Einkommensentwicklung der Landwirtschaft und Höfesterben

Drucksache 21/668Antwortauf die Kleine Anfrage 21/27924.06.202516 Seiten17 FragenFraktion der AfDBundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und HeimatLandwirtschaft und Ernährung
Vorbemerkung der Fragesteller

Vorbemerkung der Fragesteller

In Deutschland gibt es derzeit noch rund 255 000 landwirtschaftliche Betriebe, die gemeinsam etwa 16,6 Millionen Hektar Fläche bewirtschaften. Seit dem Jahr 2010 mussten über 44 000 Höfe dauerhaft aufgeben. Diese Entwicklung verstärkt den seit Jahrzehnten andauernden Strukturwandel in der Landwirtschaft (www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Landwirtschaftliche-Betriebe/Tabellen/betriebsgroes senstruktur-landwirtschaftliche-betriebe.html).

Besonders betroffen sind kleinere und mittlere Familienbetriebe mit weniger als 100 Hektar Fläche. Während deren Zahl kontinuierlich sinkt, steigt die Zahl größerer Betriebe über 100 Hektar. Inzwischen bewirtschaften 14 Prozent der Betriebe bereits 62 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland (www.agrarheute.com/management/betriebsfuehrung/landwirtsc haftszaehlung-hoefesterben-geht-577405). Dieser Wandel wird häufig als „Höfesterben“ bezeichnet, ein Begriff, der den tiefgreifenden Verlust landwirtschaftlicher Vielfalt und familiärer Betriebsformen beschreibt (www.bpb.de/g esellschaft/umwelt/landwirtschaft/325872/strukturwandel).

Die Ursachen für das Höfesterben sind vielfältig. Im Mittelpunkt stehen die zunehmend schwierige wirtschaftliche Lage mit dauerhaft niedrigen Erzeugerpreisen, stetig steigenden Betriebskosten und einem wachsenden Investitionsdruck. Hinzu kommen immer neue gesetzliche Auflagen und Anforderungen, die Betriebe in immer kürzeren Abständen erfüllen müssen. Besonders kleine und mittlere Familienbetriebe geraten dadurch unter wachsenden Druck. Zusätzlich wird das Höfesterben durch agrarpolitische Rahmenbedingungen verstärkt, etwa durch die an Fläche geknüpfte Verteilung der EU-Agrarsubventionen oder durch bestimmte Marktregulierungen. Diese begünstigen vor allem größere und wirtschaftlich besser ausgestattete Betriebe, während kleinere Höfe zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Kritiker sprechen daher von einer politischen Mitverantwortung, da viele politische Maßnahmen dem öffentlich betonten Ziel, bäuerliche Strukturen zu erhalten, in der Praxis widersprechen (www.agrarheute.com/management/betriebsfuehrung/heuchelei-hoefesterben-559691).

Eine Studie der DZ-Bank geht davon aus, dass bis zum Jahr 2040 nur noch rund 100 000 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland existieren werden. Die durchschnittliche Betriebsgröße wird weiter zunehmen, während das traditionelle Modell des selbstständig wirtschaftenden bäuerlichen Familienbetriebs zunehmend an Bedeutung verliert (www.agrarheute.com/management/b etriebsfuehrung/studie-hoefesterben-noch-lange-ende-565027).

Text vor der ersten Frage

Vorbemerkung der Bundesregierung

Bezüglich der Antworten zu den Fragen 1 bis 13 wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der AfD „Höfesterben in Deutschland“ (Bundestagdrucksache 20/792 vom 22. Februar 2022) verwiesen. Entsprechend der damaligen Antwort ist der methodische Hinweis voranzustellen, dass Daten zu verschiedenen der in den Fragen angesprochenen Sachverhalte ausschließlich über die landwirtschaftlichen Strukturerhebungen gewonnen werden und die erbetene Darstellung jährlicher Daten über einen 20-jährigen Zeitraum nicht möglich ist. Um eine konsistente und vergleichbare Datenbasis bereitzustellen, werden im Folgenden zur Beantwortung der Fragen 1 bis 11 die gleichen Jahre dargestellt wie auf Bundestagdrucksache 20/792. Ergänzt werden jeweils die Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2023.

Die Angaben zur Tierhaltung im ökologischen Landbau beziehen sich ab dem Jahr 2010 auf die in die ökologische Wirtschaftsweise einbezogene Zahl der Tiere und die entsprechenden Betriebszahlen. Angaben zur Zahl der Betriebe mit Hühnern liegen häufig nicht oder nicht über alle Jahre hinweg vor. Daher wird in den nachfolgenden Antworten stattdessen auf Daten zur Legehennen- und Masthühnerhaltung zurückgegriffen.

Frage 1 + 1a + 1b + 1c Seite 2

1Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in den letzten 20 Jahren in Deutschland entwickelt (bitte für jedes Jahr angeben, nach bio und konventionell unterscheiden und vergleichbare Daten verwenden)?

1aWie viele davon wurden nach Kenntnis der Bundesregierung im Haupterwerb und wie viele davon wurden im Nebenerwerb geführt?

1bWie viele Höfe davon haben nach Kenntnis der Bundesregierung ihren Betrieb von Haupt- auf Nebenerwerb umgestellt, wie viele von Neben- auf Haupterwerb?

1cWie viele davon waren nach Kenntnis der Bundesregierung familiengeführt?

Antwort

Die Fragen 1 bis 1c werden gemeinsam beantwortet.

Die nachfolgende Übersicht 1 zeigt die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe nach Rechtsform und Erwerbscharakter in Deutschland.

Übersicht 1: Landwirtschaftliche Betriebe nach Rechtsform und Erwerbscharakter

Tabelle auf Seite 2, 3 · 10 Zeilen × 7 Spalten
2003200720102016 1)20202023 1)
Alle Betriebe
Einzelunternehmen396.678350.134273.030244.212228.259217.800
dav. Haupterwerbsbetr.175.794157.502135.412117.31099.18497.400
Nebenerwerbsbetr.220.884192.632137.618127.320129.075120.400
Betriebe insgesamt 2)420.697374.514299.134275.392262.776255.010
Ökologische Betriebe
Einzelunternehmen12.47112.76114.39317.00221.70423.290
dav. Haupterwerbsbetr.5.6815.8616.6497.6968.94610.110
Nebenerwerbsbetr.6.7906.9007.7449.78312.75813.180
Betriebe insgesamt 2)13.86314.47416.53219.90126.13328.700

¹) Die Zahl der Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe wurde 2016 und 2023 im Rahmen einer Stichprobe ermittelt. Daher weicht die Summe der beiden Zahlen von der total erhobenen Anzahl der Einzelunternehmen ab und ist nur bedingt vergleichbar. ²) Betriebe aller Rechtsformen. Quelle: Statistisches Bundesamt In den Strukturerhebungen wird die Anzahl der Betriebe jeweils zu einem bestimmten Zeitpunkt ermittelt. Die Differenz zwischen den zu zwei Zeitpunkten erhobenen Daten zur Zahl der Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe zeigt den Saldo aus Zugängen bzw. Abgängen dieser beiden Erwerbsformen an. Diese erlauben keine Aussagen über die zwischen den Zeitpunkten erfolgten Umstellungen der Betriebe von Haupt- auf Nebenerwerb bzw. von Neben- auf Haupterwerb. Im Rahmen der Strukturerhebungen erfolgt keine Erfassung des Merkmals „familiengeführt“. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass es sich bei den Einzelunternehmen um familiengeführte Betriebe handelt.

Frage 2 + 2a + 2b + 2c Seite 3

2Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe mit Schweine-, Rinder-, Milchvieh-, Hühner- und Putenhaltung in den letzten 20 Jahren in Deutschland entwickelt (bitte für jedes Jahr angeben, nach bio und konventionell unterscheiden, nach Nutztierart aufschlüsseln und vergleichbare Daten verwenden)?

2aWie viele davon wurden nach Kenntnis der Bundesregierung im Haupterwerb und wie viele davon wurden im Nebenerwerb geführt?

2bWie viele Höfe davon haben nach Kenntnis der Bundesregierung ihren Betrieb von Haupt- auf Nebenerwerb umgestellt, wie viele von Neben- auf Haupterwerb?

2cWie viele davon waren nach Kenntnis der Bundesregierung familiengeführt?

Antwort

Die Fragen 2 bis 2c werden gemeinsam beantwortet.

Übersicht 2 zeigt die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe mit Tierhaltung nach Tierarten in Deutschland. Angaben zur Zahl der Einzelunternehmen sowie der Betriebe im Haupt- und Nebenerwerb liegen nur für Geflügel insgesamt vor, nicht für Betriebe mit Legehennen-, Masthühner- oder Putenhaltung. Auf Übersicht 3 wird verwiesen. Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen.

Übersicht 2: Landwirtschaftliche Betriebe mit Tierhaltung nach Tierarten

Tabelle auf Seite 3, 4 · 16 Zeilen × 7 Spalten
2003200720102016 1)2020 1)2023 1)
Alle Betriebe
Betriebe mit
Schweinen103.40480.45360.09740.26731.85227.600
Rindern198.066170.513144.850120.966108.032100.730
Milchkühen121.524101.20289.76369.05454.30446.610
Legehennen86.83672.88356.28644.78647.10439.230
Masthühnern10.8578.6804.5323.3303.8282.980
Puten2.8822.2891.9251.8481.9071.460
Ökologische Betriebe
Betriebe mit
Schweinen2.4312.1781.8591.5171.5661.780
Rindern8.6528.5869.18910.46413.00314.170
Milchkühen3.5063.0563.9384.0864.7844.890
Legehennen3.6143.2343.8543.7435.2135.400
Masthühnern585602460345441510
Puten178158169126133k. A.

¹) In den Jahren 2016, 2020 und 2023 handelt es sich bei „Alle Betriebe“ um Betriebe mit Haltungsplätzen für Geflügel. Bei „Ökologische Betriebe“ handelt es sich um Betriebe mit ökologisch gehaltenem Geflügel. Anmerkung: k. A.= keine Angabe. Quelle: Statistisches Bundesamt

Übersicht 3: Landwirtschaftliche Betriebe mit Tierhaltung und Erwerbscharakter

Tabelle auf Seite 4 · 36 Zeilen × 7 Spalten
2003200720102016 1)2020 1)2023 1)
Alle Betriebe
Betriebe mit
Schweinen103.40480.45360.09740.26731.85227.600
dar. Einzelunternehmen97.99675.28554.74033.61625.23121.060
dav. Haupterwerb50.28140.72431.01219.56014.50312.130
Nebenerwerb47.71534.56123.72813.99010.7288.940
Rindern198.066170.513144.850120.966108.032100.730
dar. Einzelunternehmen186.832159.509132.744107.68094.03785.990
dav. Haupterwerb108.81094.76578.53163.04050.80548.360
Nebenerwerb78.02264.74454.21345.00043.23237.630
Milchkühen121.524101.20289.76369.05454.30446.610
dar. Einzelunternehmen113.26893.36780.89459.75045.35337.620
dav. Haupterwerb85.80773.53060.90045.52034.97330.900
Nebenerwerb27.46119.83719.99414.17010.3806.720
Geflügel 2)93.55678.53860.45049.09349.38842.690
dar. Einzelunternehmen90.05375.16256.88444.77845.76637.220
dav. Haupterwerb33.21729.17623.94918.20017.70714.700
Nebenerwerb56.83645.98632.93526.10028.05922.520
Ökologische Betriebe
Betriebe mit
Schweinen2.4312.1781.8591.5171.5661.780
dar. Einzelunternehmen2.0921.8101.5011.1521.181-
dav. Haupterwerb1.1981.081846640652-
Nebenerwerb894729655490529-
Rindern8.6528.5869.18910.46413.00314.170
dar. Einzelunternehmen7.8137.5938.0759.05910.976-
dav. Haupterwerb4.0403.9054.0534.7105.244-
Nebenerwerb3.7733.6884.0224.6705.732-
Milchkühen3.5063.0563.9384.0864.7844.890
dar. Einzelunternehmen3.1172.6723.4453.5023.992-
dav. Haupterwerb2.4172.1842.6602.9003.119-
Nebenerwerb700488785810873-
Geflügel3.9183.5473.7214.0285.5115.770
dar. Einzelunternehmen3.5433.1543.2473.3694.555-
dav. Haupterwerb1.6651.5461.5671.6402.123-
Nebenerwerb1.8781.6081.6801.6702.432-

¹) Die Zahl der Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe wurde 2016, 2020 und 2023 nur im Rahmen einer Stichprobe ermittelt. Daher weicht die Summe der Zahlen von der total erhobenen Anzahl der Einzelunternehmen ab. ²) 2016, 2020 und 2023 handelt es sich bei „Alle Betriebe“ um Betriebe mit Haltungsplätzen für Geflügel. Bei „Ökologische Betriebe“ handelt es sich um Betriebe mit ökologisch gehaltenem Geflügel. Quelle: Statistisches Bundesamt

Frage 3 Seite 5

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Wachstumsschwelle der landwirtschaftlichen Betriebe in den letzten 20 Jahren in Deutschland entwickelt (bitte für jedes Jahr angeben, nach bio und konventionell unterscheiden und vergleichbare Daten verwenden)?

Antwort

Auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 3 der Kleinen Anfrage der Fraktion der AfD „Höfesterben in Deutschland“ auf Bundestagdrucksache 20/792 wird verwiesen.

Auch in der Agrarstrukturerhebung 2023 hat sich die Entwicklung fortgesetzt, dass die Zahl der Betriebe ab der Größenklasse 100 bis 200 Hektar (ha) landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF) zunimmt, während die Zahl der Betriebe in den darunterliegenden Größenklassen zurückging.

Frage 4 Seite 5

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Wachstumsschwelle der landwirtschaftlichen Betriebe mit Schweine-, Rinder-, Milchvieh-, Hühner- und Putenhaltung in den letzten 20 Jahren in Deutschland entwickelt (bitte für jedes Jahr angeben, nach bio und konventionell unterscheiden, nach Nutztierart aufschlüsseln und vergleichbare Daten verwenden)?

Antwort

Auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 3 der Kleinen Anfrage der Fraktion der AfD „Höfesterben in Deutschland“ auf Bundestagdrucksache 20/792 wird verwiesen.

Der Trend zu größeren Tierbeständen setzt sich nach den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2023 fort.

Frage 5 Seite 5

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in den letzten 20 Jahren in Deutschland nach der Fläche entwickelt (bitte für jedes Jahr und in den Schritten <10 ha, 10 bis 50 ha, 50 bis 100 ha, 50 bis 200 ha und >200 ha angeben sowie nach bio und konventionell unterscheiden)?

Antwort

Auf die Antwort zu Frage 3 wird verwiesen. Die nachfolgende Übersicht 4 zeigt die Entwicklung der Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in den erbetenen Größenklassen in Deutschland.

Übersicht 4: Landwirtschaftliche Betriebe nach Größenklassen der LF

Tabelle auf Seite 6 · 18 Zeilen × 7 Spalten
LF von … bis unter … ha200320072010201620202023
Alle Betriebe
unter 10165.411138.56674.66567.81766.25364.620
10 - 50171.894150.670139.228123.342113.633108.800
50 - 10054.92953.39951.62347.66644.73742.590
100 und mehr28.46331.87933.61836.56738.15339.000
davon
100 - 200.1)21.80822.82824.30224.89725.090
200 und mehr.1)10.07110.79012.26513.25613.910
Betriebe insges.420.697374.514299.134275.392262.776255.010
Ökologische Betriebe
unter 103.2662.9662.8343.3694.6734.650
10 - 507.2357.4218.82310.43113.06514.210
50 - 1002.0422.3212.7533.4984.6285.220
100 und mehr1.3201.7662.1222.6033.7674.620
davon
100 - 2007811.0701.3821.7192.4122.880
200 und mehr5396967408841.3551.740
Betriebe insges.13.86314.47416.53219.90126.13328.700

¹) Nicht ausgewiesen. Quelle: Statistisches Bundesamt

Frage 6 Seite 6

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe mit Schweine-, Rinder-, Milchvieh-, Hühner- und Putenhaltung in den letzten 20 Jahren in Deutschland nach der Fläche entwickelt (bitte für jedes Jahr und in den Schritten <10 ha, 10 bis 50 ha, 50 bis 100 ha, 50 bis 200 ha und >200 ha angeben sowie nach Nutztierart aufschlüsseln und nach bio und konventionell unterscheiden)?

Antwort

Die Übersichten 5 bis 9 zeigen die Entwicklung der Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe mit Tierhaltung nach Tierarten und in den gewünschten Betriebsgrößenklassen. Durchgängige Daten für Mastgeflügelbetriebe sowie Putenbetriebe nach Betriebsgrößenklassen der LF liegen nicht vor. Stattdessen werden die Zahlen Geflügel haltender Betriebe wiedergegeben.

Übersicht 5: Landwirtschaftliche Betriebe mit Schweinehaltung nach Größenklassen der LF

Tabelle auf Seite 6, 7 · 14 Zeilen × 7 Spalten
Betriebsgruppe/ LF von … bis unter … ha200320072010201620202023
Alle Betriebe
unter 1025.83817.1257.8726.2055.2424.970
10 - 5051.10738.12829.60516.76911.6379.820
50 - 10018.77516.94214.76010.3608.3026.950
100 - 2005.9076.2715.9195.1084.8194.190
200 und mehr1.7771.9871.9411.8251.8521.680
Insgesamt103.40480.45360.09740.26731.85227.600
Ökologische Betriebe
unter 10314224155100115-
10 - 501.3051.095942729678-
50 - 100482497413397400-
100 - 200217224232186249-
200 und mehr113138117105124-
Insgesamt2.4312.1781.8591.5171.566-

Quelle: Statistisches Bundesamt

Übersicht 6: Landwirtschaftliche Betriebe mit Rinderhaltung nach Größenklassen der LF

Tabelle auf Seite 7 · 14 Zeilen × 7 Spalten
Betriebsgruppe /LF von … bis unter … ha200320072010201620202023
Alle Betriebe
unter 1037.98629.44716.72613.81912.61811.430
10 - 50105.72687.24575.87458.42049.28645.210
50 - 10037.60235.51533.29328.72625.84623.760
100 - 20011.85413.07513.56514.08814.10613.960
200 und mehr4.8985.2315.3925.9136.1766.370
Insgesamt198.066170.513144.850120.966108.032100.730
Ökologische Betriebe
unter 101.007773612679829-
10 - 505.0834.8135.2125.6676.704-
50 - 1001.5961.7591.9322.3783.075-
100 - 2005667439231.1471.552-
200 und mehr400498510593843-
Insgesamt8.6528.5869.18910.46413.003-

Quelle: Statistisches Bundesamt

Übersicht 7: Landwirtschaftliche Betriebe mit Milchkühen nach Größenklassen der LF

Tabelle auf Seite 7 · 14 Zeilen × 7 Spalten
Betriebsgruppe/ LF von … bis unter … ha200320072010201620202023
Alle Betriebe
unter 1011.1547.6074.7123.1591.9721.010
10 - 5069.55054.17346.57031.63522.21217.880
50 - 10029.14126.77925.23620.51817.06814.840
100 - 2008.5429.4319.91010.1249.5859.210
200 und mehr3.1373.2123.3353.6183.4673.480
Insgesamt121.524101.20289.76369.05454.30446.610
Ökologische Betriebe
unter 101881081259198-
10 - 502.0811.7212.1982.1102.241-
50 - 1008918261.0831.2251.541-
100 - 200241289408506688-
200 und mehr105112124154216-
Insgesamt3.5063.0563.9384.0864.784-

Quelle: Statistisches Bundesamt Übersicht 8: Landwirtschaftliche Betriebe mit Legehennen nach Größenklassen der LF

Tabelle auf Seite 8 · 14 Zeilen × 7 Spalten
Betriebsgruppe/ LF von …bis unter … ha2003200720102016 1)2020 1)2023 1)
Alle Betriebe
unter 1037.15528.78314.47611.40611.92110.780
10 - 5038.47933.18331.04323.67423.62520.860
50 - 1008.2177.7767.6796.5397.4036.600
100 - 2002.4752.5942.5182.5133.2473.240
200 und mehr510547570654908920
Insgesamt86.83672.88356.28644.78647.10442.410
Ökologische Betriebe
unter 10816661629544699-
10 - 502.0591.8002.2592.1032.816-
50 - 1005135146407291.105-
100 - 200168194246273454-
200 und mehr58658094139-
Insgesamt3.6143.2343.8543.7435.213-

¹) 2016, 2020 und 2023 handelt es sich bei „Alle Betriebe“ um Betriebe mit Haltungsplätzen für Legehennen. Bei „Ökologische Betriebe“ handelt es sich um Betriebe mit ökologisch gehaltenen Legehennen. Quelle: Statistisches Bundesamt

Übersicht 9: Landwirtschaftliche Betriebe mit Geflügel nach Größenklassen der LF

Tabelle auf Seite 8 · 14 Zeilen × 7 Spalten
Betriebsgruppe/ LF von … bis unter … ha2003200720102016 1)2020 1)2023 1)
Alle Betriebe
unter 1039.77730.71515.42912.39812.82411.930
10 - 5040.79735.16132.60225.13024.96422.060
50 - 1009.3608.8528.6487.5078.1977.410
100 - 2002.9233.0692.9923.1263.8783.850
200 und mehr6997417799321.2211.270
Insgesamt93.55678.53860.45049.09351.08446.520
Ökologische Betriebe
unter 10873709575602748-
10 - 502.2081.9522.1672.2332.961-
50 - 1005705796317801.156-
100 - 200191224264303486-
200 und mehr768384110160-
Insgesamt3.9183.5473.7214.0285.511-

¹) 2016, 2020 und 2023 handelt es sich bei „Alle Betriebe“ um Betriebe mit Haltungsplätzen für Geflügel. Bei „Ökologische Betriebe“ handelt es sich um Betriebe mit ökologisch gehaltenem Geflügel. Quelle: Statistisches Bundesamt

Frage 7 + 8 Seite 9

7Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die durchschnittliche Fläche landwirtschaftlicher Betriebe in den letzten 20 Jahren in Deutschland entwickelt (bitte für jedes Jahr und in ha angeben, nach bio und konventionell unterscheiden sowie nach Nutztierart aufschlüsseln und vergleichbare Daten verwenden)?

8Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die durchschnittliche Fläche landwirtschaftlicher Betriebe mit Schweine-, Rinder-, Milchvieh-, Hühner- und Putenhaltung in den letzten 20 Jahren in Deutschland entwickelt (bitte für jedes Jahr und in ha angeben, nach bio und konventionell unterscheiden sowie nach Nutztierart aufschlüsseln und vergleichbare Daten verwenden)?

Antwort

Die Fragen 7 und 8 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet.

Die nachfolgende Übersicht 10 zeigt die je Betrieb durchschnittlich bewirtschaftete Fläche nach Art der Tierhaltung in Deutschland.

Übersicht 10: Durchschnittliche Fläche landwirtschaftlicher Betriebe (ha LF/Betrieb) insgesamt und nach der Art der Art der Tierhaltung

Tabelle auf Seite 9 · 16 Zeilen × 7 Spalten
Betriebsgruppe2003200720102016 1)2020 1)2023 1)
Alle Betriebe
Betriebe insgesamt40,445,355,860,563,265,0
Betriebe mit Schweinen47,354,864,571,978,877,5
Betriebe mit Rindern54,560,367,975,579,882,4
Betriebe mit Milchkühen64,471,477,389,297,9104,5
Betriebe mit Legehennen24,927,533,937,240,742,6
Betriebe mit Masthühnern31,537,453,273,171,873,6
Betriebe mit Truthühnern46,757,068,264,863,863,4
Ökologische Betriebe
Betriebe insgesamt52,759,559,358,462,766,7
Betriebe mit Schweinen66,778,279,383,386,9-
Betriebe mit Rindern63,372,572,572,776,6-
Betriebe mit Milchkühen65,868,966,070,475,5-
Betriebe mit Legehennen37,841,744,148,350,41)-
Betriebe mit Masthühnern44,353,557,067,061,21)-
Betriebe mit Truthühnern71,084,571,960,560,01)-

¹) 2016, 2020 und 2023 handelt es sich bei „Alle Betriebe“ um Betriebe mit Haltungsplätzen für Geflügel. Bei „Ökologische Betriebe“ handelt es sich um Betriebe mit ökologisch gehaltenem Geflügel. Quelle: Statistisches Bundesamt

Frage 9 Seite 9

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung der durchschnittliche Tierbestand an Rindern, Milchvieh, Schweinen, Hühnern und Puten in den letzten 20 Jahren in Deutschland entwickelt (bitte für jedes Jahr angeben, nach Nutztierart aufschlüsseln, nach bio und konventionell unterscheiden und vergleichbare Daten verwenden)?

Antwort

Die nachfolgende Übersicht 11 zeigt die Anzahl der in den landwirtschaftlichen Betrieben insgesamt gehaltenen Tiere nach Tierarten in Deutschland.

Übersicht 11: Anzahl der in landwirtschaftlichen Betrieben gehaltenen Tiere (in Tausend)

Tabelle auf Seite 10 · 14 Zeilen × 7 Spalten
Tierart200320072010201620202023
Alle Betriebe
Schweine26.33427.12527.57127.97826.30022.379
Rinder13.64412.68712.53512.35411.27510.850
Milchkühe4.3724.0714.1654.2763.9323.764
Legehennen38.96538.46435.27951.93654.47855.809
Masthühner54.61159.22267.53193.79192.46188.091
Truthühnern10.60410.89211.34412.36011.5798.999
Ökologische Betriebe
Schweine145187156196212244
Rinder528546594700861949
Milchkühe110103141176227247
Legehennen9801.5682.8244.4545.7627.345
Masthühner1911883591.1851.3071.762
Truthühnern102169187202231318

Quelle: Statistisches Bundesamt

Frage 10 Seite 10

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung der durchschnittliche Tierbestand pro Hof an Rindern, Milchvieh, Schweinen, Hühnern und Puten in den letzten 20 Jahren in Deutschland entwickelt (bitte für jedes Jahr angeben, nach Nutztierart aufschlüsseln, nach bio und konventionell unterscheiden und vergleichbare Daten verwenden)?

Antwort

Die nachfolgende Übersicht 12 zeigt die im Durchschnitt je landwirtschaftlichem Betrieb gehaltenen Tiere nach Tierarten in Deutschland.

Übersicht 12: Anzahl der je landwirtschaftlichem Betrieb gehaltenen Tiere

Tabelle auf Seite 10 · 14 Zeilen × 7 Spalten
Tierart200320072010201620202023
Alle Betriebe
Schweine255337459695826811
Rinder697487102104108
Milchkühe364046627281
Legehennen4495286271.1601.1571.316
Masthühner5.0306.82314.90128.16624.15424.069
Puten3.6794.7585.8936.6886.0725.325
Ökologische Betriebe
Schweine608684129136137
Rinder616465676667
Milchkühe313436434751
Legehennen2714857331.1901.1051.360
Masthühner3263127813.4342.9653.456
Puten5711.0691.1081.6031.734k. A.

Anm.: k. A. = keine Angabe.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Frage 11 Seite 11

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil an ökologisch bewirtschaftetem Ackerland in den letzten 20 Jahren in Deutschland entwickelt (bitte für jedes Jahr angeben und vergleichbare Daten verwenden)?

Antwort

Die nachfolgende Übersicht 13 zeigt den ökologisch bewirtschafteten Anteil an Ackerland in Deutschland.

Übersicht 13: Ökologisch bewirtschaftetes Ackerland (in Tausend ha)

Tabelle auf Seite 11 · 3 Zeilen × 7 Spalten
200320072010201620202023
Insgesamt11.82711.87711.84711.76311.66411.681
darunter ökologisch bewirtschaftet349412428478734870
Anteil in Prozent2,93,53,64,16,37,4

Quelle: Statistisches Bundesamt

Frage 12 Seite 11

Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, wie viele Landwirte in den kommenden fünf Jahren (schätzungsweise) in den Ruhestand gehen werden, und wenn ja, welchen Einfluss wird das nach Einschätzung der Bundesregierung auf das „Höfesterben“ (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller) haben?

Antwort

Aus der Agrarstrukturerhebung 2023 geht hervor, dass von den 217.800 Betriebsleiterinnen und Betriebsleitern in landwirtschaftlichen Betrieben mit der Rechtsform Einzelunternehmen rund 37 200 Personen 65 Jahre oder älter sind (www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwi rtschaft-Fischerei/Landwirtschaftliche-Betriebe/Publikationen/Downloads-Lan dwirtschaftliche-Betriebe/statistischer-bericht-arbeitskraefte-2030218239005.xl sx?__blob=publicationFile&v=6). Dies entspricht einem Anteil von rund 17 Prozent. Es kann davon ausgegangen werden, dass diese Personen in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen werden.

Das Merkmal der Hofnachfolge wurde mit der zuletzt durchgeführten Agrarstrukturerhebung 2023 nicht abgefragt, weshalb der Bundesregierung hierzu keine Kenntnisse vorliegen.

Frage 13 Seite 11

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der Insolvenzen bei landwirtschaftlichen Betrieben in den letzten 20 Jahren in Deutschland entwickelt (bitte für jedes Jahr angeben, nach Betriebsform aufschlüsseln und vergleichbare Daten verwenden)?

Antwort

Die vom Statistischen Bundesamt monatlich veröffentlichte Insolvenzstatistik gibt Auskunft über die Zahl der Insolvenzverfahren nach ausgewählten Wirtschaftsbereichen. Nach der derzeit gültigen Klassifikation (WZ 2008) liegen jährliche Angaben von 2008 bis 2024 vor. Betriebe des ökologischen Landbaus werden dabei nicht gesondert erfasst.

Die Zahlen können unter dem Tabellencode 52411-0068 in der GENESIS-Datenbank abgerufen werden. Es wird auf die ausgesetzte Insolvenzantragspflicht von März 2020 bis Mai 2021 verwiesen. Die nachfolgende Übersicht 14 stellt die Anzahl der Insolvenzverfahren im Bereich „Landwirtschaft, Jagd und verbundene Tätigkeiten“ dar.

Übersicht 14: Anzahl der beantragten Insolvenzverfahren im Bereich „Landwirtschaft, Jagd und verbundene Tätigkeiten“

Tabelle auf Seite 12 · 1 Zeilen × 10 Spalten
Jahr200820092010201120122013201420152016
Anzahl137127147126126105117104127
Tabelle auf Seite 12 · 1 Zeilen × 9 Spalten
Jahr20172018201920202021202220232024
Anzahl94939782977410269

Quelle: Statistisches Bundesamt

Frage 14 Seite 12

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Gesamtverschuldung der landwirtschaftlichen Betriebe in den letzten 20 Jahren in Deutschland entwickelt (bitte für jedes Jahr angeben, nach Betriebsform aufschlüsseln und vergleichbare Daten verwenden)?

Antwort

Die Entwicklung der Verschuldung der landwirtschaftlichen Betriebe in den letzten 20 Jahren ist der Übersicht 15 zu Frage 14 zu entnehmen. Die Zahlen wurden aus Buchführungsergebnissen des Testbetriebsnetzes des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gewonnen. Dargestellt sind Angaben zu den Nettoverbindlichkeiten (Summe der Verbindlichkeiten abzüglich des Finanzumlaufvermögens) je Betrieb nach Betriebsformen.

Frage 15 Seite 12

Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die landwirtschaftlichen Einkommen in den vergangenen 20 Jahren in Deutschland entwickelt, und sieht die Bundesregierung diesbezüglich Handlungsbedarf, und wenn ja, inwiefern (bitte für jedes Jahr angeben, nach Betriebsform aufschlüsseln und vergleichbare Daten verwenden)?

Antwort

Die Entwicklung der Einkommen aus landwirtschaftlicher Tätigkeit in den letzten 20 Jahren ist der Übersicht 16 (s. S. 13 f.) zu entnehmen. Die Zahlen wurden aus Buchführungsergebnissen des Testbetriebsnetzes des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gewonnen. Dabei wird die Kennzahl „Gewinn plus Personalaufwand je (Voll-)Arbeitskraft“ verwendet, um den Erfolg von Betrieben mit ungleichen Anteilen nicht entlohnter Arbeitskräfte vergleichbar zu machen. Diese Kennzahl wird als „Einkommen“ bezeichnet und so auch im Agrarpolitischen Bericht der Bundesregierung verwendet.

Übersicht 15 zu Frage 14: Nettoverbindlichkeiten* landwirtschaftlicher Betriebe (Euro je Betrieb)

Tabelle auf Seite 13 · 7 Zeilen × 12 Spalten
Betriebsform20022003200420052006200720082009201020112012
Ackerbau86.08985.99485.57788.70090.81792.91388.82292.15897.57599.37496.677
Gartenbau131.426140.446137.014135.016118.769117.278118.769110.033119.619124.048115.681
Dauerkultur49.69246.68445.67248.49843.14443.97040.16145.52642.70638.18938.143
Futterbau88.66591.72289.07486.86488.08588.16679.54286.15189.44887.88692.683
Veredlung101.707123.188139.303122.251118.918143.598149.671164.868143.364175.947169.248
Gemischt (Verbund)90.18498.695100.48091.96392.50991.99990.98097.157106.636105.676114.516
Gesamt88.89993.83694.25690.93390.62493.29988.91194.96997.16699.532101.741
Tabelle auf Seite 13 · 7 Zeilen × 12 Spalten
Betriebsform20132014201520162017201820192020202120222023
Ackerbau87.60797.762109.227126.038119.511118.041126.443129.275134.328126.677115.801
Gartenbau104.885112.913112.98598.990114.795105.327105.341159.301159.611289.20676.180
Dauerkultur30.78837.16436.12148.74752.00947.58729.52825.57813.12829.05016.740
Futterbau97.525101.149117.422122.889159.486149.207155.065170.823186.036174.583161.462
Veredlung164.817180.943191.099199.938242.803230.321251.030201.710218.955254.774273.885
Gemischt (Verbund)118.584129.849140.018157.841161.974175.753195.118197.460204.032197.396181.873
Gesamt101.711109.329121.388131.180149.083144.876152.798157.891166.280166.217151.279

*) Summe der Verbindlichkeiten abzüglich des Finanzumlaufvermögens. Hochgerechnete Angaben aus Buchführungsergebnissen des Testbetriebsnetzes Landwirtschaft für Betriebe aller Rechts- und Bewirtschaftungsformen, Wirtschaftsjahre endend im genannten Jahr. Quelle: BMLEH

*) Summe der Verbindlichkeiten abzüglich des Finanzumlaufvermögens. Hochgerechnete Angaben aus Buchführungsergebnissen des Testbetriebsnetzes Landwirtschaft für Betriebe aller Rechts- und Bewirtschaftungsformen, Wirtschaftsjahre endend im genannten Jahr. Quelle: BMLEH

Übersicht 16, zu Frage 15: Einkommen* aus landwirtschaftlicher Tätigkeit (Euro je Vollarbeitskraft)

Tabelle auf Seite 13 · 7 Zeilen × 12 Spalten
Betriebsform20022003200420052006200720082009201020112012
Ackerbau30.23123.65128.42328.89625.24332.11740.30636.30129.48738.90038.666
Gartenbau20.96221.41520.72819.71821.34621.62923.16421.67222.40622.45622.724
Dauerkultur17.74220.12118.81418.23319.81020.97425.00021.74419.86621.77822.677
Futterbau20.95018.56317.75521.77023.31125.47234.58721.84321.22630.44030.405
Veredlung33.23218.63817.19133.18329.69729.79717.85130.01929.36023.61833.277
Gemischt (Verbund)22.10118.71218.77423.34921.51524.08130.19825.81822.73928.62930.168
Gesamt23.62519.83720.01923.81623.39325.97131.33825.73023.59429.38330.561
Tabelle auf Seite 13, 14 · 7 Zeilen × 12 Spalten
Betriebsform20132014201520162017201820192020202120222023
Ackerbau55.39446.11638.43034.69033.93133.65834.79136.90638.25550.32663.943
Gartenbau23.16724.06625.21929.04030.97930.20931.75737.59737.97541.09145.469
Dauerkultur27.09624.94823.79825.52027.67130.71328.10529.49233.50433.20931.264
Futterbau28.27134.14724.07122.34727.70040.76330.69428.45530.45144.21461.662
Veredlung41.95742.68132.38125.37749.17439.75630.16266.78028.18038.13469.013
Gemischt (Verbund)34.61133.90428.03825.10530.27632.24528.36932.62331.04941.61351.279
Gesamt34.64635.23428.12326.14831.56435.94730.99135.01332.87243.46957.536

*) Summe aus Gewinn und Personalaufwand, je Vollarbeitskraft. Hochgerechnete Angaben aus Buchführungsergebnissen des Testbetriebsnetzes Landwirtschaft für Betriebe aller Rechts- und Bewirtschaftungsformen, Wirtschaftsjahre endend im genannten Jahr. Quelle: BMLEH

*) Summe aus Gewinn und Personalaufwand, je Vollarbeitskraft. Hochgerechnete Angaben aus Buchführungsergebnissen des Testbetriebsnetzes Landwirtschaft für Betriebe aller Rechts- und Bewirtschaftungsformen, Wirtschaftsjahre endend im genannten Jahr. Quelle: BMLEH

Frage 16 + 16a + 16b Seite 15

16Wird die Bundesregierung die im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vereinbarte einkommenswirksame Ausgestaltung der ersten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sowie deutlich gesteigerte für die „Erbringung von Klima-, Umwelt- und Tierwohlleistungen“ umsetzen (www.koalitionsvertrag2025.de/sites/www.koalitionsvertrag202 5.de/files/koalitionsvertrag.pdf, S. 42)?

16aWenn ja, wie konkret, bis wann, und erwartet die Bundesregierung dadurch einen positiven Effekt auf die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft?

16bWenn nein, warum nicht?

Antwort

Die Fragen 16 bis 16b werden gemeinsam beantwortet.

Die Bundesregierung wird sich gemäß den genannten Vereinbarungen im Koalitionsvertrag bei den anstehenden Verhandlungen der zukünftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union für die Erhaltung der bisherigen einkommenswirksamen Zahlungen der 1. Säule sowie für verbesserte Ausgestaltungsmöglichkeiten zur Honorierung von Klima-, Umwelt- und Tierwohlleistungen in der Landwirtschaft einsetzen. Die dadurch erzielbaren Effekte hängen von den Ergebnissen der Verhandlungen der zukünftigen Gemeinsamen Agrarpolitik der EU ab.

Frage 17 + 17a + 17b Seite 15

17Wird die Bundesregierung die im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vereinbarte Evaluierung und Überarbeitung der Umsetzung der EU-Richtlinie über unfaire Handelspraktiken, um einen Wettbewerb mit fairen Erzeugerpreisen im Lebensmittelmarkt zu ermöglichen, umsetzen (www.koalitionsvertrag2025.de/sites/www.koalitionsvertrag2025.de/file s/koalitionsvertrag.pdf, S. 43)?

17aWenn ja, wie konkret, bis wann, und erwartet die Bundesregierung dadurch einen positiven Effekt auf die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft?

17bWenn nein, warum nicht?

Antwort

Die Fragen 17 bis 17b werden gemeinsam beantwortet.

Mit der Richtlinie (EU) 2019/633 über unlautere Handelspraktiken (sogenannte UTP-Richtlinie) soll unter anderem den negativen Auswirkungen von unlauteren Handelspraktiken auf die Einkommenssituation der Landwirte entgegengewirkt werden. Hierzu wird auf den Erwägungsgrund 7 der UTP-Richtlinie verwiesen. Die UTP-Richtlinie wurde mit dem Agrarorganisationen-und-Lieferketten-Gesetz (AgrarOLkG) in der Fassung vom 9. Juni 2021 umgesetzt. Durchsetzungsbehörde ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, die erste Entscheidungen getroffen hat, um unlautere Handelspraktiken zu unterbinden. Diese sind unter www.ble.de/DE/Themen/Marktorganisation/UTP/V eroeffentlichungen/UTP_Veroeffentlichungen_Entscheidungen.html?nn=64 6440 abrufbar.

Die Europäische Kommission ist nach der UTP-Richtlinie verpflichtet, bis zum 1. November 2025 einen Evaluierungsbericht vorzulegen. Der Bericht kann mit Vorschlägen zur Änderung der Richtlinie verknüpft werden. Die Bundesregierung wird sich in den Prozess konstruktiv einbringen.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat wird außerdem nach § 59 Absatz 1 AgrarOLkG bis Ende 2027 unter Beteiligung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie die zum 31. Oktober 2024 in Kraft getretenen Änderungen im Hinblick auf ihre Wirksamkeit bewerten.

Frage 18 + 18a + 18b Seite 16

18Wird die Bundesregierung die im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vereinbarte vollständige Einführung der Agrardieselrückvergütung umsetzen (www.koalitionsvertrag2025.de/sites/www.koalitionsvertr ag2025.de/files/koalitionsvertrag.pdf, S. 43)?

18aWenn ja, wie konkret, bis wann, und erwartet die Bundesregierung dadurch einen positiven Effekt auf die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft?

18bWenn nein, warum nicht?

Antwort

Die Fragen 18 bis 18b werden gemeinsam beantwortet.

Die vollständige Wiedereinführung der Energiesteuerentlastung für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft (sogenannte Agrardieselvergütung) ist Teil des Koalitionsvertrages und wurde als prioritäre Maßnahme im Koalitionsausschuss am 28. Mai 2025 genannt. Diese Maßnahme hat einen Umfang von ca. 430 Mio. Euro pro Jahr und kann eine finanzielle Entlastung und Stärkung der Landwirtschaftsbetriebe im Wettbewerb darstellen. Das federführende Bundesministerium der Finanzen prüft bereits die Umsetzung und Ausgestaltung des Rechtsetzungsvorhabens.