Vorbemerkung der Fragesteller
Vorbemerkung der Fragesteller
Die Bundesregierung möchte laut Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD „Wohnen für alle Menschen bezahlbar, verfügbar und umweltverträglich gestalten“ (vgl. Koalitionsvertrag „Verantwortung für Deutschland“, S. 17). Doch die Realität in Nordrhein-Westfalen sieht anders aus: Die Mieten steigen weiter – nicht nur in Köln, Düsseldorf und Münster, sondern zunehmend auch im Ruhrgebiet und in ländlichen Regionen. In mehreren Städten des Landes zahlen Mieterinnen und Mieter inzwischen mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für die Wohnkosten (vgl. www.wdr.de/nachrichten/landespolitik/mietpre ise-nrw-mieten-wohnungen-studie-100.html). Gleichzeitig sinkt der Bestand an Sozialwohnungen, während Baulandpreise und energetische Sanierungskosten weiter steigen. Damit droht bezahlbarer Wohnraum für viele Menschen in Nordrhein-Westfalen zum Luxus zu werden.
Wohngeld. Das Wohngeld leistet einen wirksamen Beitrag zur Verringerung der Wohnkostenbelastung in Zeiten steigender Mieten. Mit der Wohngeld-Plus-Reform konnte der Empfängerkreis um mehr als eine halbe Million Haushalte ausgeweitet und gleichzeitig das durchschnittliche Wohngeld um 55 Prozent auf 297 Euro gesteigert werden. Mit der zum 1. Januar 2025 in Kraft getretenen Dynamisierung wurde sichergestellt, dass die Entlastungswirkung trotz Preissteigerungen erhalten bleibt.
Auch aufgrund der massiven finanziellen Unterstützung des Bundes in den letzten Jahren sind die Förderzahlen im sozialen Wohnungsbau in 2024 erneut deutlich gestiegen, trotz gestiegener Bau- und Finanzierungskosten und sinkender Baugenehmigungen. Im Kalenderjahr 2024 wurden von den Ländern insgesamt 61 887 Wohneinheiten im Bereich des sozialen Wohnungsbaus gefördert. Das waren rund 51 Prozent mehr als in 2022 und rund 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch in Nordrhein-Westfalen ist die Anzahl der geförderten Wohneinheiten in 2024 gegenüber den Vorjahren massiv gestiegen, im Mietwohnungsbereich um rund 52 Prozent im Vergleich zu 2022 und rund 10 Prozent im Vergleich zu 2023. Diese Bundesregierung wird die Investitionen in den sozialen Wohnungsbau gemäß der Vereinbarung im Koalitionsvertrag noch einmal deutlich erhöhen.
Hinweise zu den in den Antworten der Fragen 1 bis 5 verwendeten Erst- und Wiedervermietungsmieten
Die Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen sind nicht repräsentativ für das gesamte Wohnungsangebot von Neuvermietungen (vergleiche untenstehende Hinweise zu den Erst- und Wiedervermietungsmieten). Sie spiegeln das Angebot wider, auf das Wohnungssuchende treffen, wenn sie im Internet nach einer Mietwohnung suchen. Inserate aus lokalen Zeitungen, Mieter- oder Unternehmenspublikationen oder von Aushängen fließen nicht mit ein. Wohnungsvermittlungen über Kunden- und Wartelisten von Wohnungsunternehmen oder Maklern gehen in diese Quelle ebenfalls nicht ein. Daher sind insbesondere Wohnungen im günstigen Mietsegment in dieser Datenquelle unterrepräsentiert. Sonderauswertungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zu Folge lagen beispielsweise die Wiedervermietungsmieten des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. (GdW), dessen Unternehmen Wohnungen häufig über Wartelisten oder direkte Ansprache von Kundinnen und Kunden vermieten, im 1. Halbjahr 2024 im Aggregat der 261 Kreise für die Daten einbezogen werden konnten, um mehr als ein Fünftel unterhalb der Internet-Wiedervermietungsmieten.
Die ausgewerteten Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen basieren auf Inseraten aus Immobilienplattformen und von Zeitungen für Angebote von Wohnungen im Neubau und Gebäudebestand (Erst- und Wiedervermietungen). Zur Standardaufbereitung bis auf die Ebene der Kreise erfolgte eine Eingrenzung der betrachteten Wohnungen auf unmöblierte Angebote mit Wohnflächen von 40 bis 100 Quadratmeter mit mittlerer Wohnungsausstattung in mittlerer bis guter Wohnlage. Die verwendeten Daten umfassen nettokalte Angebotsmieten, also ohne kalte und warme Nebenkosten. Als Quelle werden die Datenbanken der IDN ImmoDaten GmbH mit Inseraten aus über 120 Immobilienportalen und Zeitungen verwendet, die das BBSR aufbereitet und daraus durchschnittliche Angebotsmieten berechnet.
Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Angebotsmieten in den kreisfreien Städten Bielefeld, Bochum, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Köln, Krefeld, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr, Münster, Oberhausen, Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie in den jeweils angrenzenden Kreisen – namentlich den Kreisen Gütersloh, Warendorf, Ennepe-Ruhr-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Unna, Wesel, Mettmann, Rhein-Kreis Neuss, Recklinghausen, Rhein-Erft-Kreis, Kleve, Viersen, Borken, Coesfeld, Oberbergischer Kreis und Rheinisch-Bergischer Kreis – in den letzten 20 Jahren entwickelt (bitte in 10-Jahresschritten für 2004, 2014 und 2024 angeben)?
Die Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen liegen für die kreisfreien Städte und Landkreise der Jahre 2010 bis 2024 vor. Die folgende Tabelle beinhaltet die durchschnittlichen Angebotsmieten bei Erst- und Wiedervermietung der Jahre 2010, 2014 und 2024, die Entwicklungen über die dargestellten Zeiträume und die jährlichen Veränderungen in Prozent der genannten Landkreise und kreisfreien Städte.
Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in ausgewählten kreisfreien Städten und Landkreisen in Nordrhein-Westfalen 2010, 2014 und 2024
| Kreisname | 2010 | 2014 | 2024 | 2010 bis 2024 | 2014 bis 2024 | 2010 bis 2024 | 2014 bis 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m² | Entwicklung in % | jährliche Entwicklung in % | |||||
| Düsseldorf, Stadt | 7,57 | 8,73 | 12,99 | 71,8 | 48,8 | 3,9 | 4,1 |
| Duisburg, Stadt | 5,01 | 5,33 | 7,64 | 52,3 | 43,4 | 3,1 | 3,7 |
| Essen, Stadt | 5,54 | 5,88 | 8,67 | 56,5 | 47,3 | 3,3 | 3,9 |
| Krefeld, Stadt | 5,58 | 6,00 | 9,14 | 63,9 | 52,3 | 3,6 | 4,3 |
| Mönchengladbach, Stadt | 5,44 | 5,74 | 8,89 | 63,3 | 54,9 | 3,6 | 4,5 |
| Mülheim an der Ruhr, Stadt | 5,49 | 5,75 | 8,64 | 57,4 | 50,2 | 3,3 | 4,2 |
| Oberhausen, Stadt | 5,03 | 5,37 | 7,73 | 53,5 | 44,0 | 3,1 | 3,7 |
| Remscheid, Stadt | 5,45 | 5,38 | 7,38 | 35,3 | 37,2 | 2,2 | 3,2 |
| Solingen, Klingenstadt | 5,62 | 5,91 | 8,19 | 45,8 | 38,6 | 2,7 | 3,3 |
| Wuppertal, Stadt | 5,33 | 5,52 | 8,00 | 50,1 | 45,1 | 2,9 | 3,8 |
| Kleve | 5,45 | 6,07 | 8,29 | 52,1 | 36,5 | 3,0 | 3,2 |
| Mettmann | 6,53 | 6,84 | 9,95 | 52,3 | 45,4 | 3,1 | 3,8 |
| Rhein-Kreis Neuss | 6,71 | 7,14 | 10,53 | 57,0 | 47,6 | 3,3 | 4,0 |
| Viersen | 5,59 | 6,08 | 9,03 | 61,5 | 48,4 | 3,5 | 4,0 |
| Wesel | 5,57 | 5,76 | 8,24 | 47,8 | 43,0 | 2,8 | 3,6 |
| Bonn, Stadt | 7,36 | 8,37 | 12,22 | 66,2 | 46,1 | 3,7 | 3,9 |
| Köln, Stadt | 8,22 | 9,26 | 14,15 | 72,2 | 52,7 | 4,0 | 4,3 |
| Rhein-Erft-Kreis | 6,79 | 7,23 | 10,77 | 58,6 | 49,0 | 3,4 | 4,1 |
| Oberbergischer Kreis | 5,32 | 5,42 | 7,79 | 46,3 | 43,6 | 2,8 | 3,7 |
| Rheinisch-Bergischer Kreis | 6,78 | 6,94 | 10,57 | 55,9 | 52,3 | 3,2 | 4,3 |
| Rhein-Sieg-Kreis | 6,33 | 6,77 | 10,75 | 69,9 | 58,9 | 3,9 | 4,7 |
| Gelsenkirchen, Stadt | 4,82 | 4,99 | 6,72 | 39,6 | 34,6 | 2,4 | 3,0 |
| Münster, Stadt | 7,07 | 8,49 | 13,81 | 95,4 | 62,6 | 4,9 | 5,0 |
| Borken | 5,35 | 6,02 | 9,00 | 68,5 | 49,6 | 3,8 | 4,1 |
| Coesfeld | 5,05 | 5,72 | 9,95 | 97,1 | 74,2 | 5,0 | 5,7 |
| Recklinghausen | 5,06 | 5,25 | 7,40 | 46,3 | 41,0 | 2,8 | 3,5 |
| Warendorf | 4,92 | 5,29 | 8,20 | 66,6 | 55,0 | 3,7 | 4,5 |
| Bielefeld, Stadt | 5,38 | 5,91 | 9,29 | 72,7 | 57,3 | 4,0 | 4,6 |
| Gütersloh | 5,26 | 5,68 | 9,28 | 76,4 | 63,3 | 4,1 | 5,0 |
| Bochum, Stadt | 5,35 | 5,69 | 8,39 | 56,7 | 47,5 | 3,3 | 4,0 |
| Dortmund, Stadt | 5,29 | 5,98 | 9,27 | 75,2 | 55,1 | 4,1 | 4,5 |
| Hagen, Stadt der Fern-Universität | 4,85 | 5,00 | 6,83 | 40,9 | 36,6 | 2,5 | 3,2 |
| Hamm, Stadt | 5,00 | 5,19 | 7,35 | 47,0 | 41,7 | 2,8 | 3,5 |
| Herne, Stadt | 4,97 | 5,15 | 7,29 | 46,8 | 41,7 | 2,8 | 3,5 |
| Ennepe-Ruhr-Kreis | 5,19 | 5,51 | 7,78 | 49,8 | 41,2 | 2,9 | 3,5 |
| Unna | 4,93 | 5,11 | 7,59 | 53,9 | 48,7 | 3,1 | 4,0 |
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen. Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Jährliche Entwicklung: geometrischer Mittelwert.
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die landesweite Angebotsmiete in Nordrhein-Westfalen in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
Es liegen nur die Daten von im Internet inserierten Wohnungen vor. Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen in Nordrhein-Westfalen der Jahre 2014 bis 2024.
Durchschnittliche Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in Nordrhein-Westfalen 2014 bis 2024
| Bundesland | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2014 bis 2024 | 2014 bis 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m² | Entwick- lung in % | jährliche Entwick- lung in % | |||||||||||
| Nordrhein- Westfalen | 6,39 | 6,61 | 6,85 | 7,11 | 7,39 | 7,69 | 7,95 | 8,23 | 8,61 | 9,05 | 9,55 | 49,4 | 4,1 |
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen. Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Jährliche Entwicklung: geometrischer Mittelwert.
Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung die durchschnittlichen Angebotsmieten in Nordrhein-Westfalen in diesen Jahren (bitte nach Landkreisen und kreisfreien Städten aufschlüsseln)?
Für das erste Halbjahr 2025 liegen der Bundesregierung noch keine Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen für alle Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen vor.
Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen aller Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2024, dem letzten vorliegenden Stand.
Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen der Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen 2024
| Kreisname | Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m² 2024 | |
|---|---|---|
| Kreisfreie Städte | Düsseldorf, Stadt | 12,99 |
| Duisburg, Stadt | 7,64 | |
| Essen, Stadt | 8,67 | |
| Krefeld, Stadt | 9,14 | |
| Mönchengladbach, Stadt | 8,89 | |
| Mülheim an der Ruhr, Stadt | 8,64 | |
| Oberhausen, Stadt | 7,73 | |
| Remscheid, Stadt | 7,38 | |
| Solingen, Klingenstadt | 8,19 | |
| Wuppertal, Stadt | 8,00 | |
| Bonn, Stadt | 12,22 | |
| Köln, Stadt | 14,15 | |
| Leverkusen, Stadt | 10,81 | |
| Bottrop, Stadt | 8,16 | |
| Gelsenkirchen, Stadt | 6,72 | |
| Münster, Stadt | 13,81 | |
| Bielefeld, Stadt | 9,29 | |
| Bochum, Stadt | 8,39 | |
| Dortmund, Stadt | 9,27 | |
| Hagen, Stadt der Fern-Universität | 6,83 | |
| Hamm, Stadt | 7,35 | |
| Herne, Stadt | 7,29 | |
| Landkreise | Kleve | 8,29 |
| Mettmann | 9,95 | |
| Rhein-Kreis Neuss | 10,53 | |
| Viersen | 9,03 | |
| Wesel | 8,24 | |
| Städteregion Aachen | 9,70 | |
| Düren | 8,62 | |
| Rhein-Erft-Kreis | 10,77 | |
| Euskirchen | 9,12 | |
| Heinsberg | 8,79 | |
| Oberbergischer Kreis | 7,79 | |
| Rheinisch-Bergischer Kreis | 10,57 | |
| Rhein-Sieg-Kreis | 10,75 | |
| Borken | 9,00 | |
| Coesfeld | 9,95 | |
| Recklinghausen | 7,40 | |
| Steinfurt | 9,47 | |
| Warendorf | 8,20 | |
| Gütersloh | 9,28 | |
| Herford | 7,73 | |
| Höxter | 6,96 | |
| Lippe | 8,02 | |
| Minden-Lübbecke | 9,01 | |
| Paderborn | 8,91 | |
| Ennepe-Ruhr-Kreis | 7,78 | |
| Hochsauerlandkreis | 7,38 | |
| Märkischer Kreis | 6,94 | |
| Olpe | 8,36 | |
| Siegen-Wittgenstein | 8,12 | |
| Soest | 8,35 | |
| Unna | 7,59 | |
| Nordrhein-Westfalen | 9,55 |
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen. Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.
Welche zehn Landkreise bzw. kreisfreien Städte haben in Nordrhein-Westfalen innerhalb der letzten 20 Jahre den höchsten Mietenanstieg zu verzeichnen (bitte nach Kommunen aufschlüsseln und dabei sowohl den absoluten als auch den prozentualen Anstieg der Miete innerhalb der Zeiträume von 2004 bis 2014, von 2014 bis 2024 und von 2004 bis 2024 angeben)?
Die Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen liegen nur bis auf die Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise sowie nur für die Jahre 2010 bis 2024 vor. Die folgende Tabelle beinhaltet die Angebotsmieten der zehn Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen mit den jeweils höchsten absoluten und den höchsten prozentualen Steigerungen im Zeitraum 2010 von bis 2024.
Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen der zehn Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen mit den höchsten absoluten Steigerungen im Zeitraum 2010 bis 2024
| Kreisname | 2010 | 2014 | 2024 | Entwicklung 2010 bis 2024 in % | Entwicklung 2014 bis 2024 in % | Entwicklung 2010 bis 2024 in € je m² | Entwicklung 2014 bis 2024 in € je m² |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m² | |||||||
| Münster, Stadt | 7,07 | 8,49 | 13,81 | 95,4 | 62,6 | 6,74 | 5,32 |
| Köln, Stadt | 8,22 | 9,26 | 14,15 | 72,2 | 52,7 | 5,93 | 4,88 |
| Düsseldorf, Stadt | 7,57 | 8,73 | 12,99 | 71,8 | 48,8 | 5,43 | 4,26 |
| Coesfeld | 5,05 | 5,72 | 9,95 | 97,1 | 74,2 | 4,90 | 4,24 |
| Bonn, Stadt | 7,36 | 8,37 | 12,22 | 66,2 | 46,1 | 4,87 | 3,85 |
| Steinfurt | 4,90 | 5,54 | 9,47 | 93,5 | 71,0 | 4,58 | 3,93 |
| Leverkusen, Stadt | 6,31 | 6,72 | 10,81 | 71,4 | 60,7 | 4,50 | 4,08 |
| Rhein-Sieg-Kreis | 6,33 | 6,77 | 10,75 | 69,9 | 58,9 | 4,42 | 3,98 |
| Minden-Lübbecke | 4,80 | 5,05 | 9,01 | 87,6 | 78,5 | 4,21 | 3,96 |
| Gütersloh | 5,26 | 5,68 | 9,28 | 76,4 | 63,3 | 4,02 | 3,60 |
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen. Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.
Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen der zehn Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen mit den höchsten prozentualen Steigerungen im Zeitraum 2010 bis 2024
| Kreisname | 2010 | 2014 | 2024 | Entwicklung 2010 bis 2024 in % | Entwicklung 2014 bis 2024 in % | Entwicklung 2010 bis 2024 in € je m² | Entwicklung 2014 bis 2024 in € je m² |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m² | |||||||
| Coesfeld | 5,05 | 5,72 | 9,95 | 97,1 | 74,2 | 4,90 | 4,24 |
| Münster, Stadt | 7,07 | 8,49 | 13,81 | 95,4 | 62,6 | 6,74 | 5,32 |
| Steinfurt | 4,90 | 5,54 | 9,47 | 93,5 | 71,0 | 4,58 | 3,93 |
| Minden-Lübbecke | 4,80 | 5,05 | 9,01 | 87,6 | 78,5 | 4,21 | 3,96 |
| Gütersloh | 5,26 | 5,68 | 9,28 | 76,4 | 63,3 | 4,02 | 3,60 |
| Dortmund, Stadt | 5,29 | 5,98 | 9,27 | 75,2 | 55,1 | 3,98 | 3,29 |
| Bielefeld, Stadt | 5,38 | 5,91 | 9,29 | 72,7 | 57,3 | 3,91 | 3,38 |
| Köln, Stadt | 8,22 | 9,26 | 14,15 | 72,2 | 52,7 | 5,93 | 4,88 |
| Heinsberg | 5,11 | 5,50 | 8,79 | 71,8 | 59,9 | 3,67 | 3,29 |
| Düsseldorf, Stadt | 7,57 | 8,73 | 12,99 | 71,8 | 48,8 | 5,43 | 4,26 |
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen. Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.
Welche zehn Kommunen weisen nach Kenntnis der Bundesregierung in Nordrhein-Westfalen aktuell die höchsten Angebotsmieten auf?
Die Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen liegen für die kreisfreien Städte und Landkreise vor. Folgende zehn kreisfreie Städte und Landkreise hatten im Jahr 2024 in Nordrhein-Westfalen die höchsten durchschnittlichen Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen.
Zehn Landkreise und kreisfreie Städte in Nordrhein-Westfalen mit den höchsten durchschnittlichen Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen im Jahr 2024
| Kreisname | Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m² 2024 |
|---|---|
| Köln, Stadt | 14,15 |
| Münster, Stadt | 13,81 |
| Düsseldorf, Stadt | 12,99 |
| Bonn, Stadt | 12,22 |
| Leverkusen, Stadt | 10,81 |
| Rhein-Erft-Kreis | 10,77 |
| Rhein-Sieg-Kreis | 10,75 |
| Rheinisch-Bergischer Kreis | 10,57 |
| Rhein-Kreis Neuss | 10,53 |
| Coesfeld | 9,95 |
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen. Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.
Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Bestandsmieten in Nordrhein-Westfalen in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
In Deutschland besteht keine amtliche Statistik, die regional differenzierte Bestandsmieten jährlich flächendeckend erhebt. Mit dem Zensus 2022 erfolgte erstmals eine flächendeckende Vollerhebung der Bestandsmieten. Demnach lag das durchschnittliche Niveau der Mieten in bestehenden Mietverhältnissen in Nordrhein-Westfalen zum Erhebungsstichtag 15. Mai 2022 bei 6,82 Euro je m² nettokalt.
Über den Mietenindex der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder werden im Rahmen des Verbraucherpreisindex Indexreihen zu Nettokaltmieten für Deutschland und die Bundesländer berechnet. Grundlage der eingehenden Mieten in diese Indexreihen sind hauptsächlich Mieten in bestehenden Mietverhältnissen. Die folgende Tabelle zeigt den Index und die jährlichen Steigerungsraten des Mietenindex nach Verbraucherpreisindex in Nordrhein-Westfalen der Jahre 2014 bis 2024.
Index der Nettokaltmieten in Nordrhein-Westfalen 2014 bis 2024
| Jahr | Index 2020=100 | jährliche Veränderung in % |
|---|---|---|
| 2014 | 93,6 | 1,8 |
| 2015 | 94,5 | 1,0 |
| 2016 | 95,4 | 1,0 |
| 2017 | 96,7 | 1,4 |
| 2018 | 98,0 | 1,3 |
| 2019 | 99,2 | 1,2 |
| 2020 | 100,0 | 0,8 |
| 2021 | 101,2 | 1,2 |
| 2022 | 102,6 | 1,4 |
| 2023 | 104,1 | 1,5 |
| 2024 | 105,8 | 1,6 |
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Mietenindex (Verbraucherpreisindex).
Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Baulandpreise in Nordrhein-Westfalen innerhalb der letzten 20 Jahre entwickelt (bitte nach Jahren und nach Landkreisen aufschlüsseln)?
Der Bundesregierung liegen die Baulandpreise der letzten zwanzig Jahre für die Landkreise und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen nicht vor. Der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen hat im „Grundstücksmarktbericht 2024 – Nordrhein-Westfalen“ Bodenpreisindexreihen unbebauter Baugrundstücke für den individuellen Wohnungsbau der Jahre 2010 bis 2023 veröffentlicht (S. 102-103, abgerufen am 14. August 2025): www.boris.nrw.de/borisfachdaten/gmb/2024/GMB_000_2024_pfli chtig.pdf.
Hinweise zu den Indexreihen des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen:
„Nach § 18 ImmoWertV dienen Indexreihen der Berücksichtigung von im Zeitverlauf eintretenden Änderungen der allgemeinen Wertverhältnisse. Bodenpreisindexreihen bestehen aus Indexzahlen, die sich aus dem durchschnittlichen Verhältnis der Bodenpreise eines Erhebungszeitraumes zu den vergleichbaren Bodenpreisen eines Basiszeitraumes mit der Indexzahl 100 ergeben. Als Beispiel ist in der folgenden Tabelle die Indexentwicklung für unbebaute Baugrundstücke für den individuellen Wohnungsbau mit dem Basisjahr 2010 = 100 dargestellt. Andere Basisjahre wurden auf 2010 umgerechnet. Eine Aussage über die absolute Höhe der Grundstückswerte kann aus den Indexzahlen nicht abgeleitet werden. Weitere Indexreihen können verschiedenen örtlichen Grundstücksmarktberichten entnommen werden. Dabei ist das jeweilige Ableitungsmodell zu berücksichtigen.“
Quelle: Der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen (2024): Grundstücksmarktbericht 2024 – Nordrhein-Westfalen. S. 102. Internet: www.boris.nrw.de/borisfachdaten/gmb/2024/GMB_000_202 4_pflichtig.pdf, abgerufen am 14. August 2025.
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Leerstandsquote von Wohnungen in Nordrhein-Westfalen seit 2011 entwickelt (bitte landesweite Quote, Quote in Landkreisen sowie kreisfreien Städten und Gründe für den Leerstand aufschlüsseln)?
Leerstandsquoten liegen auf der Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise über die Vollerhebungen des Zensus 2011 und des Zensus 2022 vor. Die folgende Tabelle zeigt die Leerstandsquoten in Gebäuden mit Wohnraum der Erhebungsstichtage der Zensen 2011 und 2022 für die Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen sowie für das Land Nordrhein-Westfalen. Durchschnittliche Leerstandsquoten in Gebäuden mit Wohnraum der Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen und des Landes Nordrhein-Westfalen 2011 und 2022
| Kreisname | 2011 | 2022 | 2011 bis 2022 |
|---|---|---|---|
| Anteil leerstehender Wohnungen an allen Wohnungen in % | Veränderung in Prozentpunkten | ||
| Düsseldorf, Stadt | 2,9 | 3,0 | 0,1 |
| Duisburg, Stadt | 5,5 | 4,3 | -1,1 |
| Essen, Stadt | 4,5 | 4,0 | -0,5 |
| Krefeld, Stadt | 4,8 | 4,2 | -0,6 |
| Mönchengladbach, Stadt | 4,7 | 3,9 | -0,8 |
| Mülheim an der Ruhr, Stadt | 3,8 | 3,8 | -0,0 |
| Oberhausen, Stadt | 4,1 | 3,8 | -0,3 |
| Remscheid, Stadt | 6,4 | 4,9 | -1,5 |
| Solingen, Klingenstadt | 5,1 | 4,0 | -1,2 |
| Wuppertal, Stadt | 5,7 | 4,3 | -1,3 |
| Kleve | 2,6 | 2,7 | 0,2 |
| Mettmann | 3,1 | 3,0 | -0,1 |
| Rhein-Kreis Neuss | 2,5 | 2,6 | 0,1 |
| Viersen | 3,0 | 2,8 | -0,1 |
| Wesel | 2,7 | 3,1 | 0,4 |
| Bonn, Stadt | 2,5 | 2,9 | 0,3 |
| Köln, Stadt | 2,5 | 2,5 | 0,0 |
| Leverkusen, Stadt | 2,8 | 2,5 | -0,3 |
| Städteregion Aachen | 3,1 | 3,2 | 0,1 |
| Düren | 3,5 | 3,0 | -0,6 |
| Rhein-Erft-Kreis | 2,9 | 2,5 | -0,4 |
| Euskirchen | 3,7 | 4,3 | 0,6 |
| Heinsberg | 3,4 | 3,2 | -0,2 |
| Oberbergischer Kreis | 4,6 | 4,2 | -0,4 |
| Rheinisch-Bergischer Kreis | 3,3 | 3,2 | -0,1 |
| Rhein-Sieg-Kreis | 2,8 | 2,6 | -0,2 |
| Bottrop, Stadt | 3,2 | 3,2 | -0,1 |
| Gelsenkirchen, Stadt | 6,6 | 5,4 | -1,2 |
| Münster, Stadt | 1,7 | 2,0 | 0,4 |
| Borken | 1,9 | 2,6 | 0,6 |
| Coesfeld | 2,2 | 2,3 | 0,1 |
| Recklinghausen | 3,8 | 3,4 | -0,4 |
| Steinfurt | 2,4 | 2,6 | 0,2 |
| Warendorf | 3,0 | 2,9 | -0,1 |
| Bielefeld, Stadt | 3,2 | 3,2 | -0,0 |
| Gütersloh | 2,9 | 3,1 | 0,2 |
| Herford | 4,7 | 4,4 | -0,3 |
| Höxter | 4,7 | 4,9 | 0,2 |
| Lippe | 4,9 | 5,0 | 0,1 |
| Minden-Lübbecke | 4,3 | 4,0 | -0,4 |
| Paderborn | 2,9 | 3,3 | 0,4 |
| Bochum, Stadt | 3,8 | 3,6 | -0,1 |
| Dortmund, Stadt | 4,0 | 3,3 | -0,7 |
| Hagen, Stadt der Fern-Universität | 7,0 | 5,9 | -1,1 |
| Hamm, Stadt | 4,0 | 2,9 | -1,1 |
| Herne, Stadt | 5,4 | 4,5 | -0,9 |
| Ennepe-Ruhr-Kreis | 4,7 | 3,9 | -0,8 |
| Hochsauerlandkreis | 4,9 | 4,8 | -0,2 |
| Märkischer Kreis | 5,3 | 5,1 | -0,2 |
| Olpe | 3,5 | 3,8 | 0,3 |
| Siegen-Wittgenstein | 3,8 | 4,3 | 0,4 |
| Soest | 3,4 | 3,5 | 0,1 |
| Unna | 3,4 | 3,2 | -0,2 |
| Nordrhein-Westfalen | 3,7 | 3,4 | -0,2 |
Anmerkung: Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum, ausgenommen Ferien- und Freizeitwohnungen. Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Zensus 2011, Zensus 2022 – Gebäude- und Wohnungszählung.
Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder haben mit dem Zensus 2022 erstmals Leerstandsgründe abgefragt. Die folgende Tabelle zeigt die prozentualen Verteilungen der leerstehenden Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum nach Leerstandgründen zum Erhebungsstichtag des Zensus 2022.
Verteilung der Leerstandsgründe leerstehender Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum der Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen und des Landes Nordrhein-Westfalen 2022
| Kreisname | Innerhalb von drei Monaten für den Bezug verfügbar | Laufende bzw. geplante Baumaßnah- men | Geplanter Abriss oder Rückbau | Verkauf des Gebäudes oder der Wohnung | Künftige Selbstnutzung | Sonstiger Grund |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anteil leerstehender Wohnungen nach Grund des Wohnungsleerstands in % | ||||||
| Düsseldorf, Stadt | 53,0 | 25,6 | 2,9 | 5,5 | 3,3 | 9,7 |
| Duisburg, Stadt | 48,5 | 21,8 | 3,8 | 5,0 | 4,0 | 16,9 |
| Essen, Stadt | 59,1 | 19,9 | 1,9 | 5,0 | 3,7 | 10,4 |
| Krefeld, Stadt | 43,2 | 27,0 | 1,5 | 7,3 | 4,2 | 16,8 |
| Mönchengladbach, Stadt | 45,8 | 21,8 | 3,1 | 8,5 | 4,6 | 16,1 |
| Mülheim an der Ruhr, Stadt | 47,6 | 21,2 | 3,8 | 7,7 | 5,6 | 14,0 |
| Oberhausen, Stadt | 48,3 | 19,0 | 2,2 | 8,2 | 5,9 | 16,3 |
| Remscheid, Stadt | 39,7 | 24,2 | 1,9 | 7,5 | 5,2 | 21,5 |
| Solingen, Klingenstadt | 40,8 | 27,8 | 3,9 | 6,4 | 5,7 | 15,3 |
| Wuppertal, Stadt | 47,3 | 26,3 | 1,6 | 5,6 | 4,3 | 15,0 |
| Kleve | 34,3 | 24,7 | 3,7 | 9,8 | 8,0 | 19,5 |
| Mettmann | 47,0 | 21,1 | 3,6 | 7,5 | 6,4 | 14,4 |
| Rhein-Kreis Neuss | 40,3 | 20,3 | 5,4 | 10,0 | 7,5 | 16,5 |
| Viersen | 37,9 | 23,9 | 5,1 | 9,7 | 7,0 | 16,4 |
| Wesel | 44,1 | 21,9 | 2,5 | 7,8 | 7,7 | 16,0 |
| Bonn, Stadt | 51,2 | 22,7 | 2,6 | 7,1 | 4,9 | 11,6 |
| Köln, Stadt | 48,4 | 28,4 | 5,4 | 5,2 | 2,8 | 9,8 |
| Leverkusen, Stadt | 44,1 | 25,1 | 2,8 | 8,0 | 6,2 | 13,7 |
| Städteregion Aachen | 44,3 | 27,5 | 2,6 | 6,0 | 5,3 | 14,2 |
| Düren | 33,1 | 27,0 | 4,6 | 9,6 | 7,6 | 18,2 |
| Rhein-Erft-Kreis | 39,0 | 23,9 | 6,2 | 9,4 | 6,6 | 14,9 |
| Euskirchen | 28,8 | 34,3 | 3,6 | 6,4 | 7,1 | 19,8 |
| Heinsberg | 27,8 | 26,2 | 9,2 | 9,7 | 7,6 | 19,4 |
| Oberbergischer Kreis | 30,0 | 22,8 | 2,4 | 7,7 | 9,0 | 28,0 |
| Rheinisch-Bergischer Kreis | 37,7 | 24,4 | 4,3 | 7,4 | 8,2 | 17,9 |
| Rhein-Sieg-Kreis | 34,2 | 24,8 | 3,6 | 9,6 | 8,8 | 19,0 |
| Bottrop, Stadt | 45,3 | 21,7 | 2,9 | 11,3 | 6,4 | 12,3 |
| Gelsenkirchen, Stadt | 55,4 | 21,4 | 2,6 | 5,1 | 3,2 | 12,3 |
| Münster, Stadt | 52,9 | 21,8 | 2,7 | 6,7 | 4,9 | 11,0 |
| Borken | 35,5 | 19,6 | 7,1 | 7,4 | 11,0 | 19,4 |
| Coesfeld | 34,0 | 20,6 | 4,7 | 7,9 | 10,7 | 22,2 |
| Recklinghausen | 46,0 | 20,8 | 2,4 | 7,1 | 7,1 | 16,6 |
| Steinfurt | 31,1 | 21,1 | 5,0 | 8,0 | 11,6 | 23,2 |
| Warendorf | 32,8 | 23,6 | 3,1 | 8,5 | 10,7 | 21,2 |
| Bielefeld, Stadt | 48,1 | 20,8 | 3,5 | 6,2 | 6,9 | 14,5 |
| Gütersloh | 31,1 | 22,2 | 4,6 | 7,2 | 12,0 | 22,9 |
| Herford | 26,7 | 22,7 | 2,4 | 8,6 | 13,0 | 26,6 |
| Höxter | 27,2 | 24,7 | 2,4 | 7,8 | 12,9 | 25,1 |
| Lippe | 29,3 | 21,9 | 2,5 | 7,7 | 9,8 | 28,7 |
| Minden-Lübbecke | 30,6 | 22,7 | 2,9 | 8,2 | 11,8 | 23,7 |
| Paderborn | 37,6 | 21,6 | 4,1 | 5,2 | 10,6 | 20,9 |
| Bochum, Stadt | 55,2 | 20,6 | 2,2 | 5,9 | 4,8 | 11,3 |
| Dortmund, Stadt | 53,3 | 23,4 | 1,8 | 5,3 | 4,2 | 12,0 |
| Hagen, Stadt der Fern-Universität | 48,6 | 20,4 | 3,8 | 4,4 | 4,1 | 18,8 |
| Hamm, Stadt | 46,4 | 20,3 | 1,8 | 7,4 | 7,2 | 16,8 |
| Herne, Stadt | 49,8 | 23,5 | 1,1 | 4,4 | 5,0 | 16,2 |
| Ennepe-Ruhr-Kreis | 41,3 | 26,8 | 3,6 | 5,2 | 7,1 | 15,9 |
| Hochsauerlandkreis | 26,3 | 23,5 | 3,6 | 7,2 | 14,1 | 25,3 |
| Märkischer Kreis | 36,4 | 22,7 | 3,6 | 6,8 | 8,4 | 22,0 |
| Olpe | 27,1 | 24,2 | 2,6 | 6,4 | 16,2 | 23,6 |
| Siegen-Wittgenstein | 33,3 | 20,7 | 2,1 | 7,9 | 12,1 | 23,9 |
| Soest | 33,0 | 23,2 | 2,7 | 7,7 | 10,6 | 22,9 |
| Unna | 39,6 | 20,5 | 2,5 | 7,6 | 8,2 | 21,6 |
| Nordrhein-Westfalen | 42,1 | 23,2 | 3,3 | 7,0 | 7,0 | 17,3 |
Anmerkung: Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum, ausgenommen Ferien- und Freizeitwohnungen. Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Zensus 2022 – Gebäude- und Wohnungszählung.
Die Statistischen Ämter haben die im Zensusfragebogen vorgelagerte Frage als Kategorie „Innerhalb von 3 Monaten für den Bezug verfügbar“ den Leerstandsgründen zugeordnet. Für diese Wohnungen wurden im Rahmen des Zensusfragebogens keine Leerstandsgründe abgefragt.
Wie viele neue Sozialwohnungen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung innerhalb der letzten zehn Jahre in Nordrhein-Westfalen bewilligt (bitte einzeln nach Jahren und Art der Förderung – Belegungsbindungen, Modernisierungen, Eigentumsförderung, Neubau – aufschlüsseln)?
Der folgenden Tabelle ist die Anzahl im sozialen Wohnungsbau geförderter Wohneinheiten in Nordrhein-Westfalen nach Förderart und Jahr zu entnehmen.
| Jahr | Mietwohnungen | Wohnheimplätze | Eigentumsförderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Neubau | Modernisierungen | Erwerb von Belegbindungen | |||
| 2020 | 5 347 | 1 851 | 171 | 813 | 592 |
| 2021 | 4 484 | 1 348 | 28 | 1 055 | 432 |
| 2022 | 3 631 | 2 035 | 573 | 931 | 749 |
| 2023 | 5 729 | 1 984 | 930 | 1 348 | 1 863 |
| 2024 | 6 118 | 1 751 | 1 621 | 1 283 | 2 074 |
Datenbasis: Angaben des Landes.
Seit dem Jahr 2020 gewährt der Bund den Ländern wieder Finanzhilfen für den sozialen Wohnungsbau, davor wurden sog. Entflechtungsmittel gezahlt. Die Zahlen der neu bewilligten Wohnungen vor dem Jahr 2020 sind mit den Zahlen der Folgejahre nicht vergleichbar und werden hier daher nicht dargestellt. Grund dafür sind andere Vorgaben bei dem Einsatz der Bundesfinanzhilfen im Vergleich zu den Kompensationsmitteln. Es wird auf die jährlichen Berichte der Bundesregierung über die Verwendung der Kompensationsmittel für den Bereich der sozialen Wohnraumförderung verwiesen.
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung der Bestand an Sozialwohnungen innerhalb der letzten 20 Jahre in Nordrhein-Westfalen entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
Der folgenden Tabelle ist zu entnehmen, wie sich der Bestand an Sozialwohnungen in Nordrhein-Westfalen in den Jahren 2006 bis 2024 entwickelt hat. Vor 2006 liegen der Bundesregierung hierzu keine jährlichen Daten vor.
| Jahr | Bestand an Sozialwohnungen |
|---|---|
| 2006 | 757 358 |
| 2007 | 715 130 |
| 2008 | 660 294 |
| 2009 | 608 638 |
| 2010 | 543 983 |
| 2011 | 527 276 |
| 2012 | 513 901 |
| 2013 | 499 063 |
| 2014 | 488 858 |
| 2015 | 476 700 |
| 2016 | 467 356 |
| 2017 | 460 671 |
| 2018 | 457 563 |
| 2019 | 456 783 |
| 2020 | 452 030 |
| 2021 | 441 871 |
| 2022 | 433 802 |
| 2023 | 422 974 |
| 2024 | 409 286 |
Datenbasis: Angaben des Landes.
Wie hoch war der jährliche Anteil der Kofinanzierung in Nordrhein-Westfalen zu Mitteln des Bundes für sozialen Wohnungsbau seit 2020 (bitte nach Jahren absolut und prozentual aufführen)?
Die Länder kofinanzieren die Bundesmittel erfahrungsgemäß insgesamt mit mehr als hundert Prozent. Nordrhein-Westfalen hat in den Programmjahren 2020–2023 stets die in den einzelnen Verwaltungsvereinbarungen geforderte Kofinanzierung erbracht. Aufgrund des zweijährigen Bewilligungszeitraums eines Programmjahres liegen die Daten zur Kofinanzierung für das Programmjahr 2024 erst im Jahr 2026 vor.
Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil am Haushaltseinkommen, der in Nordrhein-Westfalen für Wohnen ausgegeben wird (bitte angeben: durchschnittlich; Anteil und Anzahl derer, die mehr als 30 Prozent ausgeben; Anteil und Anzahl derer, die mehr als 40 Prozent ausgeben)?
Der Bunderegierung liegen keine Angaben zu Wohnkostenbelastungen in Nordrhein-Westfalen vor.
Über das Zusatzprogramm Wohnen des Mikrozensus 2022 der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder lässt sich die durchschnittliche Mietbelastungsquote nach Ländern ermitteln. Demnach lag die durchschnittliche Mietbelastungsquote in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 bei 29,1 Prozent. Als Berechnungsgrundlage dient der Anteil der Bruttokaltmiete am Haushaltsnettoeinkommen.
Der Anteil und die Anzahl von Haushalten mit einer Mietbelastungsquote von mehr als 30 Prozent und einer Mietbelastungsquote von mehr als 40 Prozent liegt der Bundesregierung nur für Deutschland insgesamt vor, nicht differenziert nach Bundesländern.
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Entwicklung der Haushaltseinkommen in Nordrhein-Westfalen im Verhältnis zur Entwicklung der Angebotsmieten in den Jahren 2004, 2014 und 2024 gestaltet (bitte jeweils prozentual aufschlüsseln)?
Der Bundesregierung liegen keine amtlichen Daten vor, die einen belastbaren und als Zeitreihe konsistenten Vergleich zwischen Haushaltseinkommen und Angebotsmieten inserierter Wohnungen auf der Ebene der Bundesländer zulassen. Beim Mikrozensus der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder haben sich Teile der Erhebungen und der Aufbereitung im Laufe der Jahre geändert. Daher ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse des Mikrozensus im Zeitverlauf eingeschränkt.
Der Arbeitskreis der „Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der Länder“ ermittelt auf Grundlage der Umverteilungsrechnung jährlich das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte. Dieses wird als Gesamtsumme (aller privaten Haushalte) sowie als Wert je Einwohner bzw. Einwohnerin veröffentlicht. Ein Indikator „verfügbares Einkommen je Haushalt“ wird nicht berechnet. Die Internet-Angebotsmieten und Mieten insgesamt hingegen haben einen direkten Haushalts- bzw. Wohnungsbezug, keinen Einwohnerbezug. Außerdem beinhalten die Angaben zum verfügbaren Einkommen Personen in Eigentümer- und in Mieterhaushalten sowie Einkommen privater Organisationen ohne Erwerbszweck. Ein belastbarer und konsistenter Vergleich ist daher nicht möglich.
Die aktuellsten Angaben liegen für das Jahr 2023 vor. Die veröffentlichten Angaben der Jahre 2021 bis 2023 werden vom Arbeitskreis der „Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der Länder“ jedoch als vorläufig ausgewiesen.
Unter Berücksichtigung der geringen Vergleichbarkeit der nachgefragten Indikatoren werden im Folgenden die Entwicklungen beider verfügbarer Datenquellen separat voneinander genannt.
In Nordrhein-Westfalen haben sich die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte je Einwohner im Zeitraum 2013 bis 2023 um 36 Prozent erhöht.
Die Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen haben sich in Nordrhein-Westfalen im Zeitraum 2013 bis 2023 um 45 Prozent erhöht.
Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der Menschen, die aufgrund ihrer Einkommensverhältnisse Anrecht auf einen Wohnberechtigungsschein in Nordrhein-Westfalen haben?
Zur Anzahl der Menschen, die aufgrund ihrer Einkommensverhältnisse Anrecht auf einen Wohnberechtigungsschein in Nordrhein-Westfalen haben, liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.
Welche Kommunen in Nordrhein-Westfalen verfügen nach Kenntnis der Bundesregierung über ein gerichtsfestes „schlüssiges Konzept“ zur Ermittlung der Angemessenheitsgrenzen für die Übernahme der Kosten der Unterkunft beim Bezug von Bürgergeld, und in welchen Kommunen liegt ein solches Konzept nicht vor?
Das Bürgergeld wird, soweit es für die Bedarfe für Unterkunft und Heizung gezahlt wird, in kommunaler Trägerschaft erbracht. Die Aufsicht führt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Bundesregierung liegen daher keine Angaben im Sinne der Fragestellung vor.
Wie viele Wohnungen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2020 in Nordrhein-Westfalen fertiggestellt (bitte Gesamtzahl angeben und einzeln nach Jahren und Landkreisen aufschlüsseln)?
Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl fertiggestellter Wohnungen in den Landkreisen und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen sowie der Gesamtwerte des Landes Nordrhein-Westfalen der Jahre 2020 bis 2024.
Fertiggestellte Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen und des Landes Nordrhein-Westfalen 2020 bis 2024
| Kreisname | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | Summe 2020 bis 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| fertiggestellte Wohnungen | ||||||
| Düsseldorf, Stadt | 2 310 | 2 361 | 2 140 | 2 063 | 1 990 | 10 864 |
| Duisburg, Stadt | 457 | 615 | 742 | 563 | 593 | 2 970 |
| Essen, Stadt | 1 079 | 1 447 | 741 | 782 | 488 | 4 537 |
| Krefeld, Stadt | 274 | 289 | 188 | 356 | 197 | 1 304 |
| Mönchengladbach, Stadt | 717 | 557 | 284 | 642 | 263 | 2 463 |
| Mülheim an der Ruhr, Stadt | 382 | 477 | 292 | 184 | 324 | 1 659 |
| Oberhausen, Stadt | 308 | 117 | 190 | 107 | 200 | 922 |
| Remscheid, Stadt | 170 | 154 | 113 | 64 | 76 | 577 |
| Solingen, Klingenstadt | 294 | 182 | 513 | 291 | 160 | 1 440 |
| Wuppertal, Stadt | 456 | 357 | 211 | 314 | 290 | 1 628 |
| Kleve | 1 177 | 1 146 | 1 078 | 1 508 | 1 231 | 6 140 |
| Mettmann | 823 | 884 | 1 083 | 1 166 | 368 | 4 324 |
| Rhein-Kreis Neuss | 1 220 | 1 030 | 1 161 | 1 056 | 762 | 5 229 |
| Viersen | 706 | 672 | 621 | 492 | 746 | 3 237 |
| Wesel | 1 210 | 1 322 | 1 016 | 726 | 945 | 5 219 |
| Bonn, Stadt | 1 512 | 1 315 | 842 | 778 | 1 454 | 5 901 |
| Köln, Stadt | 2 014 | 2 515 | 2 337 | 3 442 | 1 788 | 12 096 |
| Leverkusen, Stadt | 434 | 795 | 197 | 198 | 205 | 1 829 |
| Städteregion Aachen | 1 449 | 1 571 | 1 623 | 1 284 | 1 148 | 7 075 |
| Düren | 1 178 | 777 | 1 048 | 1 192 | 865 | 5 060 |
| Rhein-Erft-Kreis | 1 663 | 1 996 | 1 577 | 1 686 | 1 098 | 8 020 |
| Euskirchen | 1 091 | 833 | 1 054 | 914 | 933 | 4 825 |
| Heinsberg | 1 208 | 1 273 | 1 260 | 1 463 | 1 105 | 6 309 |
| Oberbergischer Kreis | 578 | 545 | 786 | 587 | 582 | 3 078 |
| Rheinisch-Bergischer Kreis | 831 | 908 | 877 | 1 001 | 1 290 | 4 907 |
| Rhein-Sieg-Kreis | 2 049 | 1 745 | 1 977 | 1 707 | 1 297 | 8 775 |
| Bottrop, Stadt | 280 | 267 | 210 | 224 | 141 | 1 122 |
| Gelsenkirchen, Stadt | 240 | 350 | 166 | 55 | 105 | 916 |
| Münster, Stadt | 1 947 | 1 528 | 1 861 | 2 222 | 1 054 | 8 612 |
| Borken | 1 772 | 2 161 | 1 705 | 1 731 | 1 575 | 8 944 |
| Coesfeld | 919 | 1 172 | 936 | 892 | 810 | 4 729 |
| Recklinghausen | 1 162 | 809 | 977 | 1 165 | 1 042 | 5 155 |
| Steinfurt | 2 373 | 2 021 | 2 139 | 2 260 | 1 938 | 10 731 |
| Warendorf | 1 085 | 897 | 1 377 | 1 144 | 1 023 | 5 526 |
| Bielefeld, Stadt | 963 | 907 | 1 220 | 879 | 1 007 | 4 976 |
| Gütersloh | 1 558 | 1 745 | 1 519 | 1 712 | 1 136 | 7 670 |
| Herford | 631 | 844 | 623 | 471 | 555 | 3 124 |
| Höxter | 246 | 233 | 399 | 492 | 229 | 1 599 |
| Lippe | 870 | 870 | 649 | 698 | 404 | 3 491 |
| Minden-Lübbecke | 1 048 | 836 | 994 | 812 | 932 | 4 622 |
| Paderborn | 1 380 | 1 946 | 1 232 | 1 242 | 1 244 | 7 044 |
| Bochum, Stadt | 838 | 659 | 401 | 949 | 1 402 | 4 249 |
| Dortmund, Stadt | 1 725 | 1 664 | 2 121 | 1 379 | 1 589 | 8 478 |
| Hagen, Stadt der Fern-Universität | 237 | 103 | 135 | 86 | 247 | 808 |
| Hamm, Stadt | 408 | 493 | 443 | 516 | 410 | 2 270 |
| Herne, Stadt | 187 | 189 | 206 | 179 | 146 | 907 |
| Ennepe-Ruhr-Kreis | 452 | 366 | 560 | 514 | 200 | 2 092 |
| Hochsauerlandkreis | 788 | 752 | 661 | 635 | 539 | 3 375 |
| Märkischer Kreis | 410 | 379 | 365 | 559 | 594 | 2 307 |
| Olpe | 263 | 350 | 309 | 286 | 283 | 1 491 |
| Siegen-Wittgenstein | 553 | 596 | 502 | 577 | 543 | 2 771 |
| Soest | 844 | 836 | 976 | 1 001 | 931 | 4 588 |
| Unna | 1 006 | 699 | 717 | 902 | 548 | 3 872 |
| Nordrhein-Westfalen | 49 775 | 49 555 | 47 354 | 48 148 | 41 025 | 235 857 |
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Statistik der Baufertigstellungen.
Wie viele Wohnungen wurden in Nordrhein-Westfalen seit 2020 abgerissen?
In Deutschland besteht keine reine Abrissstatistik von Wohnungen. Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder führen eine Bauabgangsstatistik.
Ein Totalabgang liegt vor, wenn die Bausubstanz (Gebäude oder Gebäudeteil), d. h. die Summe des nutzbaren Bauvolumens, durch Baumaßnahmen oder infolge anderer Ursachen beseitigt wird. In der Statistik des Bauabgangs werden nur Nutzungsänderungen zwischen den beiden Nutzungskategorien Wohn- und Nichtwohnbau (z. B. durch Umwidmung von Wohnfläche in gewerblich genutzte Fläche und umgekehrt) erfasst. Veränderungen der Nutzung innerhalb des Nichtwohnbaus oder innerhalb des Wohnbaus bleiben unberücksichtigt. Zu melden sind lediglich Nutzungsänderungen ganzer Gebäude bzw. von Gebäudeteilen, die den Verwendungszweck des Gebäudes als Ganzes verändern. Änderungen im Zuge von Um-, Aus- und Erweiterungsbauten, die weniger ins Gewicht fallen und die Nutzungsart des Gebäudes als Ganzes unberührt lassen, werden nicht auf dem Abgangsbogen, sondern zusammen mit dem neuen Bauzustand auf dem Erhebungsbogen für Baugenehmigungen erfasst.
Die quantitative Verteilung zwischen Abriss und weiteren Abgangsgründen ist nicht bekannt.
Nach der Bauabgangsstatistik erfolgte in den Jahren 2020 bis 2024 im Land Nordrhein-Westfalen insgesamt ein Bauabgang von 11 497 Wohnungen in Gebäuden und Gebäudeteilen im Hochbau.
In welcher Höhe wurden nach Kenntnis der Bundesregierung die Gelder für die Städtebauförderung zur (Re-)Finanzierung für Abriss von Wohnungen verwendet, und wie viele Wohnungen wurden so gefördert abgerissen (bitte nach Jahren seit 2020 aufschlüsseln)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Informationen vor. Die Umsetzung der Städtebauförderung obliegt den Ländern. Im Zuge von nach dem Baugesetzbuch vorgesehenen Ordnungsmaßnahmen sind im Einzelfall bei Vorliegen entsprechender städtebaulicher Missstände Abrisse im Rahmen der Städtebauförderung zulässig.
Wie hoch waren die nach Nordrhein-Westfalen ausgezahlten Bundesfördermittel für den Wohnungs- und den Städtebau seit 2020 insgesamt (bitte einzeln nach Jahren aufschlüsseln und alle Programme, inklusive KfW-Programme (KfW = Kreditanstalt für Wiederaufbau) und energetische Sanierungsprogramme, einbeziehen)?
Sozialer Wohnungsbau Belastbare Aussagen über den Mittelabfluss von Finanzhilfen des Bundes im Bereich des sozialen Wohnungsbaus können erst nach Beendigung des jeweils fünfjährigen Ausfinanzierungszeitraums des jeweiligen Programmjahres getroffen werden. Darüber hinaus können gemäß § 45 Absatz 2 BHO gebildete Ausgabereste bis zu zwei Jahre über das letzte Auszahlungsjahr hinaus in Anspruch genommen werden. Daher liegen endgültige Zahlen zum Mittelabfluss für das Programmjahr 2020 erst Ende des Jahres 2026 vor. Für die folgenden Programmjahre gilt dies entsprechend.
Der nachfolgenden Tabelle ist zu entnehmen, in welcher Höhe der Bund dem Bundesland Nordrhein-Westfalen in den Programmjahren 2020 bis 2025 Bundesfinanzhilfen für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt hat (Stand: 21. August 2025). Bei den Programmjahren 2020 und 2021 wird der endgültige Verpflichtungsrahmen nach Beendigung des jeweils zweijährigen Bewilligungszeitraumes abgebildet. Des Weiteren sind Umverteilungen zwischen den Ländern berücksichtigt.
| Programmjahr | Verpflichtungsrahmen |
|---|---|
| 2020 | 221 024 319,00 Euro |
| 2021 | 224 668 903,82 Euro |
| 2022 | 432 218 400,00 Euro |
| 2023 | 560 935 969,95 Euro |
| 2024 | 675 618 733,52 Euro |
| 2025 | 737 657 200,00 Euro |
Stand: 21. August 2025.
Wohneigentum
Seit Förderstart am 01. Juni 2023 wurden 1 452 Förderzusagen für das Programm „Wohneigentum für Familien“ für Fördernehmer aus NRW erteilt, mit einem Kreditvolumen von 263,8 Mio. Euro (Stichtag: 31. Juli 2025). Davon:
– 2023: 276 Zusagen, 48,8 Mio. Euro Kreditvolumen
– 2024: 757 Zusagen, 139,3 Mio. Euro Kreditvolumen
– 2025: 419 Zusagen, 75,7 Mio. Euro Kreditvolumen.
Seit Förderstart am 02. September 2024 wurden 124 Förderzusagen für das Programm „Jung kauft Alt“ für Fördernehmer aus NRW erteilt, mit einem Kreditvolumen von 14,7 Mio. Euro (Stichtag: 31. Juli 2025). Davon:
– 2024: 46 Zusagen, 5,55 Mio. Euro Kreditvolumen
– 2025: 78 Zusagen, 9,16 Mio. Euro Kreditvolumen.
Aufgrund der Ausgestaltung der Förderung als zinsverbilligte Darlehen findet der tatsächliche Mittelabfluss erst nachgelagert statt, sodass der tatsächliche Bundesmittelabfluss nach NRW derzeit noch sehr gering ist.
Die Förderung „Baukindergeld“ ist eingestellt. Derzeit findet die Ausfinanzierung bereits erfolgter Zusagen statt. Hinsichtlich der ausgezahlten Bundesfördermittel für das Förderprogramm Baukindergeld wird für die Jahre 2020 und 2021 auf die Antwort zu Frage 21 auf Bundestagsdrucksache 20/1464 hingewiesen.
Hinsichtlich der ausgezahlten Bundesfördermittel für das Förderprogramm Baukindergeld wird für das Jahr 2022 auf den entsprechenden Förderreport der KfW verwiesen: www.kfw.de/Presse-Newsroom/Pressematerial/F%C3%B6rde rreport/KfW-F%C3%B6rderreport_2023.pdf.
Neubau und Sanierung
Im Rahmen der von der KfW durchgeführten Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren (Programmnummern 151, 152, 153, 217/218, 219/220, 2176, 277, 278, 430, 431), die zum 30. Juni 2021 ausgelaufen sind, sowie zur Förderung innovativer Brennstoffzellenheizgeräte in Gebäuden (Produktnummer 433) ergeben sich für NRW folgende Werte für Neuzusagen.
| KfW-Produktbezeichnung | Fördervolumen in Mio. Euro* | |
|---|---|---|
| 2020 | 2021 | |
| 151 – Energieeffizient Sanieren, Effizienzhäuser | 435,2 | 344,4 |
| 152 – Energieeffizient Sanieren, Einzelmaßnahmen | 220,2 | 130,8 |
| 153 – Energieeffizient Bauen | 3 589,4 | 2 530,2 |
| 217/218 – Energieeffizient Bauen und Sanieren – Kommunen | 65,6 | 21,5 |
| 219/220 – Energieeffizient Bauen und Sanieren – kommunale Unternehmen | 32,1 | 44,2 |
| 276 – Energieeffizient Bauen – Unternehmen | 322,3 | 169,7 |
| 277 – Energieeffizient Sanieren, Effizienzgebäude – Unternehmen | 27,4 | 29,7 |
| 278 – Energieeffizient Sanieren, Einzelmaßnahmen – Unternehmen | 39,1 | 17,4 |
| 430 – Energieeffizient Sanieren – Zuschuss Einzelmaßnahmen | 155,4 | 41,7 |
| 431 – Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung | 53,1 | 19,4 |
| 433 – Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle | 15,4 | 11,0 |
*Für die Programme 151-278 wird der zugesagte Kreditbetrag angegeben; für die Programme 430-433 die Höhe der zugesagten Investitionszuschüsse.
*Für die Programme 151-278 wird der zugesagte Kreditbetrag angegeben; für die Programme 430-433 die Höhe der zugesagten Investitionszuschüsse.
Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bei der KfW (Start 1. Juli 2021) sowie beim BAFA (Start 1. Januar 2021), ergeben sich für NRW seit 2021 folgende Werte für Neuzusagen.
| BEG Programmteil | Fördervolumen in Mio. Euro* | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | Jun 25 | |
| Wohngebäude Neubau KfW (Förderung bis 2022) | 2.188,9 | 3.449,0 | |||
| Wohngebäude Sanierung KfW | 428,0 | 1.725,7 | 1.175,2 | 1.215,2 | 533,8 |
| Nichtwohngebäude Neubau KfW (Förderung bis 2022) | 920,5 | 1.510,6 | |||
| Nichtwohngebäude Sanierung KfW | 100,1 | 916,7 | 206,6 | 230,3 | 120,1 |
| Einzelmaßnahmen Kredit KfW | 79,5 | 90,7 | 75,4 | 77,7 | |
| Einzelmaßnahmen Heizungszuschuss KfW (seit 2024; vorher bei BAFA) | 698,9 | 520,7 | |||
| Einzelmaßnahmen Zuschussförderung BAFA | 636,6 | 1.619,7 | 2.047,6 | 338,5 | 292,0 |
*Für die Programmteile Wohngebäude/Nichtwohngebäude Neubau und Sanierung wird die Summe aus zugesagten Kreditbeträgen und Investitionszuschüssen angegeben.
*Für die Programmteile Wohngebäude/Nichtwohngebäude Neubau und Sanierung wird die Summe aus zugesagten Kreditbeträgen und Investitionszuschüssen angegeben.
KFN – Wohngebäude – private Selbstnutzung (Programm 297)
| Anzahl Zusagen | Zusagevolumen | |
|---|---|---|
| 2023 | 996 | 133,8 |
| 2024 | 825 | 98,9 |
| 2025 (07/2025) | 599 | 67,6 |
| Gesamt | 2 420 | 300,3 |
KFN – Wohngebäude (Programm 298)
| Anzahl Zusagen | Zusagevolumen | |
|---|---|---|
| 2023 | 1 781 | 843,6 |
| 2024 | 1 517 | 786,5 |
| 2025 (07/2025) | 851 | 326,2 |
| Gesamt | 4 149 | 1 956,3 |
KFN – Zuschuss Kommunen für Wohngebäude (Programm 498)
| Anzahl Zusagen | Zusagevolumen | |
|---|---|---|
| 2023 | 0 | 0 |
| 2024 | 0 | 0 |
| 2025 (07/2025) | 0 | 0 |
| Gesamt | 0 | 0 |
KNN – Wohngebäude (Programm 296)
| Anzahl Zusagen | Zusagevolumen | |
|---|---|---|
| 2024 | 30 | 13,30 |
| 2025 (07/2025) | 50 | 31,73 |
| Gesamt | 80 | 45,03 |
KNN – Zuschuss Kommunen für Wohngebäude (Programm 498)
| Anzahl Zusagen | Zusagevolumen | |
|---|---|---|
| 2024 | 0 | 0 |
| 2025 (07/2025) | 0 | 0 |
| Gesamt | 0 | 0 |
Städtebau
Für den Städtebau sind nach Nordrhein-Westfalen insgesamt geflossen.
| 2020 | 152 743 679 Euro |
| 2021 | 205 443 898 Euro |
| 2022 | 240 510 546 Euro |
| 2023 | 244 973 212 Euro |
| 2024 | 238 397 523 Euro |
Dabei sind folgende Programme berücksichtigt:
– Programme der Städtebauförderung,
– Investitionspakt Soziale Integration im Quartier,
– Investitionspakt Sportstätten,
– Bundesprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur, – Nationale Projekte des Städtebaus,
– Modellprojekte Smart Cities,
– ESF-Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ“
– Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel,
– Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung und
– Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (ZIZ).
Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der Wohngeldbeziehenden in Nordrhein-Westfalen seit 2020 entwickelt, wie die Zahl der Wohngeldanträge und die durchschnittliche Dauer der Bearbeitung von Wohngeldanträgen?
Informationen zur Anzahl der Wohngeldhaushalte liegen in der Wohngeldstatistik des Statistischen Bundesamtes ausschließlich auf Haushaltsebene vor. Die Entwicklung der Anzahl der Wohngeldhaushalte in Nordrhein-Westfalen seit 2020 sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. Die Anzahl der Wohngeldhaushalte umfasst dabei sowohl reine Wohngeldhaushalte, d. h. Haushalte in denen alle Haushaltsmitglieder Wohngeld beziehen, als auch wohngeldrechtliche Teilhaushalte.
Wohngeldhaushalte in NRW im Zeitvergleich am 31.12.
| Jahr | 20201 | 2021 | 2022 | 2023* |
| Anzahl | 161 265 | 157 850 | 170 975 | 300 380 |
* Gesetzliche Änderungen im Wohngeldrecht. Quelle: Wohngeldstatistik, Statistisches Bundesamt.
* Gesetzliche Änderungen im Wohngeldrecht. Quelle: Wohngeldstatistik, Statistisches Bundesamt.
Der Bundesregierung liegen keine Informationen zur Anzahl der Wohngeldanträge in Nordrhein-Westfalen seit 2020 vor.
Zur Entwicklung der durchschnittlichen Bearbeitungsdauer von Wohngeldanträgen in Nordrhein-Westfalen seit 2020 liegen der Bundesregierung keine Informationen vor. Ende 2024 lag die durchschnittliche Bearbeitungsdauer von Wohngeldanträgen von Antragseingang bis zur Bescheidung in Nordrhein-Westfalen bei elf Wochen.
Welche Auswirkungen auf den Personalbedarf in den Wohngeldstellen der Kommunen in Nordrhein-Westfalen sind nach Kenntnis der Bundesregierung infolge der Ausweitung des berechtigten Personenkreises für das Wohngeld entstanden, und inwieweit werden zusätzliche Personal- und Verwaltungskosten durch den Bund ausgeglichen?
Mit der Ausweitung des Wohngeld-Empfängerkreises ging auch eine Anpassung des Personalbedarfs einher. Zu konkreten Personalbedarfen in den Wohngeldbehörden in Nordrhein-Westfalen liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.
Das Wohngeldgesetz wird gemäß Artikel 85 Absatz 1 Satz 1 des Grundgesetzes durch die Länder im Auftrag des Bundes ausgeführt. Die Einrichtung der Behörden bleibt dabei eine Angelegenheit der Länder, weswegen auch die Fragen des Personalbedarfs allein die Länder betreffen und keine Beteiligung des Bundes an Personal- und Verwaltungskosten erfolgt.
Im Übrigen wird auf den Regierungsentwurf zum Wohngeld-Plus-Gesetz (Bundesrats-Drucksache 483/22, S. 65 ff.) und die darin enthaltenen Ausführungen zum Erfüllungsaufwand für die Verwaltung verwiesen.
Wie hat sich die jährliche Zahl von Zwangsräumungen in Nordrhein-Westfalen entwickelt (bitte Gesamtzahl nach Kreisen, kreisfreien Städten und den Jahren 2004, 2014 und 2024 aufschlüsseln)?
Die jährlichen Zahlen der Zwangsräumungen in Nordrhein-Westfalen liegen für die Zeit ab dem vierten Quartal des Jahres 2019 vor. Sie beziehen sich auf die Gesamtzahl der Räumungen in Nordrhein-Westfalen und differenzieren nicht nach Kreisen/kreisfreien Städten.
Die Anzahl der tatsächlich durchgeführten Räumungen in Nordrhein-Westfalen hat sich wie folgt entwickelt.
| Jahr | Anzahl der Räumungen von Wohnungen | Anzahl sonstiger Räumungen |
|---|---|---|
| 2020 | 8 590 | 571 |
| 2021 | 8 193 | 463 |
| 2022 | 8 690 | 458 |
| 2023 | 8 998 | 493 |
| 2024 | 10 118 | 517 |
Wie hat sich die Zahl der wohnungs- bzw. obdachlosen Menschen in Nordrhein-Westfalen entwickelt (bitte Gesamtzahl nach Kreisen, kreisfreien Städten und den Jahren 2004, 2014 und 2024 aufschlüsseln)?
Das Wohnungslosenberichterstattungsgesetz (WoBerichtsG) sah erstmals für das Jahr 2022 eine bundesweite Erhebung der Zahl der wohnungs- und obdachlosen Menschen vor. Zahlen für die Jahre 2004 und 2014 liegen der Bundesregierung daher nicht vor.
Bezogen auf das Jahr 2024 ist (Erhebung nach § 3 Absatz 2 WoBerichtsG zum Stichtag 31. Januar) in Nordrhein-Westfahlen folgende Zahl an Menschen durch die Kommunen untergebracht worden.
| Kreis | Insgesamt |
|---|---|
| Bielefeld, kreisfreie Stadt | 2 825 |
| Bochum, kreisfreie Stadt | 1 235 |
| Bonn, kreisfreie Stadt | 790 |
| Borken, Landkreis | 3 995 |
| Bottrop, kreisfreie Stadt | 75 |
| Coesfeld, Landkreis | 1 685 |
| Dortmund, kreisfreie Stadt | 1 540 |
| Duisburg, kreisfreie Stadt | 3 665 |
| Düren, Landkreis | 2 030 |
| Düsseldorf, kreisfreie Stadt | 6 215 |
| Ennepe-Ruhr-Kreis | 1 010 |
| Essen, kreisfreie Stadt | 1 595 |
| Euskirchen, Landkreis | 1 365 |
| Gelsenkirchen, kreisfreie Stadt | 650 |
| Gütersloh, Landkreis | 3 275 |
| Hagen, kreisfreie Stadt | 1 070 |
| Hamm, kreisfreie Stadt | 355 |
| Heinsberg, Landkreis | 1 610 |
| Herford, Landkreis | 1 945 |
| Herne, kreisfreie Stadt | 400 |
| Hochsauerlandkreis | 2 175 |
| Höxter, Landkreis | 720 |
| Kleve, Landkreis | 2 615 |
| Köln, kreisfreie Stadt | 9 970 |
| Krefeld, kreisfreie Stadt | 1 085 |
| Leverkusen, kreisfreie Stadt | 445 |
| Lippe, Landkreis | 1 380 |
| Märkischer Kreis | 660 |
| Mettmann, Landkreis | 3 100 |
| Minden-Lübbecke, Landkreis | 1 970 |
| Mönchengladbach, kreisfreie Stadt | 220 |
| Mülheim an der Ruhr, kreisfreie Stadt | 640 |
| Münster, kreisfreie Stadt | 2 205 |
| Oberbergischer Kreis | 1 285 |
| Oberhausen, kreisfreie Stadt | 595 |
| Olpe, Landkreis | 980 |
| Paderborn, Landkreis | 960 |
| Recklinghausen, Landkreis | 2 200 |
| Remscheid, kreisfreie Stadt | 775 |
| Rhein-Erft-Kreis | 2 670 |
| Rheinisch-Bergischer Kreis | 1 280 |
| Rhein-Kreis Neuss | 2 200 |
| Rhein-Sieg-Kreis | 3 655 |
| Siegen-Wittgenstein, Landkreis | 1 005 |
| Soest, Landkreis | 2 100 |
| Solingen, kreisfreie Stadt | 1 205 |
| Städteregion Aachen, Landkreis | 3 555 |
| Steinfurt, Landkreis | 4 815 |
| Unna, Landkreis | 945 |
| Viersen, Landkreis | 1 820 |
| Warendorf, Landkreis | 3 400 |
| Wesel, Landkreis | 3 430 |
| Wuppertal, kreisfreie Stadt | 1 720 |
| Gesamt | 105 110 |
Im Rahmen der ergänzenden Berichterstattung wurde mittels einer repräsentativen Erhebung gemäß § 8 Absatz 3 WoBerichtsG auch die Zahl der Menschen ohne Unterkunft und die der verdeckt wohnungslosen Menschen erhoben. Auf Basis der Erhebung wird die Zahl der Menschen ohne Unterkunft für das Jahr 2024 auf rund 10 700 und die Zahl der verdeckt wohnungslosen Personen auf rund 13 400 für Nordrhein-Westfahlen geschätzt. Eine Aufschlüsselung auf Kreise, bzw. kreisfreie Städte ist aus statistischen Gründen nicht möglich.