Bilanz des Förderprogramms EhAP Plus des Europäischen Sozialfonds

Drucksache 21/3251Antwortauf die Kleine Anfrage 21/297611.12.202512 Seiten19 FragenFraktion der AfDBundesministerium für Arbeit und SozialesGesellschaftspolitik, soziale Gruppen
Vorbemerkung der Fragesteller

Vorbemerkung der Fragesteller

Der Europäische Sozialfonds (ESF) wird gemeinsam von der Europäischen Union (EU) und den Mitgliedstaaten finanziert. Für die Förderperiode des ESF 2021 bis 2027 sind für Deutschland insgesamt rund 6,56 Mrd. Euro vorgesehen, die sich auf den Bund und die Bundesländer aufteilen (www.bma s.de/EN/Europe-and-the-World/European-Funds/ESF/esf-article.html#docf81 a347e-48ed-4938-a9a6-bda786bfd8afbodyText4).

Für einen Teil der geförderten Programme ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) federführend (www.esf.de/portal/DE/ESF-Plus-202 1-2027/Foerderprogramme/inhalt.html), darunter das Förderprogramm „EhAP Plus – Eingliederung hilft gegen Ausgrenzung der am stärksten benachteiligten Personen“. Mit dem EhAP-Plus-Programm soll die Lebenssituation und die soziale Eingliederung von besonders benachteiligten neu zugewanderten Unionsbürgern und deren Kindern unter 18 Jahren sowie von Wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen und deren Kindern unter 18 Jahren verbessert werden.

Die Förderung beträgt mit dem ersten Aufruf ca. 88,5 Mio. Euro und dem zweiten Aufruf ca. 61,2 Mio. Euro. Damit werden 120 Projekte gefördert.

Nach Ansicht der Fragesteller ist das Programm Ausdruck einer migrations- und minderheitenorientierten Sozialpolitik, die hohe finanzielle Mittel einseitig für sehr spezifisch festgelegte Zielgruppen zur Verfügung stellt. Der Fokus liegt in ihren Augen auf neu zugewanderten Unionsbürgern und marginalisierten Gruppen, auf Kosten einer gleichberechtigten Unterstützung aller Bedürftigen in Deutschland unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Bedürftigkeitsgrund. Die Annahmen zur Allgegenwart von Diskriminierung und Vorurteilen als Kernursache für mangelhafte Integration bleiben weitgehend unbelegt. Das Programm steht nach Auffassung der Fragesteller beispielhaft für die symptomatische Politik der letzten Jahre, gesellschaftliche Herausforderungen durch immer neue Förder- und Schulungsprogramme zu lösen zu versuchen, anstatt Ursachen wie integrationshemmende Subkulturen, wenig kontrollierte Masseneinwanderung oder mangelnde Eigenverantwortung konsequent anzugehen.

Frage 1 Seite 2

Welche Gruppen von neu zugewanderten Unionsbürgern sind nach Ansicht der Bundesregierung besonders benachteiligt, mit welchen Begründungen, und seit wann ist dies der Bundesregierung bekannt?

Antwort

Zu den am stärksten benachteiligten Personen in Deutschland gehört der Teil der neuzugewanderten EU-Bürgerinnen und EU-Bürger, der von Armut und Ausgrenzung betroffen ist. Die Bundesregierung hat sich 2014 im Rahmen des Staatssekretärsausschusses zu „Rechtsfragen und Herausforderungen bei der Inanspruchnahme der sozialen Sicherungssysteme durch Angehörige der EU-Mitgliedstaaten“ hiermit befasst.

Frage 2 Seite 2

Welche belastbaren Evaluierungsdaten gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung zu tatsächlichen regionalen Integrationsbedarfen und zu strukturellen Benachteiligungen neu zugewanderter Unionsbürger (bitte nach Nationalität aufschlüsseln)?

Antwort

Projekte müssen den vor Ort herrschenden Bedarf vor Projektbeginn belegen. Die Zielerreichung wird anschließend auch im Rahmen der erreichten Beratungszahlen verifiziert. Zur Evaluation wird auf die Antwort zu Frage 15 verwiesen.

Frage 3 Seite 2

Aus welchen Gründen reichen nach Kenntnis der Bundesregierung bestehende lokale und regionale Hilfestrukturen für diese Gruppen (Frage 1) nicht oder nicht mehr aus?

Antwort

Die Bundesregierung geht davon aus, dass bestehende lokale und regionale Hilfestrukturen grundsätzlich ausreichen, jedoch den Menschen diese Angebote entweder nicht bekannt oder für sie aus unterschiedlichen Gründen nicht erreichbar sind. Darüber hinaus kann es in einzelnen Kommunen zu erhöhten Anforderungen an vorhandene lokale und regionale Hilfestrukturen kommen, denen durch die Förderung im Rahmen des Programms EhAP Plus – „Eingliederung hilft gegen Ausgrenzung der am stärksten benachteiligten Personen“ begegnet werden soll.

Frage 4 Seite 2

Welche Einzelziele (z. B. Ansprache, Beratung und Begleitung) werden nach Kenntnis der Bundesregierung im EhAP-Plus-Programm gefördert, und wie grenzen sie sich von anderen ESF-Plus-Programmen ab?

Antwort

Es werden folgende Einzelziele gefördert:

Einzelziel 1: Ansprache, (Verweis-)Beratung und Begleitung von besonders benachteiligten neuzugewanderten Unionsbürgerinnen und Unionsbürgern und deren Kinder unter 18 Jahren sowie Angehörige von Minderheiten zu weiterführenden Hilfsangeboten.

Einzelziel 2: Ansprache, (Verweis-)Beratung und Begleitung von wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Personen und deren Kinder unter 18 Jahren zu weiterführenden Hilfsangeboten.

Einzelziel 3: Sensibilisierung und (interkulturelle) Schulung insbesondere von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern öffentlicher Verwaltungen, Einrichtungen des regulären Hilfesystems, sowie Trägern der sozialen Arbeit vor Ort bezogen auf die Lebenslagen und Bedürfnisse der Zielgruppen sowie zu den Themen Antiziganismus und Antidiskriminierung.

Die Abgrenzung zu anderen Programmen des Europäischen Sozialfonds (ESF-Plus-Programmen) wird durch eine Kohärenzabstimmung sichergestellt, in der ESF-Förderprogramme von Bund und Ländern aufeinander abgestimmt werden.

Frage 5 Seite 3

Wie wird im EhAP-Plus-Programm sichergestellt, dass keine Doppelstrukturen zu bestehenden Hilfeangeboten (z. B. nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch [SGB XII]) entstehen und dass es lediglich flankierend wirkt?

Antwort

In der EhAP-Plus-Förderrichtlinie ist festgelegt, dass Aktivitäten durchgeführt werden, die bestehende Strukturen flankieren und in ihrer Wirkung verstärken.

Frage 6 Seite 3

Wie viele Personen oder Familien werden oder wurden nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2022 durch das EhAP-Plus-Programm gefördert, wie viele davon waren besonders benachteiligte Unionsbürger, und wie viele davon Wohnungslose (bitte nach benachteiligten Unionsbürgern und Wohnungslosen jeweils nach Bundesländern aufschlüsseln)?

Antwort

Bislang wurden im Programm EhAP Plus rund 95 000 Einzelpersonen beraten. Davon gehörten rund 66 000 Teilnehmende zur Zielgruppe der neuzugewanderten Unionsbürgerinnen und Unionsbürger. Eine Aufschlüsselung nach Bundesländern erfolgt nicht.

Frage 7 Seite 3

Werden durch das EhAP-Plus-Programm auch Unionsbürger gefördert, die zu Beginn ihrer Förderung ihren Lebensmittelpunkt nicht in Deutschland haben (wenn ja, bitte nach Anzahl und Nationalität aufschlüsseln)?

Antwort

Dieser Sachverhalt wird im Programm EhAP Plus nicht erhoben.

Frage 8 Seite 3

Wie viele Wohnungslose haben nach Kenntnis der Bundesregierung durch das EhAP-Plus-Programm eine dauerhafte Wohnmöglichkeit oder ein unbefristetes Mietverhältnis erhalten (bitte nach Nationalität und Bundesländern aufschlüsseln)?

Antwort

Der EhAP Plus ist kein Programm zur Vermittlung dauerhafter Wohnmöglichkeiten oder unbefristeter Mietverhältnisse.

Frage 9 Seite 3

Welche weiteren Leistungen haben die ehemaligen Wohnungslosen gemäß Frage 8 aus dem EhAP-Plus-Programm erhalten (bitte nach Nationalitäten und Bundesländern aufschlüsseln)?

Antwort

Der EhAP Plus bietet über Beratung und Begleitung hinaus keine weiteren Leistungen.

Frage 10 Seite 3

Wurden oder werden aus den Fördermitteln des EhAP-Plus-Programms nach Kenntnis der Bundesregierung Immobilien finanziert oder angemietet (wenn ja, bitte nach Anzahl und Art der Immobilie, wie Einfamilienhaus oder Hotel, und nach Bundesländern aufschlüsseln)?

Antwort

Nein, eine Förderung von Immobilien aus Mitteln des ESF Plus ist gemäß Artikel 16 Absatz 1 Buchstabe a) der Verordnung (EU) 2021/1057 nicht möglich.

Frage 11 Seite 4

Wie hoch sind durchschnittlich die Belegungskosten und die Belegungsgröße in Quadratmetern pro Person gemäß Frage 10 (bitte nach Art der Immobilie, wie Einfamilienhaus oder Hotel, und nach Bundesländern aufschlüsseln)?

Antwort

Es wird auf die Antwort zu Frage 10 verwiesen.

Frage 12 Seite 4

Wurden nach Kenntnis der Bundesregierung auch wohnungslose Nicht-EU-Ausländer gefördert (wenn ja, bitte nach Grund, Anzahl und Nationalität aufschlüsseln)?

Antwort

Im Einzelziel 2 wurden rund 6 800 wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen aus Drittstaaten beraten. Zur Nationalität liegen der Bundesregierung im Rahmen des EhAP Plus keine Informationen vor.

Frage 13 Seite 4

Wie viele benachteiligte Unionsbürger konnten nach Kenntnis der Bundesregierung als Folge des Förderprogramms EhAP Plus in den regulären Arbeitsmarkt integriert werden oder haben eine Ausbildungsstelle angetreten (bitte nach Beschäftigungsdauer, Nationalität und Bundesländern aufschlüsseln)?

Antwort

Förderziel des EhAP Plus ist die der Arbeitsmarktintegration vorgelagerte Verbesserung der sozialen Eingliederung und der Lebenssituation.

Frage 14 Seite 4

Wie lange waren nach Kenntnis der Bundesregierung die Geförderten gemäß Frage 13 vor der Förderung durchschnittlich in Deutschland arbeitslos (bitte nach Nationalitäten aufschlüsseln)?

Antwort

Hierzu liegen der Bundesregierung keine Angaben vor. Darüber hinaus wird auf die Antwort zu Frage 13 verwiesen.

Frage 15 Seite 4

Wie wird nach Kenntnis der Bundesregierung sichergestellt, dass die angebotenen Förderungen tatsächlich die soziale Eingliederung von besonders benachteiligten neu zugewanderten Unionsbürgern bewirken, und anhand welcher Indikatoren wird dies gemessen (bitte aufschlüsseln)?

Antwort

Die Wirksamkeit sämtlicher Maßnahmen des ESF-Plus-Bundesprogramms wird im Rahmen einer noch laufenden Gesamtevaluation ermittelt. Weitere Informationen zum Monitoring und zur Evaluation sind auf der Internetseite des ESF verfügbar unter: www.esf.de/portal/DE/ESF-Plus-2021-2027/Monitoring_ Evaluation/monitoring.html.

Frage 16 Seite 4

Bei wie vielen Personen oder Familien gelang es nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2022 durch das Förderprogramm EhAP Plus gemäß dem Ziel der sozialen Eingliederung von besonders benachteiligten neu zugewanderten Unionsbürgern, ihre Lebensumstände zu verbessern, und nach welchen Indikatoren wurde dies bewertet (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?

Antwort

Ziel des EhAP Plus ist, die Beratenen an die bestehenden Hilfs- und Beratungsangebote heranzuführen, um die Lebenssituation zu verbessern. Nach EhAP-Plus-Beratungen erfolgte in 94 Prozent der Fälle eine anschließende Inanspruchnahme bestehender Hilfs- und Beratungsangebote.

Frage 17 Seite 5

Wie hoch sind die Zuwendungen der EhAP-Plus-Mittel für internes Personal, externes Personal wie Beratungsunternehmen, direkte Sachkosten und Pauschalkosten seit 2022 (bitte nach Projekt aufschlüsseln)?

Antwort

Die zuwendungsfähigen, vorhabenbezogenen Gesamtausgaben umfassen Ausgaben für internes Personal, externes Personal (Honorare) und eine Restkostenpauschale in Höhe von 17 Prozent. Die erfragten Daten können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

Tabelle auf Seite 5, 6, 7, 8, 9 · 119 Zeilen × 3 Spalten
Name des ProjektesName des ProjektträgersGesamtbetrag der förderfähigen Aus­ gaben in Euro
SELMA – Sensibilisierung & Empowerment für Menschen in der ProstitutionWerkstatt PARITÄT gemeinnützige GmbH1.331.873,45
Mobile Beratung von EU ZugewandertenGBE Pforzheim mbH729.632,82
Fachstelle WohnungssicherungHaus LINDE e. V.967.241,90
Teilhabe – Orientierung – Prävention im Landkreis EsslingenKreisdiakonieverband im Landkreis Esslingen1.652.865,35
Wohnungslosen Menschen Optimal WeiterhelfenCaritasverband Bruchsal e. V.631.789,25
Eingehende Beratung von europäischen Neu-ZugewandertenBildungspark Heilbronn-Franken gGmbH933.790,21
von MENSCH zu MENSCH vor ORTDiakonieverbund Dornahof & Erlacher Höhe e. V.1.811.771,40
Klar zur WENDE! Wohnungslosigkeit in Überlingen beENDEnGroße Kreisstadt Überlingen515.103,94
Hilfen für ordnungsrechtlich untergebrachte MenschenArbeiterwohlfahrt Ortsverein Reutlingen e. V.864.077,60
Wohnen – Obdach – Migration – IntegrationStadt Freiburg im Breisgau2.489.182,69
DiaRom – Teilhabe von Roma stärken und Antiziganismus entgegenwirkenDiakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e. V.1.466.526,15
Orientierung geben, Netzwerke aufbauen in MannheimCity of Mannheim2.108.931,35
Gemeinsam Brücken bauenSozialunternehmen Neue Arbeit gGmbH642.046,04
Integration und Sensibilisierung für Romnja in der ProstitutionThe Justice Project e. V.833.614,92
Soziale Eingliederung der neu zugewanderten Unionsbürger gegen AusgrenzungNoris-Arbeit (NOA) gGmbH1.538.841,58
Ansprache, Beratung und Information in AugsburgTür an Tür Integrationsprojekte gGmbH1.851.054,79
Wohnung? Los!Diakonie München und Oberbayern gGmbH855.594,24
Beratung und Begleitung Obdachloser in den eigenen WohnraumChristophorus Gesellschaft995.628,12
GUIDEGesellschaft zur Förderung berufl. und soz. Integration (gfi) gGmbH, Nürnberg g1.130.190,31
Kompass „Perspektive“ – Übergangsbegleitung in Hilfsangebote in OberfrankenJugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e. V., IB Süd1.913.673,84
Ela – Beratung für Menschen in ProstitutionEvangelischer Diakonieverband Ulm/Alb- Donau525.001,33
Ankommen und Orientierengfi gGmbH Standort Unterallgäu Bodensee Oberschwaben521.619,82
Open.med. München Beratung für neuzugew. EU-Bürger*innen und WohnungsloseÄrzte der Welt e. V.681.051,49
Erstinformation und Verweisberatung in sozialen Medien gegen MarginalisierungMinor – Projektkontor für Bildung und Forschung gGmbH2.148.577,43
моSт – Berliner Brücke zur TeilhabeGEBEWO – Soziale Dienste – Berlin gemeinnützige GmbH1.997.290,55
Gemeinsam für eine bessere Zukunft!Amaro Foro e. V.1.893.355,65
Putardo Udar – Offene Türen in der MitteKulturen im Kiez e. V.3.177.947,94
Orientierung und Teilhabe für Familien aus Südosteuropasüdost Europa Kultur e. V.1.573.673,73
Brücken bauen, Zusammenhalt fördern, Eingliederung stärkenDiakonisches Werk Berlin Stadtmitte e. V.1.997.099,91
Beratung und Empowerment für Frauen und deren FamilienArbeiterwohlfahrt Kreisverband Berlin- Mitte e. V.1.477.360,98
Teilhabe Armutsgefährdeter Familien in NeuköllnNachbarschaftsheim Neukölln e. V.1.996.813,18
Starthilfe für EU-romani-Comunities in BerlinRAA Berlin e. V.1.860.734,91
Pakiv – Vertrauen und Ermutigung zur TeilhabeHildegard Lagrenne Stiftung1.246.687,65
EDIS – european – diverse – inclusive – socialDie Wille gGmbH1.850.371,61
Straßenkinderhaus BUTZEStraßenkinder e. V./Kinder- und Jugendhaus BOLLE1.428.165,42
ObdachbusDRK Berlin Südwest Soziale Arbeit, Beratung und Bildung gGmbH986.514,98
„Vor Ort -aufsuchende Straßensozialarbeit in Berlin Pankow“Berliner Help Stiftung983.697,95
Zuhause in BerlinLa Red – Vernetzung und Integration e. V1.570.850,85
Zurück in die GemeinschaftDiakonisches Werk Teltow-Fläming e. V.817.932,32
„Pro Domus – für ein Leben in Würde“; ein EhAP Plus Projekt in FürstenwaldeCaritasverband für das Erzbistum Berlin e. V.863.229,67
Faire und individuelle Beratung für neuzugewanderte EU-Bürger*innen und FamilienVerein für Innere Mission in Bremen1.721.827,60
EU-BeratungsstelleAWO gem. GmbH1.229.458,00
Comeback Angels – Assistenz zum LebenGM Jugendhilfe GmbH1.185.448,68
Wegweiser WohnenIN VIA Hamburg e.V .1.513.154,82
BraVoGesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH1.197.611,01
Streetwork, aufsuchend, flexibel, empower, Housing-First, einbindendRegionale Diakonie in Hessen und Nassau gGmbH1.187.146,80
Housing first Wohnungsnotfallhilfe in NordhessenSoziale Hilfe Kassel e. V.766.220,02
Hilfe für ausgegrenzte Personen in WiesbadenRegionale Diakonie Wiesbaden Rheingau- Taunus1.717.130,74
Solidarität mit obdachlosen MenschenCaritasverband für den Bezirk Limburg e. V.737.812,72
Leben in OffenbachCaritasverband Offenbach/Main1.666.438,97
Neue Chancen für obdach- und wohnungslose Menschen in FrankfurtFrankfurter Verein für soziale Heimstätten e. V.1.300.315,32
Ankommen, Orientieren und Partizipieren in OffenbachDeutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Offenbach e. V.1.205.100,00
Ankommen in Hessen – Brücke für neu zugewanderte FamilienArbeit und Bildung e. V.1.668.746,02
Eingliederung statt Ausgrenzung – Gemeinsam für soziale Teilhabe und Zusammenhalt.PaSo gGmbH1.131.427,55
Mobile Beratung von Sinti und Roma im Schwalm-Eder-KreisVIVA Stiftung gGmbH761.576,62
Hilfe für EU-Bürger/innen im Landkreis Ludwigslust-Parchim TANDEMVerbund für Soziale Projekte gGmbH1.886.227,24
MOINS- Menschen vor Obdachlosigkeit intelligent schützenHanse- und Universitätsstadt Rostock, Jugendamt2.299.087,55
@HomeRegionalverband Mecklenburgische Seenplatte e. V.836.999,59
ENIA – IM LEBEN ANKOMMENVerein Herberge zur Heimat Nienburg e.V.1.600.146,71
Wohnungslosigkeit bekämpfen im ländlichen Raum durch aufsuchende ArbeitHerbergsverein Winsen (Luhe) und Umgebung e. V.1.085.156,26
Wohnungsnotfallverweisberatung in OldenburgDiakonisches Werk der ev.-luth. Kirche in Oldenburg e. V.1.162.479,39
CheckIn-GöttingenStadt Göttingen1.987.198,17
Unterstützung, Beratung und Begleitung neuzugewanderter EU-Bürger*innenLandeshauptstadt Hannover1.348.505,26
#DiversityStart: Neue Wege – Neue Chancen in SalzgitterStadt Salzgitter1.513.285,76
Wohnraumsicherung OsnabrückStadt Osnabrück, Fachbereich Soziales1.096.824,32
Perspektiven für alle entwickelnDiakonisches Werk Delmenhorst/Oldenburg-Land e. V.1.760.559,05
Kompetenzzentrum zur Verbesserung der Zugangsvoraussetzung zu bestehenden Arbeitsmarktinstrumenten für Menschen in der stationären WohnungslosenhilfeDiakonische Betriebe Kästorf GmbH – D.B.K.655.136,85
Wieder(sicher)wohnenSozialdienst kath. Frauen e. V Ratingen872.146,15
Beratung für Zugewanderte und Wohnungslose 2.0Stadt Essen, Kommunales Integrationszentrum Essen2.615.257,91
Netzwerk zur ganzheitlichen und nachhaltigen sozialen Integration von besonders benachteiligten neuzugewanderten EU-Bürger*innen im VestRE/init e. V.2.768.677,54
Ankommen in Münster_EUBischof-Hermann-Stiftung (BHS)2.195.340,69
In Köln ankommenStadt Köln – Amt für Integration und Vielfalt1.996.333,45
Neue EU-Bürger in Oberhausendie kurbel – kath. Jugendwerk Oberhausen gGmbH1.804.279,16
Beratung und Integration in DuisburgStadt Duisburg1.983.423,90
Oberberger Brücken 2.0VSB gGmbH1.105.876,45
Beraten und Stärken – Anlaufstellen für zugewanderte Bürger*innen aus Südosteuropa in HerneStadt Herne1.338.285,92
Zukunft gestaltenSolibund e. V.1.028.198,63
Neuzugewanderten Integration und Neuanfang ermöglichenLow-tec gemeinnützige Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Düren mbH1.149.982,03
VIACaritasverband Wuppertal/Solingen e. V.1.711.558,80
Hilfen zum Ankommen, Leben und TeilhabenDiakonisches Werk Dortmund und Lünen gGmbH – Soziale Dienste1.999.076,77
Beratung, Begleitung, Befähigung. Auf dem Weg zur Teilhabe.AWO Kreisverband Bielefeld e. V.1.237.188,24
Ansprechen, Beraten, Begleiten, AufnehmenCaritasverband Hagen e. V.1.868.740,75
Mehr Auffallen – WABe Netzwerk WohnenWABe e. V. Diakonisches Netzwerk1.391.551,43
ViaPontoagisra e. V.1.025.382,25
Eingliederung hilft gegen Ausgrenzung der am stärksten benachteiligten PersonenDiakonie Dinslaken1.154.560,25
Hand in Hand: Neuzugewanderte begleiten – Mitarbeitende sensibilisierenStadt Gelsenkirchen1.986.726,77
STARK! GEMEINSAM GEGEN WOHNUNGSLOSIGKEIT IM REKSozialdienst Katholischer Männer für den Rhein-Erft-Kreis e. V.687.821,31
mobiler Dusch- und BeratungstreffArbeiter-Samariter-Bund RV Münsterland e. V.1.231.186,17
Unterstützung von durch Wohnungslosigkeit bedrohten PersonenDRK Kreisverband Oberhausen (Rhld.) e. V.2.040.606,08
DA-HEiM – Hilfe zur Eingliederung im MiteinanderDorstener Arbeit gGmbH892.593,30
Teilhabe ermöglichen, Integration stärken, Ausgrenzung vermeidenKreis Siegen-Wittgenstein1.803.586,56
Mönchengladbach Nahdran: Wege zur TeilhabeSKM – Katholischer Verein für soziale Dienste Rheydt e. V.1.932.202,60
Ankommen – Teilhaben – Integriereneva-gGmbH1.345.575,39
Chancenreich: Wege zur StärkungCaritasverband Rhein-Sieg e. V.766.373,76
Sicherheit, Orientierung und Empowerment in LippeNetzwerk Lippe gGmbH2.060.874,10
Hilfen für neuzugewanderte Unionsbürger in KoblenzCaritasverband Koblenz e. V.1.574.755,09
Clearing-/Verweisberatungsstelle Worms für EU- NeubürgerCaritasverband Worms e. V.1.489.149,76
Stärkung der Autonomie Benachteiligter in NeunkirchenCaritasverband Schaumberg-Blies e. V.2.410.209,71
Europa leben PlusLandeshauptstadt Saarbrücken1.946.913,52
Clearing und Unterstützung von Menschen in NotsituationenVerein für Sozialpsychiatrie gem. e. V.1.626.197,49
Wohnen – Arbeiten – LebenZentrum für Bildung und Beruf Saar gGmbH in Burbach1.179.834,91
AWO gemeinsam gegen WohnungslosigkeitAWO Kreisverband Lausitz e. V.755.439,33
Eingliederung statt Ausgrenzung im Norden der OberlausitzDRK Kreisverband Weißwasser e. V.1.068.569,26
MOBS optimalWORKS Gemeinnütziges Bildungswerk GmbH821.961,19
Hallesche (Hilfe)LotsenEvangelische Stadtmission Halle e. V.803.953,70
Safe the PlaceFortbildungsakademie der Wirtschaft (faw) gGmbH726.652,11
Chancen für Roma und EU-Zugewanderte in HalleAWO SPI GmbH1.262.979,51
Fachstelle zur Vermeidung von Wohnungs- und ObdachlosigkeitStadt Bernburg (Saale)519.898,32
sozialer Anleger- Hafen für niederschwellige Angebote in LübeckFortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbh Akademie Lübeck580.976,87
Sign UP Beratungsstelle für EU Bürger*innenFAW gGmbH Akademie Kiel824.467,98
BrückenschlagWest/Südholstein, Diakonisches Werk Hamburg-West/Südholstein1.211.016,29
Vier Wände - Ein DachDiakonisches Werk Husum gGmbH1.270.069,07
Beratungsangebot für psychisch erkrankte Personen in ObdachlosigkeitDiakonie Nord Nord Ost in Holstein gemeinnützige GmbH745.215,89
Hilfe und Unterstützung zum Erhalt von Wohn- und LebensraumNetzwerk Regenbogen e. V.1.184.972,51
Begegnen – Beraten – Wohnen (B2W) – Gemeinsam Zusammen in ErfurtStadtverwaltung Erfurt2.455.931,69
Landkreis Gotha. Prävention – Orientierung – Netzwerk – Teilhabe – Integration – SelbsthilfeDiakoniewerk Gotha (altkonzessionierter Verein)1.721.795,19
Beratung und Begleitung zur WohnraumsicherungLandratsamt Unstrut-Hainich-Kreis973.136,96
BIG – Brücke in die GemeinschaftIFBW e. V.580.998,76
Ausgrenzung und Wohnungslosigkeit im Ilm-KreisIKL Ilmenau GmbH677.446,56
Frage 18 Seite 9

Wie viele Personalstellen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung für das Förderprogramm EhAP Plus für die Projekte bei den Trägern neu geschaffen (bitte nach Vollzeitstellen, Teilzeitstellen oder Minijobs je Projekt aufschlüsseln)?

Antwort

Es wurden 226 Vollzeitstellen und 606 Teilzeitstellen genehmigt.

Frage 19 Seite 9

Wie wird nach Kenntnis der Bundesregierung die korrekte Verwendung der Fördermittel im Rahmen des EhAP-Plus-Programms überwacht, und welche Maßnahmen gibt es, um Missbrauch der Fördermittel präventiv zu verhindern?

Antwort

Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (DRV KBS) ist als programmumsetzende Stelle gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales dafür verantwortlich, das ESF-Plus-Bundesprogramm im Einklang mit dem Grundsatz der wirtschaftlichen Haushaltsführung zu verwalten und die finanziellen Mittel im Einklang mit den im Rahmen des ESF Plus-Bundesprogramms festgelegten Programmzielen zweckmäßig einzusetzen.

Die Verwaltungsbehörde des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) ist gemäß Artikel 74 Absatz 1 Buchstabe c der Verordnung (EU) Nr. 1060/2021 verpflichtet, wirksame und angemessene Maßnahmen zur Betrugs- und Korruptionsprävention umzusetzen. Ziel ist es, finanzielle Schäden zu vermeiden und das Vertrauen in die Integrität der öffentlichen Verwaltung zu wahren. Hierzu wird ein umfassendes Verwaltungs- und Kontrollsystem angewendet, das darauf ausgerichtet ist, betrügerisches Verhalten zu verhindern, aufzudecken und seine Folgen zu korrigieren. Ein besonderes Augenmerk gilt der Früherkennung von Betrugsindikatoren sowie der Vermeidung von Interessenkonflikten. Grundlage hierfür bilden Artikel 61 der Haushaltsordnung der Europäischen Union sowie die Leitlinien der Europäischen Kommission zur Vermeidung von Interessenkonflikten. Kontrollen erfolgen auf mehreren Ebenen: durch die ESF-Plus-Verwaltungs-, Bescheinigungs- und Prüfbehörden sowie deren zwischengeschaltete Stellen, ferner durch die Europäische Kommission und den Europäischen Rechnungshof. Die ESF-Plus-Verwaltungsbehörde des Bundes bewertet regelmäßig bestehende Betrugsrisiken, analysiert Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen und optimiert bei Bedarf die bestehenden Verfahren. Hinweise auf Betrugs- oder Korruptionsverdachtsfälle werden vertraulich behandelt und unverzüglich geprüft. Alle beteiligten Stellen sind verpflichtet, begründeten Verdachtsfällen nachzugehen und gegebenenfalls die zuständigen Ermittlungsbehörden sowie das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) zu informieren.