Nordrhein-Westfalens mieten- und wohnungspolitische Entwicklung

Vorbemerkung der Fragesteller

Vorbemerkung der Fragesteller

Die Bundesregierung möchte laut Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD „Wohnen für alle Menschen bezahlbar, verfügbar und umweltverträglich gestalten“ (vgl. Koalitionsvertrag „Verantwortung für Deutschland“, S. 17). Doch die Realität in Nordrhein-Westfalen sieht anders aus: Die Mieten steigen weiter – nicht nur in Köln, Düsseldorf und Münster, sondern zunehmend auch im Ruhrgebiet und in ländlichen Regionen. In mehreren Städten des Landes zahlen Mieterinnen und Mieter inzwischen mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für die Wohnkosten (vgl. www.wdr.de/nachrichten/landespolitik/mietpre ise-nrw-mieten-wohnungen-studie-100.html). Gleichzeitig sinkt der Bestand an Sozialwohnungen, während Baulandpreise und energetische Sanierungskosten weiter steigen. Damit droht bezahlbarer Wohnraum für viele Menschen in Nordrhein-Westfalen zum Luxus zu werden.

Text vor der ersten Frage

Wohngeld. Das Wohngeld leistet einen wirksamen Beitrag zur Verringerung der Wohnkostenbelastung in Zeiten steigender Mieten. Mit der Wohngeld-Plus-Reform konnte der Empfängerkreis um mehr als eine halbe Million Haushalte ausgeweitet und gleichzeitig das durchschnittliche Wohngeld um 55 Prozent auf 297 Euro gesteigert werden. Mit der zum 1. Januar 2025 in Kraft getretenen Dynamisierung wurde sichergestellt, dass die Entlastungswirkung trotz Preissteigerungen erhalten bleibt.

Auch aufgrund der massiven finanziellen Unterstützung des Bundes in den letzten Jahren sind die Förderzahlen im sozialen Wohnungsbau in 2024 erneut deutlich gestiegen, trotz gestiegener Bau- und Finanzierungskosten und sinkender Baugenehmigungen. Im Kalenderjahr 2024 wurden von den Ländern insgesamt 61 887 Wohneinheiten im Bereich des sozialen Wohnungsbaus gefördert. Das waren rund 51 Prozent mehr als in 2022 und rund 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch in Nordrhein-Westfalen ist die Anzahl der geförderten Wohneinheiten in 2024 gegenüber den Vorjahren massiv gestiegen, im Mietwohnungsbereich um rund 52 Prozent im Vergleich zu 2022 und rund 10 Prozent im Vergleich zu 2023. Diese Bundesregierung wird die Investitionen in den sozialen Wohnungsbau gemäß der Vereinbarung im Koalitionsvertrag noch einmal deutlich erhöhen.

Hinweise zu den in den Antworten der Fragen 1 bis 5 verwendeten Erst- und Wiedervermietungsmieten

Die Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen sind nicht repräsentativ für das gesamte Wohnungsangebot von Neuvermietungen (vergleiche untenstehende Hinweise zu den Erst- und Wiedervermietungsmieten). Sie spiegeln das Angebot wider, auf das Wohnungssuchende treffen, wenn sie im Internet nach einer Mietwohnung suchen. Inserate aus lokalen Zeitungen, Mieter- oder Unternehmenspublikationen oder von Aushängen fließen nicht mit ein. Wohnungsvermittlungen über Kunden- und Wartelisten von Wohnungsunternehmen oder Maklern gehen in diese Quelle ebenfalls nicht ein. Daher sind insbesondere Wohnungen im günstigen Mietsegment in dieser Datenquelle unterrepräsentiert. Sonderauswertungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zu Folge lagen beispielsweise die Wiedervermietungsmieten des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. (GdW), dessen Unternehmen Wohnungen häufig über Wartelisten oder direkte Ansprache von Kundinnen und Kunden vermieten, im 1. Halbjahr 2024 im Aggregat der 261 Kreise für die Daten einbezogen werden konnten, um mehr als ein Fünftel unterhalb der Internet-Wiedervermietungsmieten.

Die ausgewerteten Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen basieren auf Inseraten aus Immobilienplattformen und von Zeitungen für Angebote von Wohnungen im Neubau und Gebäudebestand (Erst- und Wiedervermietungen). Zur Standardaufbereitung bis auf die Ebene der Kreise erfolgte eine Eingrenzung der betrachteten Wohnungen auf unmöblierte Angebote mit Wohnflächen von 40 bis 100 Quadratmeter mit mittlerer Wohnungsausstattung in mittlerer bis guter Wohnlage. Die verwendeten Daten umfassen nettokalte Angebotsmieten, also ohne kalte und warme Nebenkosten. Als Quelle werden die Datenbanken der IDN ImmoDaten GmbH mit Inseraten aus über 120 Immobilienportalen und Zeitungen verwendet, die das BBSR aufbereitet und daraus durchschnittliche Angebotsmieten berechnet.

Frage 1 Seite 3

Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Angebotsmieten in den kreisfreien Städten Bielefeld, Bochum, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Köln, Krefeld, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr, Münster, Oberhausen, Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie in den jeweils angrenzenden Kreisen – namentlich den Kreisen Gütersloh, Warendorf, Ennepe-Ruhr-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Unna, Wesel, Mettmann, Rhein-Kreis Neuss, Recklinghausen, Rhein-Erft-Kreis, Kleve, Viersen, Borken, Coesfeld, Oberbergischer Kreis und Rheinisch-Bergischer Kreis – in den letzten 20 Jahren entwickelt (bitte in 10-Jahresschritten für 2004, 2014 und 2024 angeben)?

Antwort

Die Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen liegen für die kreisfreien Städte und Landkreise der Jahre 2010 bis 2024 vor. Die folgende Tabelle beinhaltet die durchschnittlichen Angebotsmieten bei Erst- und Wiedervermietung der Jahre 2010, 2014 und 2024, die Entwicklungen über die dargestellten Zeiträume und die jährlichen Veränderungen in Prozent der genannten Landkreise und kreisfreien Städte.

Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in ausgewählten kreisfreien Städten und Landkreisen in Nordrhein-Westfalen 2010, 2014 und 2024

Tabelle auf Seite 3, 4 · 36 Zeilen × 8 Spalten
Kreisname2010201420242010 bis 20242014 bis 20242010 bis 20242014 bis 2024
Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m²Entwicklung in %jährliche Entwicklung in %
Düsseldorf, Stadt7,578,7312,9971,848,83,94,1
Duisburg, Stadt5,015,337,6452,343,43,13,7
Essen, Stadt5,545,888,6756,547,33,33,9
Krefeld, Stadt5,586,009,1463,952,33,64,3
Mönchengladbach, Stadt5,445,748,8963,354,93,64,5
Mülheim an der Ruhr, Stadt5,495,758,6457,450,23,34,2
Oberhausen, Stadt5,035,377,7353,544,03,13,7
Remscheid, Stadt5,455,387,3835,337,22,23,2
Solingen, Klingenstadt5,625,918,1945,838,62,73,3
Wuppertal, Stadt5,335,528,0050,145,12,93,8
Kleve5,456,078,2952,136,53,03,2
Mettmann6,536,849,9552,345,43,13,8
Rhein-Kreis Neuss6,717,1410,5357,047,63,34,0
Viersen5,596,089,0361,548,43,54,0
Wesel5,575,768,2447,843,02,83,6
Bonn, Stadt7,368,3712,2266,246,13,73,9
Köln, Stadt8,229,2614,1572,252,74,04,3
Rhein-Erft-Kreis6,797,2310,7758,649,03,44,1
Oberbergischer Kreis5,325,427,7946,343,62,83,7
Rheinisch-Bergischer Kreis6,786,9410,5755,952,33,24,3
Rhein-Sieg-Kreis6,336,7710,7569,958,93,94,7
Gelsenkirchen, Stadt4,824,996,7239,634,62,43,0
Münster, Stadt7,078,4913,8195,462,64,95,0
Borken5,356,029,0068,549,63,84,1
Coesfeld5,055,729,9597,174,25,05,7
Recklinghausen5,065,257,4046,341,02,83,5
Warendorf4,925,298,2066,655,03,74,5
Bielefeld, Stadt5,385,919,2972,757,34,04,6
Gütersloh5,265,689,2876,463,34,15,0
Bochum, Stadt5,355,698,3956,747,53,34,0
Dortmund, Stadt5,295,989,2775,255,14,14,5
Hagen, Stadt der Fern-Universität4,855,006,8340,936,62,53,2
Hamm, Stadt5,005,197,3547,041,72,83,5
Herne, Stadt4,975,157,2946,841,72,83,5
Ennepe-Ruhr-Kreis5,195,517,7849,841,22,93,5
Unna4,935,117,5953,948,73,14,0

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen. Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Jährliche Entwicklung: geometrischer Mittelwert.

Frage 2 Seite 4

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die landesweite Angebotsmiete in Nordrhein-Westfalen in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?

Antwort

Es liegen nur die Daten von im Internet inserierten Wohnungen vor. Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen in Nordrhein-Westfalen der Jahre 2014 bis 2024.

Durchschnittliche Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in Nordrhein-Westfalen 2014 bis 2024

Tabelle auf Seite 4 · 1 Zeilen × 14 Spalten
Bundesland201420152016201720182019202020212022202320242014 bis 20242014 bis 2024
Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m²Entwick- lung in %jährliche Entwick- lung in %
Nordrhein- Westfalen6,396,616,857,117,397,697,958,238,619,059,5549,44,1

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen. Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Jährliche Entwicklung: geometrischer Mittelwert.

Frage 3 Seite 5

Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung die durchschnittlichen Angebotsmieten in Nordrhein-Westfalen in diesen Jahren (bitte nach Landkreisen und kreisfreien Städten aufschlüsseln)?

Antwort

Für das erste Halbjahr 2025 liegen der Bundesregierung noch keine Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen für alle Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen vor.

Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen aller Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2024, dem letzten vorliegenden Stand.

Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen der Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen 2024

Tabelle auf Seite 5, 6 · 54 Zeilen × 3 Spalten
KreisnameErst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m² 2024
Kreisfreie StädteDüsseldorf, Stadt12,99
Duisburg, Stadt7,64
Essen, Stadt8,67
Krefeld, Stadt9,14
Mönchengladbach, Stadt8,89
Mülheim an der Ruhr, Stadt8,64
Oberhausen, Stadt7,73
Remscheid, Stadt7,38
Solingen, Klingenstadt8,19
Wuppertal, Stadt8,00
Bonn, Stadt12,22
Köln, Stadt14,15
Leverkusen, Stadt10,81
Bottrop, Stadt8,16
Gelsenkirchen, Stadt6,72
Münster, Stadt13,81
Bielefeld, Stadt9,29
Bochum, Stadt8,39
Dortmund, Stadt9,27
Hagen, Stadt der Fern-Universität6,83
Hamm, Stadt7,35
Herne, Stadt7,29
LandkreiseKleve8,29
Mettmann9,95
Rhein-Kreis Neuss10,53
Viersen9,03
Wesel8,24
Städteregion Aachen9,70
Düren8,62
Rhein-Erft-Kreis10,77
Euskirchen9,12
Heinsberg8,79
Oberbergischer Kreis7,79
Rheinisch-Bergischer Kreis10,57
Rhein-Sieg-Kreis10,75
Borken9,00
Coesfeld9,95
Recklinghausen7,40
Steinfurt9,47
Warendorf8,20
Gütersloh9,28
Herford7,73
Höxter6,96
Lippe8,02
Minden-Lübbecke9,01
Paderborn8,91
Ennepe-Ruhr-Kreis7,78
Hochsauerlandkreis7,38
Märkischer Kreis6,94
Olpe8,36
Siegen-Wittgenstein8,12
Soest8,35
Unna7,59
Nordrhein-Westfalen9,55

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen. Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.

Frage 4 Seite 6

Welche zehn Landkreise bzw. kreisfreien Städte haben in Nordrhein-Westfalen innerhalb der letzten 20 Jahre den höchsten Mietenanstieg zu verzeichnen (bitte nach Kommunen aufschlüsseln und dabei sowohl den absoluten als auch den prozentualen Anstieg der Miete innerhalb der Zeiträume von 2004 bis 2014, von 2014 bis 2024 und von 2004 bis 2024 angeben)?

Antwort

Die Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen liegen nur bis auf die Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise sowie nur für die Jahre 2010 bis 2024 vor. Die folgende Tabelle beinhaltet die Angebotsmieten der zehn Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen mit den jeweils höchsten absoluten und den höchsten prozentualen Steigerungen im Zeitraum 2010 von bis 2024.

Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen der zehn Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen mit den höchsten absoluten Steigerungen im Zeitraum 2010 bis 2024

Tabelle auf Seite 7 · 10 Zeilen × 8 Spalten
Kreisname201020142024Entwicklung 2010 bis 2024 in %Entwicklung 2014 bis 2024 in %Entwicklung 2010 bis 2024 in € je m²Entwicklung 2014 bis 2024 in € je m²
Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m²
Münster, Stadt7,078,4913,8195,462,66,745,32
Köln, Stadt8,229,2614,1572,252,75,934,88
Düsseldorf, Stadt7,578,7312,9971,848,85,434,26
Coesfeld5,055,729,9597,174,24,904,24
Bonn, Stadt7,368,3712,2266,246,14,873,85
Steinfurt4,905,549,4793,571,04,583,93
Leverkusen, Stadt6,316,7210,8171,460,74,504,08
Rhein-Sieg-Kreis6,336,7710,7569,958,94,423,98
Minden-Lübbecke4,805,059,0187,678,54,213,96
Gütersloh5,265,689,2876,463,34,023,60

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen. Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.

Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen der zehn Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen mit den höchsten prozentualen Steigerungen im Zeitraum 2010 bis 2024

Tabelle auf Seite 7 · 10 Zeilen × 8 Spalten
Kreisname201020142024Entwicklung 2010 bis 2024 in %Entwicklung 2014 bis 2024 in %Entwicklung 2010 bis 2024 in € je m²Entwicklung 2014 bis 2024 in € je m²
Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m²
Coesfeld5,055,729,9597,174,24,904,24
Münster, Stadt7,078,4913,8195,462,66,745,32
Steinfurt4,905,549,4793,571,04,583,93
Minden-Lübbecke4,805,059,0187,678,54,213,96
Gütersloh5,265,689,2876,463,34,023,60
Dortmund, Stadt5,295,989,2775,255,13,983,29
Bielefeld, Stadt5,385,919,2972,757,33,913,38
Köln, Stadt8,229,2614,1572,252,75,934,88
Heinsberg5,115,508,7971,859,93,673,29
Düsseldorf, Stadt7,578,7312,9971,848,85,434,26

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen. Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.

Frage 5 Seite 7

Welche zehn Kommunen weisen nach Kenntnis der Bundesregierung in Nordrhein-Westfalen aktuell die höchsten Angebotsmieten auf?

Antwort

Die Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen liegen für die kreisfreien Städte und Landkreise vor. Folgende zehn kreisfreie Städte und Landkreise hatten im Jahr 2024 in Nordrhein-Westfalen die höchsten durchschnittlichen Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen.

Zehn Landkreise und kreisfreie Städte in Nordrhein-Westfalen mit den höchsten durchschnittlichen Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen im Jahr 2024

Tabelle auf Seite 8 · 10 Zeilen × 2 Spalten
KreisnameErst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m² 2024
Köln, Stadt14,15
Münster, Stadt13,81
Düsseldorf, Stadt12,99
Bonn, Stadt12,22
Leverkusen, Stadt10,81
Rhein-Erft-Kreis10,77
Rhein-Sieg-Kreis10,75
Rheinisch-Bergischer Kreis10,57
Rhein-Kreis Neuss10,53
Coesfeld9,95

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen. Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.

Frage 6 Seite 8

Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Bestandsmieten in Nordrhein-Westfalen in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?

Antwort

In Deutschland besteht keine amtliche Statistik, die regional differenzierte Bestandsmieten jährlich flächendeckend erhebt. Mit dem Zensus 2022 erfolgte erstmals eine flächendeckende Vollerhebung der Bestandsmieten. Demnach lag das durchschnittliche Niveau der Mieten in bestehenden Mietverhältnissen in Nordrhein-Westfalen zum Erhebungsstichtag 15. Mai 2022 bei 6,82 Euro je m² nettokalt.

Über den Mietenindex der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder werden im Rahmen des Verbraucherpreisindex Indexreihen zu Nettokaltmieten für Deutschland und die Bundesländer berechnet. Grundlage der eingehenden Mieten in diese Indexreihen sind hauptsächlich Mieten in bestehenden Mietverhältnissen. Die folgende Tabelle zeigt den Index und die jährlichen Steigerungsraten des Mietenindex nach Verbraucherpreisindex in Nordrhein-Westfalen der Jahre 2014 bis 2024.

Index der Nettokaltmieten in Nordrhein-Westfalen 2014 bis 2024

Tabelle auf Seite 8, 9 · 11 Zeilen × 3 Spalten
JahrIndex 2020=100jährliche Veränderung in %
201493,61,8
201594,51,0
201695,41,0
201796,71,4
201898,01,3
201999,21,2
2020100,00,8
2021101,21,2
2022102,61,4
2023104,11,5
2024105,81,6

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Mietenindex (Verbraucherpreisindex).

Frage 7 Seite 9

Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Baulandpreise in Nordrhein-Westfalen innerhalb der letzten 20 Jahre entwickelt (bitte nach Jahren und nach Landkreisen aufschlüsseln)?

Antwort

Der Bundesregierung liegen die Baulandpreise der letzten zwanzig Jahre für die Landkreise und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen nicht vor. Der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen hat im „Grundstücksmarktbericht 2024 – Nordrhein-Westfalen“ Bodenpreisindexreihen unbebauter Baugrundstücke für den individuellen Wohnungsbau der Jahre 2010 bis 2023 veröffentlicht (S. 102-103, abgerufen am 14. August 2025): www.boris.nrw.de/borisfachdaten/gmb/2024/GMB_000_2024_pfli chtig.pdf.

Hinweise zu den Indexreihen des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen:

„Nach § 18 ImmoWertV dienen Indexreihen der Berücksichtigung von im Zeitverlauf eintretenden Änderungen der allgemeinen Wertverhältnisse. Bodenpreisindexreihen bestehen aus Indexzahlen, die sich aus dem durchschnittlichen Verhältnis der Bodenpreise eines Erhebungszeitraumes zu den vergleichbaren Bodenpreisen eines Basiszeitraumes mit der Indexzahl 100 ergeben. Als Beispiel ist in der folgenden Tabelle die Indexentwicklung für unbebaute Baugrundstücke für den individuellen Wohnungsbau mit dem Basisjahr 2010 = 100 dargestellt. Andere Basisjahre wurden auf 2010 umgerechnet. Eine Aussage über die absolute Höhe der Grundstückswerte kann aus den Indexzahlen nicht abgeleitet werden. Weitere Indexreihen können verschiedenen örtlichen Grundstücksmarktberichten entnommen werden. Dabei ist das jeweilige Ableitungsmodell zu berücksichtigen.“

Quelle: Der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen (2024): Grundstücksmarktbericht 2024 – Nordrhein-Westfalen. S. 102. Internet: www.boris.nrw.de/borisfachdaten/gmb/2024/GMB_000_202 4_pflichtig.pdf, abgerufen am 14. August 2025.

Frage 8 Seite 9

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Leerstandsquote von Wohnungen in Nordrhein-Westfalen seit 2011 entwickelt (bitte landesweite Quote, Quote in Landkreisen sowie kreisfreien Städten und Gründe für den Leerstand aufschlüsseln)?

Antwort

Leerstandsquoten liegen auf der Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise über die Vollerhebungen des Zensus 2011 und des Zensus 2022 vor. Die folgende Tabelle zeigt die Leerstandsquoten in Gebäuden mit Wohnraum der Erhebungsstichtage der Zensen 2011 und 2022 für die Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen sowie für das Land Nordrhein-Westfalen. Durchschnittliche Leerstandsquoten in Gebäuden mit Wohnraum der Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen und des Landes Nordrhein-Westfalen 2011 und 2022

Tabelle auf Seite 10, 11 · 54 Zeilen × 4 Spalten
Kreisname201120222011 bis 2022
Anteil leerstehender Wohnungen an allen Wohnungen in %Veränderung in Prozentpunkten
Düsseldorf, Stadt2,93,00,1
Duisburg, Stadt5,54,3-1,1
Essen, Stadt4,54,0-0,5
Krefeld, Stadt4,84,2-0,6
Mönchengladbach, Stadt4,73,9-0,8
Mülheim an der Ruhr, Stadt3,83,8-0,0
Oberhausen, Stadt4,13,8-0,3
Remscheid, Stadt6,44,9-1,5
Solingen, Klingenstadt5,14,0-1,2
Wuppertal, Stadt5,74,3-1,3
Kleve2,62,70,2
Mettmann3,13,0-0,1
Rhein-Kreis Neuss2,52,60,1
Viersen3,02,8-0,1
Wesel2,73,10,4
Bonn, Stadt2,52,90,3
Köln, Stadt2,52,50,0
Leverkusen, Stadt2,82,5-0,3
Städteregion Aachen3,13,20,1
Düren3,53,0-0,6
Rhein-Erft-Kreis2,92,5-0,4
Euskirchen3,74,30,6
Heinsberg3,43,2-0,2
Oberbergischer Kreis4,64,2-0,4
Rheinisch-Bergischer Kreis3,33,2-0,1
Rhein-Sieg-Kreis2,82,6-0,2
Bottrop, Stadt3,23,2-0,1
Gelsenkirchen, Stadt6,65,4-1,2
Münster, Stadt1,72,00,4
Borken1,92,60,6
Coesfeld2,22,30,1
Recklinghausen3,83,4-0,4
Steinfurt2,42,60,2
Warendorf3,02,9-0,1
Bielefeld, Stadt3,23,2-0,0
Gütersloh2,93,10,2
Herford4,74,4-0,3
Höxter4,74,90,2
Lippe4,95,00,1
Minden-Lübbecke4,34,0-0,4
Paderborn2,93,30,4
Bochum, Stadt3,83,6-0,1
Dortmund, Stadt4,03,3-0,7
Hagen, Stadt der Fern-Universität7,05,9-1,1
Hamm, Stadt4,02,9-1,1
Herne, Stadt5,44,5-0,9
Ennepe-Ruhr-Kreis4,73,9-0,8
Hochsauerlandkreis4,94,8-0,2
Märkischer Kreis5,35,1-0,2
Olpe3,53,80,3
Siegen-Wittgenstein3,84,30,4
Soest3,43,50,1
Unna3,43,2-0,2
Nordrhein-Westfalen3,73,4-0,2

Anmerkung: Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum, ausgenommen Ferien- und Freizeitwohnungen. Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Zensus 2011, Zensus 2022 – Gebäude- und Wohnungszählung.

Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder haben mit dem Zensus 2022 erstmals Leerstandsgründe abgefragt. Die folgende Tabelle zeigt die prozentualen Verteilungen der leerstehenden Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum nach Leerstandgründen zum Erhebungsstichtag des Zensus 2022.

Verteilung der Leerstandsgründe leerstehender Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum der Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen und des Landes Nordrhein-Westfalen 2022

Tabelle auf Seite 11, 12 · 54 Zeilen × 7 Spalten
KreisnameInnerhalb von drei Monaten für den Bezug verfügbarLaufende bzw. geplante Baumaßnah- menGeplanter Abriss oder RückbauVerkauf des Gebäudes oder der WohnungKünftige SelbstnutzungSonstiger Grund
Anteil leerstehender Wohnungen nach Grund des Wohnungsleerstands in %
Düsseldorf, Stadt53,025,62,95,53,39,7
Duisburg, Stadt48,521,83,85,04,016,9
Essen, Stadt59,119,91,95,03,710,4
Krefeld, Stadt43,227,01,57,34,216,8
Mönchengladbach, Stadt45,821,83,18,54,616,1
Mülheim an der Ruhr, Stadt47,621,23,87,75,614,0
Oberhausen, Stadt48,319,02,28,25,916,3
Remscheid, Stadt39,724,21,97,55,221,5
Solingen, Klingenstadt40,827,83,96,45,715,3
Wuppertal, Stadt47,326,31,65,64,315,0
Kleve34,324,73,79,88,019,5
Mettmann47,021,13,67,56,414,4
Rhein-Kreis Neuss40,320,35,410,07,516,5
Viersen37,923,95,19,77,016,4
Wesel44,121,92,57,87,716,0
Bonn, Stadt51,222,72,67,14,911,6
Köln, Stadt48,428,45,45,22,89,8
Leverkusen, Stadt44,125,12,88,06,213,7
Städteregion Aachen44,327,52,66,05,314,2
Düren33,127,04,69,67,618,2
Rhein-Erft-Kreis39,023,96,29,46,614,9
Euskirchen28,834,33,66,47,119,8
Heinsberg27,826,29,29,77,619,4
Oberbergischer Kreis30,022,82,47,79,028,0
Rheinisch-Bergischer Kreis37,724,44,37,48,217,9
Rhein-Sieg-Kreis34,224,83,69,68,819,0
Bottrop, Stadt45,321,72,911,36,412,3
Gelsenkirchen, Stadt55,421,42,65,13,212,3
Münster, Stadt52,921,82,76,74,911,0
Borken35,519,67,17,411,019,4
Coesfeld34,020,64,77,910,722,2
Recklinghausen46,020,82,47,17,116,6
Steinfurt31,121,15,08,011,623,2
Warendorf32,823,63,18,510,721,2
Bielefeld, Stadt48,120,83,56,26,914,5
Gütersloh31,122,24,67,212,022,9
Herford26,722,72,48,613,026,6
Höxter27,224,72,47,812,925,1
Lippe29,321,92,57,79,828,7
Minden-Lübbecke30,622,72,98,211,823,7
Paderborn37,621,64,15,210,620,9
Bochum, Stadt55,220,62,25,94,811,3
Dortmund, Stadt53,323,41,85,34,212,0
Hagen, Stadt der Fern-Universität48,620,43,84,44,118,8
Hamm, Stadt46,420,31,87,47,216,8
Herne, Stadt49,823,51,14,45,016,2
Ennepe-Ruhr-Kreis41,326,83,65,27,115,9
Hochsauerlandkreis26,323,53,67,214,125,3
Märkischer Kreis36,422,73,66,88,422,0
Olpe27,124,22,66,416,223,6
Siegen-Wittgenstein33,320,72,17,912,123,9
Soest33,023,22,77,710,622,9
Unna39,620,52,57,68,221,6
Nordrhein-Westfalen42,123,23,37,07,017,3

Anmerkung: Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum, ausgenommen Ferien- und Freizeitwohnungen. Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Zensus 2022 – Gebäude- und Wohnungszählung.

Die Statistischen Ämter haben die im Zensusfragebogen vorgelagerte Frage als Kategorie „Innerhalb von 3 Monaten für den Bezug verfügbar“ den Leerstandsgründen zugeordnet. Für diese Wohnungen wurden im Rahmen des Zensusfragebogens keine Leerstandsgründe abgefragt.

Frage 9 Seite 13

Wie viele neue Sozialwohnungen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung innerhalb der letzten zehn Jahre in Nordrhein-Westfalen bewilligt (bitte einzeln nach Jahren und Art der Förderung – Belegungsbindungen, Modernisierungen, Eigentumsförderung, Neubau – aufschlüsseln)?

Antwort

Der folgenden Tabelle ist die Anzahl im sozialen Wohnungsbau geförderter Wohneinheiten in Nordrhein-Westfalen nach Förderart und Jahr zu entnehmen.

Tabelle auf Seite 13 · 5 Zeilen × 6 Spalten
JahrMietwohnungenWohnheimplätzeEigentumsförderung
NeubauModernisierungenErwerb von Belegbindungen
20205 3471 851171813592
20214 4841 348281 055432
20223 6312 035573931749
20235 7291 9849301 3481 863
20246 1181 7511 6211 2832 074

Datenbasis: Angaben des Landes.

Seit dem Jahr 2020 gewährt der Bund den Ländern wieder Finanzhilfen für den sozialen Wohnungsbau, davor wurden sog. Entflechtungsmittel gezahlt. Die Zahlen der neu bewilligten Wohnungen vor dem Jahr 2020 sind mit den Zahlen der Folgejahre nicht vergleichbar und werden hier daher nicht dargestellt. Grund dafür sind andere Vorgaben bei dem Einsatz der Bundesfinanzhilfen im Vergleich zu den Kompensationsmitteln. Es wird auf die jährlichen Berichte der Bundesregierung über die Verwendung der Kompensationsmittel für den Bereich der sozialen Wohnraumförderung verwiesen.

Frage 10 Seite 13

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung der Bestand an Sozialwohnungen innerhalb der letzten 20 Jahre in Nordrhein-Westfalen entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?

Antwort

Der folgenden Tabelle ist zu entnehmen, wie sich der Bestand an Sozialwohnungen in Nordrhein-Westfalen in den Jahren 2006 bis 2024 entwickelt hat. Vor 2006 liegen der Bundesregierung hierzu keine jährlichen Daten vor.

Tabelle auf Seite 13, 14 · 19 Zeilen × 2 Spalten
JahrBestand an Sozialwohnungen
2006757 358
2007715 130
2008660 294
2009608 638
2010543 983
2011527 276
2012513 901
2013499 063
2014488 858
2015476 700
2016467 356
2017460 671
2018457 563
2019456 783
2020452 030
2021441 871
2022433 802
2023422 974
2024409 286

Datenbasis: Angaben des Landes.

Frage 11 Seite 14

Wie hoch war der jährliche Anteil der Kofinanzierung in Nordrhein-Westfalen zu Mitteln des Bundes für sozialen Wohnungsbau seit 2020 (bitte nach Jahren absolut und prozentual aufführen)?

Antwort

Die Länder kofinanzieren die Bundesmittel erfahrungsgemäß insgesamt mit mehr als hundert Prozent. Nordrhein-Westfalen hat in den Programmjahren 2020–2023 stets die in den einzelnen Verwaltungsvereinbarungen geforderte Kofinanzierung erbracht. Aufgrund des zweijährigen Bewilligungszeitraums eines Programmjahres liegen die Daten zur Kofinanzierung für das Programmjahr 2024 erst im Jahr 2026 vor.

Frage 12 Seite 14

Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil am Haushaltseinkommen, der in Nordrhein-Westfalen für Wohnen ausgegeben wird (bitte angeben: durchschnittlich; Anteil und Anzahl derer, die mehr als 30 Prozent ausgeben; Anteil und Anzahl derer, die mehr als 40 Prozent ausgeben)?

Antwort

Der Bunderegierung liegen keine Angaben zu Wohnkostenbelastungen in Nordrhein-Westfalen vor.

Über das Zusatzprogramm Wohnen des Mikrozensus 2022 der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder lässt sich die durchschnittliche Mietbelastungsquote nach Ländern ermitteln. Demnach lag die durchschnittliche Mietbelastungsquote in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 bei 29,1 Prozent. Als Berechnungsgrundlage dient der Anteil der Bruttokaltmiete am Haushaltsnettoeinkommen.

Der Anteil und die Anzahl von Haushalten mit einer Mietbelastungsquote von mehr als 30 Prozent und einer Mietbelastungsquote von mehr als 40 Prozent liegt der Bundesregierung nur für Deutschland insgesamt vor, nicht differenziert nach Bundesländern.

Frage 13 Seite 14

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Entwicklung der Haushaltseinkommen in Nordrhein-Westfalen im Verhältnis zur Entwicklung der Angebotsmieten in den Jahren 2004, 2014 und 2024 gestaltet (bitte jeweils prozentual aufschlüsseln)?

Antwort

Der Bundesregierung liegen keine amtlichen Daten vor, die einen belastbaren und als Zeitreihe konsistenten Vergleich zwischen Haushaltseinkommen und Angebotsmieten inserierter Wohnungen auf der Ebene der Bundesländer zulassen. Beim Mikrozensus der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder haben sich Teile der Erhebungen und der Aufbereitung im Laufe der Jahre geändert. Daher ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse des Mikrozensus im Zeitverlauf eingeschränkt.

Der Arbeitskreis der „Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der Länder“ ermittelt auf Grundlage der Umverteilungsrechnung jährlich das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte. Dieses wird als Gesamtsumme (aller privaten Haushalte) sowie als Wert je Einwohner bzw. Einwohnerin veröffentlicht. Ein Indikator „verfügbares Einkommen je Haushalt“ wird nicht berechnet. Die Internet-Angebotsmieten und Mieten insgesamt hingegen haben einen direkten Haushalts- bzw. Wohnungsbezug, keinen Einwohnerbezug. Außerdem beinhalten die Angaben zum verfügbaren Einkommen Personen in Eigentümer- und in Mieterhaushalten sowie Einkommen privater Organisationen ohne Erwerbszweck. Ein belastbarer und konsistenter Vergleich ist daher nicht möglich.

Die aktuellsten Angaben liegen für das Jahr 2023 vor. Die veröffentlichten Angaben der Jahre 2021 bis 2023 werden vom Arbeitskreis der „Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der Länder“ jedoch als vorläufig ausgewiesen.

Unter Berücksichtigung der geringen Vergleichbarkeit der nachgefragten Indikatoren werden im Folgenden die Entwicklungen beider verfügbarer Datenquellen separat voneinander genannt.

In Nordrhein-Westfalen haben sich die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte je Einwohner im Zeitraum 2013 bis 2023 um 36 Prozent erhöht.

Die Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen haben sich in Nordrhein-Westfalen im Zeitraum 2013 bis 2023 um 45 Prozent erhöht.

Frage 14 Seite 15

Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der Menschen, die aufgrund ihrer Einkommensverhältnisse Anrecht auf einen Wohnberechtigungsschein in Nordrhein-Westfalen haben?

Antwort

Zur Anzahl der Menschen, die aufgrund ihrer Einkommensverhältnisse Anrecht auf einen Wohnberechtigungsschein in Nordrhein-Westfalen haben, liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.

Frage 15 Seite 15

Welche Kommunen in Nordrhein-Westfalen verfügen nach Kenntnis der Bundesregierung über ein gerichtsfestes „schlüssiges Konzept“ zur Ermittlung der Angemessenheitsgrenzen für die Übernahme der Kosten der Unterkunft beim Bezug von Bürgergeld, und in welchen Kommunen liegt ein solches Konzept nicht vor?

Antwort

Das Bürgergeld wird, soweit es für die Bedarfe für Unterkunft und Heizung gezahlt wird, in kommunaler Trägerschaft erbracht. Die Aufsicht führt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Bundesregierung liegen daher keine Angaben im Sinne der Fragestellung vor.

Frage 16 Seite 15

Wie viele Wohnungen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2020 in Nordrhein-Westfalen fertiggestellt (bitte Gesamtzahl angeben und einzeln nach Jahren und Landkreisen aufschlüsseln)?

Antwort

Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl fertiggestellter Wohnungen in den Landkreisen und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen sowie der Gesamtwerte des Landes Nordrhein-Westfalen der Jahre 2020 bis 2024.

Fertiggestellte Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen und des Landes Nordrhein-Westfalen 2020 bis 2024

Tabelle auf Seite 15, 16, 17 · 54 Zeilen × 7 Spalten
Kreisname20202021202220232024Summe 2020 bis 2024
fertiggestellte Wohnungen
Düsseldorf, Stadt2 3102 3612 1402 0631 99010 864
Duisburg, Stadt4576157425635932 970
Essen, Stadt1 0791 4477417824884 537
Krefeld, Stadt2742891883561971 304
Mönchengladbach, Stadt7175572846422632 463
Mülheim an der Ruhr, Stadt3824772921843241 659
Oberhausen, Stadt308117190107200922
Remscheid, Stadt1701541136476577
Solingen, Klingenstadt2941825132911601 440
Wuppertal, Stadt4563572113142901 628
Kleve1 1771 1461 0781 5081 2316 140
Mettmann8238841 0831 1663684 324
Rhein-Kreis Neuss1 2201 0301 1611 0567625 229
Viersen7066726214927463 237
Wesel1 2101 3221 0167269455 219
Bonn, Stadt1 5121 3158427781 4545 901
Köln, Stadt2 0142 5152 3373 4421 78812 096
Leverkusen, Stadt4347951971982051 829
Städteregion Aachen1 4491 5711 6231 2841 1487 075
Düren1 1787771 0481 1928655 060
Rhein-Erft-Kreis1 6631 9961 5771 6861 0988 020
Euskirchen1 0918331 0549149334 825
Heinsberg1 2081 2731 2601 4631 1056 309
Oberbergischer Kreis5785457865875823 078
Rheinisch-Bergischer Kreis8319088771 0011 2904 907
Rhein-Sieg-Kreis2 0491 7451 9771 7071 2978 775
Bottrop, Stadt2802672102241411 122
Gelsenkirchen, Stadt24035016655105916
Münster, Stadt1 9471 5281 8612 2221 0548 612
Borken1 7722 1611 7051 7311 5758 944
Coesfeld9191 1729368928104 729
Recklinghausen1 1628099771 1651 0425 155
Steinfurt2 3732 0212 1392 2601 93810 731
Warendorf1 0858971 3771 1441 0235 526
Bielefeld, Stadt9639071 2208791 0074 976
Gütersloh1 5581 7451 5191 7121 1367 670
Herford6318446234715553 124
Höxter2462333994922291 599
Lippe8708706496984043 491
Minden-Lübbecke1 0488369948129324 622
Paderborn1 3801 9461 2321 2421 2447 044
Bochum, Stadt8386594019491 4024 249
Dortmund, Stadt1 7251 6642 1211 3791 5898 478
Hagen, Stadt der Fern-Universität23710313586247808
Hamm, Stadt4084934435164102 270
Herne, Stadt187189206179146907
Ennepe-Ruhr-Kreis4523665605142002 092
Hochsauerlandkreis7887526616355393 375
Märkischer Kreis4103793655595942 307
Olpe2633503092862831 491
Siegen-Wittgenstein5535965025775432 771
Soest8448369761 0019314 588
Unna1 0066997179025483 872
Nordrhein-Westfalen49 77549 55547 35448 14841 025235 857

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Statistik der Baufertigstellungen.

Frage 17 Seite 17

Wie viele Wohnungen wurden in Nordrhein-Westfalen seit 2020 abgerissen?

Antwort

In Deutschland besteht keine reine Abrissstatistik von Wohnungen. Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder führen eine Bauabgangsstatistik.

Ein Totalabgang liegt vor, wenn die Bausubstanz (Gebäude oder Gebäudeteil), d. h. die Summe des nutzbaren Bauvolumens, durch Baumaßnahmen oder infolge anderer Ursachen beseitigt wird. In der Statistik des Bauabgangs werden nur Nutzungsänderungen zwischen den beiden Nutzungskategorien Wohn- und Nichtwohnbau (z. B. durch Umwidmung von Wohnfläche in gewerblich genutzte Fläche und umgekehrt) erfasst. Veränderungen der Nutzung innerhalb des Nichtwohnbaus oder innerhalb des Wohnbaus bleiben unberücksichtigt. Zu melden sind lediglich Nutzungsänderungen ganzer Gebäude bzw. von Gebäudeteilen, die den Verwendungszweck des Gebäudes als Ganzes verändern. Änderungen im Zuge von Um-, Aus- und Erweiterungsbauten, die weniger ins Gewicht fallen und die Nutzungsart des Gebäudes als Ganzes unberührt lassen, werden nicht auf dem Abgangsbogen, sondern zusammen mit dem neuen Bauzustand auf dem Erhebungsbogen für Baugenehmigungen erfasst.

Die quantitative Verteilung zwischen Abriss und weiteren Abgangsgründen ist nicht bekannt.

Nach der Bauabgangsstatistik erfolgte in den Jahren 2020 bis 2024 im Land Nordrhein-Westfalen insgesamt ein Bauabgang von 11 497 Wohnungen in Gebäuden und Gebäudeteilen im Hochbau.

Frage 18 Seite 17

In welcher Höhe wurden nach Kenntnis der Bundesregierung die Gelder für die Städtebauförderung zur (Re-)Finanzierung für Abriss von Wohnungen verwendet, und wie viele Wohnungen wurden so gefördert abgerissen (bitte nach Jahren seit 2020 aufschlüsseln)?

Antwort

Hierzu liegen der Bundesregierung keine Informationen vor. Die Umsetzung der Städtebauförderung obliegt den Ländern. Im Zuge von nach dem Baugesetzbuch vorgesehenen Ordnungsmaßnahmen sind im Einzelfall bei Vorliegen entsprechender städtebaulicher Missstände Abrisse im Rahmen der Städtebauförderung zulässig.

Frage 19 Seite 17

Wie hoch waren die nach Nordrhein-Westfalen ausgezahlten Bundesfördermittel für den Wohnungs- und den Städtebau seit 2020 insgesamt (bitte einzeln nach Jahren aufschlüsseln und alle Programme, inklusive KfW-Programme (KfW = Kreditanstalt für Wiederaufbau) und energetische Sanierungsprogramme, einbeziehen)?

Antwort

Sozialer Wohnungsbau Belastbare Aussagen über den Mittelabfluss von Finanzhilfen des Bundes im Bereich des sozialen Wohnungsbaus können erst nach Beendigung des jeweils fünfjährigen Ausfinanzierungszeitraums des jeweiligen Programmjahres getroffen werden. Darüber hinaus können gemäß § 45 Absatz 2 BHO gebildete Ausgabereste bis zu zwei Jahre über das letzte Auszahlungsjahr hinaus in Anspruch genommen werden. Daher liegen endgültige Zahlen zum Mittelabfluss für das Programmjahr 2020 erst Ende des Jahres 2026 vor. Für die folgenden Programmjahre gilt dies entsprechend.

Der nachfolgenden Tabelle ist zu entnehmen, in welcher Höhe der Bund dem Bundesland Nordrhein-Westfalen in den Programmjahren 2020 bis 2025 Bundesfinanzhilfen für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt hat (Stand: 21. August 2025). Bei den Programmjahren 2020 und 2021 wird der endgültige Verpflichtungsrahmen nach Beendigung des jeweils zweijährigen Bewilligungszeitraumes abgebildet. Des Weiteren sind Umverteilungen zwischen den Ländern berücksichtigt.

Tabelle auf Seite 18 · 6 Zeilen × 2 Spalten
ProgrammjahrVerpflichtungsrahmen
2020221 024 319,00 Euro
2021224 668 903,82 Euro
2022432 218 400,00 Euro
2023560 935 969,95 Euro
2024675 618 733,52 Euro
2025737 657 200,00 Euro

Stand: 21. August 2025.

Wohneigentum

Seit Förderstart am 01. Juni 2023 wurden 1 452 Förderzusagen für das Programm „Wohneigentum für Familien“ für Fördernehmer aus NRW erteilt, mit einem Kreditvolumen von 263,8 Mio. Euro (Stichtag: 31. Juli 2025). Davon:

– 2023: 276 Zusagen, 48,8 Mio. Euro Kreditvolumen

– 2024: 757 Zusagen, 139,3 Mio. Euro Kreditvolumen

– 2025: 419 Zusagen, 75,7 Mio. Euro Kreditvolumen.

Seit Förderstart am 02. September 2024 wurden 124 Förderzusagen für das Programm „Jung kauft Alt“ für Fördernehmer aus NRW erteilt, mit einem Kreditvolumen von 14,7 Mio. Euro (Stichtag: 31. Juli 2025). Davon:

– 2024: 46 Zusagen, 5,55 Mio. Euro Kreditvolumen

– 2025: 78 Zusagen, 9,16 Mio. Euro Kreditvolumen.

Aufgrund der Ausgestaltung der Förderung als zinsverbilligte Darlehen findet der tatsächliche Mittelabfluss erst nachgelagert statt, sodass der tatsächliche Bundesmittelabfluss nach NRW derzeit noch sehr gering ist.

Die Förderung „Baukindergeld“ ist eingestellt. Derzeit findet die Ausfinanzierung bereits erfolgter Zusagen statt. Hinsichtlich der ausgezahlten Bundesfördermittel für das Förderprogramm Baukindergeld wird für die Jahre 2020 und 2021 auf die Antwort zu Frage 21 auf Bundestagsdrucksache 20/1464 hingewiesen.

Hinsichtlich der ausgezahlten Bundesfördermittel für das Förderprogramm Baukindergeld wird für das Jahr 2022 auf den entsprechenden Förderreport der KfW verwiesen: www.kfw.de/Presse-Newsroom/Pressematerial/F%C3%B6rde rreport/KfW-F%C3%B6rderreport_2023.pdf.

Neubau und Sanierung

Im Rahmen der von der KfW durchgeführten Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren (Programmnummern 151, 152, 153, 217/218, 219/220, 2176, 277, 278, 430, 431), die zum 30. Juni 2021 ausgelaufen sind, sowie zur Förderung innovativer Brennstoffzellenheizgeräte in Gebäuden (Produktnummer 433) ergeben sich für NRW folgende Werte für Neuzusagen.

Tabelle auf Seite 19 · 12 Zeilen × 3 Spalten
KfW-ProduktbezeichnungFördervolumen in Mio. Euro*
20202021
151 – Energieeffizient Sanieren, Effizienzhäuser435,2344,4
152 – Energieeffizient Sanieren, Einzelmaßnahmen220,2130,8
153 – Energieeffizient Bauen3 589,42 530,2
217/218 – Energieeffizient Bauen und Sanieren – Kommunen65,621,5
219/220 – Energieeffizient Bauen und Sanieren – kommunale Unternehmen32,144,2
276 – Energieeffizient Bauen – Unternehmen322,3169,7
277 – Energieeffizient Sanieren, Effizienzgebäude – Unternehmen27,429,7
278 – Energieeffizient Sanieren, Einzelmaßnahmen – Unternehmen39,117,4
430 – Energieeffizient Sanieren – Zuschuss Einzelmaßnahmen155,441,7
431 – Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung53,119,4
433 – Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle15,411,0

*Für die Programme 151-278 wird der zugesagte Kreditbetrag angegeben; für die Programme 430-433 die Höhe der zugesagten Investitionszuschüsse.

*Für die Programme 151-278 wird der zugesagte Kreditbetrag angegeben; für die Programme 430-433 die Höhe der zugesagten Investitionszuschüsse.

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bei der KfW (Start 1. Juli 2021) sowie beim BAFA (Start 1. Januar 2021), ergeben sich für NRW seit 2021 folgende Werte für Neuzusagen.

Tabelle auf Seite 19 · 8 Zeilen × 6 Spalten
BEG ProgrammteilFördervolumen in Mio. Euro*
2021202220232024Jun 25
Wohngebäude Neubau KfW (Förderung bis 2022)2.188,93.449,0
Wohngebäude Sanierung KfW428,01.725,71.175,21.215,2533,8
Nichtwohngebäude Neubau KfW (Förderung bis 2022)920,51.510,6
Nichtwohngebäude Sanierung KfW100,1916,7206,6230,3120,1
Einzelmaßnahmen Kredit KfW79,590,775,477,7
Einzelmaßnahmen Heizungszuschuss KfW (seit 2024; vorher bei BAFA)698,9520,7
Einzelmaßnahmen Zuschussförderung BAFA636,61.619,72.047,6338,5292,0

*Für die Programmteile Wohngebäude/Nichtwohngebäude Neubau und Sanierung wird die Summe aus zugesagten Kreditbeträgen und Investitionszuschüssen angegeben.

*Für die Programmteile Wohngebäude/Nichtwohngebäude Neubau und Sanierung wird die Summe aus zugesagten Kreditbeträgen und Investitionszuschüssen angegeben.

KFN – Wohngebäude – private Selbstnutzung (Programm 297)

Tabelle auf Seite 20 · 4 Zeilen × 3 Spalten
Anzahl ZusagenZusagevolumen
2023996133,8
202482598,9
2025 (07/2025)59967,6
Gesamt2 420300,3

KFN – Wohngebäude (Programm 298)

Tabelle auf Seite 20 · 4 Zeilen × 3 Spalten
Anzahl ZusagenZusagevolumen
20231 781843,6
20241 517786,5
2025 (07/2025)851326,2
Gesamt4 1491 956,3

KFN – Zuschuss Kommunen für Wohngebäude (Programm 498)

Tabelle auf Seite 20 · 4 Zeilen × 3 Spalten
Anzahl ZusagenZusagevolumen
202300
202400
2025 (07/2025)00
Gesamt00

KNN – Wohngebäude (Programm 296)

Tabelle auf Seite 20 · 3 Zeilen × 3 Spalten
Anzahl ZusagenZusagevolumen
20243013,30
2025 (07/2025)5031,73
Gesamt8045,03

KNN – Zuschuss Kommunen für Wohngebäude (Programm 498)

Tabelle auf Seite 20 · 3 Zeilen × 3 Spalten
Anzahl ZusagenZusagevolumen
202400
2025 (07/2025)00
Gesamt00

Städtebau

Für den Städtebau sind nach Nordrhein-Westfalen insgesamt geflossen.

Tabelle auf Seite 20 · 5 Zeilen × 2 Spalten
2020152 743 679 Euro
2021205 443 898 Euro
2022240 510 546 Euro
2023244 973 212 Euro
2024238 397 523 Euro

Dabei sind folgende Programme berücksichtigt:

– Programme der Städtebauförderung,

– Investitionspakt Soziale Integration im Quartier,

– Investitionspakt Sportstätten,

– Bundesprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur, – Nationale Projekte des Städtebaus,

– Modellprojekte Smart Cities,

– ESF-Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ“

– Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel,

– Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung und

– Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (ZIZ).

Frage 20 Seite 21

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der Wohngeldbeziehenden in Nordrhein-Westfalen seit 2020 entwickelt, wie die Zahl der Wohngeldanträge und die durchschnittliche Dauer der Bearbeitung von Wohngeldanträgen?

Antwort

Informationen zur Anzahl der Wohngeldhaushalte liegen in der Wohngeldstatistik des Statistischen Bundesamtes ausschließlich auf Haushaltsebene vor. Die Entwicklung der Anzahl der Wohngeldhaushalte in Nordrhein-Westfalen seit 2020 sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. Die Anzahl der Wohngeldhaushalte umfasst dabei sowohl reine Wohngeldhaushalte, d. h. Haushalte in denen alle Haushaltsmitglieder Wohngeld beziehen, als auch wohngeldrechtliche Teilhaushalte.

Wohngeldhaushalte in NRW im Zeitvergleich am 31.12.

Tabelle auf Seite 21 · 2 Zeilen × 5 Spalten
Jahr20201202120222023*
Anzahl161 265157 850170 975300 380

* Gesetzliche Änderungen im Wohngeldrecht. Quelle: Wohngeldstatistik, Statistisches Bundesamt.

* Gesetzliche Änderungen im Wohngeldrecht. Quelle: Wohngeldstatistik, Statistisches Bundesamt.

Der Bundesregierung liegen keine Informationen zur Anzahl der Wohngeldanträge in Nordrhein-Westfalen seit 2020 vor.

Zur Entwicklung der durchschnittlichen Bearbeitungsdauer von Wohngeldanträgen in Nordrhein-Westfalen seit 2020 liegen der Bundesregierung keine Informationen vor. Ende 2024 lag die durchschnittliche Bearbeitungsdauer von Wohngeldanträgen von Antragseingang bis zur Bescheidung in Nordrhein-Westfalen bei elf Wochen.

Frage 21 Seite 21

Welche Auswirkungen auf den Personalbedarf in den Wohngeldstellen der Kommunen in Nordrhein-Westfalen sind nach Kenntnis der Bundesregierung infolge der Ausweitung des berechtigten Personenkreises für das Wohngeld entstanden, und inwieweit werden zusätzliche Personal- und Verwaltungskosten durch den Bund ausgeglichen?

Antwort

Mit der Ausweitung des Wohngeld-Empfängerkreises ging auch eine Anpassung des Personalbedarfs einher. Zu konkreten Personalbedarfen in den Wohngeldbehörden in Nordrhein-Westfalen liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.

Das Wohngeldgesetz wird gemäß Artikel 85 Absatz 1 Satz 1 des Grundgesetzes durch die Länder im Auftrag des Bundes ausgeführt. Die Einrichtung der Behörden bleibt dabei eine Angelegenheit der Länder, weswegen auch die Fragen des Personalbedarfs allein die Länder betreffen und keine Beteiligung des Bundes an Personal- und Verwaltungskosten erfolgt.

Im Übrigen wird auf den Regierungsentwurf zum Wohngeld-Plus-Gesetz (Bundesrats-Drucksache 483/22, S. 65 ff.) und die darin enthaltenen Ausführungen zum Erfüllungsaufwand für die Verwaltung verwiesen.

Frage 22 Seite 22

Wie hat sich die jährliche Zahl von Zwangsräumungen in Nordrhein-Westfalen entwickelt (bitte Gesamtzahl nach Kreisen, kreisfreien Städten und den Jahren 2004, 2014 und 2024 aufschlüsseln)?

Antwort

Die jährlichen Zahlen der Zwangsräumungen in Nordrhein-Westfalen liegen für die Zeit ab dem vierten Quartal des Jahres 2019 vor. Sie beziehen sich auf die Gesamtzahl der Räumungen in Nordrhein-Westfalen und differenzieren nicht nach Kreisen/kreisfreien Städten.

Die Anzahl der tatsächlich durchgeführten Räumungen in Nordrhein-Westfalen hat sich wie folgt entwickelt.

Tabelle auf Seite 22 · 5 Zeilen × 3 Spalten
JahrAnzahl der Räumungen von WohnungenAnzahl sonstiger Räumungen
20208 590571
20218 193463
20228 690458
20238 998493
202410 118517
Frage 23 Seite 22

Wie hat sich die Zahl der wohnungs- bzw. obdachlosen Menschen in Nordrhein-Westfalen entwickelt (bitte Gesamtzahl nach Kreisen, kreisfreien Städten und den Jahren 2004, 2014 und 2024 aufschlüsseln)?

Antwort

Das Wohnungslosenberichterstattungsgesetz (WoBerichtsG) sah erstmals für das Jahr 2022 eine bundesweite Erhebung der Zahl der wohnungs- und obdachlosen Menschen vor. Zahlen für die Jahre 2004 und 2014 liegen der Bundesregierung daher nicht vor.

Bezogen auf das Jahr 2024 ist (Erhebung nach § 3 Absatz 2 WoBerichtsG zum Stichtag 31. Januar) in Nordrhein-Westfahlen folgende Zahl an Menschen durch die Kommunen untergebracht worden.

Tabelle auf Seite 22, 23 · 54 Zeilen × 2 Spalten
KreisInsgesamt
Bielefeld, kreisfreie Stadt2 825
Bochum, kreisfreie Stadt1 235
Bonn, kreisfreie Stadt790
Borken, Landkreis3 995
Bottrop, kreisfreie Stadt75
Coesfeld, Landkreis1 685
Dortmund, kreisfreie Stadt1 540
Duisburg, kreisfreie Stadt3 665
Düren, Landkreis2 030
Düsseldorf, kreisfreie Stadt6 215
Ennepe-Ruhr-Kreis1 010
Essen, kreisfreie Stadt1 595
Euskirchen, Landkreis1 365
Gelsenkirchen, kreisfreie Stadt650
Gütersloh, Landkreis3 275
Hagen, kreisfreie Stadt1 070
Hamm, kreisfreie Stadt355
Heinsberg, Landkreis1 610
Herford, Landkreis1 945
Herne, kreisfreie Stadt400
Hochsauerlandkreis2 175
Höxter, Landkreis720
Kleve, Landkreis2 615
Köln, kreisfreie Stadt9 970
Krefeld, kreisfreie Stadt1 085
Leverkusen, kreisfreie Stadt445
Lippe, Landkreis1 380
Märkischer Kreis660
Mettmann, Landkreis3 100
Minden-Lübbecke, Landkreis1 970
Mönchengladbach, kreisfreie Stadt220
Mülheim an der Ruhr, kreisfreie Stadt640
Münster, kreisfreie Stadt2 205
Oberbergischer Kreis1 285
Oberhausen, kreisfreie Stadt595
Olpe, Landkreis980
Paderborn, Landkreis960
Recklinghausen, Landkreis2 200
Remscheid, kreisfreie Stadt775
Rhein-Erft-Kreis2 670
Rheinisch-Bergischer Kreis1 280
Rhein-Kreis Neuss2 200
Rhein-Sieg-Kreis3 655
Siegen-Wittgenstein, Landkreis1 005
Soest, Landkreis2 100
Solingen, kreisfreie Stadt1 205
Städteregion Aachen, Landkreis3 555
Steinfurt, Landkreis4 815
Unna, Landkreis945
Viersen, Landkreis1 820
Warendorf, Landkreis3 400
Wesel, Landkreis3 430
Wuppertal, kreisfreie Stadt1 720
Gesamt105 110

Im Rahmen der ergänzenden Berichterstattung wurde mittels einer repräsentativen Erhebung gemäß § 8 Absatz 3 WoBerichtsG auch die Zahl der Menschen ohne Unterkunft und die der verdeckt wohnungslosen Menschen erhoben. Auf Basis der Erhebung wird die Zahl der Menschen ohne Unterkunft für das Jahr 2024 auf rund 10 700 und die Zahl der verdeckt wohnungslosen Personen auf rund 13 400 für Nordrhein-Westfahlen geschätzt. Eine Aufschlüsselung auf Kreise, bzw. kreisfreie Städte ist aus statistischen Gründen nicht möglich.