandErst- und Wiedervermietungsmieten in Euro je m2Jährliche Entwicklung in %
201520162017201820192020202120222023202420252015 bis 2025
Niedersachsen6,316,626,917,217,477,778,138,568,929,299,694,4
Anmerkungen: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 30 bis 130 m2 Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.
Im Zuge einer Revision hat das BBSR zum Berichtsjahr 2025 die Filterung der in die Auswertungen eingehenden Wohnungsinserate angepasst und die dem BBSR vorliegende Zeitreihe rückwirkend neu berechnet. Angaben der Angebotsmieten aus früheren Veröffentlichungen sind mit den neuen Ergebnissen daher nicht vergleichbar.
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH
Frage 3 Seite 5

Welche zehn Landkreise bzw. kreisfreien Städte haben in Niedersachsen innerhalb der letzten 20 Jahre den höchsten Mietenanstieg zu verzeichnen (bitte Kommunen, absoluten und prozentualen Anstieg der Miete innerhalb der Zeiträume 2005 bis 2015, 2015 bis 2025 und 2005 bis 2025 angeben)?

Antwort

In der folgenden Tabelle sind die zehn kreisfreien Städte und Landkreise mit den höchsten jährlichen prozentualen Steigerungsraten der Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen bei Erst- und Wiedervermietungen im Land Niedersachsen im Zeitraum 2010 bis 2025 dargestellt.

Zehn Landkreise und kreisfreie Städte mit dem höchsten relativen Mietenanstieg bei Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen im Zeitraum 2010 bis 2025.

Tabelle auf Seite 5 · 14 Zeilen × 9 Spalten
KreisnameKreisfreie Stadt/ LandkreisErst- und Wiedervermietungsmieten in Euro je m2Jährliche Entwicklung in %
20102015202020252010 bis 20202015 bis 20252010 bis 2025
Grafschaft BentheimLandkreis5,055,937,4110,513,95,95,0
AmmerlandLandkreis5,276,318,0610,724,35,54,9
EmslandLandkreis4,835,676,829,793,55,64,8
GöttingenLandkreis5,205,917,9910,074,45,54,5
WittmundLandkreis4,755,166,699,183,55,94,5
CuxhavenLandkreis5,065,376,729,752,96,14,5
Osnabrück, StadtKreisfreie Stadt5,566,728,5010,674,34,74,4
LeerLandkreis4,915,607,089,263,75,24,3
OldenburgLandkreis5,225,897,519,783,75,24,3
FrieslandLandkreis4,785,296,788,953,65,44,3
Anmerkungen: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 30 bis 130 m2 Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.
Im Zuge einer Revision hat das BBSR zum Berichtsjahr 2025 die Filterung der in die Auswertungen eingehenden Wohnungsinserate angepasst und die dem BBSR vorliegende Zeitreihe rückwirkend neu berechnet. Angaben der Angebotsmieten aus früheren Veröffentlichungen sind mit den neuen Ergebnissen daher nicht vergleichbar.
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH
Frage 4 Seite 6

Welche zehn Kommunen weisen nach Kenntnis der Bundesregierung in Niedersachsen aktuell die höchsten Angebotsmieten auf?

Antwort

Die folgende Tabelle zeigt die zehn kreisfreien Städte und Landkreise mit den höchsten Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen bei Erst- und Wiedervermietungen im Land Niedersachsen im Jahr 2025.

Zehn Kommunen mit den höchsten Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in Niedersachsen im Jahr 2025.

Tabelle auf Seite 6 · 14 Zeilen × 3 Spalten
KreisnameKreisfreie Stadt/ LandkreisErst- und Wiedervermietungsmieten in Euro je m2
2025
HarburgLandkreis12,31
Oldenburg (Oldenburg), StadtKreisfreie Stadt11,68
LüneburgLandkreis11,53
StadeLandkreis10,96
Region HannoverLandkreis10,78
AmmerlandLandkreis10,72
Osnabrück, StadtKreisfreie Stadt10,67
Grafschaft BentheimLandkreis10,51
Braunschweig, StadtKreisfreie Stadt10,22
VerdenLandkreis10,17
Anmerkungen: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 30 bis 130 m2 Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.
Im Zuge einer Revision hat das BBSR zum Berichtsjahr 2025 die Filterung der in die Auswertungen eingehenden Wohnungsinserate angepasst und die dem BBSR vorliegende Zeitreihe rückwirkend neu berechnet. Angaben der Angebotsmieten aus früheren Veröffentlichungen sind mit den neuen Ergebnissen daher nicht vergleichbar.
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH
Frage 5 Seite 6

Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Bestandsmieten in Niedersachsen in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?

Antwort

Mit dem Index der Nettokaltmieten im Rahmen des Verbraucherpreisindex werden vor allem Mieten in bestehenden Mietverhältnissen abgebildet. Die folgende Tabelle zeigt die Indexwerte der Nettokaltmieten für das Land Niedersachsen der Jahre 2015 bis 2025 sowie jeweils die prozentualen Veränderungen zum Vorjahr.

Index der Nettokaltmieten im Land Niedersachsen 2015 bis 2025

Tabelle auf Seite 6, 7 · 12 Zeilen × 3 Spalten
JahrNettokaltmiete (Index 2020=100)Veränderung zum Vorjahr in %
201593,61,2
201694,61,1
201796,11,6
201897,61,6
2019991,4
20201001,0
2021101,21,2
2022102,21,0
2023103,91,7
2024105,91,9
2025108,32,3
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistisches Bundesamt – Verbraucherpreisindex

Mit der Gebäude- und Wohnungszählung des Zensus 2022 erfolgte erstmals eine Vollerhebung von Bestandsmieten in Deutschland. Die Bestandsmieten sind für eine große Mehrheit der Mieterinnen und Mieter die relevante Größe. Zum Erhebungsstand 15. Mai 2022 wurde für das Land Niedersachsen durch die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder eine durchschnittliche Bestandsmiete von 6,56 Euro je Quadratmeter nettokalt ermittelt. Die nächste Vollerhebung der Bestandsmieten erfolgt voraussichtlich mit dem geplanten Zensus 2031.

Frage 6 Seite 7

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Leerstandsquote von Wohnungen in Niedersachsen seit 2011 entwickelt (bitte nach landesweiter Quote, Quote in Landkreisen sowie kreisfreien Städten und Gründen für den Leerstand aufschlüsseln)?

Antwort

Die folgenden Tabellen beinhalten die Leerstandsquoten von Wohnungen zu den Erhebungsstichtagen des Zensus 2011 und des Zensus 2022 sowie die Veränderungen der Quoten in diesem Zeitraum in Prozentpunkten für das Land Niedersachsen sowie die kreisfreien Städte und Landkreise in Niedersachsen. Die nächste Vollerhebung der Leerstände von Wohnungen erfolgt voraussichtlich mit dem geplanten Zensus 2031.

Leerstandsquoten 2011 und 2022 für das Land Niedersachsen sowie das Aggregat der kreisfreien Städte und Landkreise in Niedersachsen.

Tabelle auf Seite 7 · 5 Zeilen × 4 Spalten
201120222011 bis 2022
Leerstandsquote in %Veränderung in %
Kreisfreie Städte3,94,40,5
Landkreise3,74,20,5
Land Niedersachsen3,74,20,5
Anmerkungen: Die Leerstandsquoten beziehen sich auf Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum.
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung. Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Zensus 2011 und 2022 – Gebäude- und Wohnungszählung.

Leerstandsquoten 2011 und 2022 der kreisfreien Städte in Niedersachsen

Tabelle auf Seite 7, 8 · 11 Zeilen × 5 Spalten
KreiskennzifferKreisname201120222011 bis 2022
Leerstandsquote in %Veränderung in %
3101000Braunschweig, Stadt3,23,70,5
3102000Salzgitter, Stadt9,77,4–2,3
3103000Wolfsburg, Stadt3,85,82,0
3401000Delmenhorst, Stadt3,83,6–0,2
3402000Emden, Stadt2,94,21,3
3403000Oldenburg (Oldenburg), Stadt1,63,01,4
3404000Osnabrück, Stadt2,93,10,2
3405000Wilhelmshaven, Stadt5,96,80,9
Anmerkungen: Die Leerstandsquoten beziehen sich auf Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum.
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung. Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Zensus 2011 und 2022 – Gebäude- und Wohnungszählung.

Leerstandsquoten 2011 und 2022 der Landkreise in Niedersachsen

Tabelle auf Seite 8, 9 · 39 Zeilen × 5 Spalten
KreiskennzifferKreisname201120222011 bis 2022
Leerstandsquote in %Veränderung in %
3151000Gifhorn3,04,01,0
3153000Goslar7,69,01,4
3154000Helmstedt7,07,40,4
3155000Northeim6,67,10,5
3157000Peine4,04,30,3
3158000Wolfenbüttel4,75,00,3
3159000Göttingen4,65,40,8
3241000Region Hannover3,33,60,3
3251000Diepholz2,93,80,9
3252000Hameln-Pyrmont6,25,9–0,3
3254000Hildesheim5,04,8–0,2
3255000Holzminden7,48,20,8
3256000Nienburg (Weser)4,44,50,1
3257000Schaumburg5,85,4–0,4
3351000Celle4,45,61,2
3352000Cuxhaven3,74,30,6
3353000Harburg2,23,10,9
3354000Lüchow-Dannenberg5,25,80,6
3355000Lüneburg2,53,40,9
3356000Osterholz2,83,40,6
3357000Rotenburg (Wümme)3,03,70,7
3358000Heidekreis4,24,20,0
3359000Stade2,83,10,3
3360000Uelzen4,85,10,3
3361000Verden2,73,71,0
3451000Ammerland2,03,11,1
3452000Aurich2,74,21,5
3453000Cloppenburg1,82,60,8
3454000Emsland1,82,91,1
3455000Friesland3,03,80,8
3456000Grafschaft Bentheim1,92,50,6
3457000Leer2,54,01,5
3458000Oldenburg2,23,10,9
3459000Osnabrück3,13,60,5
3460000Vechta1,52,40,9
3461000Wesermarsch3,94,40,5
3462000Wittmund3,25,62,4
Anmerkungen: Die Leerstandsquoten beziehen sich auf Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum.
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung. Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Zensus 2011 und 2022 – Gebäude- und Wohnungszählung.

Die folgenden Tabellen beinhalten die Gründe von Wohnungsleerständen zum Erhebungsstichtag des Zensus 2022 für das Land Niedersachsen sowie die kreisfreien Städte und Landkreise in Niedersachsen. Die Leerstandsgründe wurden mit dem Zensus 2022 erstmals erhoben. Zum Stand des Zensus 2011 gibt es keine entsprechenden Daten. Die nächste Vollerhebung der Leerstände und Leerstandsgründe von Wohnungen erfolgt voraussichtlich mit dem geplanten Zensus 2031.

Anzahl leerstehender Wohnungen insgesamt und nach Leerstandsgründen für das Land Niedersachsen sowie das Aggregat der kreisfreien Städte und Landkreise in Niedersachsen 2022

Tabelle auf Seite 9 · 5 Zeilen × 8 Spalten
insgesamtinnerhalb von drei Monaten für den Bezug verfügbarlaufende bzw. geplante Baumaßnahmengeplanter Abriss oder RückbauVerkauf des Gebäudes oder der Wohnungkünftige Selbstnutzungsonstiger Grund
leerstehende Wohnungen
Kreisfreie Städte24.88314.0994.7047901.3439902.944
Landkreise147.83154.51735.2464.90011.54011.76229.927
Land Niedersachsen172.71468.61639.9505.69012.88312.75232.871
Anmerkungen: Die Leerstandszahlen beziehen sich auf Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. Die hier aus den Regionaldaten berechneten Landeswerte können aufgrund des Anonymisierungsverfahrens der Statistischen Ämter geringfügig von den veröffentlichten Landeswerten abweichen.
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung. Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Zensus 2022 – Gebäude- und Wohnungszählung.

Anzahl leerstehender Wohnungen insgesamt und nach Leerstandsgründen für die kreisfreien Städte in Niedersachsen 2022.

Tabelle auf Seite 9, 10 · 8 Zeilen × 9 Spalten
Kreiskennzif- ferKreisnameinsgesamtinnerhalb von drei Monaten für den Bezug verfügbarlaufende bzw. geplante Baumaßnahmengeplanter Abriss oder RückbauVerkauf des Gebäudes oder der Wohnungkünftige Selbstnutzungsonstiger Grund
leerstehende Wohnungen
3101000Braunschweig, Stadt5.3892.8971.181185298205619
3102000Salzgitter, Stadt4.0742.65162359230125380
3103000Wolfsburg, Stadt3.9592.517465186229162399
3401000Delmenhorst, Stadt1.435658215869684289
3402000Emden, Stadt1.145585265337043147
3403000Oldenburg, Stadt2.8791.543520127195138358
3404000Osnabrück, Stadt2.8271.30069495150177412
3405000Wilhelmshaven, Stadt3.1751.948741197556340

Anmerkungen: Die Leerstandszahlen beziehen sich auf Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung. Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Zensus 2022 – Gebäude- und Wohnungszählung.

Anzahl leerstehender Wohnungen insgesamt und nach Leerstandsgründen für die Landkreise in Niedersachsen 2022.

Tabelle auf Seite 10, 11 · 37 Zeilen × 9 Spalten
Kreiskennzif- ferKreisnameinsgesamtinnerhalb von drei Monaten für den Bezug verfügbarlaufende bzw. geplante Baumaßnahmengeplanter Abriss oder RückbauVerkauf des Gebäudes oder der Wohnungkünftige Selbstnutzungsonstiger Grund
leerstehende Wohnungen
3151000Gifhorn3.3191.175810124276268668
3153000Goslar7.0662.4301.8431505624561.629
3154000Helmstedt3.5861.38996685300230616
3155000Northeim4.8681.3761.091803554811.482
3157000Peine2.82196568262247248615
3158000Wolfenbüttel3.067978869105302218593
3159000Göttingen9.7103.4932.6431806757461.968
3241000Region Hannover21.76910.4274.5575131.5861.3373.350
3251000Diepholz4.0381.387836177386358897
3252000Hameln-Pyrmont4.7681.5771.1611043964431.088
3254000Hildesheim6.8492.5511.6111235086141.448
3255000Holzminden3.04375576454284364822
3256000Nienburg (Weser)2.62978765575250231632
3257000Schaumburg4.3291.2081.0961003474891.094
3351000Celle4.9952.1211.189232341303811
3352000Cuxhaven4.3891.5951.099159359334838
3353000Harburg3.8781.538833176342285704
3354000Lüchow- Dannenberg1.51543643230115129372
3355000Lüneburg3.1661.2301.00575232202429
3356000Osterholz1.83873734874154146381
3357000Rotenburg (Wümme)2.926979694146203271646
3358000Heidekreis3.0011.049718198198225617
3359000Stade3.1221.209733181233201569
3360000Uelzen2.50577370693203232501
3361000Verden2.422978476109206201451
3451000Ammerland1.944625494114181140393
3452000Aurich4.0931.528957208317274805
3453000Cloppenburg1.915718398111114185399
3454000Emsland4.2961.581867218326348956
3455000Friesland1.98676346476175140369
3456000Grafschaft Bentheim1.65161234466159151312
3457000Leer3.3151.205776192302233609
3458000Oldenburg1.95071243767179157408
3459000Osnabrück5.9121.7331.4322393576921.460
3460000Vechta1.5055253719093150281
3461000Wesermarsch2.00472651167167136397
3462000Wittmund1.64164637847110144317

Anmerkungen: Die Leerstandszahlen beziehen sich auf Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung. Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Zensus 2022 – Gebäude- und Wohnungszählung.

Frage 7 Seite 11

Wie viele neue Sozialwohnungen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung innerhalb der letzten zehn Jahre in Niedersachsen bewilligt (bitte einzeln nach Jahren und Art der Förderung [Belegungsbindungen, Modernisierungen, Eigentumsförderung, Neubau] aufschlüsseln)?

Antwort

Der folgenden Tabelle ist die Anzahl im Sozialen Wohnungsbau geförderter Wohneinheiten in Niedersachsen nach Förderart und Jahr zu entnehmen.

Tabelle auf Seite 11 · 6 Zeilen × 6 Spalten
JahrMietwohnungenWohnheimplätzeEigentumsförderung
NeubauModernisierungenErwerb/ Verlängerung von Belegungsbin- dungen
20201.201148514090
202169617181.23341
20222.12121910120858
20231.77119512327782
20241.300108273552108
20251.356123500678142

Datenbasis: Angaben des Landes

Seit dem Jahr 2020 gewährt der Bund den Ländern wieder Finanzhilfen für den Sozialen Wohnungsbau, davor wurden sog. Entflechtungsmittel gezahlt. Die Zahlen der neu bewilligten Wohnungen vor dem Jahr 2020 sind mit den Zahlen der Folgejahre nicht vergleichbar und werden hier daher nicht dargestellt. Grund dafür sind andere Vorgaben bei dem Einsatz der Bundesfinanzhilfen im Vergleich zu den Kompensationsmitteln. Es wird auf die jährlichen Berichte der Bundesregierung über die Verwendung der Kompensationsmittel für den Bereich der sozialen Wohnraumförderung verwiesen.

Frage 8 Seite 12

Wie hat sich der Bestand an Sozialwohnungen nach Kenntnis der Bundesregierung innerhalb der letzten 20 Jahre in Niedersachsen entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?

Antwort

Der folgenden Tabelle ist zu entnehmen, wie sich der Bestand an Sozialmietwohnungen in Niedersachsen in den Jahren 2006 bis 2025 entwickelt hat. Vor 2006 liegen der Bundesregierung hierzu keine jährlichen Daten vor.

Tabelle auf Seite 12 · 21 Zeilen × 2 Spalten
JahrBestand an Sozialmietwohnungen (Stand: 31.12.)
200689.491
200788.246
200884.909
200984.579
201084.755
201183.498
201297.237
201394.743
201493.395
201590.637
201685.766
201782.496
201874.887
201967.335
202060.265
202155.193
202252.601
202351.242
202450.495
202550.920
Datenbasis: Angaben des Landes
Frage 9 Seite 12

Wie hoch war der jährliche Anteil der Kofinanzierung in Niedersachsen an Mitteln des Bundes für sozialen Wohnungsbau seit 2020 (bitte nach Jahren, absolut und prozentual aufführen)?

Antwort

Niedersachsen hat in den Programmjahren 2020–2023 stets den in den einzelnen Verwaltungsvereinbarungen festgelegten Finanzierungsanteil erbracht. Die in den Programmjahren 2020 bis 2023 in Anspruch genommenen Bundesmittel wurden von Niedersachsen im Barwert zu insgesamt rund 44 Prozent mit Landesmitteln kofinanziert. Aufgrund des zweijährigen Bewilligungszeitraums eines Programmjahres liegen die vom Bund geprüften Daten für die Programmjahre 2024 und 2025 noch nicht vor.

Frage 10 Seite 12

Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die Mietbelastungsquote in Niedersachsen (bitte angeben: durchschnittlich; Anteil und Anzahl, der bzw. die mehr als 30 Prozent ausgibt; Anteil und Anzahl, der bzw. die mehr als 40 Prozent ausgibt)?

Antwort

Das alle vier Jahre erhobene Zusatzprogramm Wohnen des Mikrozensus bietet die Möglichkeit, Mietbelastungsquoten auf der räumlichen Ebene der Bundesländer zu ermitteln, zuletzt für das Jahr 2022. Demnach lag die durchschnittliche monatliche Mietbelastungsquote der Hauptmieterhaushalte im Jahr 2022 im Land Niedersachsen bei 28 Prozent, bezogen auf den Anteil der Bruttokaltmiete am Haushaltsnettoeinkommen.

527.000 Mieterhaushalte (34 Prozent der Hauptmieterhaushalte) hatten im Land Niedersachsen im Jahr 2022 eine monatliche Mietbelastungsquote von mindestens 30 Prozent. Bei 253.000 Mieterhaushalten (16 Prozent der Hauptmieterhaushalte) lag die monatliche Mietbelastungsquote in Niedersachsen bei mindestens 40 Prozent.

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Mikrozensus 2022 – Wohnsituation, Sonderauswertungen und Standardtabellen Endergebnisse.

Frage 11 Seite 13

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Entwicklung der Haushaltseinkommen in Niedersachsen im Verhältnis zur Entwicklung der Angebotsmieten in den Jahren 2005, 2015 und 2025 gestaltet (bitte jeweils prozentual aufschlüsseln)?

Antwort

Die Haushaltseinkommen liegen im Rahmen der „Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der Länder“ als verfügbare Einkommen der privaten Haushalte je Einwohner für die Jahre 1991 bis 2024 auf der räumlichen Ebene der Länder vor. Die Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen liegen für die Jahre 2010 bis 2025 vor. Daher werden im Folgenden die Entwicklungen der Jahre 2011, 2015, 2020 und 2024 dargestellt.

Tabelle auf Seite 13 · 6 Zeilen × 3 Spalten
Entwicklungen verfügbarer Einkommen privater Haushalte und Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen im Land Niedersachsen
JahrVerfügbare Einkommen der privaten Haushalte je EinwohnerErst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen
Veränderung zum Vorjahr in %
20113,72,0
20152,04,5
20200,14,0
20244,14,2
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder“, IDN ImmoDaten GmbH.
Anmerkungen: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 30 bis 130 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Im Zuge einer Revision hat das BBSR zum Berichtsjahr 2025 die Filterung der in die Auswertungen eingehenden Wohnungsinserate angepasst und die dem BBSR vorliegende Zeitreihe rückwirkend neu berechnet. Angaben der Angebotsmieten aus früheren Veröffentlichungen sind mit den neuen Ergebnissen daher nicht vergleichbar.
Frage 12 Seite 14

Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der Menschen, die aufgrund ihrer Einkommensverhältnisse Anrecht auf einen Wohnberechtigungsschein in Niedersachsen haben?

Antwort

Zur Anzahl der Menschen, die aufgrund ihrer Einkommensverhältnisse Anrecht auf einen Wohnberechtigungsschein in Niedersachsen haben, liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.

Frage 13 Seite 14

Welche Kommunen in Niedersachsen verfügen nach Kenntnis der Bundesregierung über ein gerichtsfestes „schlüssiges Konzept“ zur Ermittlung der Angemessenheitsgrenzen für die Übernahme der Kosten der Unterkunft beim Bezug von Bürgergeld, und in welchen Kommunen liegt ein solches Konzept nicht vor?

Antwort

Der Bundesregierung liegen hierzu keine Erkenntnisse vor. Die Festlegung abstrakter Angemessenheitswerte im Rahmen eines „schlüssigen Konzeptes“ liegt in der Zuständigkeit der kommunalen Träger, welcher der Länderaufsicht unterliegen.

Frage 14 Seite 14

Wie viele Wohnungen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2020 in Niedersachsen fertiggestellt (bitte Gesamtzahl angeben und einzeln nach Jahren und Landkreisen aufschlüsseln)?

Antwort

Die folgende Tabelle zeigt die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden in den Landkreisen und kreisfreien Städten Niedersachsens in den Jahren 2020 bis 2025 sowie die Gesamtsumme dieses Zeitraums.

Fertiggestellte Wohnungen in den Landkreisen und kreisfreien Städten Niedersachsens 2020 bis 2025.

Tabelle auf Seite 14, 15 · 47 Zeilen × 8 Spalten
Kreisname2020202120222023202420252020 bis 2025 insgesamt
Anzahl fertiggestellter Wohnungen
Braunschweig, Stadt8137393915601.0013083.812
Salzgitter, Stadt12713218420816493908
Wolfsburg, Stadt6981.6463704143714063.905
Gifhorn8837649107825834404.362
Goslar8717414717613779800
Helmstedt2961942941712131521.320
Northeim182352316442551531.302
Peine6015321934405772372.580
Wolfenbüttel3253143303411101221.542
Göttingen6848031.3036865404194.435
Region Hannover2.8473.0474.5505.7452.6112.08520.885
Diepholz7355122158805713473.260
Hameln-Pyrmont1621494283991831571.478
Hildesheim5885476684276263743.230
Holzminden5175983914295500
Nienburg (Weser)2694364974932381372.070
Schaumburg4123843622673032241.952
Celle692611346305317842.355
Cuxhaven6641771.1751.1697757014.661
Harburg1.5381.8151.7901.1508218567.970
Lüchow-Dannenberg1382702091731471281.065
Lüneburg468677831941.1434153.070
Osterholz4452673642541822291.741
Rotenburg (Wümme)7767328597155043743.960
Heidekreis8276036195903153883.342
Stade1.1809791.1941.0607754335.621
Uelzen2043144092691932731.662
Verden3934566183844244332.708
Delmenhorst, Stadt17113721714517658904
Emden, Stadt791571245971169659
Oldenburg (Oldenburg), Stadt1.2229521.0436207529585.547
Osnabrück, Stadt5733311579251371.916
Wilhelmshaven, Stadt11923210291167567
Ammerland8135598957085303643.869
Aurich8458428477355193614.149
Cloppenburg1.3001.4481.2481.1978467796.818
Emsland2.2802.2772.3731.6071.6221.46611.625
Friesland71359281496438093.067
Grafschaft Bentheim8728847105136983804.057
Leer8047187485984564333.757
Oldenburg574601485381002.041
Osnabrück1.6551.5201.5261.5171.3509438.511
Vechta1.0618629278885396134.890
Wesermarsch3002641782002331131.288
Wittmund3743603502572532431.837
Niedersachsen30.27230.22932.52028.52622.57617.875161.998
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung. Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Statistik der Baufertigstellungen.
Frage 15 Seite 15

Wie viele Wohnungen sind nach Kenntnis der Bundesregierung in Niedersachsen seit 2020 durch Abriss weggefallen?

Antwort

Vollständige Daten zum Abriss von Wohnungen für Niedersachsen liegen nicht vor. Eine Annäherung kann über die Statistik der Bauabgänge erfolgen. Hierbei handelt es sich um die Abrisse von Gebäuden, für die eine Abrissgenehmigung erteilt werden muss. Durch die Neuregelung der Landesbauordnungen sind Abrissgenehmigungen je nach Bundesland nicht immer notwendig, sodass die Abgangsstatistik die tatsächlichen Abgänge unterschätzt. Zudem kommt es zu weiteren Unschärfen, da nach den Angaben des Statistischen Bundesamts auch Gebäude erfasst werden, deren Nutzung sich zwischen Wohn- und Nichtwohnzwecken ändert.

Die folgende Tabelle zeigt die Zahl der Wohnungsabgänge in Wohn- und Nichtwohngebäuden in Niedersachsen in den Jahren 2020 bis 2025 sowie die Gesamtsumme des Bauabgangs dieses Zeitraums.

Bauabgang im Land Niedersachsen 2020 bis 2025

Tabelle auf Seite 16 · 2 Zeilen × 8 Spalten
Land2020202120222023202420252020 bis 2025 insgesamt
Bauabgang in Wohnungen
Niedersachen4663473984534323402.436
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung. Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Statistik des Bauabgangs.
Frage 16 Seite 16

Wie hoch waren die an Niedersachsen ausgezahlten Bundesfördermittel für den Wohnungs- und den Städtebau seit 2020 insgesamt (bitte einzeln nach Jahren aufschlüsseln und alle Programme, inklusive KfW-Programme [KfW = Kreditanstalt für Wiederaufbau] und energetische Sanierungsprogramme, einbeziehen)?

Antwort

Die Finanzhilfen des Bundes im Bereich des Sozialen Wohnungsbaus werden für jedes Programmjahr jeweils über einen Zeitraum von fünf Jahren ausfinanziert.

Der nachfolgenden Tabelle ist zu entnehmen, in welcher Höhe der Bund dem Land Niedersachsen in den Programmjahren 2020 bis 2026 Bundesfinanzhilfen für den Sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt hat (Stand: 14. Juli 2026). Bei den Programmjahren 2020 bis 2023 wird der endgültige Verpflichtungsrahmen nach Beendigung des jeweils zweijährigen Bewilligungszeitraumes abgebildet. Ab dem Programmjahr 2023 sind im Verpflichtungsrahmen für den Sozialen Wohnungsbau auch die Mittel für das Sonderprogramm Junges Wohnen enthalten.

Finanzhilfen Sozialer Wohnungsbau Artikel 104d Grundgesetz (GG)

Verpflichtungsrahmen der einzelnen Programmjahre des Landes Niedersachsen

Tabelle auf Seite 16 · 7 Zeilen × 2 Spalten
ProgrammjahrVerpflichtungsrahmen in Euro
202095.808.089,00
202194.099.300,00
2022187.906.600,00
2023239.264.526,81
2024295.952.895,00
2025328.836.550,00
2026375.813.200,00

Belastbare Aussagen über den Mittelabfluss von Finanzhilfen des Bundes im Bereich des Sozialen Wohnungsbaus können erst nach Beendigung des jeweils fünfjährigen Ausfinanzierungszeitraums des jeweiligen Programmjahres getroffen werden. Darüber hinaus können gemäß § 45 Absatz 2 der Bundhaushaltsordnung (BHO) gebildete Ausgabereste bis zu zwei Jahre über das letzte Auszahlungsjahr hinaus in Anspruch genommen werden. Daher liegen endgültige Zahlen zum Mittelabfluss für das Programmjahr 2020 erst Ende des Jahres 2026 vor.

Bundesfördermittel für den Städtebau im Land Niedersachsen von 2020 bis einschließlich 2026 in Tausend Euro

Tabelle auf Seite 17 · 14 Zeilen × 9 Spalten
Programme2020202120222023202420252026Insgesamt
Städtebauförderung
Sozialer Zusammenhalt10.933,0012.641,0011.800,007.470,0010.926,0014.170,0016.424,0084.364,00
Lebendige Zentren30.402,0028.782,0033.625,0034.514,0033.700,0031.815,0049.539,00242.377,00
Wachstum und nachhaltige Erneuerung19.491,0019.386,0015.400,0017.266,0016.200,0014.841,0026.313,00128.897,00
insgesamt60.826,0060.809,0060.825,0059.250,0060.826,0060.826,0092.276,00455.638,00
Investitionspakt Sportstätten14.094,0010.315,0010.296,00––––34.705,00
Investitionspakt Soziale Integration im Quartier18.792,00––––––18.792,00
Nationale Projekte des Städtebaus1.779,767.159,5219,004.031,024.474,621.807,97203,9419.475,84
Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren––235,769.055,454.583,873.410,50–17.285,58
Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur (SJK I-Vc)6.194,995.770,5310.108,9821.163,8124.952,9831.949,949.604,99109.746,22
Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur (SJK 2022/2023)–––274,742.045,966.315,011.018,819.654,51
Energetische Stadtsanierung828,001.394,003.644,003.816,00––1.164,0010.846,00
Bei den Mitteln der Städtebauförderung, des Investitionspaktes Sportstätten sowie des Investitionspaktes. Soziale Integration im Quartier handelt es sich um den Verpflichtungsrahmen des jeweiligen Jahres.
Bei den Mittel der Energetischen Stadtsanierung handelt es sich um erteilte Förderzusagen für KfW 432, für 2026 mit Stand 31. März 2026.

Hinsichtlich der durch die KfW umgesetzten Förderprogramme „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN) und „Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment“ (KNN) des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) liegen keine Daten zu Auszahlungen zur Beantwortung von Frage 16 vor. Es können jedoch nachfolgende Zusage-Daten mitgeteilt werden.

Förderprogramm „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN)

(Beginn: 1. März 2023)

Tabelle auf Seite 18 · 5 Zeilen × 5 Spalten
FörderjahrWohngebäudeNichtwohngebäude
Kreditvolumen in Mio. EuroZuschussvolumen in Mio. EuroKreditvolumen in Mio. EuroZuschussvolumen in Mio. Euro
2023699,80,3140,419,6
2024715,10157,536,7
2025787,70,147,49,4
2026*655,40,447,03,6
Gesamt2.858,00,8392,369,3

*Stand: 30. Juni 2026

*Stand: 30. Juni 2026

Förderprogramm „Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment“ (KNN)

(Beginn: 1. Oktober 2024)

Tabelle auf Seite 18 · 4 Zeilen × 5 Spalten
FörderjahrWohngebäudeNichtwohngebäude
Kreditvolumen in Mio. EuroZuschussvolumen in Mio. EuroKreditvolumen in Mio. EuroZuschussvolumen in Mio. Euro
202412,9000
2025194,8100,070
2026*204,5503,310
Gesamt412,2603,380

*Stand: 30. Juni 2026

*Stand: 30. Juni 2026

Für die Wohnungsbauprämie wurden seit 2020 die nachstehend aufgeführten Fördermittel nach Niedersachsen ausgezahlt.

Tabelle auf Seite 18 · 8 Zeilen × 3 Spalten
JahrBetragBemerkung
202021.943.721,47 Eurolt. Ist-Ergebnissen
202118.262.505,34 Eurolt. Ist-Ergebnissen
202210.774.890,92 Eurolt. Ist-Ergebnissen
202328.051.811,06 Eurolt. Ist-Ergebnissen
202425.543.733,30 Eurolt. Ist-Ergebnissen
202514.811.263,36 Eurolt. Ist-Ergebnissen
20269.429.166,73 Euro(Stand: 30.6.2026)
Summe128.823.072,44 Euro

Für das Baukindergeld wurden seit 2020 die nachstehend aufgeführten Fördermittel nach Niedersachsen ausgezahlt.

Tabelle auf Seite 18 · 8 Zeilen × 3 Spalten
JahrBetragBemerkung
202052.329.475 Euro
202174.439.725 Euro
202284.802.800 Euro
202386.256.000 Euro
202485.792.800 Euro
202583.868.600 Euro
202642.477.600 Eurobis einschl. 30.06.2026
Summe509.967.000 Euro

Für das Förderprogramm „Wohneigentum für Familien“ wurden seit Programmstart im Juni 2023 bis 30. Juni 2026 folgende Kredite nach Niedersachsen ausgereicht (Stichtag: 30. Juni 2026).

Tabelle auf Seite 19 · 5 Zeilen × 3 Spalten
JahrZusagenKreditzusagevolumen (in Mio. Euro)
202324843,1
2024618111,7
2025665119,3
202631657,1
gesamt1.847331,2

Für das Förderprogramm „Jung kauft Alt“ wurden seit Programmstart im September 2024 bis 30. Juni 2026 folgende Kredite nach Niedersachsen ausgereicht (Stichtag: 30. Juni 2026).

Tabelle auf Seite 19 · 4 Zeilen × 3 Spalten
JahrZusagenKreditzusagevolumen (in Mio. Euro)
2024273,23
2025788,81
2026708,05
gesamt17520,08

Der nachstehenden Tabelle können die getätigten Auszahlungen für Altersgerecht Umbauen einschl. Einbruchschutz für Investitionen in Niedersachsen bis 30. Juni 2026 (Auswertungsstichtag: 10. Juli 2026) entnommen werden.

Tabelle auf Seite 19 · 11 Zeilen × 3 Spalten
ProgrammAuszahlungsjahrAuszahlungsbetrag
455-B (Altersgerecht Umbauen)20206.041.400,60
455-B (Altersgerecht Umbauen)20218.525.409,96
455-B (Altersgerecht Umbauen)20223.848.941,53
455-B (Altersgerecht Umbauen)20232.871.195,43
455-B (Altersgerecht Umbauen)20244.347.315,80
455-B (Altersgerecht Umbauen)20253.492.926,23
455-B (Altersgerecht Umbauen)06/2026578.337,00
455-E (Einbruchschutz)20202.059.582,49
455-E (Einbruchschutz)20212.131.150,52
455-E (Einbruchschutz)20221.821.076,79
455-E (Einbruchschutz)2023153.325,98

Die ausgezahlten Bundesmittel für Direktzuschüsse aus KfW-Programmen, welche über das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) finanziert werden, in Niedersachsen sind wie folgt:

Tabelle auf Seite 19, 20 · 24 Zeilen × 4 Spalten
KfW Programm- NummerProgrammnameAuszahlungsjahrAuszahlungsbetrag in Euro (gerundet)
422Heizungsförderung für Kommunen – Wohn- und Nichtwohngebäude2025313.700
422Heizungsförderung für Kommunen – Wohn- und Nichtwohngebäudebis 06/2026584.200
430Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss202028.231.000
430Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss202129.686.300
430Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss202218.890.800
430Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss202315.121.700
430Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss20247.938.100
430Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss2025996.400
430Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschussbis 06/202684.000
458Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude202487.675.800
458Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude2025404.514.800
458Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäudebis 06/2026274.195.500
459Heizungsförderung für Unternehmen – Wohngebäude20253.564.200
459Heizungsförderung für Unternehmen – Wohngebäude20267.819.300
461Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude – Zuschuss2021199.000
461Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude – Zuschuss202230.084.100
461Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude – Zuschuss2023215.345.300
461Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude – Zuschuss2024368.533.700
461Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude – Zuschuss2025213.630.300
461Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude – Zuschussbis 06/202637.006.300
464Bundesförderung für effiziente Gebäude – Kommunen – Zuschuss20233.347.600
464Bundesförderung für effiziente Gebäude – Kommunen – Zuschuss202428.371.200
464Bundesförderung für effiziente Gebäude – Kommunen – Zuschuss202516.201.000
464Bundesförderung für effiziente Gebäude – Kommunen – Zuschussbis 06/20268.424.800

Das Programm 422 beinhaltet die ausgezahlten Zuschüsse für Wohn- und Nichtwohngebäude, da die Daten nicht separat zur Verfügung stehen. Die Programme 461 und 464 beinhalten neben der Sanierung auch Zuschüsse für die Neubauförderung. Seit Anfang 2023 administriert das BMWSB die Neubauförderung.

Bezogen auf die KfW-Kreditförderung können keine Daten zu Bundesmittelauszahlungen auf Bundeslandebene bereitgestellt werden. Hintergrund ist, dass die Daten in dieser Detailebene nicht vorliegen.

Stattdessen können die Zusagezahlen für die KfW-Kreditprogramme für Niedersachsen genannt werden.

Tabelle auf Seite 21 · 17 Zeilen × 10 Spalten
Zusagestatistik Jahr20202021202220232024202506/2026Gesamt
ProgrammnameNr.Anzahl ZusagenAnzahl ZusagenAnzahl ZusagenAnzahl ZusagenAnzahl ZusagenAnzahl ZusagenAnzahl ZusagenAnzahl Zusagen
Energieeffizient Sanieren – Komplettsanierung1519026141.516
Energieeffizient Sanieren – Einzelmaßnahmen1521.0035951.598
Energieeffizient Bauen15311.9207.18619.106
IKK – Energieeffizient Bauen2179413
IKK – Energieeffizient Sanieren21881119
IKU – Energieeffizient Sanieren21912719
IKU – Energieeffizient Bauen2208311
BEG Wohngebäude – Kredit Effizienzhaus2613.8862.9501.6441.4751.45167212.078
BEG Wohngebäude – Kredit Einzelmaßnahmen262421486907
BEG Kommunen – Kredit264761216
KfW-Energieeffizienzpr. EBS Neubau27610145146
KfW-Energieeffizienzpr. EBS Sanierung277281543
KfW-Energieeffizienzpr. Einzelmaßnahmen278423173
BEG Einzelmaß. Ergänzungskredit Plus – Wohngebäude3587571.5801.0193.356
BEG Einzelmaß. Ergänzungskredit – Wohngebäude359151400290841
Gesamt14.07012.9503.5701.7392.4533.5222.01740.321

Die ausgezahlten Bundesmittel für Direktzuschüsse aus Bafa-Programmen in Niedersachsen sind wie folgt:

Tabelle auf Seite 21 · 8 Zeilen × 3 Spalten
FörderjahrBEG EM Auszahlungen in Euro
WohngebäudeNichtwohngebäude
2020
202110.294.184320.065
202281.130.1613.895.036
2023367.035.62821.068.379
2024396.585.39840.840.981
2025206.620.38938.549.374
2026 (bis 13.07.2026)93.716.42923.312.777
Summe1.155.382.188127.986.613
Tabelle auf Seite 22 · 8 Zeilen × 3 Spalten
FörderjahrMAP2020 Auszahlungen in Euro
WohngebäudeNichtwohngebäude
202025.068.556442.999
202184.707.3132.459.010
202298.374.0466.340.098
202323.615.7345.141.378
20244.916.4931.693.657
2025902.87167.501
2026 (bis 13.07.2026)53.285111.610
Summe237.638.29816.256.253
Tabelle auf Seite 22 · 8 Zeilen × 2 Spalten
FörderjahrMAP2019 Auszahlungen in Euro
20203.372.417
20212.259.832
2022217.216
20233.600
2024–
2025–
2026 (bis 13.07.2026)–
Summe15.853.064
Tabelle auf Seite 22 · 8 Zeilen × 2 Spalten
FörderjahrHeizungsoptimierung (HZO) Auszahlungen in Euro
20202.878.581
20211.865.467
20226.372
2023
2024
2025
2026 (bis 13.07.2026)
Summe4.750.420
Frage 17 Seite 22

Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der Wohngeldbeziehenden in Niedersachsen seit 2020, wie die Zahl der Wohngeldanträge und wie die durchschnittliche Dauer der Bearbeitung von Wohngeldanträgen entwickelt?

Antwort

Die Entwicklung der Anzahl der Wohngeldhaushalte in Niedersachsen seit 2020 ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Die Anzahl der Wohngeldhaushalte umfasst dabei sowohl reine Wohngeldhaushalte, das heißt Haushalte in denen alle Haushaltsmitglieder Wohngeld beziehen, als auch wohngeldrechtliche Teilhaushalte.

Wohngeldhaushalte in Niedersachsen im Zeitvergleich am 31. Dezember

Tabelle auf Seite 22 · 1 Zeilen × 6 Spalten
Jahr20202021202220232024
Anzahl62.26559.45566.870123.725132.025

Quelle: Wohngeldstatistik, Statistisches Bundesamt Der Bundesregierung liegen keine Informationen zur Anzahl der Wohngeldanträge in Niedersachsen seit 2020 vor.

Zur Entwicklung der durchschnittlichen Bearbeitungsdauer von Wohngeldanträgen in Niedersachsen seit 2020 liegen der Bundesregierung keine Informationen vor. Ende 2024 lag die durchschnittliche Bearbeitungsdauer von Wohngeldanträgen von Antragseingang bis zur Bescheidung in Niedersachsen bei rund 7,5 Wochen.

Frage 18 Seite 23

Welche Auswirkungen auf den Personalbedarf in den Wohngeldstellen der Kommunen in Niedersachsen sind nach Kenntnis der Bundesregierung infolge der Ausweitung des berechtigten Personenkreises für das Wohngeld entstanden, und inwieweit werden zusätzliche Personal- und Verwaltungskosten durch den Bund ausgeglichen?

Antwort

Mit der Ausweitung des Wohngeld-Empfängerkreises ging auch eine Anpassung des Personalbedarfs einher. Zu konkreten Personalbedarfen in den Wohngeldbehörden in Niedersachsen liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.

Das Wohngeldgesetz wird gemäß Artikel 85 Absatz 1 Satz 1 des Grundgesetzes durch die Länder im Auftrag des Bundes ausgeführt. Die Einrichtung der Behörden bleibt dabei eine Angelegenheit der Länder, weswegen auch die Fragen des Personalbedarfs allein die Länder betreffen und keine Beteiligung des Bundes an Personal- und Verwaltungskosten erfolgt.

Im Übrigen wird auf den Regierungsentwurf zum Wohngeld-Plus-Gesetz (Bundesratsdrucksache 483/22, S. 65 ff.) und die darin enthaltenen Ausführungen zum Erfüllungsaufwand für die Verwaltung verwiesen.

Frage 19 Seite 23

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die jährliche Zahl von Zwangsräumungen in Niedersachsen entwickelt (bitte Gesamtzahl angeben und nach Kreisen und kreisfreien Städten und den Jahren 2005, 2015 und 2025 aufschlüsseln)?

Antwort

Die Zahlen der Zwangsräumungen in Niedersachsen in den Jahren 2005, 2015 und 2025 liegen der Bundesregierung nicht vor.

Frage 20 Seite 23

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der wohnungs- bzw. obdachlosen Menschen in Niedersachsen entwickelt (bitte Gesamtzahl angeben und nach Kreisen und kreisfreien Städten jährlich seit 2010 aufschlüsseln)?

Antwort

Die Bundesregierung erhebt erst seit 2022 auf Grundlage des Wohnungslosenberichterstattungsgesetzes (WoBerichtsG) Zahlen zu wohnungslosen Personen.

Auf Grundlage von § 3 Absatz 2 WoBerichtsG werden jährlich zum Stichtag 31. Januar Zahlen zu den untergebrachten wohnungslosen Personen erhoben. Die auskunftspflichtigen Stellen haben für Niedersachsen seit 2022 die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Werte gemeldet.

Anzahl untergebrachter wohnungslose Personen am 31. Januar in Niedersachsen nach Kreisen und kreisfreien Städten sowie nach Jahren.

Tabelle auf Seite 24, 25 · 48 Zeilen × 7 Spalten
RegionalschlüsselRegion20222023202420252026
03451Ammerland, Landkreis7801.4601.1801.1201.145
03452Aurich, Landkreis110215400530395
03101Braunschweig, kreisfreie Stadt255740510480445
03351Celle, Landkreis130460375570700
03453Cloppenburg, Landkreis70320265270200
03352Cuxhaven, Landkreis1302858058551.040
03401Delmenhorst, kreisfreie Stadt210320255170130
03251Diepholz, Landkreis3201.3502.0051.9301.910
03402Emden, kreisfreie Stadt1520445320255
03454Emsland, Landkreis4851.7852.4602.5652.275
03455Friesland, Landkreis50190230130200
03151Gifhorn, Landkreis85330245220205
03153Goslar, Landkreis1510151020
03159Göttingen, Landkreis9851.3501.1751.0451.105
03456Grafschaft Bentheim, Landkreis135710755875685
03252Hameln-Pyrmont, Landkreis3530353535
03353Harburg, Landkreis200655820755715
03358Heidekreis110125100130145
03154Helmstedt, Landkreis50175200145200
03254Hildesheim, Landkreis5101.270810820715
03255Holzminden, Landkreis––––25
03457Leer, Landkreis1506851.0751.0851.050
03354Lüchow-Dannenberg, Landkreis104060155
03355Lüneburg, Landkreis4901.3309301.1901.275
03256Nienburg (Weser), Landkreis120455550605420
03155Northeim, Landkreis1565353535
03403Oldenburg (Oldenburg), kreisfreie Stadt15185275170135
03458Oldenburg, Landkreis105470745790775
03404Osnabrück, kreisfreie Stadt105115125595555
03459Osnabrück, Landkreis155385680585775
03356Osterholz, Landkreis2651.0201.1601.2001.535
03157Peine, Landkreis125300845810805
03241Region Hannover, Landkreis2.9755.1756.9356.3707.535
03357Rotenburg (Wümme), Landkreis140690755665685
03102Salzgitter, kreisfreie Stadt20235225185120
03257Schaumburg, Landkreis85100160225275
03359Stade, Landkreis6052.4002.6002.5052.045
03360Uelzen, Landkreis501651057075
03460Vechta, Landkreis3507809651.0251.005
03361Verden, Landkreis55125180170135
03461Wesermarsch, Landkreis35445680660570
03405Wilhelmshaven, kreisfreie Stadt25203030210
03462Wittmund, Landkreis2595857045
03158Wolfenbüttel, Landkreis145805605795660
03103Wolfsburg, kreisfreie Stadt1051001059590
03Niedersachsen, Insgesamt10.86027.99533.00032.92033.380
„–“: nichts vorhanden, genau Null oder gegebenenfalls zur Sicherstellung der statistischen Geheimhaltung auf Null geändert.
© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2026

Es ist darauf hinzuweisen, dass auch anerkannte Geflüchtete, die vorübergehend zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit (beispielsweise aufgrund nicht vorhandenen Wohnraums) weiterhin in einer Gemeinschaftsunterkunft, einer Aufnahmeeinrichtung oder in Normalwohnraum untergebracht sind, ohne dass ein Mietvertrag oder Ähnliches vorliegt, in der Statistik untergebrachter wohnungsloser Personen erfasst werden.

Darüber hinaus werden auf Grundlage von § 8 Absatz 2 WoBerichtsG auch Zahlen zu wohnungslosen Personen ohne Unterkunft und verdeckt wohnungslosen Personen erhoben. Das BMWSB vergibt hierzu alle zwei Jahre einen empirischen Forschungsauftrag, damit mittels einer hochgerechneten Stichprobe Zahlen ermittelt werden können.

Im Ergebnis wurde die Zahl der so wohnungslosen Menschen in Deutschland im Untersuchungszeitraum vom 1. bis 7. Februar 2022 auf rund 86.700 Personen geschätzt. Die Summe setzt sich zusammen aus rund 37.400 wohnungslosen Personen ohne Unterkunft und 49.300 verdeckt wohnungslosen Personen. In dieser Zahl nicht enthalten sind rund 6.600 Kinder und minderjährige Jugendliche, die gemeinsam mit Eltern(-teilen) auf der Straße (rund 1.100) oder in verdeckter Wohnungslosigkeit (rund 5.500) lebten.

Im Untersuchungszeitraum vom 1. bis 7. Februar 2024 wurde die Zahl auf rund 99.200 geschätzt. Unter ihnen waren rund 45.200 Erwachsene und 119 unter 18‑jährige wohnungslose Personen ohne Unterkunft sowie rund 53.800 Erwachsene und 36 minderjährige verdeckt wohnungslose Personen. Hinzu kommen rund 8.500 mit ihren Eltern wohnungslos lebende Minderjährige, die nur mittelbar durch Angabe ihrer Eltern erfasst werden (rund 1.900 Kinder und Jugendliche, die gemeinsam mit Eltern(-teilen) auf der Straße leben, und ca. 6.600 in verdeckter Wohnungslosigkeit).

Tabelle auf Seite 25 · 4 Zeilen × 5 Spalten
Wohnungslose ohne UnterkunftVerdeckt Wohnungslose
2022202420222024
Erwachsenerd. 37.400rd. 45.200rd. 49.300rd. 53.800
Minderjährige (aus Befragung)k. A.119k. A.36
Minderjährige (mit Eltern lebend)rd. 1.100rd. 1.900rd. 5.500rd. 6.600

Eine Aufschlüsselung der Gesamtzahl der wohnungslosen Personen ohne Unterkunft und der verdeckt wohnungslose Personen auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte erfolgt nicht – insoweit hat die Bundesregierung hierüber keine Kenntnis.