Vorbemerkung der Fragesteller
Vorbemerkung der Fragesteller
Während die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Stefanie Hubig bereits einen Gesetzentwurf vorgelegt hat, der härtere Strafen bei Gewalt gegen Rettungskräfte sowie Polizisten vorsieht, zweifelt der Deutsche Berufsverband Rettungsdienst an der Wirksamkeit der Regierungspläne. Die vorgesehenen Strafverschärfungen für Angriffe auf Helfer werden seitens des Verbandsvorsitzenden für „wenig zielführend“ gehalten. Er kritisiert, dass es entsprechende Gesetze bereits gebe, sie aber nicht angewendet würden. Darüber hinaus werde das mögliche Strafmaß, das schon jetzt bei bis zu fünf Jahren Haft liege, fast nie ausgereizt. Kritisiert wird außerdem die Dauer von Strafverfahren, so würde es „Monate, manchmal Jahre“ dauern, bis es zu einem Prozess käme (www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/rettungskraefte-s chutz-100.html#:~:text=Wer%20Einsatzkräfte%20in%20einen%20Hinterhalt, Übergriffe%20auf%20Polizei%20und%20Rettungskräfte.).
Strafrahmen den Gerichten als Orientierung für die Verhängung einer tat- und schuldangemessenen Strafe im konkreten Einzelfall. Strafen am oberen Rand des Strafrahmens dienen dabei der angemessenen Bestrafung von besonders schweren Taten.
Wichtig für die abschreckende Wirkung von Straftatbeständen ist, dass eine effektive Strafverfolgung stattfindet. Dafür bedarf es einer leistungsstarken und effizienten Justiz. Das BMJV bietet den Ländern, die hierfür zuständig sind, mit einer Neuauflage des Pakts für den Rechtsstaat an, sie dabei zu unterstützen.
Die Beantwortung der Fragen erfolgt z. T. auf Basis der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei (PES), z. T. auf Basis der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS). Beide Statistiken sind nicht miteinander vergleichbar.
Die PES ist eine Eingangsstatistik. Die statistische Erfassung in der PES erfolgt somit zeitlich unmittelbar im Anschluss an die Kenntniserlangung des Straftatverdachtes durch die Bundespolizei. Ein weiterer wichtiger Unterschied ist, dass bei der PES – im Gegensatz zur PKS – auch unterjährige Auswertungen möglich sind. Durch spätere Korrekturen und Nachmeldungen sind Änderungen der statistischen Angaben möglich.
Bei der PKS handelt es sich hingegen um eine Ausgangsstatistik. Das bedeutet, dass eine statistische Erfassung in der PKS erst bei Abgabe an die Staatsanwaltschaft erfolgt. Die PKS ist zudem eine Jahresstatistik, sodass unterjährige Auswertungen nicht möglich sind. Zum Berichtsjahr 2025 liegen noch keine qualitätsgesicherten und mit den Ländern abgestimmten PKS-Daten vor.
Bei der Interpretation der Daten ist zudem Folgendes zu beachten:
– In der PKS wird bei Opfern die Häufigkeit des „Opferwerdens“ gezählt, d. h., dass eine Person, die mehrfach Opfer wurde, auch mehrfach gezählt wird.
– Die Erfassung der Merkmale der Opferspezifik (z. B. Polizeivollzugsbeamte) erfolgt unter der Bedingung, dass die Tatmotivation in den personen-, berufs- bzw. verhaltensbezogenen Merkmalen des Opfers begründet ist oder in Beziehung dazu steht (sachlicher Zusammenhang). Das Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen muss erkennen lassen, dass die Tathandlung unter anderem oder allein durch das im Einzelfall vorliegende Merkmal veranlasst war. Angegeben sind im Folgenden bei der Frage nach Fallzahlen alle Fälle mit mindestens einem Opfer, zu dem die jeweils erfragte Opferspezifik erfasst wurde.
– In der PKS wird hinsichtlich der Opferspezifik „Beruf/Tätigkeit – Vollstreckungsbeamte und Rettungsdienste“ nicht zwischen Bundes- und Landesbediensteten unterschieden. Auch Mitarbeitende des Technischen Hilfswerkes (THW) werden nicht gesondert als Opfer in der PKS erfasst, werden aber in der Kategorie „sonstige Rettungsdienste“ berücksichtigt.
– Beleidigungsdelikte sind keine Opferdelikte im Sinne der PKS. In der PKS werden Angaben zum Opfer grundsätzlich bei strafbaren Handlungen gegen höchstpersönliche Rechtsgüter (Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit, Ehre, sexuelle Selbstbestimmung) erfasst. Einzig zur Beleidigung auf sexueller Grundlage (PKS-Schlüssel 673110) ist ab dem Berichtsjahr 2024 eine Opfererfassung möglich.
– Soweit nicht anders vermerkt, werden die Fälle insgesamt (versucht und vollendet) ausgewiesen.
1Wie haben sich die Anzahl der Beleidigungs- und Körperverletzungsdelikte sowie der Straftaten wider das Leben von
1aBundespolizeibeamten,
Eine statistische Erhebung des Geschädigten im Sinne der Fragestellung erfolgt für den bundespolizeilichen Zuständigkeitsbereich im Zuge der PES ausschließlich im Zusammenhang mit Körperverletzungen und Straftaten gegen das Leben. Die Daten können der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
| Jahr | Straftaten gegen das Leben | Körperverletzungen |
|---|---|---|
| 2023 | 1 | 1 027 |
| 2024 | 5 | 1 098 |
| 2025 | 4 | 1 026 |
Quelle: PES
Informationen zu den eingesetzten Tatmitteln sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
| Eingesetztes Tatmittel | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|
| Messer | 13 | 12 | 3 |
| Pyrotechnik | – | 13 | 9 |
| Reizstoffe | 5 | 8 | 6 |
| Sonstige gefährliche Werkzeuge | 56 | 73 | 87 |
| Waffen (Schuss-, Schreckschuss- und Anscheinwaffen) | – | 2 | 2 |
| Gesamt | 74 | 108 | 107 |
Quelle: PES
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
Vollzugsbeamten des Zolls (mit Bediensteten des Vollstreckungsaußendienstes) und
In der PKS werden Vollstreckungsbeamte des Zolls gesondert als Opfer erfasst. Hierunter fallen alle Vollstreckungsbeamten des Zolls gemäß § 113 des Strafgesetzbuches (StGB), d. h. Amtsträger des Zolls, die zur Vollstreckung von Gesetzen, Rechtsverordnungen, Urteilen, Gerichtsbeschlüssen oder Verfügungen berufen sind. Für die Jahre 2023 und 2024 wurden folgende Fallzahlen registriert.
| Jahr | Straftaten gegen das Leben* | Körperverletzungen** | Beleidigung auf sexueller Grundlage |
|---|---|---|---|
| 2023 | 1 | 4 | – |
| 2024 | – | 18 | 3 |
Quelle: PKS * Umfasst die PKS-Schlüssel 010000 „Mord § 211 StGB“, 020010 „Totschlag § 212 StGB“ sowie 221000 „Körperverletzung mit Todesfolge §§ 227, 231 StGB“. ** Umfasst die PKS-Schlüssel 224000 „Vorsätzlicher einfacher Körperverletzung § 223 StGB“ sowie 222000 „Gefährlicher und schwerer Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien §§ 224, 226, 226a, 231 StGB“.
Zu verwendeten Tatmitteln bei Körperverletzungsdelikten und Straftaten gegen das Leben liegen auf der Grundlage der PKS nur Informationen zur Schusswaffenverwendung und seit dem Berichtsjahr 2024 zum Phänomen Messerangriff¹ vor. Für das Berichtsjahr 2024 wurde für einen Fall „Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien §§ 224, 226, 226a, 231 StGB“ mit der Opferspezifik „Zoll (Vollstreckungsbeamte)“ das Phänomen „Messerangriff“ erfasst. Darüber hinaus wurden keine weiteren Tatmittel registriert.
Unabhängig von der PKS stehen im Bereich der Zollverwaltung eigene Daten bezogen auf die Gruppe der Vollzugsbeamten des Zolls zur Anzahl der Körperverletzungsdelikte und zum Tatbestand der Beleidigung zur Verfügung. Straftaten wider das Leben werden statistisch nicht gesondert erfasst. Die Auswertung für die Jahre 2023 bis 2025, einschließlich Informationen zu den Tatmitteln, kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden. Eine Vergleichbarkeit mit den in der PKS erfassten Fallzahlen ist aufgrund der abweichenden Datengrundlage nicht gegeben.
| Kalenderjahr | Körperliche Angriffe insgesamt | Körperliche Angriffe mit Waffen* | Beschreibung der Angriffe mit Waffen | Beleidigungen |
|---|---|---|---|---|
| 2023 | 136 | 6 | 2x Schusswaffe 4x Messer | 73 |
| 2024 | 110 | 5 | 5x Messer | 74 |
| 2025 | 104 | 4 | 4x Messer | 108 |
Quelle: Zollverwaltung * Unter „Waffen“ werden im Kontext mit den körperlichen Angriffen Schusswaffen sowie Hieb- und Stichwaffen subsumiert und statistisch erfasst.
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
Helfern des Technischen Hilfswerkes (THW) seit dem Jahr 2023 jährlich entwickelt, und welche Tatmittel kamen dabei zum Einsatz?
Der Bundesregierung liegen keine Informationen im Sinne der Fragestellung vor. Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
2Wie viele der Tatverdächtigen waren jeweils
2aminderjährig und
2bvolljährig (bitte nach Staatsbürgerschaften auflisten), und wie hoch war jeweils der Anteil?
Für den Bereich der Bundespolizei erfolgt die Beantwortung unter Bezugnahme auf die Antwort zu Frage 1a.
| Staatsangehörigkeit | Anzahl Beschuldigter | Davon Minderjährige | Anteil in Prozent |
|---|---|---|---|
| Gesamt | 2 910 | 199 | 6,8 |
| davon | |||
| afghanisch | 56 | 3 | 5,4 |
| albanisch | 8 | – | – |
| algerisch | 76 | 9 | 11,8 |
| amerikanisch | 12 | – | – |
| angolanisch | 4 | – | – |
| argentinisch | 2 | – | – |
| armenisch | 2 | – | – |
| aserbaidschanisch | 3 | – | – |
| australisch | 1 | – | – |
| bangladeschisch | 1 | – | – |
| belarussisch | 3 | – | – |
| beninisch | 5 | – | – |
| bosnischherzegowinisch | 4 | 1 | 25,0 |
| brasilianisch | 2 | – | – |
| britisch (Vereinigtes Königreich) | 4 | – | – |
| bulgarisch | 27 | 2 | 7,4 |
| burkinisch | 4 | – | – |
| burundisch | 2 | – | – |
| chinesisch | 1 | – | – |
| deutsch | 1 424 | 122 | 8,6 |
| dominikanisch | 2 | – | – |
| dänisch | 1 | – | – |
| eritreisch | 21 | 1 | 4,8 |
| finnisch | 1 | – | – |
| französisch | 25 | – | – |
| gambisch | 36 | 1 | 2,8 |
| georgisch | 15 | – | – |
| ghanaisch | 9 | – | – |
| griechisch | 5 | – | – |
| guinea-bissauisch | 5 | – | – |
| guineisch | 32 | 1 | 3,1 |
| haitianisch | 1 | – | – |
| indisch | 7 | – | – |
| irakisch | 34 | 4 | 11,8 |
| iranisch | 10 | 1 | 10,0 |
| italienisch | 22 | – | – |
| ivorisch | 8 | – | – |
| japanisch | 1 | – | – |
| jemenitisch | 1 | – | – |
| jordanisch | 2 | – | – |
| kambodschanisch | 1 | – | – |
| kamerunisch | 9 | – | – |
| kanadisch | 2 | – | – |
| kasachisch | 2 | – | – |
| kenianisch | 3 | – | – |
| kolumbianisch | 5 | – | – |
| komorisch | 1 | – | – |
| kongolesisch (Kongo, Demokratische Republik) | 5 | – | – |
| kongolesisch (Republik Kongo) | 2 | – | – |
| kosovarisch | 3 | 1 | 33,3 |
| kroatisch | 12 | – | – |
| kubanisch | 3 | – | – |
| kuwaitisch | 1 | – | – |
| lettisch | 12 | – | – |
| libanesisch | 9 | – | – |
| liberianisch | 2 | – | – |
| libysch | 17 | 2 | 11,8 |
| litauisch | 18 | – | – |
| luxemburgisch | 2 | – | – |
| madagassisch | 1 | – | – |
| malawisch | 3 | – | – |
| malisch | 10 | – | – |
| marokkanisch | 74 | 12 | 16,2 |
| mauretanisch | 2 | – | – |
| mazedonisch | 2 | – | – |
| mexikanisch | 1 | – | – |
| moldauisch | 12 | – | – |
| mongolisch | 1 | – | – |
| montenegrinisch | 1 | – | – |
| nepalesisch | 1 | – | – |
| niederländisch | 11 | – | – |
| nigerianisch | 26 | – | – |
| ohne Angabe | 2 | – | – |
| pakistanisch | 4 | – | – |
| palästinensisch | 1 | – | – |
| polnisch | 197 | – | – |
| portugiesisch | 3 | 1 | 33,3 |
| rumänisch | 64 | 1 | 1,6 |
| russisch | 19 | 2 | 10,5 |
| salvadorianisch | 1 | – | – |
| schwedisch | 3 | – | – |
| schweizerisch | 5 | – | – |
| senegalesisch | 5 | – | – |
| serbisch | 8 | 1 | 12,5 |
| sierra-leonisch | 7 | – | – |
| simbabwisch | 2 | – | – |
| slowakisch | 8 | 1 | 12,5 |
| slowenisch | 1 | – | – |
| somalisch | 43 | 2 | 4,7 |
| spanisch | 8 | – | – |
| sri-lankisch | 3 | – | – |
| staatenlos | 4 | 1 | 25,0 |
| sudanesisch | 6 | – | – |
| syrisch | 74 | 13 | 17,6 |
| südsudanesisch | 2 | – | – |
| tadschikisch | 1 | – | – |
| tansanisch | 1 | – | – |
| togoisch | 3 | – | – |
| tschadisch | 1 | – | – |
| tschechisch | 11 | – | – |
| tunesisch | 56 | 6 | 10,7 |
| turkmenisch | 2 | – | – |
| türkisch | 63 | – | – |
| ukrainisch | 91 | 10 | 11,0 |
| ungarisch | 19 | – | – |
| ungeklärt | 30 | 1 | 3,3 |
| usbekisch | 1 | – | – |
| venezolanisch | 5 | – | – |
| vietnamesisch | 2 | – | – |
| ägyptisch | 8 | – | – |
| äthiopisch | 6 | – | – |
| österreichisch | 7 | – | – |
Quelle: PES
Für den Zoll wurde unter Bezugnahme auf die Antwort zu Frage 1b nachstehende PKS-Sonderauswertung erstellt. In dieser wurden nur die Staatsangehörigkeiten aufgelistet, die innerhalb eines Berichtsjahres mindestens bei einem der in der Antwort zu Frage 1b genannten Tatverdächtigen (TV) festgestellt wurde. Für die Berichtsjahre 2023 und 2024 wurden keine minderjährigen Tatverdächtigen zu den in Frage 1b erfragten Fällen erfasst. Anteile wurden deshalb nicht berechnet und ausgewiesen.
| Jahr | Schlüssel | Straftat Beschreibung | TV volljährig | TV Staatsangehörigkeit |
|---|---|---|---|---|
| 2023 | 222000 | Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien §§ 224, 226, 226a, 231 StGB | 1 | Deutschland |
| 2023 | 224000 | Vorsätzliche einfache Körperverletzung § 223 StGB | 2 | Deutschland |
| 2024 | 222000 | Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien §§ 224, 226, 226a, 231 StGB | 3 | Deutschland |
| 2024 | 222000 | Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien §§ 224, 226, 226a, 231 StGB | 1 | Ukraine |
| 2024 | 222000 | Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien §§ 224, 226, 226a, 231 StGB | 2 | Algerien |
| 2024 | 222000 | Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien §§ 224, 226, 226a, 231 StGB | 1 | Gambia |
| 2024 | 222000 | Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien §§ 224, 226, 226a, 231 StGB | 1 | Tunesien |
| 2024 | 222000 | Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien §§ 224, 226, 226a, 231 StGB | 1 | Afghanistan |
| 2024 | 224000 | Vorsätzliche einfache Körperverletzung § 223 StGB | 5 | Deutschland |
| 2024 | 224000 | Vorsätzliche einfache Körperverletzung § 223 StGB | 1 | Slowakei |
| 2024 | 224000 | Vorsätzliche einfache Körperverletzung § 223 StGB | 1 | Schweiz |
| 2024 | 224000 | Vorsätzliche einfache Körperverletzung § 223 StGB | 2 | Türkei |
| 2024 | 224000 | Vorsätzliche einfache Körperverletzung § 223 StGB | 1 | Philippinen |
| 2024 | 673110 | Beleidigung auf sexueller Grundlage | 2 | Deutschland |
| 673110 | Beleidigung auf sexueller Grundlage | 1 | Schweiz |
Quelle: PKS
Darüber hinausgehende Informationen zur Beantwortung der Frage liegen der Bundesregierung nicht vor. Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
Wie verteilen sich die in Frage 1 erfragten Delikte in den Jahren seit 2023 auf die Länder?
Für den Bereich der Bundespolizei zeigt nachstehende Übersicht die Verteilung der Delikte nach Bundesländern für die Berichtsjahre 2023 bis 2025.
| Bundesland | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 131 | 143 | 131 |
| Bayern | 95 | 159 | 162 |
| Berlin | 100 | 86 | 89 |
| Brandenburg | 28 | 30 | 32 |
| Bremen | 10 | 11 | 6 |
| Hamburg | 90 | 65 | 66 |
| Hessen | 96 | 93 | 103 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 26 | 21 | 16 |
| Niedersachsen | 76 | 60 | 55 |
| Nordrhein-Westfalen | 151 | 170 | 129 |
| Rheinland-Pfalz | 37 | 46 | 33 |
| Saarland | 44 | 25 | 31 |
| Sachsen | 40 | 85 | 79 |
| Sachsen-Anhalt | 49 | 58 | 56 |
| Schleswig-Holstein | 38 | 29 | 26 |
| Thüringen | 15 | 18 | 13 |
| Unbekannt | 2 | 4 | 3 |
Quelle: PES
Für die Opferspezifik Zoll (Vollstreckungsbeamte) wurde nachstehende PKS-Sonderauswertung zur Verteilung der Fälle nach Frage 1b) auf die Bundesländer zu erstellt.
| Jahr | Schlüssel | Straftat Beschreibung | Bundesland | Fälle |
|---|---|---|---|---|
| 2023 | 010000 | Mord § 211 StGB | Bayern | 1 |
| 2023 | 222000 | Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien §§ 224, 226, 226a, 231 StGB | Bremen | 1 |
| 2023 | 222000 | Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien §§ 224, 226, 226a, 231 StGB | Nordrhein-Westfalen | 1 |
| 2023 | 224000 | Vorsätzliche einfache Körperverletzung § 223 StGB | Bayern | 2 |
| 2024 | 222000 | Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien §§ 224, 226, 226a, 231 StGB | Bayern | 8 |
| 2024 | 224000 | Vorsätzliche einfache Körperverletzung § 223 StGB | Bayern | 6 |
| 2024 | 224000 | Vorsätzliche einfache Körperverletzung § 223 StGB | Hessen | 1 |
| 2024 | 224000 | Vorsätzliche einfache Körperverletzung § 223 StGB | Nordrhein-Westfalen | 1 |
| 2024 | 224000 | Vorsätzliche einfache Körperverletzung § 223 StGB | Rheinland-Pfalz | 1 |
| 2024 | 224000 | Vorsätzliche einfache Körperverletzung § 223 StGB | Thüringen | 1 |
| 2024 | 673110 | Beleidigung auf sexueller Grundlage | Baden-Württemberg | 1 |
| 2024 | 673110 | Beleidigung auf sexueller Grundlage | Brandenburg | 1 |
| 2024 | 673110 | Beleidigung auf sexueller Grundlage | Mecklenburg- Vorpommern | 1 |
Quelle: PKS Darüber hinausgehende Informationen zur Beantwortung der Frage liegen der Bundesregierung nicht vor. Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
Wie viele Einsatzkräfte von Feuerwehren und Hilfsorganisationen sowie Polizeibeamte der Länder wurden nach Kenntnis der Bundesregierung seit dem Jahr 2023 im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Dienstes Opfer eines Körperverletzungs- oder Tötungsdelikts (auch Versuche)?
Für die Beantwortung der Frage wurde eine PKS-Sonderauswertung erstellt (Anlage 1²). Die Opferspezifik „Polizeivollzugsbeamte“ umfasst sowohl Polizeibedienstete der Länder als auch des Bundes. Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
Wie verteilen sich nach Kenntnis der Bundesregierung die in Frage 4 erfragten Delikte in den Jahren seit 2023 auf die Länder?
Für die Beantwortung der Frage wurde eine PKS-Sonderauswertung erstellt (Anlage 2*). Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
PDF-Seiten 17–29 (13 Seiten) · im Originalformat beigefügt, nicht in Tabellen übernommen
Wie viele Widerstandshandlungen i. S. d. §§ 113 bis 115 des Strafgesetzbuches (StGB) wurden seit dem Jahr 2020 gegen Einsatzkräfte von Bundespolizei, Zoll und Technischem Hilfswerk begangen?
Im Zeitraum Januar 2020 bis Dezember 2025 sind laut PES 25 926 Delikte gemäß den §§ 113 bis 115 StGB zum Nachteil von Beamten der Bundespolizei verzeichnet.
Den nachfolgenden Tabellen sind die in der PKS erfassten Fallzahlen für „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen §§ 113, 115 StGB“ (PKS-Schlüssel 6211100) und „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen §§ 114, 115 StGB“ (621120) zum Nachteil von Vollstreckungsbeamten des Zolls für die Berichtsjahre 2020 bis 2024 zu entnehmen.
PKS-Schlüssel 621110 „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen §§ 113, 115 StGB“
| Berichtsjahr | Schlüssel | Fälle |
|---|---|---|
| 2020 | 621110 | 25 |
| 2021 | 621110 | 17 |
| 2022 | 621110 | 31 |
| 2023 | 621110 | 32 |
| 2024 | 621110 | 36 |
Quelle: PKS
PKS-Schlüssel 621120 „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen §§ 114, 115 StGB“
| Berichtsjahr | Schlüssel | Fälle |
|---|---|---|
| 2020 | 621120 | 16 |
| 2021 | 621120 | 11 |
| 2022 | 621120 | 32 |
| 2023 | 621120 | 22 |
| 2024 | 621120 | 17 |
Quelle: PKS
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
Wie verteilen sich die in Frage 6 erfragten Delikte in den Jahren seit 2023 auf die Länder?
Die erbetene Aufschlüsselung der im Zeitraum Januar 2023 bis Dezember 2025 festgestellten Delikte gemäß den §§ 113 bis 115 StGB zum Nachteil von Beamten der Bundespolizei kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden.
| Land | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 541 | 625 | 691 |
| Bayern | 618 | 755 | 792 |
| Berlin | 442 | 513 | 526 |
| Brandenburg | 125 | 174 | 196 |
| Bremen | 73 | 58 | 105 |
| Hamburg | 248 | 215 | 220 |
| Hessen | 409 | 426 | 433 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 117 | 133 | 88 |
| Niedersachsen | 340 | 336 | 370 |
| Nordrhein-Westfalen | 872 | 1 115 | 1 264 |
| Rheinland-Pfalz | 143 | 160 | 152 |
| Saarland | 90 | 72 | 78 |
| Sachsen | 212 | 290 | 336 |
| Sachsen-Anhalt | 206 | 178 | 182 |
| Schleswig-Holstein | 128 | 135 | 131 |
| Thüringen | 66 | 71 | 76 |
| Unbekannt | 4 | 6 | 9 |
Quelle: PES
Die Verteilung der in Frage 6 erfragten Fälle auf die Bundesländer kann den folgenden Tabellen entnommen werden.
PKS-Schlüssel 621110 „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen §§ 113, 115 StGB“
| Schlüssel | Bundesland | Fälle 2023 | Fälle 2024 |
|---|---|---|---|
| 621110 | Baden-Württemberg | 8 | 10 |
| 621110 | Bayern | 3 | 2 |
| 621110 | Berlin | 1 | 5 |
| 621110 | Brandenburg | 0 | 1 |
| 621110 | Bremen | 0 | 1 |
| 621110 | Hamburg | 1 | 2 |
| 621110 | Hessen | 0 | 3 |
| 621110 | Mecklenburg-Vorpommern | 0 | 1 |
| 621110 | Niedersachsen | 3 | 2 |
| 621110 | Nordrhein-Westfalen | 9 | 7 |
| 621110 | Rheinland-Pfalz | 1 | 0 |
| 621110 | Saarland | 1 | 1 |
| 621110 | Sachsen | 5 | 0 |
| 621110 | Sachsen-Anhalt | 0 | 1 |
| 621110 | Schleswig-Holstein | 0 | 0 |
| 621110 | Thüringen | 0 | 0 |
Quelle: PKS
PKS-Schlüssel 621120 „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen §§ 114, 115 StGB“
| Schlüssel | Bundesland | Fälle 2023 | Fälle 2024 |
|---|---|---|---|
| 621120 | Baden-Württemberg | 4 | 4 |
| 621120 | Bayern | 5 | 1 |
| 621120 | Berlin | 0 | 2 |
| 621120 | Brandenburg | 0 | 1 |
| 621120 | Bremen | 1 | 0 |
| 621120 | Hamburg | 1 | 0 |
| 621120 | Hessen | 3 | 2 |
| 621120 | Mecklenburg-Vorpommern | 0 | 0 |
| 621120 | Niedersachsen | 0 | 3 |
| 621120 | Nordrhein-Westfalen | 3 | 1 |
| 621120 | Rheinland-Pfalz | 0 | 2 |
| 621120 | Saarland | 0 | 0 |
| 621120 | Sachsen | 2 | 1 |
| 621120 | Sachsen-Anhalt | 0 | 0 |
| 621120 | Schleswig-Holstein | 3 | 0 |
| 621120 | Thüringen | 0 | 0 |
Quelle: PKS
Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
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