Vorbemerkung der Fragesteller
Vorbemerkung der Fragesteller
Die Studie „Muslimisches Leben in Deutschland 2020“ (MLD 2020), durchgeführt im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz vom Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF‑FZ), kommt zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2019 zwischen 5,3 und 5,6 Millionen muslimische Religionsangehörige mit Migrationshintergrund aus muslimisch geprägten Herkunftsländern in Deutschland lebten und ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung von 83,1 Millionen demnach zwischen 6,4 und 6,7 Prozent lag (www.bam f.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Forschung/Forschungsberichte/fb38-muslimisc hes-leben.html, S. 9).
Die Hochrechnung der Studie basiert auf einem zweistufigen Modell: Zunächst wird die Anzahl der Personen mit Migrationshintergrund aus 23 muslimisch geprägten Herkunftsländern dem Mikrozensus 2019 entnommen. Dieser Wert wird sodann mit dem Anteil der muslimischen Religionsangehörigen innerhalb der jeweiligen Herkunftsgruppe multipliziert, der aus der eigenen Befragung von 14 354 Personen gewonnen wird. Aus der Summe der einzelnen Herkunftsgruppen ergibt sich die Gesamtzahl (zum Studiendesign vgl. ebd., S. 12 ff.).
Nach Auffassung der Fragesteller weist diese Schätzung mehrere methodische Schwächen auf, die in ihrer Gesamtheit zu einer systematischen Unterschätzung der muslimischen Bevölkerung in Deutschland führen dürften:
Erstens beziehen sich die verwendeten Bestandszahlen auf den Mikrozensus 2019. Seitdem sind erhebliche Zuwanderungsbewegungen aus muslimisch geprägten Herkunftsländern erfolgt, insbesondere aus Syrien, Afghanistan und der Türkei. Eine Aktualisierung der Schätzung ist bislang nicht erfolgt.
Zweitens erhebt der Mikrozensus seit 2017 die zur Bestimmung des Migrationshintergrunds erforderlichen Merkmale nur noch für Personen in Privathaushalten. Personen in Gemeinschaftsunterkünften, darunter ein erheblicher Teil der Asylsuchenden aus muslimisch geprägten Herkunftsländern, bleiben unberücksichtigt.
Drittens erfasst der Mikrozensus den Migrationshintergrund nur bis zur zweiten Generation. Enkelkinder von Zuwanderern – die dritte Generation – erscheinen statistisch als Deutsche ohne Migrationshintergrund. Bei der türkischen Zuwanderung, die in den frühen 1960er-Jahren begann, existiert inzwischen eine substanzielle dritte Generation, die in der Hochrechnung der MLD-Studie nicht berücksichtigt wird.
Viertens beschränkt sich die Studie auf 23 Herkunftsländer. Wesentliche Herkunftsländer mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung, insbesondere aus dem subsaharischen Afrika (etwa Somalia, Nigeria, Senegal, Guinea, Mali, Niger), bleiben unberücksichtigt.
Fünftens werden Konvertitinnen und Konvertiten ohne Migrationshintergrund aus methodischen Gründen ausgeschlossen.
Vor diesem Hintergrund beabsichtigen die Fragesteller, auf Grundlage amtlich verfügbarer Daten eine eigene demografische Bestandsfortschreibung der Bevölkerung mit Wurzeln in muslimisch geprägten Herkunftsländern vorzunehmen. Hierzu werden Daten aus der Wanderungsstatistik, der Geburten- und Sterbestatistik, der Einbürgerungsstatistik, dem Ausländerzentralregister, dem Mikrozensus sowie dem Zensus 2022 benötigt.
Die nachfolgenden Fragen beziehen sich, soweit nicht anders angegeben, auf Personen mit Staatsangehörigkeit oder Migrationshintergrund aus den folgenden Herkunftsländern mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung (im Folgenden: „die genannten Herkunftsländer“):
Naher und Mittlerer Osten: Türkei, Syrien, Irak, Iran, Afghanistan, Pakistan, Jordanien, Libanon, Jemen, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Kuwait, Katar, Bahrain, Oman, Palästinensische Gebiete.
Nordafrika: Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Sudan.
Subsaharisches Afrika: Somalia, Senegal, Gambia, Guinea, Mali, Niger, Nigeria, Mauretanien, Burkina Faso, Sierra Leone, Tschad, Dschibuti, Komoren, Eritrea.
Zentralasien: Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Kirgisistan, Kasachstan, Aserbaidschan.
Süd- und Südostasien: Indonesien, Malaysia, Bangladesch, Malediven, Brunei.
Südosteuropa: Kosovo, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien, Montenegro.
Bei Herkunftsländern mit religiös gemischter Bevölkerung (insbesondere Nigeria, Eritrea, Nordmazedonien, Montenegro, Libanon) wird um differenzierte Angaben gebeten, soweit verfügbar. Sollte eine Differenzierung nach Einzelstaaten nicht möglich sein, wird um Angabe nach Herkunftsregionen gebeten.
Vorbemerkung der Bundesregierung
Das Forschungszentrum des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF‑FZ) führt im Rahmen der Studienreihe „Muslimisches Leben in Deutschland (MLD)“ in mehrjährigen Abständen Hochrechnungen über die Anzahl der muslimischen Religionsangehörigen durch. Jede Hochrechnung hat ihre Gültigkeit zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Eine neue Hochrechnung unter anderem auf Basis der Erstergebnisse des Mikrozensus 2025 wurde im Juni 2026 veröffentlicht. Sie basiert neben den Befragungsdaten zur Studie MLD 2020 auf den Erstergebnissen des Mikrozensus 2025, den derzeit aktuellsten verfügbaren amtlichen Zahlen zur Bevölkerung nach Migrationshintergrund.
Die Bevölkerungszahlen im Mikrozensus beziehen sich auf Personen in Privathaushalten. Angaben zur Bestimmung des Migrationshintergrundes von Personen in Gemeinschaftsunterkünften, darunter auch Geflüchtete aus islamisch geprägten Herkunftsländern, werden im Mikrozensus seit 2017 nicht erhoben. Da dem BAMF-Forschungszentrum für das Jahr 2025 weder aus dem Mikrozensus noch aus anderen Datenquellen Angaben über die Zahl der Personen mit Migrationshintergrund aus islamisch geprägten Herkunftsländern, die in Gemeinschaftsunterkünften leben, zur Verfügung standen, konnten entsprechende Daten bei der Hochrechnung nicht berücksichtigt oder beziffert werden. Zahlen zur in Gemeinschaftsunterkünften lebenden Bevölkerung aus islamisch geprägten Herkunftsländern lassen sich zwar auf Basis des Zensus für das Jahr 2022 ermitteln (vgl. Antwort zu Frage 16), können aber aufgrund etwaiger Veränderungen nicht ohne weiteres auf das Jahr 2025 übertragen werden.
Die Hochrechnung bezieht sich auf Personen mit Migrationshintergrund aus islamisch geprägten Herkunftsländern. Sowohl im Mikrozensus 2025 als auch in der Studie MLD 2020 wurden die zur Bestimmung erforderlichen Merkmale erfasst (darunter das Geburtsland, Staatsangehörigkeiten und ehemaligen Staatsangehörigkeiten der Personen selbst sowie beider Elternteile). Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn entweder sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde. Dies umfasst neben Ausländern auch Eingebürgerte und Personen, die die deutsche Staatsangehörigkeit als (Spät-)Aussiedler oder durch Adoption durch mindestens einen deutschen Elternteil erhalten haben sowie deren Kinder. Durch die breit angelegte Definition der Kategorie Migrationshintergrund ist davon auszugehen, dass auch Angehörige der sogenannten dritten Generation mehrheitlich in der Hochrechnung berücksichtigt sind (vgl. Antwort zu Frage 32).
Da es in Deutschland keine validen Statistiken über die Zugehörigkeit zum Islam gibt, kann die Anzahl der Musliminnen und Muslime nur näherungsweise durch eine Hochrechnung auf Basis von Befragungsdaten bestimmt werden. Hintergrund ist, dass Personen mit Migrationshintergrund aus mehrheitlich islamischen Ländern u. a. aufgrund gegebenenfalls selektiver Wanderungsmuster nicht ohne weiteres als Musliminnen oder Muslime gezählt werden können. Im Rahmen der Studie MLD 2020 wurden vor diesem Hintergrund Menschen mit einem Migrationshintergrund aus 23 islamisch geprägten Herkunftsländern repräsentativ befragt und dabei unter anderem die Religionszugehörigkeiten der befragten Personen sowie der Haushaltsangehörigen erhoben. Zentrales Kriterium für die Auswahl der Herkunftsländer bzw. -regionen war, dass der Aufwand und die Kosten zur Durchführung der Befragung in einem angemessenen Verhältnis zu dem Ziel stehen, die muslimische Bevölkerung in Deutschland möglichst präzise abzubilden. Um dies zu gewährleisten, wurden in der Studie MLD 2020 Menschen mit Migrationshintergrund aus Herkunftsländern bzw. -regionen berücksichtigt, die zahlenmäßig für das Zuwanderungsgeschehen in Deutschland relevant sind und von denen voraussichtlich viele muslimisch sind. Aus den in der Studie MLD 2020 nicht berücksichtigten subsaharischen Herkunftsländern sind vergleichsweise wenige Menschen nach Deutschland zugewandert. Nach einer dem BAMF‑FZ vorliegenden Sonderauswertung aus den Endergebnissen des Mikrozensus 2024 haben in Deutschland rund 252 000 Personen einen Migrationshintergrund aus einem islamisch geprägten Herkunftsland dieser Region (Gambia, Guinea, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Tschad). Dies entspricht einem Anteil von 0,3 Prozent der im Jahr 2024 insgesamt 82,8 Millionen Personen, die nach den Endergebnissen des Mikrozensus in Deutschland in Privathaushalten gelebt haben. In diesem Anteil von 0,3 Prozent sind sowohl muslimische als auch nicht muslimische Menschen enthalten. Valide Angaben oder Schätzungen zur Zahl der Konvertitinnen und Konvertiten sind nicht bekannt. Sie stellen nach den vorliegenden Erkenntnissen keine zahlenmäßig große Bevölkerungsgruppe dar. So wurden in der Studie MLD 2020 repräsentativ auch Personen ohne Migrationshintergrund befragt. In dieser Kontrollgruppe gab keine Person an, muslimisch zu sein. Der Umfang beider Gruppen ist damit als so gering einzuschätzen, dass das Gesamtergebnis der Schätzung nicht wesentlich verändert wird.
In der Gesamtbetrachtung ist daher davon auszugehen, dass die vom BAMF‑FZ vorgelegte Hochrechnung dem Anspruch gerecht wird, eine bestmögliche Annäherung an die Anzahl der in Deutschland lebenden muslimischen Religionsangehörigen zu bestimmen.
1Wie viele Personen mit Staatsangehörigkeit eines der genannten Herkunftsländer sind seit 1961 jährlich nach Deutschland zugezogen (bitte differenziert nach Herkunftsland und Jahr angeben)?
2Wie viele Personen mit Staatsangehörigkeit eines der genannten Herkunftsländer sind seit 1961 jährlich aus Deutschland fortgezogen (bitte differenziert nach Herkunftsland und Jahr angeben)?
3Wie hoch war der jährliche Wanderungssaldo (Zuzüge abzüglich Fortzüge) für jedes der genannten Herkunftsländer seit 1961?
Die Fragen 1 bis 3 werden zusammen beantwortet.
Der Bundesregierung liegen anhand der amtlichen Statistik ab dem Berichtsjahr 1962 Daten zu Wanderungen zwischen Deutschland und dem Ausland nach Staatsangehörigkeit gegliedert vor. In der Anlage 1 ergeben sich Jahresangaben für den Zeitraum 1962 bis 2025 (Zuzüge, Fortzüge, Saldo).*
PDF-Seiten 29–34 (6 Seiten) · im Originalformat beigefügt, nicht in Tabellen übernommen
4Wie viele ausländische Staatsangehörige aus jedem der genannten Herkunftsländer lebten zum Stichtag 31. Dezember der Jahre 2015 bis 2025 in Deutschland (bitte differenziert nach Herkunftsland, Geschlecht und Altersgruppe – unter 18 Jahre, 18 bis 29 Jahre, 30 bis 44 Jahre, 45 bis 64 Jahre, 65 Jahre und älter – angeben)?
5Wie hat sich die Zahl der ausländischen Staatsangehörigen aus den genannten Herkunftsländern insgesamt von 1967 bis 2025 jährlich entwickelt (jeweils zum 31. Dezember)?
Die Fragen 4 und 5 werden zusammen beantwortet.
In der Anlage 2 sind die Zahlen der amtlichen Statistik ersichtlich. Der amtlichen Statistik liegen für die Jahre 1967 bis 1984 nur Daten zum Stichtag 30. September vor.*
PDF-Seiten 35–70 (36 Seiten) · im Originalformat beigefügt, nicht in Tabellen übernommen
6Wie viele Personen mit bisheriger Staatsangehörigkeit eines der genannten Herkunftsländer wurden seit 1972 jährlich eingebürgert (bitte differenziert nach bisheriger Staatsangehörigkeit, Geschlecht und Altersgruppe – unter 18 Jahre, 18 bis 29 Jahre, 30 bis 44 Jahre, 45 Jahre und älter – angeben)?
7Wie viele der in Frage 6 genannten Einbürgerungen entfielen auf Minderjährige, die zusammen mit einem Elternteil eingebürgert wurden (Miteinbürgerung, bitte differenziert nach bisheriger Staatsangehörigkeit und Jahr angeben)?
Die Fragen 6 und 7 werden zusammen beantwortet.
Anlage 3 enthält die Angaben zu Frage 6, Anlage 4 zu Frage 7.*
Nachgewiesen sind die Miteinbürgerungen von Minderjährigen nach § 9 oder § 10 Absatz 2 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG). Fälle von Miteinbürgerungen von verheirateten Minderjährigen mit Ehegatten können enthalten sein. Die Einbürgerungsstatistik wird ab 2000 als Bundesstatistik geführt. Für die früheren Jahre ist eine detaillierte Untergliederung nach einzelnen Staatsangehörigkeiten mit den verfügbaren Daten nicht möglich.
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PDF-Seiten 123–175 (53 Seiten) · im Originalformat beigefügt, nicht in Tabellen übernommen
Wie viele deutsche Staatsangehörige besitzen nach Kenntnis der Bundesregierung zusätzlich die Staatsangehörigkeit eines der genannten Herkunftsländer (bitte nach Herkunftsland differenziert angeben, soweit bekannt)?
Gemäß dem Mikrozensus 2025 besitzen insgesamt 1,2 Millionen Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit zusätzlich die Staatsangehörigkeit eines der genannten Herkunftsländer. Details können der Anlage 5 entnommen werden.*
PDF-Seiten 176–177 (2 Seiten) · im Originalformat beigefügt, nicht in Tabellen übernommen
Wie viele Kinder wurden seit 1961 jährlich in Deutschland geboren, bei denen mindestens ein Elternteil die Staatsangehörigkeit eines der genannten Herkunftsländer besaß (bitte differenziert nach Staatsangehörigkeit des Vaters und der Mutter sowie nach Jahr angeben)?
Der Bundesregierung liegen anhand der amtlichen Statistik Daten ab 1960 bzw. 1965 und nur für ehelich Lebendgeborene mit deutschem Vater in Kombination mit einer Mutter mit der Staatsangehörigkeit eines der genannten Herkunftsländer sowie mit deutscher Mutter in Kombination mit einem Vater mit der Staatsangehörigkeit eines der genannten Herkunftsländer vor. Für Elternpaare mit der gleichen ausländischen Staatsangehörigkeit sind Ergebnisse für türkische, iranische und ägyptische Staatsangehörige ab 1991 verfügbar. Für weitere Kombinationen der Staatsangehörigkeiten der genannten Herkunftsländer liegen keine Auswertungen vor (siehe auch Antwort zu Frage 11). Die Daten ergeben sich aus den Anlagen 6a bis 6g.* Wegen der gemäß § 16 des Bundesstatistikgesetzes zu wahrenden statistischen Geheimhaltung liegen ab 2018 nur Daten für ausgewählte Herkunftsländer vor. Für „Palästinensische Gebiete“ liegen keine Daten vor.*
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PDF-Seiten 179–184 (6 Seiten) · im Originalformat beigefügt, nicht in Tabellen übernommen
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Wie viele Kinder wurden seit 2000 jährlich in Deutschland geboren, bei denen mindestens ein Elternteil in einem der genannten Herkunftsländer geboren wurde, unabhängig von der aktuellen Staatsangehörigkeit des Elternteils (bitte differenziert nach Geburtsland des Vaters und der Mutter sowie nach Jahr angeben)?
Diese Daten liegen der Bundesregierung nicht vor.
Wie viele Kinder haben seit dem Jahr 2000 die deutsche Staatsangehörigkeit nach § 4 Absatz 3 des Staatsangehörigkeitsgesetzes (StAG; Ius soli) erworben, deren Eltern die Staatsangehörigkeit eines der genannten Herkunftsländer besaßen (bitte differenziert nach Staatsangehörigkeit der Eltern und Jahr angeben)?
Die Gesamtzahl der Kinder, die in den Jahren 2000 bis 2024 die deutsche Staatsangehörigkeit nach § 4 Absatz 3 StAG erhalten haben, beträgt 886 381. Dies entspricht der Anzahl ehelich Lebendgeborener mit deutscher Staatsangehörigkeit, bei denen beide Eltern eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen. Die Ergebnisse finden sich in der Anlage 7, Spalte E.* Eine detaillierte Ausschlüsselung nach einzelnen Staatsangehörigkeiten der genannten Herkunftsländer liegt der Bundesregierung nicht vor.
Wie viele Sterbefälle von Personen mit Staatsangehörigkeit eines der genannten Herkunftsländer wurden seit 1970 jährlich in Deutschland registriert (bitte differenziert nach Staatsangehörigkeit und Jahr angeben)?
Die Sterbefälle nach einzelnen Staatsangehörigkeiten liegen der Bundesregierung anhand der amtlichen Statistik in einer detaillierten Aufstellung ab dem Jahr 2003 vor (Anlage 8).* In den früher verfügbaren Tabellen wurden lediglich ausgewählte Staatsangehörigkeiten erfasst. Daher kann eine konsistente Zeitreihe nur für den Zeitraum von 2003 bis 2024 bereitgestellt werden. Für „Palästinensische Gebiete“ liegen keine Daten vor.
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Wie viele Personen mit Migrationshintergrund aus jedem der genannten Herkunftsländer lebten laut dem aktuellen verfügbaren Mikrozensus in Deutschland (bitte differenziert nach Herkunftsland, eigener Migrationserfahrung [selbst zugewandert oder in Deutschland geboren], Geschlecht und Altersgruppe angeben)?
Die entsprechenden Daten können der Anlage 9 entnommen werden.*
PDF-Seiten 215–227 (13 Seiten) · im Originalformat beigefügt, nicht in Tabellen übernommen
Für welche der genannten Herkunftsländer liegen im Mikrozensus keine separat ausweisbaren Zahlen vor, und welche Sammelkategorien werden stattdessen verwendet?
Es wird auf die Anlagen 5 und 9 verwiesen.* Als Sammelkategorien wurden die in der Anfrage genannten Herkunftsländer ausgewiesen.
15Welche Ergebnisse liefert der Zensus 2022 zur Zahl der Personen mit Geburtsland oder Geburtsland der Eltern in den genannten Herkunftsländern (bitte differenziert nach Herkunftsland angeben)?
16Wie viele Personen lebten laut Zensus 2022 in Gemeinschaftsunterkünften (insbesondere Erstaufnahmeeinrichtungen und Flüchtlingsunterkünften), differenziert nach Staatsangehörigkeit der genannten Herkunftsländer?
Die Fragen 15 und 16 werden zusammen beantwortet.
Der Anlage 10 kann eine Auswertung von Personen nach Geburtsländern (Frage 15) sowie Personen nach Staatsangehörigkeit in Gemeinschaftsunterkünften (Frage 16) gemäß dem Zensus 2022 entnommen werden.*
PDF-Seiten 228–232 (5 Seiten) · im Originalformat beigefügt, nicht in Tabellen übernommen
Wie hoch ist die zusammengefasste Geburtenziffer (Total Fertility Rate) von Frauen mit Migrationshintergrund aus den genannten Herkunftsländern laut dem aktuellen verfügbaren Mikrozensus (bitte differenziert nach Herkunftsland und Zuwanderungsgeneration – selbst zugewandert oder in Deutschland geboren – angeben)?
Der Bundesregierung liegen die erfragten Daten nicht vor, da die Berechnung spezifizierter zusammengefasster Geburtenziffern wegen zu geringer Fallzahlen in der Stichprobe des Mikrozensus entsprechend der Fragestellung nicht möglich ist.
Wie hoch ist die durchschnittliche Kinderzahl von Frauen im Alter ab 45 Jahren mit Migrationshintergrund aus den genannten Herkunftsländern laut dem aktuellen verfügbaren Mikrozensus (bitte differenziert nach Herkunftsland und Zuwanderungsgeneration angeben)?
Die durchschnittliche Kinderzahl der Frauen ab 45 Jahren kann aufgrund geringer Fallzahlen in der Stichprobe des Mikrozensus nur für die ausgewiesenen zusammengefassten Gruppen angegeben werden. Die Ergebnisse dazu können den Tabellen 12612‑15 bis 12612‑17 des Statistischen Berichts unter dem Internetlink www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Gebu rten/Publikationen/Downloads-Geburten/statistischer-bericht-frauen-zahl-gebor ene-Kinder-endergebnisse-5126106229005.xlsx?__blob=publicationFile&v=3 entnommen werden.
Wie viele Erstanträge auf Asyl wurden seit 2010 jährlich von Staatsangehörigen der genannten Herkunftsländer gestellt (bitte differenziert nach Herkunftsland und Jahr angeben)?
Ausweislich des Ausländerzentralregisters (AZR) zum Stichtag 31. Mai 2026 wurden seit 2010 von Staatsangehörigen der genannten Herkunftsländer insgesamt 2 312 044 Erstanträge auf Asyl gestellt. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
| Asylerstanträge seit 2010 | Gesamt |
|---|---|
| Summe | 2 312 044 |
| Afghanistan | 391 305 |
| Ägypten | 12 056 |
| Albanien | 71 797 |
| Algerien | 24 152 |
| Aserbaidschan | 20 167 |
| Bahrain | 96 |
| Bangladesch | 6 276 |
| Bosnien und Herzegowina | 18 585 |
| Brunei Darussalam | 0 |
| Burkina Faso | 2 002 |
| Dschibuti | 287 |
| Eritrea | 83 627 |
| Gambia | 19 464 |
| Guinea | 27 749 |
| Indonesien | 103 |
| Irak | 226 009 |
| Iran | 81 684 |
| Jemen | 7 591 |
| Jordanien | 4 022 |
| Kasachstan | 1 179 |
| Katar | 6 |
| Kirgisistan | 1 134 |
| Komoren | 49 |
| Kosovo | 46 637 |
| Kuwait | 417 |
| Libanon | 17 798 |
| Libyen | 10 066 |
| Malaysia | 101 |
| Malediven | 10 |
| Mali | 4 807 |
| Marokko | 20 433 |
| Mauretanien | 734 |
| Montenegro | 6 633 |
| Niger | 1 264 |
| Nigeria | 65 639 |
| Nordmazedonien | 43 884 |
| Oman | 28 |
| Pakistan | 48 968 |
| Personen aus den palästinensischen Gebieten | 6 038 |
| Saudi-Arabien | 351 |
| Senegal | 4 695 |
| Sierra Leone | 4 953 |
| Somalia | 69 403 |
| Sudan (ohne Südsudan) | 10 185 |
| Syrien | 750 247 |
| Tadschikistan | 7 397 |
| Tschad | 1 067 |
| Tunesien | 13 161 |
| Türkei | 176 135 |
| Turkmenistan | 891 |
| Usbekistan | 707 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 55 |
| Asylerstanträge seit 2010 | Gesamt |
|---|---|
| Summe | 2 312 044 |
| 2026 bis 31.05. | 25 310 |
| 2025 | 85 824 |
| 2024 | 187 396 |
| 2023 | 273 768 |
| 2022 | 179 412 |
| 2021 | 123 395 |
| 2020 | 77 184 |
| 2019 | 103 906 |
| 2018 | 116 335 |
| 2017 | 140 378 |
| 2016 | 521 162 |
| 2015 | 271 356 |
| 2014 | 92 563 |
| 2013 | 48 509 |
| 2012 | 28 241 |
| 2011 | 19 925 |
| 2010 | 17 380 |
Wie viele der in Frage 19 genannten Antragsteller halten sich nach Kenntnis der Bundesregierung noch in Deutschland auf, differenziert nach aktuellem Status (Schutzstatus erteilt, geduldet, ausreisepflichtig, freiwillig ausgereist, abgeschoben, anderweitig erledigt; bitte nach Herkunftsland und Jahr der Antragstellung angeben)?
Zum Stichtag 31. Mai 2026 hielten sich laut AZR 1 825 710 Personen der in Frage 19 genannten Antragssteller in Deutschland auf. Darunter haben zum genannten Stichtag 814 553 Personen einen Schutzstatus (Asylberechtigte Personen, anerkannte Flüchtlinge, subsidiär Schutzberechtigte), 110 487 Personen haben eine Duldung, 123 043 Personen sind ausreisepflichtig. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden, wobei der Frage entsprechend nur Angaben/ Differenzierungen zu aufhältigen Personen aufgeführt werden:
Aufhältige (ehemalige) Asylantragssteller seit 2010 nach Ländern
| aufhältige (ehemalige) Asylantragssteller (Antrag seit 2010) | Gesamt |
|---|---|
| Summe | 1 825 710 |
| Afghanistan | 356 453 |
| Ägypten | 8 499 |
| Albanien | 20 283 |
| Algerien | 6 118 |
| Aserbaidschan | 12 721 |
| Bahrain | 54 |
| Bangladesch | 2 485 |
| Bosnien und Herzegowina | 5 309 |
| Brunei Darussalam | 0 |
| Burkina Faso | 1 231 |
| Dschibuti | 189 |
| Eritrea | 72 891 |
| Gambia | 10 481 |
| Guinea | 19 913 |
| Indonesien | 66 |
| Irak | 184 714 |
| Iran | 68 440 |
| Jemen | 5 775 |
| Jordanien | 2 769 |
| Kasachstan | 535 |
| Katar | 5 |
| Kirgisistan | 747 |
| Komoren | 19 |
| Kosovo | 17 621 |
| Kuwait | 180 |
| Libanon | 14 253 |
| Libyen | 6 109 |
| Malaysia | 54 |
| Malediven | 10 |
| Mali | 2 246 |
| Marokko | 6 205 |
| Mauretanien | 304 |
| Montenegro | 2 567 |
| Niger | 768 |
| Nigeria | 43 725 |
| Nordmazedonien | 12 215 |
| Oman | 26 |
| Pakistan | 23 994 |
| Personen aus den palästinensischen Gebieten | 4 855 |
| Saudi-Arabien | 215 |
| Senegal | 1 655 |
| Sierra Leone | 3 617 |
| Somalia | 56 201 |
| Sudan (ohne Südsudan) | 6 392 |
| Syrien | 696 988 |
| Tadschikistan | 5 006 |
| Tschad | 584 |
| Tunesien | 4 472 |
| Türkei | 134 721 |
| Turkmenistan | 587 |
| Usbekistan | 410 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 33 |
Aufhältige (ehemalige) Asylantragsteller seit 2010 nach Jahren
| aufhältige (ehemalige) Asylantragssteller (Antrag seit 2010) | Gesamt |
|---|---|
| Summe | 1 825 710 |
| 2026 bis 31.05. | 24 224 |
| 2025 | 74 218 |
| 2024 | 153 006 |
| 2023 | 225 786 |
| 2022 | 151 129 |
| 2021 | 104 064 |
| 2020 | 65 717 |
| 2019 | 82 552 |
| 2018 | 90 318 |
| 2017 | 105 327 |
| 2016 | 424 619 |
| 2015 | 184 466 |
| 2014 | 62 384 |
| 2013 | 31 100 |
| 2012 | 19 605 |
| 2011 | 15 087 |
| 2010 | 12 108 |
Aufhältige (ehemalige) Asylantragsteller mit erteiltem Schutzstatus seit 2010 nach Ländern
| aufhältige (ehemalige) Asylantragssteller mit erteilten Schutzstatus (Antrag seit 2010) | Gesamt |
|---|---|
| Summe | 814 553 |
| Afghanistan | 116 143 |
| Ägypten | 1 311 |
| Albanien | 259 |
| Algerien | 290 |
| Aserbaidschan | 1 135 |
| Bahrain | 19 |
| Bangladesch | 204 |
| Bosnien und Herzegowina | 27 |
| Brunei Darussalam | 0 |
| Burkina Faso | 109 |
| Dschibuti | 36 |
| Eritrea | 47 258 |
| Gambia | 727 |
| Guinea | 4 351 |
| Indonesien | 4 |
| Irak | 72 805 |
| Iran | 24 462 |
| Jemen | 3 305 |
| Jordanien | 397 |
| Kasachstan | 53 |
| Katar | 4 |
| Kirgisistan | 143 |
| Komoren | 2 |
| Kosovo | 51 |
| Kuwait | 32 |
| Libanon | 1 195 |
| Libyen | 1 710 |
| Malaysia | 21 |
| Malediven | 0 |
| Mali | 231 |
| Marokko | 648 |
| Mauretanien | 52 |
| Montenegro | 16 |
| Niger | 14 |
| Nigeria | 4 106 |
| Nordmazedonien | 76 |
| Oman | 14 |
| Pakistan | 4 741 |
| Personen aus den palästinensischen Gebieten | 1 799 |
| Saudi-Arabien | 124 |
| Senegal | 78 |
| Sierra Leone | 515 |
| Somalia | 24 787 |
| Sudan (ohne Südsudan) | 3 295 |
| Syrien | 470 765 |
| Tadschikistan | 936 |
| Tschad | 43 |
| Tunesien | 223 |
| Türkei | 25 869 |
| Turkmenistan | 104 |
| Usbekistan | 50 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 14 |
Aufhältige (ehemalige) Asylantragssteller mit erteiltem Schutzstatus seit 2010 nach Jahren
| aufhältige (ehemalige) Asylantragssteller mit erteilten Schutzstatus (Antrag seit 2010) | Gesamt |
|---|---|
| Summe | 814 553 |
| 2026 bis 31.05. | 746 |
| 2025 | 13 603 |
| 2024 | 44 701 |
| 2023 | 103 232 |
| 2022 | 82 724 |
| 2021 | 64 111 |
| 2020 | 38 348 |
| 2019 | 41 765 |
| 2018 | 45 061 |
| 2017 | 51 295 |
| 2016 | 205 312 |
| 2015 | 81 129 |
| 2014 | 24 024 |
| 2013 | 9 377 |
| 2012 | 4 809 |
| 2011 | 2 781 |
| 2010 | 1 535 |
Aufhältige (ehemalige) Asylantragssteller mit Duldung seit 2010 nach Ländern
| aufhältige (ehemalige) Asylantragssteller mit Duldung (Antrag seit 2010) | Gesamt |
|---|---|
| Summe | 110 487 |
| Afghanistan | 10 826 |
| Ägypten | 1 390 |
| Albanien | 1 629 |
| Algerien | 1 835 |
| Aserbaidschan | 1 770 |
| Bahrain | 7 |
| Bangladesch | 210 |
| Bosnien und Herzegowina | 1 159 |
| Brunei Darussalam | 0 |
| Burkina Faso | 245 |
| Dschibuti | 36 |
| Eritrea | 1 211 |
| Gambia | 1 696 |
| Guinea | 3 854 |
| Indonesien | 14 |
| Irak | 18 194 |
| Iran | 5 892 |
| Jemen | 350 |
| Jordanien | 568 |
| Kasachstan | 114 |
| Katar | 0 |
| Kirgisistan | 67 |
| Komoren | 2 |
| Kosovo | 1 607 |
| Kuwait | 13 |
| Libanon | 3 333 |
| Libyen | 1 124 |
| Malaysia | 4 |
| Malediven | 0 |
| Mali | 547 |
| Marokko | 1 339 |
| Mauretanien | 73 |
| Montenegro | 616 |
| Niger | 250 |
| Nigeria | 7 557 |
| Nordmazedonien | 2 382 |
| Oman | 1 |
| Pakistan | 2 753 |
| Personen aus den palästinensischen Gebieten | 579 |
| Saudi-Arabien | 5 |
| Senegal | 431 |
| Sierra Leone | 560 |
| Somalia | 3 242 |
| Sudan (ohne Südsudan) | 337 |
| Syrien | 9 815 |
| Tadschikistan | 896 |
| Tschad | 160 |
| Tunesien | 1 528 |
| Türkei | 20 031 |
| Turkmenistan | 142 |
| Usbekistan | 93 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 0 |
Aufhältige (ehemalige) Asylantragssteller mit Duldung seit 2010 nach Jahren
| aufhältige (ehemalige) Asylantragssteller mit Duldung (Antrag seit 2010) | Gesamt |
|---|---|
| Summe | 110 487 |
| 2026 bis 31.05. | 641 |
| 2025 | 5 598 |
| 2024 | 14 320 |
| 2023 | 20 981 |
| 2022 | 14 039 |
| 2021 | 8 079 |
| 2020 | 5 614 |
| 2019 | 8 062 |
| 2018 | 7 142 |
| 2017 | 4 833 |
| 2016 | 11 022 |
| 2015 | 4 596 |
| 2014 | 2 468 |
| 2013 | 1 398 |
| 2012 | 754 |
| 2011 | 496 |
| 2010 | 444 |
Aufhältige (ehemalige) Asylantragssteller mit Ausreisepflicht seit 2010 nach Ländern
| aufhältige (ehemalige) Asylantragssteller mit Ausreisepflicht (Antrag seit 2010) | Gesamt |
|---|---|
| Summe | 123 043 |
| Afghanistan | 12 452 |
| Ägypten | 1 635 |
| Albanien | 2 268 |
| Algerien | 2 222 |
| Aserbaidschan | 1 953 |
| Bahrain | 7 |
| Bangladesch | 238 |
| Bosnien und Herzegowina | 1 428 |
| Brunei Darussalam | 0 |
| Burkina Faso | 279 |
| Dschibuti | 39 |
| Eritrea | 1 346 |
| Gambia | 1 830 |
| Guinea | 4 094 |
| Indonesien | 16 |
| Irak | 19 853 |
| Iran | 6 508 |
| Jemen | 418 |
| Jordanien | 615 |
| Kasachstan | 120 |
| Katar | 0 |
| Kirgisistan | 73 |
| Komoren | 2 |
| Kosovo | 2 019 |
| Kuwait | 22 |
| Libanon | 3 513 |
| Libyen | 1 243 |
| Malaysia | 4 |
| Malediven | 0 |
| Mali | 582 |
| Marokko | 1 659 |
| Mauretanien | 73 |
| Montenegro | 695 |
| Niger | 265 |
| Nigeria | 8 105 |
| Nordmazedonien | 2 831 |
| Oman | 1 |
| Pakistan | 3 144 |
| Personen aus den palästinensischen Gebieten | 629 |
| Saudi-Arabien | 6 |
| Senegal | 474 |
| Sierra Leone | 578 |
| Somalia | 3 554 |
| Sudan (ohne Südsudan) | 394 |
| Syrien | 10 646 |
| Tadschikistan | 965 |
| Tschad | 168 |
| Tunesien | 1 734 |
| Türkei | 22 090 |
| Turkmenistan | 153 |
| Usbekistan | 100 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 0 |
Aufhältige (ehemalige) Asylantragssteller mit Ausreisepflicht seit 2010 nach Jahren
| aufhältige (ehemalige) Asylantragssteller mit Ausreisepflicht (Antrag seit 2010) | Gesamt |
|---|---|
| Summe | 123 043 |
| 2026 bis 31. 05. | 824 |
| 2025 | 6 104 |
| 2024 | 15 293 |
| 2023 | 22 438 |
| 2022 | 15 467 |
| 2021 | 8 955 |
| 2020 | 6 105 |
| 2019 | 8 755 |
| 2018 | 7 823 |
| 2017 | 5 535 |
| 2016 | 12 935 |
| 2015 | 5 976 |
| 2014 | 2 961 |
| 2013 | 1 705 |
| 2012 | 976 |
| 2011 | 620 |
| 2010 | 571 |
Wie viele Schutzsuchende aus den genannten Herkunftsländern lebten zum jüngsten verfügbaren Stichtag in Deutschland, differenziert nach Schutzstatus (anerkannte Flüchtlinge, subsidiär Schutzberechtigte, Geduldete, Asylbewerber im Verfahren)?
Zum Stichtag 31. Mai 2026 sind im AZR 2 158 417 Personen der genannten Staatsangehörigkeiten in Deutschland als aufhältige schutzsuchende Personen (im Sinne ehemaliger Asylbewerber) erfasst. Darunter sind 12 258 asylberechtigte Personen, 465 898 anerkannte Flüchtlinge und 345 265 subsidiär Schutzberechtigte. Die übrigen Personen haben keinen Schutzstatus im Sinne der Fragestellung.
117 973 Personen haben eine Duldung. 264 279 Personen befinden sich in einem laufenden Asylverfahren.
Wie viele Personen mit Staatsangehörigkeit der genannten Herkunftsländer wurden seit 2010 jährlich im Rahmen von Aufnahmeprogrammen des Bundes oder der Länder (§§ 22, 23 Absatz 1 und 2, 24 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG)) in Deutschland aufgenommen (bitte differenziert nach Rechtsgrundlage, Herkunftsland und Jahr angeben)?
Die Daten zu Aufnahmen des Bundes nach § 22 Satz 2 Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (AufenthG) (Aufnahmen zur Wahrung politischer Interessen der Bundesrepublik Deutschland) und § 23 Absatz 2 AufenthG (Humanitäre Aufnahmeprogramme des Bundes) mit Stand 29. Juni 2026 können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Bei § 22 Satz 1 AufenthG und § 24 AufenthG handelt es sich nicht um „Aufnahmeprogramme“ im Sinne der Fragestellung. Bei Aufnahmen der Länder über Landesaufnahmeprogramme gemäß § 23 Absatz 1 AufenthG liegen keine belastbaren Angaben zu den Staatsangehörigkeiten der aufgenommenen Personen vor.
Aufnahmen nach § 22 S. 2 AufenthG:
Für die Jahre 2010 und 2011 liegen keine Daten vor.
| Aufnahmen nach § 22 Satz 2 AufenthG | |
|---|---|
| Jahr: 2012 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Iran | 23 |
| Syrien | 54 |
| Summe | 77 |
| Jahr: 2013 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Afghanistan (ohne Ortskräfte) | 8 |
| Iran | 14 |
| Syrien | 64 |
| Summe | 86 |
| Jahr: 2014 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Iran | 7 |
| Syrien | 9 |
| Summe | 16 |
| Jahr: 2015 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Afghanistan (ohne Ortskräfte) | 7 |
| Bangladesch | 1 |
| Jemen | 6 |
| Libanon | 5 |
| Sudan | 1 |
| Syrien | 98 |
| Summe | 118 |
| Jahr: 2016 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Bosnien-Herzegowina | 3 |
| Irak | 2 |
| Syrien | 39 |
| Summe | 44 |
| Jahr: 2017 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Syrien | 12 |
| Summe | 12 |
| Jahr: 2018 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Syrien | 59 |
| Summe | 59 |
| Jahr: 2019 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Afghanistan (ohne Ortskräfte) | 7 |
| Iran | 1 |
| Libanon | 3 |
| Syrien | 14 |
| Summe | 25 |
| Jahr: 2020 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Afghanistan (ohne Ortskräfte) | 5 |
| Ägypten | 2 |
| Irak | 1 |
| Iran | 3 |
| Syrien | 78 |
| Summe | 89 |
| Jahr: 2021 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Afghanistan (ohne Ortskräfte) | 37 |
| Iran | 7 |
| Syrien | 1 |
| Summe | 45 |
| Jahr: 2022 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Iran | 3 |
| Syrien | 3 |
| Türkei | 3 |
| Summe | 9 |
| Jahr: 2023 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Iran | 159 |
| Palästinensische Gebiete | 128 |
| Syrien | 10 |
| Summe | 297 |
| Jahr: 2024 |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
|---|---|
| Afghanistan (ohne Ortskräfte) | 40 |
| Ägypten | 7 |
| Irak | 1 |
| Iran | 253 |
| Libyen | 4 |
| Palästinensische Gebiete | 16 |
| Sudan | 25 |
| Syrien | 11 |
| Summe | 357 |
| Jahr: 2025 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Afghanistan (ohne Ortskräfte) | 2 |
| Irak | 3 |
| Iran | 160 |
| Jemen | 3 |
| Summe | 168 |
| Jahr: 2026 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Irak | 2 |
| Iran | 0 |
| Summe | 2 |
| Aufnahmezusagen nach Staatsangehörigkeit 2012 bis Juni 2026 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Afghanistan (ohne Ortskräfte) | 106 |
| Ägypten | 9 |
| Bangladesch | 1 |
| Bosnien-Herzegowina | 3 |
| Irak | 9 |
| Iran | 630 |
| Jemen | 9 |
| Libanon | 8 |
| Libyen | 4 |
| Palästinensische Gebiete | 144 |
| Sudan | 26 |
| Syrien | 452 |
| Türkei | 3 |
| Gesamt | 1.404 |
Anmerkung zu Einreisen: Da die Schutzberechtigten mit Aufnahmezusage nach § 22 S. 2 ihre Einreise prinzipiell selbstständig organisieren, sind die Einreisen nicht vollumfänglich statistisch erfasst.
Afghanistan -Aufnahmeverfahren nach § 22 S. 2 AufenthG und § 23 Absatz 2 AufenthG
| Afghanistan Aufnahmen | ||
|---|---|---|
| Bundesaufnahmeprogramm nach § 23 Absatz 2 AufenthG | ||
| Staatsangehörigkeit | Jahr | Anzahl |
| Afghanistan | 2023 | 94 |
| 2024 | 999 | |
| 2025 | 1.137 | |
| 2026 | 214 | |
| Summe | 2.444 | |
| Ortskräfteverfahren nach § 22 S. 2 AufenthG | ||
| Staatsangehörigkeit | Jahr | Anzahl |
| Afghanistan | 2014 | 1 |
| 2015 | 3 | |
| 2016 | 1 | |
| 2017 | 0 | |
| 2018 | 1 | |
| 2019 | 0 | |
| 2020 | 1 | |
| 2021 | 8.276 | |
| 2022 | 11.883 | |
| 2023 | 890 | |
| 2024 | 1.012 | |
| 2025 | 171 | |
| 2026 | 39 | |
| Summe | 22.278 | |
| Besonders gefährdete afghanische Staatsangehörige (Menschenrechts- und Überbrückungsliste) nach § 22 S. 2 AufenthG | ||
| Staatsangehörigkeit | Jahr | Anzahl |
| Afghanistan | 2021 | 1.601 |
| 2022 | 8.315 | |
| 2023 | 2.967 | |
| 2024 | 1.942 | |
| 2025 | 194 | |
| 2026 | 0 | |
| Summe | 15.019 |
| Humanitäre Aufnahmeprogramme nach § 23 Absatz 2 AufenthG | ||
|---|---|---|
| Für die Jahre 2010 und 2011 liegen keine Daten vor. | ||
| Staatsangehörigkeit | Jahr | Anzahl |
| Afghanistan | 2020 | 38 |
| 2021 | 856 | |
| Dschibuti | 2020 | 5 |
| Gambia | 2021 | 2 |
| Irak | 2018 | 1 |
| 2019 | 3 | |
| 2020 | 32 | |
| 2021 | 30 | |
| Iran, Islamische Republik | 2021 | 11 |
| Jemen | 2020 | 8 |
| Jordanien | 2017 | 1 |
| Libanon | 2017 | 1 |
| 2019 | 1 | |
| Palästinensische Gebiete | 2020 | 63 |
| 2021 | 9 | |
| 2023 | 4 | |
| 2024 | 1 | |
| Somalia | 2020 | 34 |
| 2021 | 8 | |
| Syrien, Arabische Republik | 2013 | 1.879 |
| 2014 | 9.936 | |
| 2015 | 7.195 | |
| 2016 | 175 | |
| 2017 | 2.722 | |
| 2018 | 2.804 | |
| 2019 | 2.418 | |
| 2020 | 1.241 | |
| 2021 | 2.510 | |
| 2022 | 2.844 | |
| 2023 | 2.089 | |
| 2024 | 2.276 | |
| Summe | 39.197 |
Wie viele Personen mit Staatsangehörigkeit der genannten Herkunftsländer wurden seit 2012 jährlich im Rahmen des UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees)-Resettlement-Programms in Deutschland aufgenommen (bitte differenziert nach Herkunftsland und Jahr angeben)?
Seit 2013 wurden 12 973 Staatsangehörige der genannten Herkunftsländer im Rahmen des UNHCR-Resettlement-Programms in Deutschland aufgenommen. Für das Jahr 2012 liegen keine belastbaren Daten vor. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen mit Stand 29. Juni 2026 entnommen werden.
| Resettlement-Aufnahmen nach § 23 Absatz 4 AufenthG | |
|---|---|
| Jahr: 2013 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Irak | 166 |
| Iran | 110 |
| Syrien | 2 |
| Summe | 278 |
| Jahr: 2014 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Afghanistan | 16 |
| Irak | 103 |
| Iran | 6 |
| Somalia | 31 |
| Sudan (ohne Südsudan) | 2 |
| Summe | 158 |
| Jahr: 2015 | |
|---|---|
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Afghanistan | 5 |
| Eritrea | 180 |
| Irak | 48 |
| Somalia | 54 |
| Sudan (ohne Südsudan) | 122 |
| Syrien | 9 |
| Summe | 418 |
| Jahr: 2016 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Syrien | 1.188 |
| Summe | 1.188 |
| Jahr: 2017 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Eritrea | 14 |
| Irak | 9 |
| Iran | 4 |
| Somalia | 8 |
| Sudan (ohne Südsudan) | 117 |
| Syrien | 93 |
| Tschad | 1 |
| Summe | 246 |
| Jahr: 2018 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Eritrea | 240 |
| Somalia | 36 |
| Syrien | 107 |
| Summe | 383 |
| Jahr: 2019 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Eritrea | 37 |
| Irak | 53 |
| Jemen | 5 |
| Palästinensische Gebiete | 2 |
| Somalia | 374 |
| Sudan (ohne Südsudan) | 304 |
| Syrien | 1.572 |
| Summe | 2.347 |
| Jahr: 2020 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Somalia | 30 |
| Syrien | 186 |
| Summe | 216 |
| Jahr: 2021 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Eritrea | 101 |
| Irak | 27 |
| Jemen | 22 |
| Somalia | 124 |
| Sudan (ohne Südsudan) | 79 |
| Syrien | 1.675 |
| Summe | 2.028 |
| Jahr: 2022 |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
|---|---|
| Eritrea | 59 |
| Irak | 69 |
| Jemen | 59 |
| Jordanien | 2 |
| Somalia | 43 |
| Sudan (ohne Südsudan) | 59 |
| Syrien | 1.052 |
| Summe | 1.343 |
| Jahr: 2023 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Afghanistan | 5 |
| Eritrea | 209 |
| Irak | 10 |
| Jemen | 24 |
| Pakistan | 4 |
| Somalia | 240 |
| Sudan (ohne Südsudan) | 456 |
| Syrien | 1.190 |
| Tunesien | 1 |
| Summe | 2.139 |
| Jahr: 2024 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Afghanistan | 1 |
| Ägypten | 4 |
| Eritrea | 148 |
| Gambia | 7 |
| Guinea | 1 |
| Irak | 29 |
| Jemen | 41 |
| Jordanien | 2 |
| Mali | 1 |
| Pakistan | 3 |
| Palästinensische Gebiete | 2 |
| Somalia | 334 |
| Sudan (ohne Südsudan) | 471 |
| Syrien | 631 |
| Summe | 1.675 |
| Jahr: 2025 | |
| Staatsangehörigkeit | Anzahl |
| Eritrea | 35 |
| Irak | 6 |
| Jemen | 2 |
| Nigeria | 4 |
| Sierra Leone | 1 |
| Somalia | 104 |
| Sudan (ohne Südsudan) | 193 |
| Syrien | 209 |
| Summe | 554 |
| Gesamt | 12.973 |
Wie viele Personen mit Staatsangehörigkeit der genannten Herkunftsländer waren zum jüngsten verfügbaren Stichtag vollziehbar ausreisepflichtig (bitte differenziert nach Herkunftsland und Duldungsstatus – geduldet oder nicht geduldet – angeben)?
Zum Stichtag 31. Mai 2026 sind im AZR 148 716 aufhältige Personen der genannten Staatsangehörigkeiten in Deutschland als ausreisepflichtig erfasst. 130 302 Personen haben eine Duldung, 18 414 haben keine Duldung. Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
| Aufhältige Ausreisepflichtige der genannten Staatsangehörigkeiten | Gesamt | Mit Duldung | Ohne Duldung |
|---|---|---|---|
| Summe | 148.716 | 130.302 | 18.414 |
| Afghanistan | 13 473 | 11 377 | 2 096 |
| Ägypten | 2 018 | 1 670 | 348 |
| Albanien | 3 964 | 2 547 | 1 417 |
| Algerien | 2 993 | 2 357 | 636 |
| Aserbaidschan | 2 402 | 2 117 | 285 |
| Bahrain | 17 | 17 | |
| Bangladesch | 342 | 278 | 64 |
| Bosnien und Herzegowina | 2 816 | 2 125 | 691 |
| Brunei Darussalam | 0 | 0 | 0 |
| Burkina Faso | 332 | 275 | 57 |
| Dschibuti | 39 | 36 | 3 |
| Eritrea | 1 480 | 1 323 | 157 |
| Gambia | 2 211 | 2 040 | 171 |
| Guinea | 4 945 | 4 669 | 276 |
| Indonesien | 47 | 34 | 13 |
| Irak | 21 158 | 19 317 | 1 841 |
| Iran | 7 368 | 6 615 | 753 |
| Jemen | 445 | 371 | 74 |
| Jordanien | 783 | 713 | 70 |
| Kasachstan | 287 | 250 | 37 |
| Katar | 71 | 71 | 0 |
| Kirgisistan | 106 | 89 | 17 |
| Komoren | 4 | 4 | 0 |
| Kosovo | 4 046 | 3 233 | 813 |
| Kuwait | 59 | 48 | 11 |
| Libanon | 4 667 | 4 383 | 284 |
| Libyen | 1 582 | 1 428 | 154 |
| Malaysia | 20 | 13 | 7 |
| Mali | 652 | 597 | 55 |
| Marokko | 2 677 | 2 068 | 609 |
| Mauretanien | 84 | 81 | 3 |
| Montenegro | 1 488 | 1 306 | 182 |
| Niger | 319 | 292 | 27 |
| Nigeria | 9 117 | 8 424 | 693 |
| Nordmazedonien | 4 362 | 3 559 | 803 |
| Oman | 4 | 3 | 1 |
| Pakistan | 3 628 | 3 092 | 536 |
| Personen aus den palästinensischen Gebieten | 686 | 627 | 59 |
| Saudi-Arabien | 67 | 64 | 3 |
| Senegal | 549 | 492 | 57 |
| Sierra Leone | 686 | 655 | 31 |
| Somalia | 3 973 | 3 621 | 352 |
| Sudan (ohne Südsudan) | 444 | 376 | 68 |
| Syrien | 11 665 | 10 724 | 941 |
| Tadschikistan | 1 069 | 977 | 92 |
| Tschad | 177 | 167 | 10 |
| Tunesien | 2 238 | 1 893 | 345 |
| Türkei | 26 497 | 23 312 | 3 185 |
| Turkmenistan | 304 | 276 | 28 |
| Usbekistan | 223 | 165 | 58 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 132 | 131 | 1 |
Wie viele Visa zum Familiennachzug (§§ 27 bis 36a AufenthG) wurden seit 2010 jährlich an Staatsangehörige der genannten Herkunftsländer erteilt (bitte differenziert nach Herkunftsland, Jahr und Art des Nachzugs – Ehegattennachzug, Kindernachzug, Nachzug zu subsidiär Schutzberechtigten, Elternnachzug zu unbegleiteten Minderjährigen – angeben)?
Für die Zahl der bearbeiteten Visa wird auf die Anlage 11 verwiesen. Eine statistische Erfassung im Sinne der Frage erfolgt seit 2018.*
PDF-Seiten 233–238 (6 Seiten) · im Originalformat beigefügt, nicht in Tabellen übernommen
Wie viele Personen erhielten seit 2010 jährlich einen Aufenthaltstitel aus familiären Gründen (§§ 27 bis 36a AufenthG) als Nachzug zu einer Person mit Schutzstatus (bitte differenziert nach Staatsangehörigkeit der nachziehenden Person und Jahr angeben)?
Familiennachzüge werden im AZR nicht für alle Nachzugsoptionen gesondert erfasst. Eine gesonderte Speicherung des Familiennachzuges erfolgt für den Ehegatten- und Kindesnachzug zu Asylberechtigten, Flüchtlingen und subsidiär Schutzberechtigten. Elternnachzüge zu Asylberechtigten und Flüchtlingen, sowie Geschwisternachzüge werden nicht mit einem eigenen Merkmal gespeichert. Gleiches gilt für Familiennachzüge zu Schutzberechtigten, denen ein Abschiebungsverbot zuerkannt wurde. Diese Personengruppen werden zu einer übergeordneten Gruppe (die nicht ausschließlich die Schutzberechtigten abbildet) zusammengefasst.
Die Datenlücke in den Jahren 2014 bis 2018 erklärt sich daraus, dass im Juli 2014 die Speichersachverhalte zu Erteilungen von Aufenthaltstiteln nach § 32 AufenthG (damalige Fassung) abgeschafft wurden. Der Familiennachzug zu Schutzberechtigten war dadurch nicht mehr von Familiennachzug zu anderen Drittstaatsangehörigen unterscheidbar. Die derzeitig verfügbaren Speichersachverhalte zu den §§ 30, 32 und 36a AufenthG (aktuelle Fassung) wurden im August 2018 eingeführt und sind erst seit diesem Zeitpunkt wie oben dargestellt auswertbar.
Seit 2010 erhielten Staatsangehörige der genannten Herkunftsländer insgesamt 167 335 Aufenthaltstitel aus familiären Gründen (§§ 27 bis 36a AufenthG) als Nachzug zu einer Person mit Schutzstatus. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
| Personen der genannten Staatsangehörigkeiten | Gesamt |
|---|---|
| Summe | 167 335 |
| Afghanistan | 7 714 |
| Ägypten | 502 |
| Albanien | 178 |
| Algerien | 166 |
| Aserbaidschan | 163 |
| Bahrain | 11 |
| Bangladesch | 225 |
| Bosnien und Herzegowina | 740 |
| Brunei Darussalam | 0 |
| Burkina Faso | 16 |
| Dschibuti | 14 |
| Eritrea | 3 380 |
| Gambia | 142 |
| Guinea | 353 |
| Indonesien | 190 |
| Irak | 14 626 |
| Iran | 4 521 |
| Jemen | 1 203 |
| Jordanien | 393 |
| Kasachstan | 161 |
| Katar | 0 |
| Kirgisistan | 57 |
| Komoren | 0 |
| Kosovo | 2 131 |
| Kuwait | 28 |
| Libanon | 423 |
| Libyen | 401 |
| Malaysia | 49 |
| Malediven | 0 |
| Mali | 18 |
| Marokko | 402 |
| Mauretanien | 17 |
| Montenegro | 139 |
| Niger | 4 |
| Nigeria | 293 |
| Nordmazedonien | 632 |
| Oman | 2 |
| Pakistan | 4 252 |
| Personen aus den palästinensischen Gebieten | 372 |
| Saudi-Arabien | 335 |
| Senegal | 34 |
| Sierra Leone | 36 |
| Somalia | 4 298 |
| Sudan (ohne Südsudan) | 677 |
| Syrien | 101 139 |
| Tadschikistan | 116 |
| Tschad | 6 |
| Tunesien | 176 |
| Türkei | 16 441 |
| Turkmenistan | 19 |
| Usbekistan | 98 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 42 |
| Personen der genannten Staatsangehörigkeiten | Gesamt |
|---|---|
| Summe | 167 335 |
| 2026 bis 31.05. | 3 151 |
| 2025 | 15 938 |
| 2024 | 18 036 |
| 2023 | 19 422 |
| 2022 | 17 515 |
| 2021 | 17 862 |
| 2020 | 19 238 |
| 2019 | 41 352 |
| 2018 | 2 062 |
| 2017 | |
| 2016 | |
| 2015 | |
| 2014 | 1 035 |
| 2013 | 2 293 |
| 2012 | 2 069 |
| 2011 | 3 107 |
| 2010 | 4 255 |
Wie viele Schülerinnen und Schüler nehmen nach Kenntnis der Bundesregierung am islamischen Religionsunterricht in den Bundesländern teil, und wie hat sich diese Zahl seit seiner Einführung in den jeweiligen Ländern entwickelt?
Gemäß der Kompetenzordnung des Grundgesetztes sind die Länder für Fragen der Schulbildung zuständig. Die Bundesregierung hält aus diesem Grund keine Daten entsprechend der Fragestellung vor.
Wie viele Moscheegemeinden und islamische Gebetsstätten existieren nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland, und wie hat sich diese Zahl seit 2010 entwickelt?
Die aus Mitteln des Bundes geförderte Studie „Angebote und Infrastrukturen der muslimischen einschließlich alevitischen Gemeinden in Deutschland 2022“ des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) geht auf die Grundlage einer umfassenden Recherche von einer Grundgesamtheit von rund 2 600 muslimischen einschließlich alevitischen Gemeinden in Deutschland im Jahr 2022 aus – im Vergleich zu 2 342 muslimischen einschließlich alevitischen Gemeinden in Deutschland im Jahr 2011 zurück.
Auf welcher Grundlage schätzt die Bundesregierung aktuell die Zahl der in Deutschland lebenden Muslime, und wann wurde diese Schätzung zuletzt aktualisiert?
Am 18. Juni 2026 wurde vom BAMF-FZ eine aktuelle Hochrechnung über die Anzahl der muslimischen Religionsangehörigen mit Migrationshintergrund aus islamisch geprägten Herkunftsländern in Deutschland 2025 veröffentlicht (siehe www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Forschung/Forschungsberichte/fb5 5-zahl-muslime-2025.html www.bamf.de/fb55-zahl-muslime-2025).
Datengrundlage für die aktuelle Hochrechnung sind die Erstergebnisse des Mikrozensus 2025 sowie der Haushaltsdatensatz der Studie „Muslimisches Leben in Deutschland 2020 (MLD 2020)“.
Zur Bestimmung der Anzahl der muslimischen Religionsangehörigen einer Herkunftsgruppe wurde die entsprechende im Mikrozensus 2025 ausgewiesene Bevölkerungszahl mit dem Anteil der muslimischen Religionsangehörigen in dieser Bevölkerungsgruppe gemäß den Ergebnissen der Studie MLD 2020 multipliziert. Dabei wurde das in den Sozialwissenschaften verbreitete Verfahren einer Intervallschätzung angewendet, durch das ein Wertebereich bestimmt wird, das sogenannte Konfidenzintervall.
Teilt die Bundesregierung die Auffassung der Fragesteller, dass die MLD-Studie 2020 aufgrund des Stichtags Mikrozensus 2019, des Ausschlusses subsaharischer Herkunftsländer, des Ausschlusses von Konvertiten und der fehlenden Berücksichtigung der dritten Zuwanderungsgeneration die tatsächliche Zahl der Muslime in Deutschland systematisch unterschätzt?
Auf die Vorbemerkung der Bundesregierung wird verwiesen.
Plant die Bundesregierung eine Aktualisierung der Schätzung über die Zahl der muslimischen Religionsangehörigen in Deutschland, und wenn ja, wann, und mit welcher Methodik?
Auf die Antwort zu Frage 29 wird verwiesen.
Wie groß schätzt die Bundesregierung die Zahl der Personen der dritten oder weiteren Zuwanderungsgeneration mit Wurzeln in muslimisch geprägten Herkunftsländern, die aus der Mikrozensus-Erfassung des Migrationshintergrunds herausfallen?
Die dritte Zuwanderungsgeneration wird teilweise von der Definition des Migrationshintergrundes erfasst. Migrationshintergrund hat, wer entweder selbst nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde oder bei wem dies auf mindestens ein Elternteil zutrifft. Die Definition gilt damit unabhängig vom Geburtsland und der Zuwanderungsgeneration. Auch Personen, die in dritter oder nachfolgender Generation in Deutschland geboren wurden, werden von der amtlichen Statistik als mit Migrationshintergrund (ohne eigene Migrationserfahrung) erfasst, insofern die oben genannte Definition auf sie zutrifft. Lediglich Personen, der dritten und nachfolgenden Zuwanderungsgeneration, die selbst und deren beide Eltern mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurden, werden nicht mehr als Person mit Migrationshintergrund ausgewiesen. Die Zahl der Personen, die selbst und deren beide Eltern als Deutsche in Deutschland geboren wurden, bei denen aber mindestens ein Großelternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde (und die damit nicht in der Bevölkerung mit Migrationshintergrund enthalten sind), wird derzeit aufgrund des bis zum Jahr 2000 geltenden Staatsangehörigkeitsrechts als relativ gering eingeschätzt.
Die Zahl der Ausländer der dritten und nachfolgender Generationen insgesamt betrug 2025 29 000 Personen, Ausländer der dritten und nachfolgender Generationen aus den in der Anfrage genannten Herkunftsländern sind aufgrund zu geringer Fallzahlen in der amtlichen Statistik nicht nachweisbar. Hinzu kommt eine vermutlich deutlich größere Zahl Deutscher der dritten und nachfolgender Generationen, die mit dem Mikrozensus u. a. aufgrund fehlender Angaben zu den nicht im Haushalt lebenden Großeltern nicht vollständig abgebildet werden kann.
Wie hoch schätzt die Bundesregierung die Zahl der zum Islam konvertierten Personen ohne Migrationshintergrund in Deutschland?
Auf die Vorbemerkung der Bundesregierung wird verwiesen.