Entwicklung der Fallzahlen von Tuberkulose, HIV, Hepatitis B, C und D, Diphterie, Masern sowie Krätze (Scabies) in Deutschland

Drucksache 21/376Antwortauf die Kleine Anfrage 21/17402.06.20252 Seiten3 FragenFraktion der AfDBundesministerium für GesundheitGesundheitMigration und Aufenthaltsrecht
Vorbemerkung der Fragesteller

Vorbemerkung der Fragesteller

In ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/10910 hat die Bundesregierung Zahlen zur Entwicklung der Fälle von Tuberkulose, HIV, Hepatitis B, C und D, Diphtherie, Masern und Krätze (Scabies) in Deutschland vorgelegt.

Bezüglich HIV, Hepatitis B, C und D umfassen diese die Jahre 2014 bis 2023 vollständig und aufgegliedert nach der jeweiligen Gesamtzahl und „Meldungen mit Hinweis auf Herkunft Ukraine“ (HIV), bzw. „gesamt“ und „Fälle mit Geburtsland Ukraine/Nationalität Ukraine“ (Hepatitis B, C), bzw. „gesamt“ (Hepatitis D) (ebd.).

Bezüglich Tuberkulose umfassen sie ebenso die Jahre 2014 bis 2023 vollständig. Hierzu wurden sie aufgegliedert in gesamt, „Anzahl der durch Screening nach § 36 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) diagnostizierten Fälle“ sowie „Anzahl der durch Screening nach § 36 IfSG diagnostizierten Fälle mit Geburtsland Ukraine“ (ebd.).

Bezüglich Diphtherie und Masern wurde die Gesamtzahl jeweils der Jahre 2014 bis 2023 vollständig gelistet (ebd.).

Für 2024 wurden die o. g. Zahlen zu HIV, Hepatitis B, C, D, Tuberkulose, Diphtherie und Masern zum Teil, d. h. bis zum Stichtag 22. März 2024, berichtet (ebd.).

Bezüglich Krätze (Scabies) wurden die Gesamtzahlen für den Zeitraum von 2014 bis 2018 jährlich ohne Aufgliederung aufgelistet (ebd.).

In den berichteten Jahren zeigten sich für die Jahre 2021 bis 2024 teils erhebliche Anstiege der Gesamtzahl (z. B. Diphtherie) oder auch explizit im Hinblick auf das Herkunftsland Ukraine (z. B. Hepatitis B) (ebd.).

Der Zustrom von Flüchtlingen aus der Ukraine hat sich verlangsamt, hält aber an (de.statista.com/statistik/daten/studie/1294820/umfrage/kriegsfluechtlingeaus-der-ukraine-in-deutschland/).

Frage 1 Seite 2

Wie haben sich die in der in der Vorbemerkung der Fragesteller zitierten Antwort der Bundesregierung für HIV, Hepatitis B, C, D, Tuberkulose, Diphtherie und Masern genannten Zahlen im Gesamtjahr 2024 und bisher im Jahr 2025 entwickelt?

Antwort

Die Entwicklung der Fallzahlen von Tuberkulose, HIV, Hepatitis B, C und D, Diphtherie und Masern der Jahre 2024 und 2025 sind in Tabelle 1 zusammengefasst.

Tabelle 1: Meldedaten gemäß Infektionsschutzgesetz. Datenstand für Daten 2024: 1 März 2025, Datenstand für 2025: 21. Mai 2025, Daten-stand bei HIV-Infektionen: 1. Mai 2025.

Tabelle auf Seite 2 · 2 Zeilen × 8 Spalten
MeldejahrDiphterieHepatitis BHepatitis CHepatitis DHIVMasernTuberkulose
20245322.1269.6241163.2426454.391
2025*177.8623.31485041341.523

* Daten für 2025 noch unvollständig

* Daten für 2025 noch unvollständig

Frage 2 Seite 2

Verfügt die Bundesregierung bezüglich Krätze (Scabies) über Zahlen für die Jahre ab 2019, und wie lauten diese gegebenenfalls?

Antwort

Der Bundesregierung liegen hierzu keine Daten vor.

Frage 3 Seite 2

Warum wurde der Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) über meldepflichtige Infektionskrankheiten bei Asylsuchenden in Deutschland zum 1. Januar 2018 eingestellt?

Antwort

Auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 10 der Kleinen Anfrage der Fraktion der AfD „Gesundheitssituation in Asylunterkünften“ auf Bundesdrucksache 20/10910 wird verwiesen.